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Versicherungen im Rahmen des industriellen Risikomanagements

Eine kritische Analyse

Title: Versicherungen im Rahmen des industriellen Risikomanagements

Seminar Paper , 2007 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Susanne Mühle (Author)

Engineering - Industrial Engineering and Management
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Unternehmen sind komplexe Gebilde in einer immer internationaler ausgerichteten Wettbewerbslandschaft. Daraus resultiert eine vielschichtige Risikosituation, die einen systematischen Umgang erfordert. Diesen Anforderungen kann nur ein gut ausgebildetes und integriertes Risikomanagement gerecht werden, das die Risiken, die ein Unternehmen bedrohen, erkennt und analysiert. Denn nur, wenn die Auswirkungen bei einem Risikoeintritt richtig eingeschätzt werden, können geeignete Mittel zur Bewältigung der Risiken ergriffen werden, ohne die mit den Risiken verbundenen Erfolgspotentiale außer Acht zu lassen.
Die ausgewählten Maßnahmen müssen außerdem immer ein angemessenes Kosten/Nutzen-Verhältnis aufweisen, d.h. Aufgabe des Risikomanagements ist es, die wirtschaftlich günstigste Alternative auszusuchen.
In der vorliegenden Arbeit soll dabei besonders auf die Versicherung als Mittel der Risikobewältigung eingegangen werden, da es sich hierbei immer noch um das in den Unternehmen meistgenutzte Instrument handelt. Im ersten Teil der Arbeit werden dazu die grundlegenden Aspekte des Risikobegriffs und des Risikomanagements behandelt. Eine zweckmäßige Definition des Risikos bildet die Basis für eine qualifizierte Auswahl der Risikobewältigungsstrategie. Des Weiteren wird die Versicherung in das Risikomanagement eingeordnet.
Im zweiten Teil der Ausarbeitung werden dann die charakteristischen Merkmale der Industrieversicherung angesprochen, wobei zuerst geklärt wird, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit ein Risiko versichert werden kann. Darüber hinaus werden die Kosten, die der Abschluss einer Versicherung verursacht, aufgeschlüsselt.
Der letzte Abschnitt der Arbeit beschäftigt sich mit den Stärken und Schwächen einer Versicherung und soll zur Entscheidungsfindung beitragen, indem analysiert wird, wann es sinnvoll ist eine Versicherung abzuschließen. Er zeigt außerdem drei ausgewählte Alternativen bzw. Ergänzungen der Risikofinanzierung im Vergleich zur Versicherung, die sich erst in den letzten Jahren entwickelt haben und in den Unternehmen bis jetzt noch selten Anwendung finden. Jedes wirtschaftliche Handeln geht mit Entscheidungen einher, deren Auswirkungen nicht vollständig abzusehen sind, da diese in der Zukunft liegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1 GRUNDLAGEN DES RISIKOMANAGEMENTS

1.1 Der Risikobegriff

1.2 Aufbau des Risikomanagements

1.3 Einordnung der Versicherung in das Risikomanagement

2 CHARAKTERISTIK DER VERSICHERUNG IM INDUSTRIELLEN RISIKOMANAGEMENT

2.1 Versicherbarkeit von Risiken

2.2 Die Versicherung als Mittel der Risikofinanzierung

2.3 Kosten der Versicherung

3 VERSICHERUNG – EINE KRITISCHE ANALYSE

3.1 Versicherungsentscheidung

3.2 Vor- und Nachteile der Versicherung

3.3 Alternative Risikofinanzierung

FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Rolle und Wirksamkeit der Versicherung als Instrument innerhalb eines ganzheitlichen industriellen Risikomanagements. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit die traditionelle Versicherung im Vergleich zu modernen alternativen Risikofinanzierungsinstrumenten unter Kosten-Nutzen-Aspekten für Unternehmen sinnvoll ist.

  • Grundlagen des modernen Risikomanagements und Risikobegriffs
  • Voraussetzungen und Kriterien für die Versicherbarkeit von Industrierisiken
  • Analyse der Kostenstruktur und ökonomischen Effekte von Versicherungslösungen
  • Bewertung der Stärken und Schwächen sowie alternativer Finanzierungsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

3.1 Versicherungsentscheidung

Viele Unternehmen sind falsch versichert, insbesondere ist eine Überversicherung zu erkennen, da in traditioneller Handlungsweise alle Risiken versichert werden, die versichert werden können. Die Prämien, die der Versicherungsnehmer für den Versicherungsschutz und die damit verbundenen Dienstleistungen zahlen muss, stellen aus betriebswirtschaftlicher Sicht Aufwand dar; sie wirken sich also negativ auf die Rentabilität des Unternehmens aus. Es liegt dementsprechend die Vermutung nahe, dass es ökonomisch nicht sinnvoll ist, jedes Risiko, bei dem es möglich ist, zu versichern. Es gilt folglich zu entscheiden, welche Risiken versichert werden sollen und welche nicht, was eng mit der Frage des optimalen Sicherheitsgrades zusammenhängt.

