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Die Wohngemeinschaft Kommune I

Título: Die Wohngemeinschaft Kommune I

Trabajo , 2006 , 21 Páginas , Calificación: 1-

Autor:in: Magister Artium Immo Drobnik (Autor)

Etnología / Folclore
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Den größten Erfolg hat das Modell der Kommune/WG nach wie vor im studentischen Milieu. Dies mag zum einen aus der bei Studenten generell höheren Akzeptanz von alternativen Modellen zur Lebensbewältigung resultieren, zum anderen trifft „das Modell vom gemeinsamen Wohnen [...] in eine Alterssituation, in der das Zusammensein mit Gleichaltrigen ohnehin einen sehr wichtigen Stellenwert hat....“ . Die Entstehung der Wohnform Kommune/WG Mitte der sechziger Jahre in Berlin erfolgte im, von kommunistischen und marxistischen Ideen faszinierten, linken studentischen Milieu. Allerdings waren die Vorraussetzungen mit den heutigen Umständen in keiner Weise zu vergleichen. Die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen trieben Menschen dazu sich in der Außerparlamentarischen oder später oft Antiparlamentarischen Opposition kurz APO zu engagieren. Die Zeit der großen Koalition zwischen 1967 und 1969 markierte die heißeste Phase des Widerstandes gegen herrschende Verhältnisse. Genau in dieser Zeit existierte die Kommune I.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Die Wohngemeinschaft Kommune I

1.1 Die Idee

2. Die Umsetzung und die erste Phase der Kommune I

2.1 Die Protestaktionen der Kommune I

2.1.1 Das Puddingattentat

2.2 Die Happening-Kultur

3. Die zweite Phase der Kommune I

3.1 Nachbetrachtungen

4. Fazit

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entstehung, die gesellschaftspolitische Bedeutung sowie den internen Entwicklungsprozess der Kommune I in West-Berlin zwischen 1967 und 1969. Ziel ist es, die Rolle der Kommune als alternatives Wohnprojekt im Kontext der Außerparlamentarischen Opposition (APO) kritisch zu beleuchten und den Einfluss ihrer medienwirksamen Protestkultur auf den gesellschaftlichen Wandel sowie die Etablierung des Wohngemeinschafts-Modells in Deutschland aufzuzeigen.

  • Kulturelle und politische Hintergründe der 68er-Bewegung
  • Die Entstehungsgeschichte und theoretische Basis der Kommune I
  • Methoden der medienwirksamen Provokation und systemkritischen Proteste
  • Interne Struktur und Dynamik des gemeinschaftlichen Zusammenlebens
  • Rezeption und medialer Umgang mit den Aktionen der Kommunarden

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Protestaktionen der Kommune I

Die in Punkt 2 angesprochenen internen Probleme, sowohl auf sozialer wie auch auf sexueller Ebene und die damit verbundene Erkenntnis des Scheiterns in verschiedenen Bereichen der eigenen Ansprüche ließen die Kommunarden über neue Formen der Aktion aus der Kommune heraus nachdenken. Ziel war es den zerstörerischen Apparat direkt bloßzustellen und subversive Elemente in der Gesellschaft zu stärken.

Die erste Aktion an der die Kommune I sich beteiligte war der Ostermarsch am 26.3.1967 in West-Berlin. Die sich aus einer Protestbewegung gegen die Wiederbewaffnung und vor allem gegen eine mögliche nukleare Wiederbewaffnung entstandenen Ostermärsche hatten ihre Kritikkanon im Laufe der fünfziger und sechziger Jahre stark erweitert und boten jetzt auch systemkritischen Stimmen eine Plattform. Die Kommunarden produzierten ein erstes, nicht unterschriebenes, Flugblatt. Fritz Teufel war laut Aussagen vieler seiner Mitstreiter ein begnadeter Texter von provokanten und systemkritischen Texten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Wohngemeinschaft Kommune I: Einleitung in die Entstehungsbedingungen der Kommune I im Kontext der APO und der gesellschaftlichen Situation in West-Berlin Mitte der 60er Jahre.

1.1 Die Idee: Darstellung der theoretischen Wurzeln sowie der Gründungsmitglieder und deren Absicht, mit traditionellen Familien- und Geschlechterrollen zu brechen.

