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AIDS-Prävention bei Jugendlichen

Möglichkeiten und Grenzen präventiver Maßnahmen in der Schule

Título: AIDS-Prävention bei Jugendlichen

Tesis , 2007 , 145 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Dominik Schreiner (Autor)

Trabajo social
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Es gibt kaum eine Krankheit, die seit ihrer Entdeckung soviel Aufmerksamkeit in den Medien, der Politik und der Bevölkerung erhalten hat wie AIDS. In den letzten Jahren scheint das öffentliche Interesse jedoch wieder abgenommen zu haben. Dies scheint daran zu liegen, dass AIDS vor allem in gesellschaftlich tabuisierten Bereichen übertragen wird: beim ungeschützten penetrierenden Geschlechtsverkehr und beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen im intravenösen Drogenkonsum. Als unheilbare Krankheit hat AIDS zudem viel mit dem Thema Sterben und Tod zu tun, ein weiteres gesellschaftliches Tabu, über das ungern gesprochen wird.

Dadurch, dass es nach wie vor kein medizinisches Heilmittel gegen den tödlichen Virus gibt, haben sich Handlungsstrategien zur Eindämmung von HIV-Infektionen in die Gesundheitspolitik und in den pädagogischen Bereich verlagert. Aus der Sexualpädagogik ist AIDS nicht mehr wegzudenken und ist zu einem konstanten Thema in Bezug auf Liebe, Partnerschaft und sexuellem Verhalten geworden.

Die vorliegende Arbeit stellt eine jugendspezifische AIDS-Prävention dar. Jugendliche, als Heranwachsende in tief greifenden entwicklungspsychologischen und sozialisatorischen Veränderungsprozessen die auch ihre Sexualität betreffen, sind eine Hauptzielgruppe der präventiven Arbeit. Eine Vielzahl von komplexen Faktoren und Einflüssen bestimmen den Alltag eines Jugendlichen und seine Sexualität. Deshalb steht bei der AIDS-Prävention auch die Ansteckung des HIV durch sexuelle Übertragung im Mittelpunkt. Besonders beleuchtet wird in dieser Arbeit die AIDS-Prävention im Rahmen der Schule, die einen wichtigen Platz im Alltag des Jugendlichen einnimmt, sowie die Möglichkeiten und Grenzen präventiver Maßnahmen. Dabei wird jedoch darauf verzichtet, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den verschiedenen Schultypen zu untersuchen. Dies wäre sicherlich von Interesse, würde allerdings den Rahmen der Arbeit sprengen. Vielmehr wird hier auf die Schule als Sozialisationsinstanz und Institution mit Bildungsauftrag eingegangen und ihre Rolle in der AIDS-Prävention beschrieben. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1. HIV und AIDS

