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Die neuen Wahlkampfstrategien der SPD

Die Bundestagswahlkämpfe 1998 und 2002

Title: Die neuen Wahlkampfstrategien der SPD

Seminar Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nina Köstler (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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„In Wahlkämpfen geht es darum, die Gesellschaft in der wir leben, treffend zu beschreiben; ein politisches Programm, das sich in diesen Realitäten bewegt, zu erstellen; eine Strategie, einen Plan und eine Taktik, die es erlauben, mit einer politischen Vorstellung und einem Programm den Menschen die Hand zu geben.“
Bo Krogvig, Wahlkampfberater der schwedischen Sozialdemokraten

In der Politikwissenschaft bezeichnet man als Wahlkampf jene zeitliche Phase des politischen Tagesgeschehens, in der Parteien und Kandidaten besondere organisatorische, inhaltliche und kommunikative Leistungen erbringen, um Wähler für sich zu gewinnen.
Hauptakteure im Wahlkampfzirkus sind natürlich die Politiker, aber auch die Bürger als potentielle Wählerschaft und vor allem die modernen Massenmedien sind am Wahlkampfgeschehen maßgeblich beteiligt. Der Wahlkampf hat immer ein Ziel: Am Ende des Wahltages die meisten Stimmen auf die eigene Partei zu vereinen und damit die Regierungsmacht im Land zu übernehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, ergreifen die Parteien alle möglichen Maßnahmen, um die eigenen Erfolgschancen auf Kosten der Konkurrenz zu verbessern. Erfolg hat im bundesrepublikanischen Wahlkampfzirkus im Normalfall nämlich diejenige Partei, die nicht nur mit den richtigen Themen für sich wirbt, die nicht nur mit professioneller Kommunikation, charismatischen Kandidaten und modernen Werbemaßnahmen auftrumpft, sondern die vielmehr alle diese Komponenten berücksichtigt. „Parteien werden nicht für das gewählt, was sie geleistet haben, sondern für die Perspektive, die sie den Wählern eröffnen.“
In dieser Arbeit soll zunächst das Phänomen der Amerikanisierung und dem damit einhergehenden Wandel des politischen Wahlkampfes in Deutschland näher erläutert werden, um im Anschluss die neuen Wahlkampfstrategien der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands darzustellen. Dabei sollen in erster Linie der für die SPD besonders erfolgreiche Bundestagswahlkampf 1998 und der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2002 im Vordergrund stehen. Auf die Wahl im Jahre 2005 soll aufgrund der besonderen Ausgangslage (Vertrauensfrage, vorgezogene Wahlen) nicht eingegangen werden. Schon aus zeitlichen Gründen konnte es keine Kampa 03 geben. Innerhalb kürzester Zeit mussten Wahlprogramme erstellt, die Kampagnen geplant und umgesetzt werden. Auf die Schnelle konnte die SPD keine zentrale Wahlkampfkampagne organisieren.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Amerikanisierung vs. Modernisierung

3. Die Kampa 98 – Innovation oder Plagiat?

3.1 Die Strategie der Kampa 98

3.2 Der Kanzlerkandidat

3.3 Kampagnen

3.4 Themen und Slogans

3.5 Werbemaßnahmen

3.6 Neuerungen und Bewertung

4. Die KAMPA 02 – Alter Wein in neuen Schläuchen?

4.1 Die Strategie der Kampa 02

4.2 Themen und Slogans

4.3 Die Inszenierung des Zufalls

4.4 Werbemaßnahmen

Exkurs: Das erste deutsche TV-Duell

4.5 Neuerungen und Bewertung

5. Fazit: Die neuen Strategien der SPD – Startschuss in eine neue Wahlkampfära?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel politischer Wahlkampfstrategien in Deutschland, wobei der Fokus insbesondere auf der Entwicklung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) während der Bundestagswahlkämpfe 1998 und 2002 liegt. Ziel ist es, die Amerikanisierung und Professionalisierung der Wahlkampfführung zu analysieren und deren Auswirkungen auf die politische Kommunikation in Deutschland zu beleuchten.

  • Analyse des Phänomens der Amerikanisierung vs. Modernisierung von Wahlkämpfen.
  • Untersuchung der Struktur, Strategie und Werbemaßnahmen der „Kampa 98“.
  • Vergleich mit den Strategien der „Kampa 02“ unter Berücksichtigung veränderter Rahmenbedingungen.
  • Evaluation der Rolle von Medieninszenierung, Personalisierung und empirischer Methoden.
  • Einordnung des Einflusses moderner Wahlkampfkonzepte auf die Zukunft politischer Kampagnen.

Auszug aus dem Buch

3. Die Kampa 98 – Innovation oder Plagiat?

Mit dem Bundestagswahlkampf 1998 wurde der einstweilige Höhepunkt der Amerikanisierung in Deutschland erreicht: „Priorität des Kandidaten vor der Partei, Steuerung des Wahlkampfes durch professionelle Spezialisten, Nutzung umfangreicher Untersuchungen und Umfragen als Basis der Werbestrategie und schließlich Vorrang der elektronischen Wahlkampfführung vor der direkten Ansprache der Wähler durch die Kandidaten.“ Die Kampa 98 der SPD wurde dabei als modern und einzigartig gefeiert und zeigt ganz deutlich den Professionalisierungsgrad, den die Wahlkampfführung in der Bundesrepublik mittlerweile erreicht hat.

