Verkehrserziehung in der Sekundarstufe I


Hausarbeit (Hauptseminar), 2007
16 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Richtlinien
2.1. Kultusministerkonferenz 1994
2.2 Schwerpunkte, Methoden und Umfang im Sekundarbereich I
2.3. Rahmenvorgaben NRW in der Sekundarstufe I
2.3.1 Die Jahrgangsstufen 5 und 6
2.3.2 Jahrgangsstufen 7 und 8
2.3.3 Jahrgangsstufe 9 und 10

3. Mobilitätserziehung in der Grundschule
3.1 Aufgaben und Ziele
3.2 Sicherheitserziehung
3.3 Sozialerziehung
3.4 Gesundheitserziehung
3.5 Umwelterziehung

4. Daten und Fakten zur Verkehrsmittelnutzung und Unfällen bei Kindern/Jugendlichen
4.1 Die Verkehrsmittelnutzung
4.2 Unfälle bei Kinder und Jugendlichen

5. Methodische Ansätze der Verkehrs- und Mobilitätserziehung

6. EVAG macht Schule - Das „Bus- und Bahntraining“ in der Theorie

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In dieser schriftlichen Ausarbeitung möchte ich auf das Thema Mobilitäts- und Verkehrserziehung im Jugendalter, also in der Sekundarstufe I eingehen.

Ich beziehe mich dafür zu Beginn auf die Kultusministerkonferenz von 1994.

Zudem zählen zur Kultusministerkonferenz die Analyse des Umfangs, der Methoden und der Schwerpunkte von Mobilitätserziehung im Sekundarbereich I.

Weiterhin erwähne ich die Rahmenvorgaben des Landes NRW, die die Vorgaben in die Jahrgangsstufen 5 und 6, 7 und 8 sowie 9 und 10 unterteilen. Jede „Jahrgangsstufen-unterteilung“ hat eigene Zielvorstellungen und Themenkreise, die ich kurz beschreiben werde.

Weiterhin erörtere ich die Aufgaben und Ziele von Verkehrserziehung. Neben dem eigentlichen Thema, erwähne ich zusätzlich kurz einige Unterpunkte, die die Mobilitätserziehung unterstützen und ergänzen. Dazu zählen die Sicherheitserziehung, die Sozialerziehung, die Gesundheitserziehung sowie eine Umwelterziehung.

Der vierte Teil meiner Seminararbeit (4.) nennt einige Daten und Fakten über Unfälle und Autobestände, die unter anderem als Legitimation von Verkehrserziehung dienen sollen.

Der nächste Teil der Ausarbeitung behandelt methodische Ansätze zur Vermittlung von Mobilitätserziehung. Hier geht es vor allem um die Beantwortung der „Wie“ Frage. Also wie vermittelt man diese Erziehung usw.?

Der letzte Teil vor meinem Fazit, geht auf das Bus- Bahntraining der EVAG ein, welches ich theoretisch vorstelle. Ich habe mich dazu mit einigen Teilnehmern zusammengesetzt, die das Training bereits besucht oder geleitet haben. So konnte ich die wichtigsten Informationen sammeln, um sie so in meiner Hausarbeit einbauen zu können.

2. Richtlinien

2.1. Kultusministerkonferenz 1994

Die Empfehlung zur Verkehrserziehung in der Schule, die dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 7.7. 1994 zugeordnet wird, sagt Folgendes aus:

Zu Beginn wird klargestellt, dass Verkehrserziehung eindeutig als Aufgabe von Schule und Unterricht gesehen wird. Aufgrund der Veränderungen des Straßenverkehrs, die einen Anstieg der Beteiligten sowie die Zunahme von Luftverschmutzung, Lärm und Flächenverbrauch registriert, wird nach einem „generellen Umdenken“ verlangt. Dieses Umdenken soll bereits in der Schule mittels Mobilitäts- und Verkehrserziehung stattfinden.

2.2 Schwerpunkte, Methoden und Umfang im Sekundarbereich I

Verkehrserziehung im Allgemeinen bezieht oder beschränkt sich nicht auf eine Schulform, Schulstufe oder ein Unterrichtsfach. So muss alters- und entwicklungsgemäß „erzogen“ werden. Weiterhin sollte Verkehrserziehung flexibel und offen sein, für die „Lern- und Unterrichtsorganisation“. (So könnten zum Beispiel Projekte zum Einsatz kommen.)

In der Sekundarstufe I haben die Schüler ein Alter erreicht, in dem der Verkehr, Öffentliche Verkehrsmittel etc. ihr Leben täglich tangieren und prägen. Weiterhin steigen mit dem Alter eines Menschen auch die Wahlmöglichkeiten der Verkehrsmittel.

