Das Ziel meiner Hausarbeit soll die Bearbeitung der Thematik „Menschen und Tiere im Werk Albert Ehrensteins“ sein. Diese Thematik werde ich exemplarisch an einigen Beispielen aus der Primärliteratur, die wir im Seminar besprochen haben (z.B. „Ansichten eines Exterritorialen“, „Selbstmord eines Katers“, „Tai Gin“, usw.) und Prosa von Albert Ehrenstein, die die Thematik behandeln, erläutern.
Beginnen werde ich mit einem allgemeinen Vorspann zur Tiergeschichte, der die Thematik aufgreift, sich aber nicht direkt auf das Werk Albert Ehrensteins bezieht.
In diesem Zusammenhang werde ich mit einer kurzen Darstellung zum Thema „Fabel“ beginnen. Da ich im Laufe meiner Arbeit feststellen musste, dass ich leider nur kurz auf die Fabel eingehen kann, habe ich mich für das Thema „die Funktion der Akteure in der Fabel“ entschieden, da mir dieser Aspekt der Fabel wichtig für meine Arbeit erscheint. Weiterhin werde ich im allgemeinen Vorspann „den Darwinismus“ und „die Psychoanalyse“ behandeln, da diese Themen auch im Folgenden relevant für die Bearbeitung der Themen sind, die sich auf das Werk Albert Ehrensteins beziehen. Erarbeiten möchte ich, inwiefern das Menschenbild durch diese Theorien verändert wird und zum Thema „der Psychoanalyse“ besonders die Bedeutung des „Es“ für meine Arbeit.
Daraufhin werde ich dann auf die Analyse der Thematik „Menschen und Tiere im Werk Albert Ehrensteins“ eingehen. Wobei ich mit dem Thema „Menschen im Werk Albert Ehrensteins“ beginnen werde und das Thema „Tiere im Werk Albert Ehrensteins“ anschließen möchte.
Abschließend werde ich „Die Beziehung von Menschen und Tieren im Werk Albert Ehrensteins“ auch anhand einiger expliziter Fragestellungen erläutern.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Das Ziel meiner Hausarbeit
Hauptteil
2. Die Fabel
2.1. Die Akteure der Fabel in der Aufklärung
3. Der Darwinismus
3.1. Die Evolutionstheorie von Charles Darwin
4. Die Psychoanalyse
4.1. Der dynamische Ansatz (bis1897)
4.2. Der topographische Ansatz (1897-1920/23)
4.3. Der strukturalistische Ansatz (ab 1923)
4.3.1. Das Es
4.3.2. Das Ich
4.3.3. Das Über-Ich
4.3.4. Strukturelle Zusammenhänge
5. Menschen im Werk Albert Ehrensteins
5.1. Welches Bild vom Menschen wird vermittelt?
5.2. Gibt es ein bestimmtes Bild vom Menschen oder sind es verschiedene?
6. Tiere im Werk Albert Ehrensteins
6.1. Welches Bild vom Tier wird vermittelt?
6.2. Gibt es ein bestimmtes Bild vom Tier oder sind es verschiedene? Wofür steht das Tier?
7. Die Beziehung von Menschen und Tieren im Werk Albert Ehrensteins
7.1. Gibt es eine Analogie von Mensch und Tier?
7.2. Welche Beziehung besteht zwischen Mensch und Tier?
Schluss
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Mensch und Tier im Werk Albert Ehrensteins und analysiert, inwieweit dieses durch die Theorien des Darwinismus und der Psychoanalyse geprägt ist. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die negative Darstellung des Menschen im Gegensatz zum positiv konnotierten, an die Natur angepassten Tier.
