„Coca-Cola ist zur Metapher für unser spätindustrielles Zeitempfinden geworden… zum Symbol einer Ideologie, nämlich der ewig frischen, sportlichen, swingenden Jugend und des >easy way of life<“ . Die sich aufdrängende Frage wie es zu einer derartigen Popularität des Erfrischungsgetränks kommen konnte, soll im Folgenden ein wenig beleuchtet werden. Da ich beides für untrennbar und separat betrachtet für unvollständig halte, wird sich ein schlaglichtartiger Abriss der Firmenhistorie mit Betrachtungen einiger wichtiger Meilensteine der Marketing-, Werbe- und Vermarktungsstrategie vermischen.
Inhaltsverzeichnis
I- Vorbemerkung
II- Beispiele der Werbung Coca- Colas bis 1993
III- Abschließende Betrachtung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert den historischen Wandel der Werbe- und Vermarktungsstrategien von Coca-Cola bis zum Jahr 1993 und untersucht, wie das Unternehmen den Status einer globalen Werbeikone erreichte.
- Historische Entwicklung der Coca-Cola-Werbekampagnen
- Die Rolle der "Coca-Cola Girls" als Werbeikonen
- Der Wandel der Markenkommunikation im 20. Jahrhundert
- Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf das Markenimage
- Die Bedeutung von Design und Merchandising für den Markenerfolg
Auszug aus dem Buch
II- Beispiele der Werbung Coca- Colas bis 1993
Ich möchte den Coca- Cola Mythos von den „Kinderschuhen“ aufrollen. Schauplatz des Geschehens ist die Stadt Atlanta, Georgia, USA im Jahre 1885. Als Erfinder von Coca- Cola gilt der Arzt Dr. Pemperton, jener brachte nach langwierigen Experimenten im heimischen Keller ein Elixier mit der Bezeichnung „French Wine Coca“ auf den Markt, welches sich dem Namen gemäß aus Bordeauxwein und Extrakten der Kokapflanze zusammensetzte, jenem war allerdings nur bescheidener Markterfolg vergönnt. Zurückführbar ist dies u. a. auf das im November 1885 verhängte örtliche Alkoholverbot, die puritanisch dominierte Gesellschaft mit ihrem grundlegenden Widerwillen gegen Alkoholika setzte ein Ausschankverbot für die Saloons durch. Als Alternative dazu begannen sich die so genannten „ Soda Fountains“ zu emanzipieren, sie waren Ausschankstellen von aromatisierten Sirups und zugleich wichtiger Treff- und Sozialisationspunkt insbesondere der Frauen und Jugendlichen (vgl. Beyer S. 7).
Sich des Zeitgeistes bewusst seiend, entwickelte Pemperton als Konsequenz sein Getränk weiter und brachte im Jahr 1886 eine alkoholfreie Version seines Sirups hervor, dieser wurde anfangs ausschließlich in „Jacob`s Pharmacy“ zum Verkauf angeboten und an Ort und Stelle mit sprudelndem Sodawasser aufgefüllt. Da zu jener Zeit eine Vielzahl derartiger trinkbarer Essenzen feilgeboten wurden, war eine breite und geschickte Publicity essentiell. Die erste Werbeanzeige erschien am 29. Mai 1886 und besagte über Coca- Cola: „Köstlich, erfrischend, anregend, belebend“ (vgl. Beyer Seite 7)- auf jenen Slogan sollte die Coca- Cola Company im Laufe der Jahrzehnte immer wieder zurückgreifen, somit war dieses „delicious and refreshing“ einer der ersten Werbehits des Unternehmens.
Zusammenfassung der Kapitel
I- Vorbemerkung: Der Autor erläutert die hohe kulturelle Relevanz von Coca-Cola und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit unter Verwendung historischer Quellen und Werbebeispiele.
II- Beispiele der Werbung Coca- Colas bis 1993: Dieses Kapitel behandelt die Entstehungsgeschichte des Getränks und analysiert chronologisch verschiedene Werbekampagnen, den Einsatz von Testimonials und die Entwicklung des Markenbildes.
III- Abschließende Betrachtung: Hier wird der Erfolg von Coca-Cola reflektiert, wobei das Getränk als Symbol des westlichen Kapitalismus und globales Phänomen eingeordnet wird.
Schlüsselwörter
Coca-Cola, Werbegeschichte, Marketingstrategie, Werbeikone, Markenidentität, Konsumkultur, Coca-Cola Girls, Archie Lee, Werbeetat, Massenphänomen, Markenkommunikation, Kapitalismus, Coca-Cola Flasche, Werbepsychologie, Lifestyle
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Analyse der Werbestrategien und der globalen Vermarktung der Marke Coca-Cola bis zum Jahr 1993.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Entwicklung der Werbeikonen, der Einfluss der Firmenhistorie auf das Marketing sowie der Wandel der Konsumentenansprache über mehrere Jahrzehnte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Erfolg von Coca-Cola durch eine schlaglichtartige Untersuchung der wichtigsten Werbemeilensteine und der daraus resultierenden Popularität des Erfrischungsgetränks zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, bei der er Sekundärquellen und eine Auswahl repräsentativer Werbekampagnen kombiniert, um den Wandel des Markenimage nachzuvollziehen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert spezifische Kampagnen, angefangen von den Anfängen in Atlanta im Jahr 1885 bis hin zur "Always"-Kampagne von 1993, inklusive der Rolle externer Agenturen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Werbegeschichte, Marketingstrategie, Markenidentität und Konsumkultur beschreiben.
Welche Rolle spielten die "Coca-Cola Girls" in der Werbung?
Sie fungierten über Jahrzehnte als unabdingbare Träger der Werbebotschaft, indem sie den jeweiligen gesellschaftlichen Idealtyp verkörperten und somit das Produkt fest mit der Vorstellung von Normalität verknüpften.
Warum war die Coca-Cola Flasche so wichtig für das Marketing?
Die Flasche wurde zu einem der wichtigsten Gegenstände der Markenkommunikation, da ihre einzigartige und patentierte Form das Erkennen des Produkts selbst unter schwierigen Bedingungen ermöglichte.
Wie veränderte sich die Strategie in den 1970er Jahren?
In den 1970er Jahren erfolgte eine bewusste Hinwendung zur jugendlichen Zielgruppe, um der Konkurrenz durch Pepsi entgegenzuwirken und ein moderneres, emotionaleres Lebensgefühl zu vermitteln.
Welchen Einfluss hatte der Wettbewerb mit Pepsi?
Der Wettbewerb zwang Coca-Cola zur ständigen Anpassung und innovativen Neuausrichtung seiner Kampagnen, um nicht als "altmodisch" wahrgenommen zu werden und Marktanteile bei der jungen Generation zu sichern.
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- Clemens Walter (Author), 2007, Mythos Coca-Cola. Eine Werbeikone im Wandel der Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87231