Grundsätzlich kann man feststellen, dass es wirtschaftlich nicht zweckmäßig ist, kleine Risiken, also Risiken, die geringe Kosten bei einem Schadeneintritt verursachen, dafür aber relativ häufig eintreten, zu versichern, da diese Vorgehensweise eher einem Geldwechselgeschäft gleichkommt. Da der Aufwand für die Abwicklung von Schäden kaum von der Größe des Risikos abhängt, verursachen kleine Risiken, im Verhältnis gesehen, hohe Transaktionskosten und es ist daher ineffizient, diese Risiken zu versichern.

Hat man eine umfangreiche Versicherung, kann man durch das Vereinbaren von Selbstbehalten diese so genannten Bagatellschäden ausschließen. Vielmehr ist die Versicherung das geeignete Instrument zur Bewältigung von Risiken, die die Risikotragfähigkeit eines Unternehmens übersteigen. Dabei handelt es sich speziell um Risiken, die sich durch ein hohes Schadenausmaß und eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit auszeichnen und die Kernkompetenzen des Unternehmens gefährden.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die zunehmende Komplexität der Risikosituation für international agierende Unternehmen und definiert das Ziel der Arbeit, die Rolle der Versicherung kritisch zu beleuchten.

1 GRUNDLAGEN DES RISIKOMANAGEMENTS: Dieses Kapitel definiert den Risikobegriff sowie die strategische und operative Struktur des Risikomanagements als Voraussetzung für unternehmerisches Handeln.

2 CHARAKTERISTIK DER VERSICHERUNG IM INDUSTRIELLEN RISIKOMANAGEMENT: Hier werden die Voraussetzungen der Versicherbarkeit, der ökonomische Nutzen der Versicherung als Finanzierungsmittel sowie die Zusammensetzung der Versicherungskosten detailliert erörtert.

3 VERSICHERUNG – EINE KRITISCHE ANALYSE: Dieser Hauptteil analysiert die Entscheidungsfindung für Versicherungsschutz, diskutiert Vor- und Nachteile sowie innovative alternative Risikofinanzierungsmethoden.

FAZIT UND AUSBLICK: Die Zusammenfassung betont, dass Versicherungen ein wichtiges Werkzeug bleiben, jedoch in ein integriertes Risikomanagement eingebettet sein müssen, um die Wirtschaftlichkeit zu maximieren.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Industrieversicherung, Risikobewältigung, Versicherungsentscheidung, Risikofinanzierung, Versicherbarkeit, Risikoausgleich, Selbstbehalt, Captive, Finite-Risk-Deckung, Risikotragfähigkeit, Kosten-Nutzen-Analyse, Unternehmensrisiken, Risikotransfer, Versicherungsprämie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung und den effizienten Einsatz von Versicherungen als Bestandteil des Risikomanagements in Industrieunternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen der Risikobegriff, die Charakteristika von Industrieversicherungen, die Kostenstruktur bei Risikotransfer sowie moderne alternative Risikofinanzierungsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Analyse der Versicherungspraxis, um aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen Versicherungsschutz ökonomisch sinnvoll ist und wo Alternativen effizienter sein können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen betriebswirtschaftlichen Analyse von Risikomanagement- und Versicherungsstrategien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Versicherbarkeit von Risiken, der Rolle der Versicherung als Instrument zur Risikofinanzierung und der kritischen Abwägung von Versicherungsschutz gegen Selbsttragungsoptionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe sind Risikomanagement, Industrieversicherung, Risikofinanzierung, Selbstbehalt, Captive-Versicherungen und Risikobewertung.

Wie unterscheiden sich klassische Versicherungen von alternativen Finanzierungsformen?

Alternative Instrumente wie Finite-Risk-Policen oder Captives bieten oft flexiblere Möglichkeiten des Risikoausgleichs über die Zeit und steuerliche Vorteile bei Großrisiken, während klassische Versicherungen den Fokus auf den reinen Risikotransfer legen.

Warum wird die Spartentrennung in der Versicherung als Nachteil bewertet?

Die spartenbezogene Sichtweise erhöht den administrativen Aufwand massiv, da für jede Sparte separate Verträge und Bedingungen verwaltet werden müssen, anstatt ein ereignisorientiertes Gesamtkonzept zu verfolgen.

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Details

Title
Versicherungen im Rahmen des industriellen Risikomanagements
Subtitle
Eine kritische Analyse
College
University of Kaiserslautern  (Lehrstuhl für Finanzdienstleistungen und Finanzmanagement)
Grade
2,0
Author
Susanne Mühle (Author)
Publication Year
2007
Pages
25
Catalog Number
V86988
ISBN (eBook)
9783638030922
Language
German
Tags
Versicherungen Rahmen Risikomanagements
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Mühle (Author), 2007, Versicherungen im Rahmen des industriellen Risikomanagements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86988
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