1.1 Übertragungswege des HIV

1.2 Vermeidung einer HIV-Infektion

1.3 Überblick über aktuelle Daten zu HIV/AIDS

2. Schule und Prävention

2.1 Merkmale und Funktionen der Schule

2.2 Der Präventionsbegriff

2.2.1 Präventionsarten

2.2.2 Präventionstypen

2.3 AIDS-Prävention als Aufgabe der Schule

3. Jugend, Sexualität und Schule

3.1 Jugend

3.1.1 Adoleszenz

3.1.1.1 Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz

3.2 Sexualität Jugendlicher

3.2.1 Sexuelle Beziehungstypen Jugendlicher

3.2.2 Jugendliches Kontrazeptionsverhalten

3.3 Sexualität und Schulalltag

3.3.1 Sexuelle Sozialisation und Schule

3.3.2 Schulische Sexualerziehung

3.4 Jugendliche als Risikogruppe für HIV/AIDS?

3.5 Zusammenfassung

4. Sexuelle Verhaltensbildung und der Prozess des präventiven Handelns

4.1 Theoretische Überlegungen zur (sexuellen) Verhaltensbildung und zum präventiven Verhalten

4.1.1 Die Theorie des geplanten Verhaltens (TOPB)

4.1.2 Das AIDS-Risikominimierungsmodell (ARRM) und der Prozess des präventiven Handelns

4.2 Faktoren, die präventives Verhalten beeinflussen

4.2.1 Interne Einflüsse auf die Bildung präventiven Verhaltens

4.2.1.1 Vergangenes Verhalten und Gewohnheiten

4.2.1.2 Angst vor HIV/AIDS

4.2.1.3 Wissen über und wahrgenommene Bedrohung durch HIV/AIDS

4.2.1.4 Emotionale und physische Reaktionen und Erregungen

4.2.1.5 Motivation und Wille zur Verhaltensänderung

4.2.1.6 Kenntnisse über eigene Wünsche und Bedürfnisse

4.2.1.7 Akzeptanz von Kondomen

4.2.2 Externe Einflüsse auf die Bildung präventiven Verhaltens

4.2.2.1 Familie

4.2.2.2 Peergroup

4.2.2.3 Medien

4.2.2 Die Lebenswelt als Einflussfaktor auf die Bildung präventiven Verhaltens

4.3 Zusammenfassung

5. Sexualpädagogische AIDS-Prävention in der Schule – Möglichkeiten und Grenzen

5.1 Schule als Einflussfaktor auf präventives Verhalten

5.2 Rahmenstrukturen: Ebenen der AIDS-Prävention

5.3 Bedingungen und Regeln der AIDS-Prävention

5.3.1 Allgemeine Bedingungen

5.3.2 Jugendspezifische Bedingungen

5.3.2.1 Wissensvermittlung

5.3.2.2 Sprechen über Sexualität

5.3.2.3 Die Lebenswelt

5.3.2.4 Ängste

5.3.2.5 Kondombotschaft und subjektives Risikomanagement

5.4 Sexualpädagogische AIDS-Prävention in der Schule – Möglichkeiten und Grenzen

5.4.1 AIDS-Prävention in der Schule

5.4.2 Möglichkeiten und Grenzen schulischer AIDS-Prävention

5.4.2.1 Schulfächer und ganzheitliche AIDS-Prävention

5.4.2.2 Struktur von Schule

5.4.2.3 Wissen und Emotionen

5.4.2.4 Sexuelle Sozialisation in der Schule und Peer-Education

5.4.2.5 Personalkommunikative Prävention und die Verwendung von Medien

5.4.2.6 Empowerment

5.5 Zusammenfassung

6. Exkurs: Methoden der Sexualpädagogik und AIDS-Prävention für den Unterricht

6.1 Der Wissenskreis

6.2 Das Beziehungshaus

6.3 Das Ampelquiz

6.4 Klassenkonferenz: infizierter Schüler – ein Rollenspiel

7. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten und Grenzen einer jugendspezifischen AIDS-Prävention im schulischen Rahmen aufzuzeigen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Schule als Sozialisationsinstanz und Bildungsort dazu beitragen kann, das sexuelle Verhalten Jugendlicher im Hinblick auf HIV-Risiken nachhaltig und risikoarm zu beeinflussen.

  • Die Rolle der Schule als Ort der Sozialisation und Wissensvermittlung.
  • Entwicklungspsychologische Aspekte der Jugend und Adoleszenz.
  • Einflussfaktoren auf das sexuelle Verhalten, wie Familie, Peergroup und Medien.
  • Methodische Ansätze und theoretische Modelle (TOPB, ARRM) zur Verhaltensbildung.
  • Konkrete sexualpädagogische Methoden für den Unterricht.

Auszug aus dem Buch

4.2.1.2 Angst vor HIV/AIDS

Der Einfluss von Angst auf das präventive Verhalten ist schwer feststellbar. Dass er existiert ist zwar relativ eindeutig, jedoch wird bei Umfragen nicht ersichtlich, welche Form der Angst beim Befragten dominiert. Neubauer (1994) stellt im Wesentlichen drei Formen der Angst vor AIDS fest: die phobische Ansteckungsangst, die hypochondrische Angst, bereits erkrankt zu sein und die Angst vor AIDS, die aus Angst vor Ansteckung und Hassgefühlen auf Virusträger besteht (vgl. Neubauer 1994, S. 99).

Sowohl phobische als auch hypochondrische Ängste sind bei Individuen in der Minderheit. Für eine Aussage über Verhaltensbeeinflussung durch Angst vor AIDS kommt am ehesten die Angst vor Ansteckung in Frage, da sie eine nachvollziehbare Realitätsentsprechung besitzt. Die Angst vor Ansteckung tritt verstärkt unter den Personen auf, die öfter mit verschiedenen Partnern Geschlechtsverkehr hatten. Neubauer stellt fest, dass jene wegen AIDS häufiger über ihre Sexualität nachdenken und Versuche unternehmen, ihrem Partner treuer zu sein. Auch eine Verringerung der Häufigkeit der Sexualkontakte konnte festgestellt werden. Die Angst vor Ansteckung hat nicht nur in der öffentlichen Diskussion ihren Ursprung, sondern findet zum Großteil in der eigenen, gelebten Sexualität ihren Grund. Mit steigender Angst erhöht sich zudem die Bereitschaft, beim Partner zu bleiben. Das Interesse an einer langfristigen Beziehung wächst und bisherige Außenkontakte werden reduziert. Es wird somit über das eigene Sexualverhalten nachgedacht und Konsequenzen gezogen (vgl. Neubauer 1994, S. 100-104).

