Um die Vielzahl der Technikdidaktischen Modelle (Konzepte, Ansätze ...) unterscheiden und bewerten zu können, ist es hilfreich, didaktische Kriterien zu entwickeln. Solche Kriterien helfen, die einzelnen Modelle zu verstehen, d.h. ihre Grundlagen nachvollziehen zu können und in der pädagogischen Diskussion eine eigene Position entwickeln zu können.
Mit der erteilten Aufgabenstellung, im Kontext der Veranstaltung Technikdidaktik eine Seminararbeit über Methodenkonzeptionen im Berufsschulunterricht zu verfassen, verband ich primär die Motivation, tatsächlich anwendbare Vorschläge zu entwickeln und kontrovers zu diskutieren.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1. Vorbemerkung
1.2. Einordnung der synthetisch-konstruierend akzentuierten Methoden in den Gesamtüberblick
1.3. Definitionen
2. VORSTELLUNG VERSCHIEDENER MODELLE
2.1. Vorbemerkung
2.1.1. Ablaufstruktur nach Bader
2.1.2. Ablaufstruktur nach VDI - Richtlinie 2221
2.2. Gegenüberstellung der eingeführten Ablaufschemata
2.3. Fazit
3. UMSETZUNG DER ABLAUFSTRUKTUR NACH BADER ZUR KONSTRUKTIONSAUFGABE
3.1. Vorbemerkung
3.2. Vorschlag zur Unterrichtsgestaltung
3.3 Erläuterung an einem konkreten Konstruktionsbeispiel
3.4. Fazit
4. FERTIGUNGSAUFGABE
4.1. Vorbemerkung
4.2 Ablaufstruktur der Fertigungsaufgabe nach Schmayl / Wilkening für die Sekundarstufe I / II und daraus resultierendes Modell für die Anwendung im Unterricht der berufsbildenden Schulen
4.3 Vorschlag zur Unterrichtsgestaltung
4.4 Erläuterung an einem konkreten Fertigungsbeispiel
4.5 Fazit
5. WEITERE VORSCHLÄGE ZUR UNTERRICHTSGESTALTUNG
5.1. Ursprüngliches Vorhaben
5.2. Tatsächliche Durchführung
5.3. Konstruktionsaufgabe
5.3.1. Aufgabenstellung
5.4. Fertigungsaufgabe
5.4.1. Aufgabenstellung
6. SCHLUSSBEMERKUNGEN
7. ANHANG
7.1. Verwendete Quellen und weiterführende Literatur
7.2 Abbildungsverzeichnus
7.3. Ergänzende Materialien zum Seminar:
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Aufbereitung von synthetisch-konstruierend akzentuierten Methoden im berufsbildenden Technikunterricht. Das primäre Ziel ist die Entwicklung anwendbarer unterrichtsgestalterischer Vorschläge, die Theorie und Praxis in den Bereichen Konstruktions- und Fertigungsaufgaben verknüpfen.
- Methodensystem des Technikunterrichts
- Vergleich zwischen dem Badermodell und der VDI-Richtlinie 2221
- Unterrichtsgestaltung von Konstruktionsaufgaben
- Integration fachübergreifender Lernfelder
- Praktische Implementierung von Fertigungsaufgaben
Auszug aus dem Buch
3.3 Erläuterung an einem konkreten Konstruktionsbeispiel
Die in Kapitel 3.2 vorgestellte tabellarische Übersicht soll eine allgemeine Anleitung, eine Art Vorschlag zur möglichen Vorgehensweise darstellen.
Sie versteht sich selbstredend nicht als komplett und unbedingt anwendbar, sondern ist vielmehr als Anregung zur kontroversen Diskussion gedacht.
Im folgenden will ich nun an einem konkreten Beispiel verbal erläutern, in welcher Weise die angeführte Ablaufstruktur zur Konstruktion eines technischen Systems umsetzbar wäre.
