„Die Simpsons“. Analyse der Serie


Examensarbeit, 2000

62 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

INHALT

1. EINLEITUNG

2. „Die Simpsons“ als Fernsehserie
2.1. Serien und Serielles im Fernsehen
2.2. „Die Simpsons“ als Zeichentrick- und Familienserie

3. „Die Simpsons“ als Satiresendung

4. Serienanalyse
4.1. Die Hauptpersonen
4.1.1. Bart Simpson
4.1.2. Homer Simpson
4.1.3. Marge Simpson
4.1.4. Lisa Simpson
4.2. Weitere wichtige Personen und ihre Funktionen
4.3. Struktur und Ästhetik der Einzelfolge:
„Das Fernsehen ist an allem schuld“

5. Der spezielle Reiz der Serie

Literaturverzeichnis

Anhang A-N

1. Einleitung

Es ist 17 Uhr 25, ein ganz normaler Werktag. Auf dem Fernsehkanal „Pro Sieben“ läuft, wie es nun einmal an einem ganz normalen Werktag so üblich ist, wie gewohnt um diese Zeit die immer wiederkehrende Eröffnungssequenz der Serie „Die Simpsons“: In Form des Zeichentricks öffnet sich ein Himmel dunkel verhangener Wolken, es ertönt das „Fade In“[1] eines engelähnlichen Chores, der so­dann den Beginn einer neuen Episode ansingt: „The Simpsons“.

Diesem paradiesisch harmonischen Beginn des Intros folgt, soweit es die jeweilige Episode zeitlich zuläßt, noch ein kurzer Einblick in die obligatorischen Handlungen des Alltags jener Helden der Serie:

Vater Homer Simpson, Angestellter des Kraftwerks, der die Feierabendsirene kaum erwarten kann, Mutter Marge, die mit ihrem jüngsten, schnullernuckelnden Kind Maggie einkauft, Tochter Lisa, die mit ihrer Virtuosität am Saxophon den Leiter des Schulorchesters zur Verzweiflung treibt und Sohn Bart, versiert, lässig und „cool“ skateboardfahrend und wie alle Simpsons im Begriff, nach Hause zu eilen, um sich – so will es das tägliche Ritual – auf dem Familiensofa zu plazieren und fernzusehen.

Am Ende dieser Eröffnungssequenz blicken wir, die Zuschauer, durch das „Fenster zur Welt“[2] hindurch zu einer Familie, die uns in der anstehenden Folge alles andere als einen langweiligen Alltag präsentiert: In jener Welt des Chaos, des Widerspruchs und der Wut werden wir aber auch diesmal wieder Zeuge einer harmonischen Idylle des modernen Happy Ends in jener Fernseh-Familie von heute, die trotz ihrer Laster die Moral traditioneller amerikanischer Tugenden fest verankert in sich trägt.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den deutschen Fassungen des amerikanischen Originals. Die Serie „Die Simpsons“ wird als ein fiktionaler Erzähltext im Kontext des Medium Fernsehen[3] untersucht auf die Darstellung der Hauptpersonen, Struktur und Ästhetik der Einzelfolgen, auf die dargestellten Inhalte und deren Aussagegehalte bzw. die damit verbundenen Rezeptionsfunktionen.

Da jene Folgen in einer langen Tradition seriellen Erzählens stehen, wird mit diesem Themenbereich einführend begonnen, und um das Format jener Sendung treffend zu charakterisieren, wird weiterhin ein Exkurs in die Gattung Satire notwendig sein.

Nach den Charakterisierungen der wichtigsten Personen wird exemplarisch auf die Erscheinungsformen der Einzelfolge eingegangen: Dramaturgie, Erzählform, Inhalt und genretypische Stilelemente werden hier untersucht bzw. herausgearbeitet.

Im Kapitel 5 werden jene Elemente zusammenfassend betrachtet, die den speziellen Reiz der Serie ausmachen und somit in Ansätzen den Erfolg dieser Serie erklären können.

Darüber hinaus bekommen wir anhand einer Inhaltsübersicht von den 22 Folgen der zweiten Jahresstaffel[4] einen quantitativen Überblick über die Themenvielfalt der Serie, eine hierzu erstellte Graphik befindet sich im Anhang.