Dabei war die Ausganglage zunächst denkbar ungünstig: Noch zur Wahl 1994 präsentierte sich die SPD in schlechter Verfassung – ohne Konzept, ohne Ideen und letzten Endes auch ohne Erfolg. Von der Bevölkerung wurde die Partei als altmodisch, unmodern und als typische Oppositionspartei wahrgenommen. Schon früh war den Kampa-Machern klar, dass die SPD an ihrem Image arbeiten musste. Die Übernahme des Parteivorsitzes durch Oskar Lafontaine auf dem Parteitag 1995 bedeutete für die Partei somit einen ersten Neuanfang.

Doch ein professioneller Imagewandel muss von langer Hand vorbereitet werden. Bereits zwei Jahre vor der Wahl begann man bei der SPD – laut Wahlkampfmanager Matthias Machnig – mit den Vorbereitungen. „Seit ihrem Machtverlust 1982 hatte sich die SPD organisatorisch und konzeptionell nicht mehr so sorgfältig auf den Wahlkampf vorbereitet wie 1998. Die Partei setzte im Wahlkampf auf ein neues und für deutsche Verhältnisse revolutionäres Konzept“: Die Kampa 98.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff des modernen Wahlkampfes und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den Wandel der Wahlkampfstrategien der SPD bei den Wahlen 1998 und 2002 zu untersuchen.

2. Amerikanisierung vs. Modernisierung: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Amerikanisierung, grenzt ihn von der Modernisierung ab und beschreibt den gesellschaftlichen Umbruch, der Parteien zu neuen Werbestrategien zwingt.

3. Die Kampa 98 – Innovation oder Plagiat?: Das Kapitel analysiert die Etablierung einer professionellen, zentralen Wahlkampfzentrale (Kampa 98) und die strategischen Innovationen, die maßgeblich zum Wahlsieg beitrugen.

4. Die KAMPA 02 – Alter Wein in neuen Schläuchen?: Hier wird die Wahlkampfführung 2002 untersucht, wobei die Herausforderungen einer Regierungspartei, die Probleme der internen Organisation und der Einfluss von Kontextfaktoren wie der Flutkatastrophe im Vordergrund stehen.

5. Fazit: Die neuen Strategien der SPD – Startschuss in eine neue Wahlkampfära?: Das Fazit fasst die langfristigen Auswirkungen der Kampa 98 und 02 zusammen und bewertet die Bedeutung von Medialisierung und Personalisierung für den Wahlkampf des 21. Jahrhunderts.

Schlüsselwörter

Wahlkampf, SPD, Amerikanisierung, Modernisierung, Kampa 98, Kampa 02, Gerhard Schröder, politische Kommunikation, Wahlkampfstrategie, Personalisierung, Medieninszenierung, Professionalisierung, Bundestagswahl, Themenmanagement, Wählermobilisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der Transformation deutscher Wahlkampfstrategien durch die SPD, insbesondere anhand der Bundestagswahlkämpfe 1998 und 2002.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Professionalisierung der Kampagnenführung, der Einfluss der Amerikanisierung auf die politische Werbung und die veränderte Rolle von Spitzenkandidaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, wie die SPD durch die „Kampa 98“ und „Kampa 02“ neue Standards für den deutschen Wahlkampf setzte und welche Rolle strategisches Themenmanagement spielte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse von Fachliteratur und Wahlkampfanalysen, um die Entwicklung und Wirksamkeit der Wahlkampfstrategien der SPD zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Betrachtung der Kampa 98 und 02, wobei Strategien, Organisation, Werbemaßnahmen, Slogans und die Rolle der Spitzenkandidaten intensiv beleuchtet werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Kampa, Amerikanisierung, Personalisierung, Medienpräsenz und professionelles Wahlkampfmanagement sind für das Verständnis der Arbeit zentral.

Wie unterschieden sich die Ausgangslagen der Wahlen 1998 und 2002 für die SPD?

1998 trat die SPD als Partei im Aufbruch gegen die Regierung Kohl an, während sie 2002 als amtierende Regierungspartei mit einer schwierigen Bilanz und internen Abstimmungsproblemen konfrontiert war.

Was war der "Exkurs: Das erste deutsche TV-Duell" für den Wahlkampf 2002 bedeutend?

Das TV-Duell markierte eine mediale Zäsur im deutschen Wahlkampf, da es das reichweitenstärkste Ereignis war und maßgeblich zur Popularitätssteigerung und Mobilisierung der Wähler beitrug.

Welchen Einfluss hatten externe Faktoren wie die Flutkatastrophe auf den Wahlkampf 2002?

Die Flutkatastrophe ermöglichte dem Kanzler eine wirkungsvolle Inszenierung als „Landesvater“, wodurch die SPD in einem politisch brisanten Moment die nötige Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit zurückgewann.

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Details

Title
Die neuen Wahlkampfstrategien der SPD
Subtitle
Die Bundestagswahlkämpfe 1998 und 2002
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Course
Parteien in der Bundesrepublik Deutschland
Grade
1,0
Author
Nina Köstler (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V87458
ISBN (eBook)
9783638031578
ISBN (Book)
9783638929271
Language
German
Tags
Wahlkampfstrategien Parteien Bundesrepublik Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Köstler (Author), 2006, Die neuen Wahlkampfstrategien der SPD, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87458
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