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Ansätze und Planungen zur Realisierung eines 'Programme for International Student Assessment' (PISA) im Bereich der Berufsbildung

Titel: Ansätze und Planungen zur Realisierung eines 'Programme for International Student Assessment' (PISA) im Bereich der Berufsbildung

Seminararbeit , 2007 , 25 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Britta Hilbert (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wird die heutige Arbeitswelt näher betrachtet, so ist festzustellen, dass diese sich im Laufe der letzten Jahrzehnte sehr stark verändert hat. Unsere Arbeits- und Berufswelt wird heute durch zunehmende technische Möglichkeiten, durch stets steigende und vor allem schnell wandelnde Wissens- und Informationsfluten bestimmt. Auch die Internationalisierung und Globalisierung immer größer werdender Märkte nimmt erheblichen Einfluss auf die Berufs- und Arbeitswelt (Gillen&Kaufhold 2005, S. 1). Dieser Wandel stellt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor neue Herausforderungen und Anforderungen. Und auch die Schüler im berufsbildenden Bereich bleiben von diesem Wandel nicht unberührt. Gerade Schüler müssen in diesem Bereich auf die neuen Herausforderungen und Anforderungen vorbereitet werden.
Vorliegende Arbeit zeigt Ansätze und Planungen zur Realisierung eines Berufsbildungs-PISA im Bereich der Berufsbildung auf. In Kapitel 2 werden zunächst die Ergebnisse aus der PISA-Studie der OECD für den allgemeinbildenden Bereich vorgestellt und ihre Auswirkungen und Konsequenzen für den berufsbildenden Bereich erläutert. Die Notwendigkeit einer internationalen Vergleichsstudie im berufsbildenden Bereich wird in diesem Zusammenhang noch einmal herausgestellt. Im Folgenden stellt Kapitel 3 Ansätze eines Berufsbildungs-PISA vor. Den Schwerpunkt bildet hierbei das Forschungsprojekt von Baethge, Achtenhagen, Arends, Babic, Baethge-Kinsky und Weber, eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA). In diesem Kapitel wird die Göttinger Machbarkeitsstudie als ein Beispiel eines Ansatzes zur Realisierung eines Berufsbildungs-PISA vorgestellt, die Problematik eines einheitlichen Kompetenzbegriffes, sowie die der vertikalen und horizontalen Vergleichbarkeit diskutiert. Alternative Modelle in Form einer Längsschnitts- bzw. einer Querschnittsstudie werden in Kapitel 3.2 dargestellt. Nachdem aktuelle Ansätze und Planungen zur Realisierung eines Berufsbildungs-PISA, und die damit verbundenen Schwierigkeiten und Probleme vorgestellt wurden, findet in Kapitel 5 eine zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse statt. Ebenfalls werden dem nun sensibilisierten Leser ein kurzer Ausblick, sowie ein mögliches weiteres Vorgehen in Richtung einer internationalen Vergleichsstudie im berufsbildenden Bereich geboten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Die PISA-Studien im allgemeinbildenden Bereich: Ergebnisse und Konsequenzen für die berufliche Bildung

3. Berufsbildungs-PISA. Ansätze und Planungen für eine internationale Vergleichsstudie im berufsbildenden Bereich

3.1 Eine Machbarkeitsstudie

3.1.1 Das Konzept der Machbarkeitsstudie: Bedeutung, Perspektiven und Durchführung der Studie

3.1.2 Zur Problematik eines einheitlichen Kompetenzbegriffs

3.1.3 Zur Problematik der vertikalen und horizontalen Vergleichbarkeit

3.2 Alternative Modelle

3.2.1 Das Forschungsdesign einer Längsschnittstudie

3.2.2 Das Forschungsdesign einer Querschnittsstudie

4. Zusammenfassung wesentlicher Aspekte und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ansätze und Planungen zur Realisierung einer internationalen Vergleichsstudie – eines sogenannten "Berufsbildungs-PISA" – im Bereich der beruflichen Bildung. Ziel ist es, den Bedarf an einer solchen Studie aufzuzeigen, theoretische Konzepte sowie methodische Herausforderungen zu analysieren und mögliche Forschungsdesigns zur Erfassung von Kompetenzzuwächsen und deren Verwertung zu bewerten.

  • Grundlagen und Ergebnisse der PISA-Studien im allgemeinbildenden Bereich
  • Konzept einer Machbarkeitsstudie für ein Berufsbildungs-PISA
  • Herausforderungen durch heterogene Kompetenzbegriffe und Vergleichbarkeit
  • Vergleich von Forschungsdesigns (Längsschnitt- vs. Querschnittsstudie)

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Zur Problematik eines einheitlichen Kompetenzbegriffs

„Es existiert zurzeit weder ein einheitlicher, allgemein akzeptierter Kompetenzbegriff, noch gibt es einen ,Königsweg´ der Operationalisierung und Messung von Kompetenzen“ (Baethge et al. 2006, S. 15). Die Gründe für die Heterogenität des Kompetenzbegriffs auf internationaler Ebene lassen sich durch folgende Grafik leicht verdeutlichen. So sind es vier Aspekte, die Einfluss auf den Kompetenzbegriff nehmen und seinen Inhalt und Definition bestimmen:

Die vorherrschenden bildungsökonomischen und -politischen Strategien einer Gesellschaft, die in einer Kultur verankerte Tradition von Beruf, der jeweilige landesspezifische Arbeitsmarkt und dessen Anforderungen, sowie die jeweiligen Qualifizierungsstrategien erschweren eine internationale Konsensfindung bezüglich eines einheitlichen Kompetenzbegriffes. Insbesondere dann, wenn Vergleichbarkeit zwischen den Ausbildungsabschlüssen und Ausbildungsangeboten der verschiedenen Länder gefordert ist, werden diese Differenzen deutlich (Clement 2002, S. 29-30). Mit dieser Problematik und der Fülle an Kompetenzdefinitionen der jeweiligen Länder ist ein Berufsbildungs-PISA konfrontiert. Der Kompetenzbegriff wird in den verschiedenen Ländern uneinheitlich und sehr vielfältig gebraucht (Baethge et al. 2006, S. 22).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Diese Einleitung beleuchtet den Wandel der Arbeitswelt und die daraus resultierenden neuen Anforderungen an Schüler, wobei die Notwendigkeit von Reformen im Berufsbildungssystem und die Forderung nach einem Berufsbildungs-PISA begründet werden.

2. Die PISA-Studien im allgemeinbildenden Bereich: Ergebnisse und Konsequenzen für die berufliche Bildung: Dieses Kapitel erläutert die Zielsetzungen internationaler Schulleistungsstudien und zeigt auf, welche Erkenntnisse aus den PISA-Ergebnissen für den berufsbildenden Bereich abgeleitet werden können.

3. Berufsbildungs-PISA. Ansätze und Planungen für eine internationale Vergleichsstudie im berufsbildenden Bereich: Das Hauptkapitel stellt die Machbarkeitsstudie zur Realisierung eines Berufsbildungs-PISA vor, analysiert methodische Hürden wie den Kompetenzbegriff und die Vergleichbarkeit und diskutiert verschiedene Forschungsdesigns.

4. Zusammenfassung wesentlicher Aspekte und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Sinnhaftigkeit eines Berufsbildungs-PISA trotz der hohen Komplexität und plädiert für die zügige Einleitung weiterer Schritte zur Instrumentenentwicklung.

Schlüsselwörter

Berufsbildungs-PISA, Berufsbildung, Kompetenzmessung, Machbarkeitsstudie, internationale Vergleichsstudie, Kompetenzbegriff, Längsschnittstudie, Querschnittsstudie, Schulleistungsstudie, Kompetenzzuwachs, berufliche Erstausbildung, Bildungsforschung, OECD, Qualitätssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit thematisiert die Möglichkeiten und Konzepte für eine internationale Vergleichsstudie im Bereich der beruflichen Bildung, ein sogenanntes Berufsbildungs-PISA, um die Qualität des Bildungssystems vergleichbar zu machen und zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Notwendigkeit der Kompetenzmessung im beruflichen Sektor, die Analyse der Schwierigkeiten bei der Definition eines einheitlichen Kompetenzbegriffs sowie die methodische Gestaltung von Längs- und Querschnittsstudien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel besteht darin, Ansätze und Planungen für ein Berufsbildungs-PISA darzustellen und zu prüfen, inwiefern eine internationale Vergleichsstudie in diesem Bereich realisierbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Aufarbeitung bestehender Forschungsergebnisse, insbesondere der Göttinger Machbarkeitsstudie, um den aktuellen Forschungsstand zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Konzept der Machbarkeitsstudie, Probleme der vertikalen und horizontalen Vergleichbarkeit von Berufsbildungssystemen sowie die Vor- und Nachteile alternativer Forschungsdesigns diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Berufsbildungs-PISA, Kompetenzmessung, internationale Vergleichsstudie, Längsschnitt- und Querschnittsstudie sowie berufliche Erstausbildung geprägt.

Welche Rolle spielt die Machbarkeitsstudie des SOFI?

Sie dient als exemplarisches Forschungsprojekt, um zu untersuchen, ob und unter welchen Bedingungen ein internationaler Vergleich der beruflichen Kompetenzen sinnvoll und technisch umsetzbar ist.

Warum ist die Vergleichbarkeit im berufsbildenden Bereich komplexer als im allgemeinbildenden Bereich?

Im Gegensatz zum allgemeinbildenden Bereich gibt es in der beruflichen Bildung keine einheitlichen Curricula, eine hohe Varianz in der Alterstruktur der Auszubildenden und sehr unterschiedliche institutionelle Ausbildungsformen, was eine Standardisierung erschwert.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ansätze und Planungen zur Realisierung eines 'Programme for International Student Assessment' (PISA) im Bereich der Berufsbildung
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik)
Veranstaltung
Diagnostik zu Kompetenzen
Note
2,0
Autor
Britta Hilbert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
25
Katalognummer
V87085
ISBN (eBook)
9783638012584
ISBN (Buch)
9783638916424
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ansätze Planungen Realisierung Programme International Student Assessment Bereich Berufsbildung Diagnostik Kompetenzen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Britta Hilbert (Autor:in), 2007, Ansätze und Planungen zur Realisierung eines 'Programme for International Student Assessment' (PISA) im Bereich der Berufsbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87085
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Leseprobe aus  25  Seiten
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