2. „Die Simpsons“ als Fernsehserie

Die Entwicklung jener Produktion läßt sich folgendermaßen beschreiben:

Die Firmen „Klasky-Csupo“ (Staffel 1-3) und „Film Roman“ (ab Staffel 4) produzieren im Auftrage des Labels „Gracie Films“ die Serie für „Fox Network“, einem der erfolgreichsten Fernsehanbieter der USA, und für „Twentieth Century Fox Film Corporation“, einer der bedeutendsten Filmgesellschaften der Vereinigten Staaten. Comic-Autor Matt Groening (geboren am 15.2.1954), der ursprünglich professioneller Schriftsteller werden wollte, gilt als der Erfinder der „Simpsons“; er ist ausführender Produzent und hat ein Stimmrecht in nahezu jeder Produktionsphase der Sendungen. Groenings Name erscheint auf jedem „Simpsons-Merchandising“-Artikel als Pflichtkennzeichnung, seine Rechte wurden vom Filmkonzern „Twentieth Century Fox Film Corporation“ gekauft. Die Drehbücher und die Animationsvorlagen der zahlreichen Episodenfolgen liefern heute ein Team von Autoren der oben genannten Firmen.[5]

Die Produktionsphase einer Jahresstaffel beginnt mit den Tagungen der Autoren, die Skripte aus den von ihnen vorgeschlagenen Episodenmaterial anfertigen, weiterhin werden bis zu ca. 24000 Zeichnungen als Animationsvorlagen erstellt. Die Produktionszeit einer einzigen Folge dauert etwa fünf bis sechs Monate und benötigt einen Kostenaufwand von ca. 600 000 Dollar.[6]

Die Serie startete als Kurzfilmreihe einer Trickfilmsendung, der „Tracy Ullman Show“, am 19.4.1987 in den USA; die damaligen kurzen Clips verwendeten eine Produktionszeit von lediglich vier Wochen, seit Januar 1990 strahlt der Fox-Kanal die bis heute ca. 22 Minuten langen Episoden der Zeichentrick-Serie wöchentlich zur Prime­time[7] aus. Sie gewann den „Emmy Award“, einen sehr bedeutenden Fernsehpreis der Vereinigten Staaten und verzeichnete mehrmals die höchsten Einschaltquoten. Die neuartige Fernsehfamilie überflügelte damit schnell die alteingesessenen, wie beispielsweise die über viele Jahre erfolgreichste Serienproduktion der „Bill-Cosby-Show“.[8]

Im deutschen Fernsehen sah man die synchronisierten Fassungen 1990 zunächst verschlüsselt auf „Premiere“[9], ab September 1991 wurden die ersten drei Staffeln im Vorabendprogramm des öffentlich-rechtlichen Senders „ZDF“ – ohne Werbeunterbrechung – gesendet, später zeigte man die Staffeln 1 und 2 noch einmal unverschlüsselt auf „Premiere“.

Ab 1994 sichert sich der kommerzielle TV-Anbieter „Pro Sieben“ die Rechte der Serie im deutschen Fernsehen, es werden die Staffeln 1 bis 9 vorwiegend im Nachmittagsprogramm ausgestrahlt, viele Folgen werden mehrfach wiederholt. Zur Zeit sind erstmals die Folgen der 10. Jahresstaffel zu sehen, und zwar montags bis freitags um 17 Uhr 25, unterbrochen von einer Sequenz von Werbeclips und Trailern[10], die ihrerseits eine Zeit von ca. fünf bis acht Minuten beanspruchen. Dort werden sie täglich von etwa 1,5 Millionen Zuschauern gesehen, dies kann bei einem entsprechenden Marktanteil von 10 Prozent durchaus als erfolgreich angesehen werden.[11] Wiederholungen des Vortages sieht man derzeit im Vormittagsprogramm um 7 Uhr 45, weitere Wiederholungen samstags (12 Uhr 30) und sonntags (9 Uhr 15).

2.1. Serien und Serielles im Fernsehen

Bevor wir der Serie „Die Simpsons“ einen genrespezifischen Titel zuweisen[12], betrachten wir das Produkt im Rahmen eines größeren Zusammenhanges und versuchen eine Begriffsbestimmung für die Programmform Serie zu ermitteln.