Die Verkehrserziehung muss außerdem beachten, dass das Risikoverhalten bei Jugendlichen, samt „Regelverletzungen und riskanten Verhaltensweisen“ steigt. „Bei Kindern und Jugendlichen wächst zugleich auch das Interesse an sozialen, ökologischen, ökonomischen und technischen; Problemen.[1]

Was die inhaltlichen Themen betrifft, konzentriert sich die Kultusministerkonferenz in diesen Jahrgangsstufen auf das Rad- und Mofafahren, wobei es dabei vor allem um Sicherheit und Verantwortung geht. Weiterhin sollen die Schüler in der Lage sein, aus „rechtlichen, medizinischen, psychologischen und technischen“ Gründen, die Auswahl ihres Verkehrsmittels begründen.

Die praktische Umsetzung sollte fächerübergreifend geschehen. Im Vordergrund stehen dabei vor allem Handlungen und Erkundungen. (Zum Beispiel : Projekte, Lehrgänge, Wettbewerbe, Lernorte außerhalb des Klassenraumes /der Schule)

Die Stundenanzahlen für die Verkehrserziehung, sollten in den Klassen 5 und 9 ca. 20 Stunden im Jahr betragen. In den Klassen 6,7,8 und 10 ca. 10 Stunden im Jahr.[2]

2.3. Rahmenvorgaben NRW in der Sekundarstufe I

Die Verkehrserziehung in der Sekundarstufe I setzt die Erziehung der Grundschule altersgemäß fort und knüpft an die bereits erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse an. Es wird vor allem wert auf die Vermittlung von Verantwortung gelegt, da Schüler dieses Alters vermehrt am Straßenverkehr teilnehmen.

2.3.1 Die Jahrgangsstufen 5 und 6

Um sich sicher und bewusst im Straßenverkehr bewegen zu können, muss besonders die Motorik der Kinder geschult werden. Dazu gehört außerdem eine gewisse Reaktionsfähigkeit.

Die Themen der Verkehrserziehung in den Klassen 5 und 6 stellen sich deshalb folgendermaßen zusammen:

A) Themenkreis: Verkehrssituationen in der neuen Schulumgebung.

1) Bestandsaufnahme, Situation und Gefahren

Dazu zählen das Erkennen von Gefahrenstellen, Straßenführungen und das Bekannt machen des eigenen Umfeldes etc.

2) Bewerten verschiedener Verkehrswege

Hiermit ist gemeint, dass die Kinder mit verschiedenen „Strecken“ bekannt gemacht werden, zu denen zum Beispiel Fahrbahnen, Radwege und 30-Zonen zählen.

3) Anlagen und deren Gestaltungsmöglichkeiten

Dieser Unterpunkt bezieht sich zum unter anderem auf die Standorte für Verkehrsregelungsanlagen, Bus- und Bahnhaltestellen sowie „Verbotszonen“ im Bereich des Schulgeländes.

B) Themenkreis: Bewegungssicherheit

1) Hierbei geht es um die bereits angesprochen motorischen Fähigkeiten der Kinder.

Vor allem Koordinationen, Reaktionen, Wahrnehmungen sowie individuelle Einschätzungen müssen dabei geschult werden.

C) Themenkreis: Weiterführung der Radfahrausbildung

Dieser Themenkreis dient der Förderung im Umgang mit einem Fahrrad und den dazugehörigen Verkehrsregeln.

2.3.2 Jahrgangsstufen 7 und 8

In den Jahrgangsstufen 7 und 8 geht es vor allem um die eigene Reflektion im Straßenverkehr. Weiterhin sollten die Schüler in der Lage sein ein bestimmtes Verhalten und Motive kritisch zu hinterfragen und Situationen analysieren zu können.

Folgende Themenkreise werden dafür vorgesehen:

A) Gruppenverhalten im Straßenverkehr

B) Vorrausschauendes Verhalten im Straßenverkehr

Wobei hier unter anderem das Reflektieren des eigenen Verhaltens, eine Aufmerksamkeit in Bezug auf verschiedene Einflüsse und Auswirkungen auf den Straßenverkehr und das Erkennen von bestimmten Verkehrsbedingungen gefördert werden sollen.

[...]


[1] Kultusministerkonferenz 1994

[2] Kultusministerkonferenz 1994.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Verkehrserziehung in der Sekundarstufe I
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Autor
Jahr
2007
Seiten
16
Katalognummer
V87139
ISBN (eBook)
9783638047241
ISBN (Buch)
9783638943611
Dateigröße
493 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verkehrserziehung, Sekundarstufe
Arbeit zitieren
Katharina Hardt (Autor), 2007, Verkehrserziehung in der Sekundarstufe I, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87139

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