Stufe 1
Es sei folgende Aufgabe zu lösen :
Ein Elektromotor liefert mehrere Drehzahlstufen, allerdings ein für die geplante Anwendung zu geringes Drehmoment, es gilt ergo, ein System zu entwickeln, das Drehzahl in Drehmoment wandelt und zudem einen möglichst hohen Wirkungsgrad aufweist. Desweiteren muss berücksichtigt werden, dass der Drehsinn der Konstruktion beibehalten werden und ferner aus arbeitswissenschaftlichen Erwägungen die Lautstärke in einem vertretbaren Maße gehalten werden soll.
Diese Formulierung einer exakten Aufgabenstellung wird im Unterricht wohl durch den Lehrer geschehen und sollte entweder an die Tafel geschrieben oder auf einer Folie per Overhead an die Wand projiziert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die Motivation der Seminararbeit und Einordnung der synthetisch-konstruierenden Methoden in das Gesamtsystem des Technikunterrichts.
2. VORSTELLUNG VERSCHIEDENER MODELLE: Detaillierter Vergleich der Ablaufstruktur nach Bader mit der ingenieurswissenschaftlichen VDI-Richtlinie 2221.
3. UMSETZUNG DER ABLAUFSTRUKTUR NACH BADER ZUR KONSTRUKTIONSAUFGABE: Konkrete methodische Vorschläge für die praktische Durchführung einer Konstruktionsaufgabe im Unterricht.
4. FERTIGUNGSAUFGABE: Übertragung der Fertigungsaufgabe auf berufsbildende Schulen unter Berücksichtigung von Planungs- und Organisationsaspekten.
5. WEITERE VORSCHLÄGE ZUR UNTERRICHTSGESTALTUNG: Darstellung der tatsächlichen Durchführung einer Gruppenarbeit zur didaktischen Erarbeitung beider Aufgabentypen.
6. SCHLUSSBEMERKUNGEN: Persönliches Resümee und kritische Reflexion über die Anwendbarkeit der vorgestellten didaktischen Konzepte.
Schlüsselwörter
Technikdidaktik, Konstruktionsaufgabe, Fertigungsaufgabe, Berufsschulunterricht, VDI 2221, Bader, Unterrichtsgestaltung, Handlungskompetenz, technische Problemlösung, Projektarbeit, Ingenieurswissenschaften, Fertigungstechnik, Maschinenbau, Didaktik, Lernfelder.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt didaktische Methodenkonzeptionen im Berufsschulunterricht, speziell fokussiert auf synthetisch-konstruierende Ansätze in der Technikdidaktik.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der praktischen Umsetzung von Konstruktions- und Fertigungsaufgaben im Unterricht sowie deren theoretischer Fundierung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, handlungsorientierte und praxisnahe Konzepte zur Unterrichtsgestaltung für technische Berufe zu entwickeln und kritisch zu diskutieren.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor führt eine Literaturrecherche und einen Vergleich zwischen pädagogischen Modellen (Bader) und ingenieurstechnischen Richtlinien (VDI 2221) durch, ergänzt durch eigene methodische Ansätze.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Modellvorstellung, die konkrete tabellarische Aufbereitung für den Unterricht sowie die Reflexion über die praktische Durchführung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Begriffe wie Technikdidaktik, Handlungskompetenz, Konstruktionsprozess, Fertigungsplanung und unterrichtliche Umsetzbarkeit prägen den Inhalt.
Warum wird die VDI-Richtlinie 2221 zum Vergleich herangezogen?
Sie gilt als das Standardwerk im Maschinenbau und dient als Referenz, um die pädagogische Struktur mit der ingenieurswissenschaftlichen Praxis zu spiegeln.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Konstruktions- und Fertigungsaufgabe?
Konstruktionsaufgaben fokussieren auf den Prozess des Entwerfens und Problemlösens, während Fertigungsaufgaben stärker die operative Ebene der Herstellung und Planung betonen.
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- Dipl.-Ing. Stefan Schwarzwälder (Author), 2000, Technikdidaktik - Synthetisch-konstruierend akzentuierte Methoden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87380