Da die Entwicklung der Serienform wie bei jeder Gattungs- und Gen­reentwicklung einem dynamischen Prozeß[13] unterliegt, fällt eine ein­engende bzw. allgemeingültige Definition für den Serienbegriff schwer. Wie eng der Begriff der Fernsehserie mit der Einbindung in das Programm, „dem Zusammenhang vieler, (...) unterschiedlicher Produkte (...), die an einem einheitlichen medialen Ort (Kanal) Zuschauern präsentiert werden“[14], verzahnt ist, machen die Definitionsansätze von Hi­ckethier und Mikos deutlich:

Knut Hickethier gibt in seiner Publikation „Die Fernsehserie und das Serielle des Fernsehens“[15] zunächst eine universelle Definition:

„Mit der Fernsehserie meinen wir heute in erster Linie eine fiktionale Produktion, die auf Fortsetzung hin konzipiert und produziert wird, die aber zwischen ihren einzelnen Teilen verschiedene Verknüpfungsformen aufweist. Sie ist in ihren Ausformungen vielfältig (...).“[16]

Als „eine der vielen Attraktionsmomente der Serie“ stellt er das Struktur- und Funktionselement der doppelten Formstruktur dar:

„[Die] doppelte Formstruktur, einerseits zeitlich und inhaltlich begrenzte Einheit zu bieten, anderseits sich auf einen größeren, häufig auch vom Zuschauer gekannten Gesamtzusammenhang zu beziehen (...) erzeugt die Affinität der Serie zum Programm als einem Strukturprinzip.“[17]

Einzelne Serienfolgen, die nach eigener Dramaturgie und Produktionsstruktur abgegrenzte Einheiten bilden, werden zu „Ketten von Einzelfolgen“[18], indem sie kontinuierlich und in periodischer Abfolge aneinandergereiht werden. Ist somit ein Kontinuum einer Serie hergestellt, bieten die Einzelfolgen in Variation hinsichtlich der Themen und Handlungsträger Anknüpfungen an vorangegangene und nachfolgende Sendungen ihres Etiketts.[19]

Dieses Kontinuum wird nach Ansicht Hickethiers durch die Einbettung in das Programm verstärkt, da „das periodisch wiederkehrende gleiche Angebot (...) eher die Regel als die Ausnahme (...) [ist].“[20]

Seinen Gedankengang der Wechselwirkung zwischen Serie und Programm setzt er fort, indem er den Zuschauern hinsichtlich der Seriennutzung eine aktive Rolle zuschreibt:

„Die Serie als Ganzes stellt sich den Zuschauern als ein in sich abgeschlossener Kosmos innerhalb des Fernsehprogramms dar, in den die Zuschauer auf einfache Weise, nämlich durch regelmäßiges Zuschauen, sich einfinden können und der erst durch ihr Zuschauen entsteht.“[21]

Seriennutzung wird zum Ritual, zur Einbindung in den Alltag, die Zuschauer fordern von den Produzenten die Erfüllung konstanter Erwartungen, welche sich wiederum aus ihren Lebens- und Arbeitsverhältnissen ergeben. Es geht um die Erfüllung des Unterhaltungsversprechens, welches beispielsweise in Trailern als Ankündigung für die anstehende Sendung von den Programmgestaltern garantiert wird. Der Unterhaltungsstoff soll in der Regel die Emotionen der Zuschauer ohne besondere Verstehensanforderungen ansprechen, „etwas von der Welt [erzählen] und (...) eine Zeitlang von den Alltagsanforderungen Abstand gewinnen [lassen].“[22]

In diesem Zusammenhang erscheint es plausibel, die langlaufende Serie der Massenunterhaltung und dem Trivialen zuzurechnen gegenüber dem anspruchsvollen Fernseh- und Einzelspiel, bei dem in kultureller Tradition eine dramaturgisch gestaltete Zeit zwischen Exposition, Steigerung, Höhepunkt, Wende und Krise bzw. „Happy End“ erzählt wird. Jene Strukturelemente geraten bei einer Stückelung und Aneinanderreihung von Einzelfolgen aus dem Blickfeld; ein überschaubarer Anfang wird schnell vergessen und ein Ende ist nicht in Sicht.[23] Weiterhin sorgt eine nicht allzu lange Zeitdauer der Serienfolgen von 25 bzw. 30 oder 50 bzw. 60 Minuten für eine leichtere Konsumierbarkeit und Integrationsfähigkeit in den Zuschaueralltag.[24]

Weiterhin stellt Hickethier die Serie in den Kontext der Tradition des fortgesetzten Erzählens, die weit über das Medium Fernsehen hinwegweist:

„Das Erzählen in Fortsetzungen oder auch in wiederkehrenden Episoden kommt offenbar einem Grundbedürfnis menschlicher Unterhaltung nach und hat in der Fernsehserie nur ihre TV-bezogene massenmediale Form gefunden.“[25]

Lothar Mikos entwirft eine Definition, die sich stark an den Genres Familienserie oder Soap opera orientiert:

„Die Serie ist eine narrative Programmform, die eine offene, zukunftsorientierte Geschichte erzählt, die prinzipiell auf Unendlichkeit angelegt ist (...). In der Erzählung sind mehrere Handlungsstränge miteinander verwoben, die parallel erzählt werden. Die Protagonisten sind durch Gemeinschaft verbunden, die eine soziale und eine räumliche Komponente aufweist. In der Organisation der Zeit ist die Handlung dem Leben der Zuschauer angepaßt, d.h. es vergeht auch außerhalb der erzählten Zeit in den einzelnen Folgen Zeit. Eine neue Folge schließt in der Regel nicht genau da an, wo die letzte Folge endete, sondern in der Zwischenzeit ist das Leben der Protagonisten weitergegangen, wie das Alltagsleben der Zuschauer auch.“[26]

Berücksichtigt werden hier Erzählstruktur, die Form des Auftretens der Haupthandlungsträger und das Verhältnis Erzählzeit/erzählte Zeit in Bezug auf die Rezeption der Zuschauer.

Die serienspezifische Erzählstruktur sei an einer Sendefolge von „Gute Zeiten/ Schlechte Zeiten“, einer täglich ausgestrahlten Soap Opera im deutschen Fernsehen, verdeutlicht[27]:

Die fiktionalen Darstellungen, d.h. „Verdichtung und Komprimierung von Erfahrungen in der Darstellung eines Geschehens“[28], werden vom Publikum akzeptiert, Handeln der Personen erscheint motiviert und „begründet durch die Figuren“.[29] Als spezifische Konstruktion des seriellen Erzählens dient hier die Zopfdramaturgie, welche den Rezipienten aber schon vertraut ist: Darstellung von Welt in einem für den Zuschauer `gefahrlosen Rahmen` findet statt auf drei Handlungsebenen, die aktuelle oder anderwärtig bekannte Themen auf fiktionale Art abhandeln. In diesem Falle seien dies - innerhalb des Beziehungsgeflechts der Figuren zu Konflikten führenden - Themen der Kategorien[30]Gemeinschaftsbeziehungen, Teilbereich ´Hilfe, Solidarität ´“ (Strang 1: ´Bescherung´), „Arbeit/Beruf“ (Strang 2: ´City­lights´) und „Liebesbeziehungen“ (Strang 3: ´Teenagerliebe´). Im Laufe der Folge beobachtet der Zuschauer das Fortschreiten der Ebenen, die bezüglich ihrer Dramaturgie während jener Folge an unterschiedliche Stadien gelangen, indem er wie durch ein Fenster auf das Geschehen blickt und an dem Schicksal der Protagonisten einer „parallelen Welt“ teilhat.

Serielle filmische Erzählungen präsentieren sich den Zuschauern häufig als besonders realitätsnah und werden deshalb gern gesehen. Dies kann folgende Gründe haben:

- Durch das Verschwinden eines einzigen Spannungsbogens, der wie beim klassischen Einzelspiel eindeutig die Handlung strukturiert und dramatisiert, bekommt die Seriendramaturgie den Charakter des Unabgeschlossenen, die Serien scheinen wie im wirklichen Leben unentwegt weiterzugehen.
- Durch das Fehlen der traditionellen Gliederung entstehen neue, serienspezifische Effekte wie Dehnung der Handlung, Mehrfachverhandlung[31] und Hinauszögerung von Lösungen – diese Effekte lösen sich los von den künstlerischen Stilmitteln des Filmes und erscheinen damit als kunstlos und deshalb besonders realitätsnah. Im Zusammenspiel mit sogenannten Schauspielern des Genres, hier einer täglich ausgestrahlten Soap Opera im deutschen Fernsehen, wird dieser Effekt verstärkt, wenn bei Dialogen aus Unzulänglichkeit gestockt oder gestottert wird.
- Wissend, daß die Erzählungen im fiktionalen und gefahrlosen Rahmen spielen, fühlen sich die Zuschauer besonders durch Serien angesprochen, wenn Themen abgehandelt werden, die sie selbst schon einmal erlebt haben. Es kann sich dann eine emotionale Betroffenheit einstellen.[32] In diesem Fall dürfte bei der Bandbreite der Themen „Gemeinschafts- und Liebesbeziehungen“ sowie „Arbeit/Beruf“ für jeden etwas dabeisein. Werden die Seriencharaktere darüber hinaus noch zu vertrauten Personen der Zuschauer, die eine Serie schon über einen längeren Zeitraum verfolgen, so verstärkt sich auch dieser Effekt.[33]
- Gestalterische Mittel, wie Einbeziehung aktueller Themen oder das Ertönen aktueller Hits aus dem Unterhaltungsmusikbereich im Hintergrund, verstärken den Realitätseindruck als Rahmen einer Handlung.