- Analyse der Akteure in der Fabel als Grundlage der Tierdarstellung
- Einfluss der darwinistischen Evolutionstheorie auf das Menschenbild
- Psychoanalytische Betrachtung der Instanzen Es, Ich und Über-Ich
- Darstellung der menschlichen Armseligkeit und des Egoismus bei Ehrenstein
- Untersuchung der tierischen Symbolik als Ausdruck unbewusster Triebe
- Beziehungsgeflecht zwischen Mensch und Tier als Menschheitsanklage
Auszug aus dem Buch
5.1. Welches Bild vom Menschen wird vermittelt?
Im Werk Albert Ehrensteins wird ein negatives Bild vom Menschen vermittelt. Am besten lässt sich dieses Bild in der Menschheitssatire „Ansichten eines Exterritorialen“ festmachen. Die Menschen sind schmarotzende Mikroorganismen, die an der Erdoberfläche anhaften und nie müde sind, zu beteuern, dass sie die wichtigsten Geschöpfe auf der Erde seien. „Doch nicht so, wie sie annahmen, daß diese Geschöpfe die Hauptsache wären, was zu versichern diese selbst nicht müde werden.“ Der Mensch ist bloß ein Parasit, der sich um sich selbst dreht und ein absolutes Mängelwesen. Er ist nicht in der Lage sich gegen die Emotionen der Erde zu wehren, also absolut hilflos. Auch weist der Mensch eine moralische Schwäche auf, nämlich die des Schämens. Diese gehört zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Er schämt sich für seine Körperteile, da er sie mit Hüllen bedeckt und vor allem für seinen Fortpflanzungstrieb. „[...] gegenwärtig schämen sie sich ihres Fortpflanzungstriebes, nehmen jene Transaktion, durch welche sie sich vervielfältigen, nicht öffentlich vor [...]“.
Zusammenfassung der Kapitel
2. Die Fabel: Dieses Kapitel erläutert die Funktion der Akteure in der Fabel, wobei Tiere als Träger menschlicher Eigenschaften fungieren, um die Moral zu verdeutlichen.
3. Der Darwinismus: Es wird die Theorie der natürlichen Selektion dargelegt und aufgezeigt, wie diese den Menschen als Teil der Natur in einen Kampf ums Überleben stellt.
4. Die Psychoanalyse: Dieses Kapitel führt in Freuds dynamische, topographische und strukturalistische Modelle ein, um das Verständnis von Trieben und Persönlichkeitsinstanzen für die Analyse zu ermöglichen.
5. Menschen im Werk Albert Ehrensteins: Der Autor zeigt auf, dass Ehrenstein ein äußerst negatives Menschenbild vermittelt, in dem der Mensch als Mängelwesen, Parasit und egoistischer Mitläufer degradiert wird.
6. Tiere im Werk Albert Ehrensteins: Das Tier wird hier als naturangepasstes, triebhaftes Wesen charakterisiert, das oft symbolisch für das psychoanalytische „Es“ steht.
7. Die Beziehung von Menschen und Tieren im Werk Albert Ehrensteins: Dieses Kapitel analysiert das oft spannungsreiche und von Gewalt oder Unterdrückung geprägte Verhältnis zwischen Mensch und Tier, etwa in der Erzählung „Selbstmord eines Katers“.
Schlüsselwörter
Albert Ehrenstein, Menschenbild, Tierdarstellung, Psychoanalyse, Darwinismus, Fabel, Triebtheorie, Egoismus, Sozialkritik, Ansichten eines Exterritorialen, Tubutsch, Literaturanalyse, Menschheitsanklage, Symbolik, Es.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit untersucht die Thematik der Menschen und Tiere im Werk Albert Ehrensteins unter Einbeziehung literarischer Beispiele und theoretischer Hintergründe.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Interpretation von Ehrensteins Prosa durch die Linse der psychoanalytischen Theorie Freuds und der evolutionären Ansätze Darwins.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erarbeitung eines Verständnisses dafür, wie der Mensch im Werk Ehrensteins als negativ und defizitär im Gegensatz zum Tier dargestellt wird.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin verwendet eine kritische und systematische Analyse von Primärliteratur unter Einbeziehung von Zitate aus Sekundärliteratur sowie eine psychoanalytische Deutung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Vorabkapitel zu Fabel, Darwinismus und Psychoanalyse sowie die spezifische Anwendung auf die Erzählungen Ehrensteins.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Begriffe wie Menschenbild, Tierdarstellung, Psychoanalyse, Es, Parasit und Sozialkritik prägen die inhaltliche Ausrichtung.
Welche Bedeutung hat das „Es“ für die Interpretation der Texte?
Das „Es“ dient als psychoanalytisches Werkzeug, um die Triebhaftigkeit der Charaktere, insbesondere der Tiere, als Gegenpol zur unterdrückten Welt des Menschen zu verstehen.
Wie wird das Verhältnis von Mensch und Tier in „Selbstmord eines Katers“ bewertet?
Die Erzählung wird als Menschheitsanklage gedeutet, in der der Mensch als Tyrann auftritt, der die Wehrlosigkeit des Tieres aus Egoismus und Scham missbraucht.
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- Katharina Meyer (Author), 2003, Menschen und Tiere im Werk Albert Ehrensteins, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87024