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Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement, speziell der "Besondere Teil Risiken"

Title: Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement, speziell der "Besondere Teil Risiken"

Term Paper , 2007 , 39 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christoph Kraft (Author)

Business economics - Revision, Auditing
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Summary Excerpt Details

Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit der Einführung der MaRisk ab dem 01.01.2007 in Deutschland, unter spezieller Betrachtung des Moduls BTR – Anforderungen an die Risikosteuerungs- und – controllingprozesse.

Zu beginn wird die Entstehung der MaRisk näher erläutert, wobei die Internationale und die nationale Ebene, sowie deren Vorgaben erklärt werden. Außerdem werden die einzelnen Schritte der Entwicklung der MaRisk und ihre Anwendung in der Praxis beschrieben.

Im Gliederungspunkt drei beschäftigt sich diese Ausarbeitung mit den rechtlichen Vorschriften, die den gesetzlichen Rahmen der MaRisk bilden. Hierfür werden die Vorschriften des KWG, sowie Norminterpretierende Vorschriften erläutert. Vor allem der Begriff der Risikotragfähigkeit und die Trennung zwischen prozessabhängigen und prozessunabhängigen Kontrollverfahren, werden hier erläutert.

Im Anschluss wird die Aufteilung der MaRisk in einen Allgemeinen Teil (AT) und in den Besonderen Teil (BT) beschrieben, sowie die Aufteilung des Besonderen Teils in die BTO und BTR. Diese modulare Struktur der MaRisk und die Terminologie der MaRisk sind wichtig für die Trennung der einzelnen Risikofelder in Kreditinstituten. Hierdurch wird versucht diesen Risikoarten angemessen Rechnung zu tragen.

Nach der Beschreibung der modularen Struktur wird nun das Modul BTR genauer betrachtet. Das Modul regelt die Anforderungen an die Risikosteuerungs- und –controllingprozesse. Wobei hier zuerst auf die Motive für die Einführung der BTR eingegangen wird und danach der Teilbereich der Risikosteuerungs- und –controllingprozesse eingegrenzt. In den Gliederungspunkten 5.3 bis 5.6 werden nun die einzelnen Risikoarten beschrieben. Hierbei wird auch auf mögliche Lösungsansätze eingegangen.

Abschließend beschäftigt sich diese Arbeit mit der Umsetzbarkeit der MaRisk in der Praxis und den möglichen Problemen der Umsetzung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung und Historie der MaRisk

2.1 Internationale Ebene, Umsetzung von Basel II

2.2 Nationale Ebene: Konsolidierung qualitativer Regelwerke

2.3 Etappen der MaRisk Entwicklung

2.4 MaRisk in der Prüfungspraxis

3. Der rechtliche Rahmen der MaRisk

3.1 gesetzliche Vorgaben durch das KWG

3.2 Norminterpretierende Verwaltungsvorschriften

4. Terminologie und Aufbau der MaRisk

4.1 Allgemeiner Teil

4.2 Besonderer Teil

5. Genaue Betrachtung der BTR (Anforderungen an die Risikosteuerungs- und Controllingprozesse)

5.1 Motivation für die Einführung der BTR

5.2 Risikosteuerungs- und -controllingprozesse

5.3 Adressenausfallrisiken

5.4 Marktpreisrisiken

5.4.1 Allgemeine Anforderungen

5.4.2 Marktpreisrisiken des Handelsbuches

5.4.3 Marktpreisrisiken des Anlagebuches (einschließlich Zinsänderungsrisiken)

5.5 Liquiditätsrisiken

5.6 Operationelle Risiken

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die zum 01.01.2007 eingeführten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) in Deutschland zu analysieren, wobei ein besonderer Fokus auf das Modul BTR (Anforderungen an die Risikosteuerungs- und -controllingprozesse) gelegt wird, um dessen Umsetzbarkeit und die damit verbundenen Herausforderungen in der Bankpraxis zu beleuchten.

  • Historische Entwicklung und regulatorischer Kontext der MaRisk
  • Rechtliche Grundlagen basierend auf dem Kreditwesengesetz (KWG)
  • Struktureller Aufbau der MaRisk (Allgemeiner und Besonderer Teil)
  • Detaillierte Untersuchung der BTR und der darin enthaltenen Risikoarten
  • Praktische Umsetzung der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse

Auszug aus dem Buch

5.3 Adressenausfallrisiken

Im BTR 1 der MaRisk geht es um die Risiken des Adressenausfalls. Adressenausfallrisiken beschreiben die Gefahr, dass Geschäftspartner (Adressaten) nicht bzw. nur eingeschränkt dazu in der Lage sind, ihren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Sie bezeichnen also das Risiko, dass aus der Nichterfüllung von Verträgen durch eine Verschlechterung der Bonität von Geschäftspartnern oder deren Zahlungsunfähigkeit entstehen kann. Diesem Risiko soll entgegengewirkt werden, indem das Kreditinstitut durch geeignete Maßnahmen sicherstellt, dass die Adressenausfallrisiken unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit begrenzt werden können. Außerdem darf das Kreditinstitut ohne kreditnehmerbezogenes Limit (Kreditnehmerlimit, Kreditnehmereinheitenlimit), also einen Kreditbeschluss, keine Kreditgeschäfte abschließen.