2. Die Umsetzung und die erste Phase der Kommune I: Analyse der praktischen Organisation, der gemeinschaftlichen Lebensführung sowie des Einflusses der prominenten Nachbarschaft und medialen Präsenz.

2.1 Die Protestaktionen der Kommune I: Untersuchung der Radikalisierung und der gezielten Suche nach neuen Formen des politischen Protests im Rahmen der Studentenbewegung.

2.1.1 Das Puddingattentat: Detaillierte Betrachtung der geplanten Aktion gegen US-Vizepräsident Humphrey und die daraus resultierende nationale wie internationale Medienaufmerksamkeit.

2.2 Die Happening-Kultur: Beschreibung der Phase der sogenannten grotesken Provokation, der inhaltlichen Verschiebung hin zur Selbsterfahrung und des zunehmenden Einflusses neuer Mitglieder wie Rainer Langhans und Uschi Obermaier.

3. Die zweite Phase der Kommune I: Erläuterung der baulichen und strukturellen Neuausrichtung in einer Fabrikhalle und der damit verbundenen Probleme durch den Fokus auf eine hedonistische Lebensweise.

3.1 Nachbetrachtungen: Kritische Analyse der Konfliktlinien zwischen individuellem Anspruch und kollektiver Realität sowie der schleichenden Entpolitisierung der Gruppe.

4. Fazit: Abschließende Einordnung der Bedeutung der Kommune I für den gesellschaftlichen Wandel und ihr Vermächtnis in Bezug auf alternative Wohnformen.

5. Literatur: Auflistung der verwendeten Quellen und zeitgenössischen Dokumente zur Erstellung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Kommune I, APO, 68er-Bewegung, West-Berlin, WG, Studentenbewegung, Gegenmodell, Systemkritik, Happening, Provokation, Puddingattentat, Rainer Langhans, Fritz Teufel, Uschi Obermaier, gesellschaftlicher Wandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Geschichte und die Entwicklung der Kommune I als eines der bekanntesten alternativen Wohnprojekte in der BRD der späten 1960er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die theoretische Fundierung des Zusammenlebens, die Durchführung medienwirksamer Protestaktionen und die Dynamik innerhalb der Gruppe im Kontext der 68er-Revolte.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Untersuchung geht der Frage nach, inwiefern die Kommune I durch ihre Ablehnung gesellschaftlicher Konventionen den gesellschaftlichen Wandel mitgestaltet hat und woran das Projekt in seiner internen Struktur letztlich scheiterte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine historisch-ethnologische Untersuchung, die auf der Auswertung von zeitgenössischen Quellen, Fachliteratur, Flugblättern und medialen Dokumenten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Ideen, die Analyse der aktiven Protestphase (inklusive des Puddingattentats) und die spätere Phase der Verlagerung hin zu einer hedonistischen Selbsterfahrung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Kommune I, 68er-Bewegung, systemkritischer Protest, alternative Lebensformen und mediale Inszenierung charakterisieren.

Warum war das Puddingattentat ein Wendepunkt für die Kommune?

Durch den geplanten Anschlag auf den US-Vizepräsidenten erlangte die Gruppe innerhalb kürzester Zeit eine enorme, internationale Medienpräsenz, die zwar ihre politische Reichweite vergrößerte, aber auch das staatliche Interesse an ihrer Beobachtung drastisch verschärfte.

Welche Rolle spielte Uschi Obermaier in der zweiten Phase der Kommune?

Als neues Mitglied und Ikone des Zeitgeistes trug sie maßgeblich dazu bei, dass der Fokus der Kommune weg von harter politischer Arbeit hin zu einer ich-zentrierten, spaßorientierten Lebensweise und einer stärkeren Vermarktung in der Boulevardpresse rückte.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Wohngemeinschaft Kommune I
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde)
Curso
Zur Kultur des Widerstandes
Calificación
1-
Autor
Magister Artium Immo Drobnik (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
21
No. de catálogo
V87280
ISBN (Ebook)
9783638014953
ISBN (Libro)
9783638917735
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wohngemeinschaft Kommune Kultur Widerstandes
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Magister Artium Immo Drobnik (Autor), 2006, Die Wohngemeinschaft Kommune I, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87280
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