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz der AIDS-Prävention bei Jugendlichen und definiert den Fokus auf die Rolle der Schule als zentrale Instanz für diese Arbeit.

1. HIV und AIDS: Dieses Kapitel vermittelt grundlegende Informationen über die Krankheit AIDS, die Übertragungswege des Virus sowie die aktuelle epidemiologische Situation.

2. Schule und Prävention: Es werden die Funktionen von Schule und der Begriff der Prävention theoretisch hergeleitet und in den schulischen Kontext übertragen.

3. Jugend, Sexualität und Schule: Hier wird die Lebensphase Jugend analysiert, um das Verständnis für sexuelle Sozialisation und die Rolle der Schule für Jugendliche zu schärfen.

4. Sexuelle Verhaltensbildung und der Prozess des präventiven Handelns: Dieses Kapitel untersucht psychologische Modelle und Faktoren, die das individuelle Gesundheitsverhalten und die Verhaltensänderung beeinflussen.

5. Sexualpädagogische AIDS-Prävention in der Schule – Möglichkeiten und Grenzen: Die Analyse der schulischen AIDS-Prävention unter Berücksichtigung von Rahmenstrukturen, Bedingungen und spezifischen Möglichkeiten sowie Grenzen.

6. Exkurs: Methoden der Sexualpädagogik und AIDS-Prävention für den Unterricht: Vorstellung praktischer Arbeitsmethoden, um AIDS-Themen im schulischen Unterricht konkret und zielgruppengerecht umzusetzen.

7. Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Anforderungen an die Präventionsarbeit.

Schlüsselwörter

AIDS-Prävention, HIV, Schule, Jugend, Adoleszenz, Sexualpädagogik, Sozialisation, Safer Sex, Verhaltensbildung, Präventionsmodelle, Aufklärung, Kondomgebrauch, Gesundheitserziehung, Peer-Education, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der AIDS-Prävention für Jugendliche innerhalb des schulischen Systems.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die medizinischen Grundlagen von HIV/AIDS, entwicklungspsychologische Aspekte der Jugend, theoretische Präventionsansätze sowie die praktische Umsetzung sexualpädagogischer Maßnahmen in Schulen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein umfassendes Bild darüber zu zeichnen, wie schulische AIDS-Prävention gestaltet sein muss, um das sexuelle Verhalten von Jugendlichen nachhaltig in Richtung "Safer Sex" zu beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine theoretische Aufarbeitung durch, die auf sozialwissenschaftlicher Literatur, empirischen AIDS-Forschungsstudien und pädagogischen Konzepten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verhaltensbildung, die Analyse von Einflussfaktoren (interne und externe Faktoren) und die konkrete Anwendung der AIDS-Prävention im schulischen Alltag inklusive methodischer Exkurse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind insbesondere AIDS-Prävention, Jugendsexualität, schulische Sozialisation, Safer Sex und Verhaltensbildung.

Warum ist die Adoleszenz für die AIDS-Prävention so kritisch?

Die Adoleszenz ist eine Phase tiefgreifender psychologischer und sozialer Umbrüche, in der sich sexuelle Verhaltensmuster erst festigen, was den Ansatzpunkt für präventive Interventionen besonders bedeutsam macht.

Welche Rolle spielt die Peergroup im Vergleich zum Unterricht?

Während der Unterricht Wissen vermittelt, bietet die Peergroup einen Erfahrungsraum für sexuelle Sozialisation, in dem Jugendliche durch den Austausch mit Gleichaltrigen Einstellungen und Rollenverhalten erproben und festigen.

Final del extracto de 145 páginas  - subir

Detalles

Título
AIDS-Prävention bei Jugendlichen
Subtítulo
Möglichkeiten und Grenzen präventiver Maßnahmen in der Schule
Universidad
Dresden Technical University  (Institut für Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Wohlfahrtswissenschaften)
Calificación
1,5
Autor
Dominik Schreiner (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
145
No. de catálogo
V87022
ISBN (Ebook)
9783640098583
Idioma
Alemán
Etiqueta
AIDS-Prävention Jugendlichen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dominik Schreiner (Autor), 2007, AIDS-Prävention bei Jugendlichen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87022
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