Diese Sichtweise spiegelt sich im Wesentlichen auch in der Solvabilitätsverordnung wieder. In dieser Regelung heißt es, dass das Adressenausfallrisiko das Risiko ist, welches eine natürliche oder eine juristische Person oder Personenhandelsgesellschaft, gegenüber der das Institut einen bedingten oder unbedingten Anspruch hat, nicht oder nicht fristgerecht leistet oder das Institut gegenüber einer Person oder einer Personenhandelsgesellschaft aufgrund der Nichtleistung eines Dritten zu leisten verpflichtet ist, sowie das finanzielle Risiko in Bezug auf Beteiligungen.

Handelsgeschäfte dürfen grundsätzlich nur mit Vertragspartnern getätigt werden, für welche Kontrahentenlimite eingeräumt wurden. Hier gilt für Handelsgeschäfte also das gleiche wie für klassische Kreditgeschäfte, da die Folgen eines Ausfalls des Vertragspartners mit denen im Kreditgeschäft vergleichbar wären. Auf das einzelne Limit sind alle Handelsgeschäfte mit einer bestimmten Gegenpartei anzurechnen. Bei der Ermittlung der Auslastung der Kontrahentenlimite sind auch Wiedereindeckungsrisiken und Erfüllungsrisiken zu berücksichtigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die Einführung der MaRisk und legt den Fokus auf das Modul BTR sowie die rechtlichen und praktischen Aspekte der Umsetzung.

2. Entstehung und Historie der MaRisk: Dieses Kapitel erläutert die internationale Herleitung durch Basel II sowie die nationale Konsolidierung verschiedener qualitativer Regelwerke durch die BaFin.

3. Der rechtliche Rahmen der MaRisk: Es werden die gesetzlichen Grundlagen im KWG sowie die Funktion der MaRisk als norminterpretierende Verwaltungsvorschriften dargestellt.

4. Terminologie und Aufbau der MaRisk: Das Kapitel beschreibt den modularen Aufbau der Richtlinie und die Einordnung in den Allgemeinen sowie Besonderen Teil.

5. Genaue Betrachtung der BTR (Anforderungen an die Risikosteuerungs- und Controllingprozesse): Der Kernbereich der Arbeit untersucht detailliert die Anforderungen an das Risikomanagement für verschiedene Risikoarten wie Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken.

6. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die MaRisk die qualitative Bankenaufsicht stärken, wobei trotz praktischer Vorteile noch Klärungsbedarf bei der Umsetzung in kleineren Instituten besteht.

Schlüsselwörter

MaRisk, Risikomanagement, BTR, Bankenaufsicht, KWG, Risikotragfähigkeit, Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko, Operationelle Risiken, Basel II, BaFin, Risikosteuerung, Risikocontrolling, Interne Revision.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung der MaRisk in Deutschland zum 01.01.2007 und deren Auswirkungen auf die Bankenaufsicht.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der rechtliche Rahmen, der Aufbau der MaRisk, das Risikomanagement nach dem KWG sowie spezifische Anforderungen an die Risikosteuerungs- und -controllingprozesse (BTR).

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Analyse der neuen MaRisk-Vorgaben mit speziellem Fokus auf die Umsetzbarkeit und die Herausforderungen der BTR-Module in der Praxis.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung von regulatorischen Vorgaben, Fachliteratur und offiziellen Verlautbarungen der BaFin sowie der Bundesbank.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die rechtlichen Grundlagen und eine detaillierte Betrachtung der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse, unterteilt nach den einzelnen Risikoarten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind MaRisk, Risikotragfähigkeit, BTR, Risikosteuerung, Bankenaufsicht und Basel II.

Warum ist die Trennung zwischen prozessabhängigen und prozessunabhängigen Kontrollverfahren so wichtig?

Die Trennung ist zentral für die Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems, da sie klare Verantwortlichkeiten zwischen der operativen Steuerung und der unabhängigen Internen Revision schafft.

Wie unterscheidet sich die Bewertung von Marktpreisrisiken im Handelsbuch von der im Anlagebuch?

Positionen des Handelsbuches müssen täglich bewertet werden, während für Positionen des Anlagebuches ein vierteljährlicher Turnus als ausreichend angesehen wird.

Was ist das Ziel des "MaRisk-Fachgremiums"?

Das Gremium dient dazu, Auslegungsfragen zu klären und den Austausch zwischen Aufsicht, Kreditinstituten und Prüfungsunternehmen zu fördern, um eine praxisnahe Anwendung der Regelungen sicherzustellen.

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Details

Title
Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement, speziell der "Besondere Teil Risiken"
College
University of Applied Sciences and Arts Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Grade
1,7
Author
Christoph Kraft (Author)
Publication Year
2007
Pages
39
Catalog Number
V87127
ISBN (eBook)
9783638012935
ISBN (Book)
9783638916738
Language
German
Tags
Mindestanforderungen Risikomanagement Besondere Teil Risiken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Kraft (Author), 2007, Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement, speziell der "Besondere Teil Risiken", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87127
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