Ulrich von Singenberg, Lied 35 - Übersetzung und Analyse


Hausarbeit (Hauptseminar), 2002

15 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Vorbemerkungen

II. Ulrich von Singenberg Lied 35 – Versuch einer Übersetzung

III. Zum Inhalt des Liedes 35

IV. Der formale Aufbau

V. Der Versuch einer Einordnung des Liedes 35 und dessen Interpretation hinsichtlich der Minnethematik

VI. Schlussbemerkungen

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Wörterbücher

I. Vorbemerkungen

„Liebe Seele trachte nicht nach dem ewigen Leben, sondern schöpfe

das Mögliche aus“[1]

Der Sinn des Lebens bzw. die „richtige“ Lebensweise auf Erden steht sowohl in dem hier aufgeführten Zitat als auch im Lied 35 des Schweizer Minnesängers Ulrich von Singenberg im Vordergrund.

Im Gegensatz zu Albert Camus, der dieses Zitat an den Anfang seines Essays „Der Mythos des Sisyphos“ stellt, wird im Lied 35 jedoch von einem ewigen Leben nach dem Tod, auf das man sich während seines irdischen Daseins vorbereiten solle ausgegangen. Rund 700 Jahre früher ist also bei Ulrich von Singenberg der Sinn des Lebens keineswegs absurd, sondern einzig auf das Dasein im Jenseits ausgerichtet.

Der konkrete Inhalt, die äußere Form sowie die Darstellungsweise des Liedes eröffnen dem Leser jedoch weitaus mehr Möglichkeiten und Sichtweisen bezüglich einer Einordnung und damit verbundenen Interpretation des Liedes.

So ist dieses Lied ebenfalls ein Zeugnis für die enge Verknüpfung und das wechselseitige Verhältnis zwischen formalen Aufbau, Inhalt, Übersetzung und schließlich der Interpretation eines Textes.

Diesbezüglich soll in dieser Hausarbeit, ausgehend von der Übersetzung des Liedes 35 sowie anhand einer inhaltlichen und formalen Analyse, der Frage nach gegangen werden, inwieweit dieses dem Minnesang des 13. Jahrhundert zuzurechnen ist und aufgrund welcher Merkmale und Interpretationsweisen es auch anderen Genres zugeordnet werden könnte.

II. Ulrich von Singenberg Lied 35 – Versuch einer Übersetzung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[2] [3] [5] [6] [7] [8]

[...]


[1] Pindar: Dritte pythische Ode zitiert In: Camus, Albert: Der Mythos des Sisyphos. 2. Auflage. Hamburg 2001. S.1.

[2] Ulrich von Singenberg: Lied 35. In: Schiendorfer, Max (Hg.): Die Schweizer Minnesänger. Neubearbeitung nach der Ausgabe von Karl Bartsch. Bd. 1: Texte. Tübingen. 1990. S.135-137.

[3] Meines Erachtens ist mit muoter Maria, die Mutter Jesu, angesprochen.

[4] Der siht in ein betrogen glas. wortwörtlich übersetzt: „der sieht in einen täuschenden Spiegel.“

[5] Mit „Frist“ ist in diesem Zusammenhang die Lebenszeit auf Erden gemeint.

[6] An dieser Stelle lassen sich die beiden Verse in der Übersetzung zu einem Satz mit Kompositum zusammenfassen. Wihtel in seiner ursprünglichen Übersetzung mit Zwerg oder Puppe erläutert spil näher. So liegt eine kontextgebundene Übersetzung mit Marionetten- oder Puppenspiel nahe.

[7] Um den verallgemeinernden Charakter der Verszeile aufrecht zu erhalten, habe ich auf die Übersetzung von uns verzichtet.

[8] Eine Übersetzung von rehten mit „Gerechten“ käme der hier zitierten Bibelstelle (Sprüche 11,21) noch näher, würde sich aber weniger gut in den Kontext der Strophe und des Liedes einfügen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Ulrich von Singenberg, Lied 35 - Übersetzung und Analyse
Hochschule
Universität Leipzig
Veranstaltung
Minnesang des 13. Jahrhunderts
Note
1,7
Autor
Jahr
2002
Seiten
15
Katalognummer
V87459
ISBN (eBook)
9783638031585
ISBN (Buch)
9783638929288
Dateigröße
413 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ulrich, Singenberg, Lied, Analyse, Minnesang, Jahrhunderts
Arbeit zitieren
Studienrätin Sandra Müller (Autor), 2002, Ulrich von Singenberg, Lied 35 - Übersetzung und Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87459

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