Anhand dieser Überlegungen, die auf den theoretischen Grundlagen von Hickethier aufbauen und sich zugleich auf den Serienbegriff von Mikos beziehen, wird deutlich, daß die Serie funktional darauf zielt, sich in den Alltag der Zuschauer einzubetten und sogar mit Mitteln auf der erzählerischen Ebene Realitätsnähe in den Horizont der Rezipienten zu verschaffen; ein Effekt, der jene Funktion unterstreicht.[34]

Ein wichtiges erzählstrukturelles Merkmal, welches die Bindung an eine Serie seitens der Zuschauer intensivieren will, sei noch erwähnt:

Der Cliffhanger in der letzten Szene einer Sendefolge verspricht: Fortsetzung folgt! Der Zuschauer möchte wissen, wie sich ein Spannungshöhepunkt in der Folgesendung löst, möchte auch beim nächsten Mal wieder emotional an dem Schicksal seiner Nachbarn beim Blick durchs Fenster zur Welt teilhaben. Jene Form des Spannungsumbruchs entstammt literarischen Erzähltraditionen (z. B. in „Die Erzählungen aus 1001 Nacht“). Sie entwickelten sich mit dem Zeitungsroman im 19. Jahrhundert (beispielsweise von Charles Dickens) zu einer massenmedialen Erzählform.[35]

Die langlaufende Serie, in Radio und Fernsehen auch Serial genannt, bedient sich des Cliffhangers als das dramaturgisch spannendste Element zur Verknüpfung zweier Folgen. Im Hinblick auf die Erzählstrategie ist sie eine von zwei Kategorien der Serientypen, jene Einteilung ist besonders aus der Analyse amerikanischer Serien hervorgegangen[36].

Der Begriff Serial, „Serien mit unabgeschlossenen, offenen Folgen“[37], bildet eine weitere Unterteilung in Primetime Serials, den wöchentlich abends ausgestrahlten Serien wie z.B. „Dallas“ oder „Lindenstraße“ und in Daily Serial, den täglich ausgestrahlten Serien. Der in diesem Zusammenhang eingebürgerte Begriff der Seifenoper (Soap Opera oder Daily Soap) entstammt der Tatsache, daß jene Sendungen in den USA ursprünglich von Waschmittelkonzernen finanziert wurden und sich an ein Hausfrauenpublikum richteten.[38]

Die andere Variante, die für uns noch von besonderer Bedeutung sein wird, ist die der Series; jener Begriff kennzeichnet Serien „mit in sich abgeschlossenen Folgen.“[39] Jede Folge besitzt eine abgeschlossene Handlung, es wird in diesem Zusammenhang auch von der Episodenserie gesprochen.[40] Bewährt haben sich nach diesem Prinzip die Genres der Western- und Krimiserien, jene Form etablierte sich in den fünfziger und sechziger Jahren mit der Verbreitung amerikanischer Serien auf dem internationalen Markt. Bis heute wird im deutschen Fernsehen der Vorteil genutzt, aus dem Gesamtangebot der Serien verschiedene Folgen – auch in jeweilig unterschiedlicher Reihenfolge – im Programm zu plazieren. Die Beliebtheit amerikanischer Serien auf den deutschen Kanälen wird bis heute als „Second-Best“-Effekt beobachtet[41], und er ist u.a. damit zu erklären, daß wir in den Primetime Series wie „Einsatz in Manhattan“, „Ein Colt für alle Fälle“ oder „Die Straßen von San Francisco“ die Stereotypen für unsere Vorstellung der amerikanischen Realität sehen: „Geld, Macht, Gewalt, Optimismus, Freiheitsideale, etc.“[42] Auf der anderen Seite bedienen sich jene Serien gern amerikanischer Tugenden wie Solidarität und Freiheitsliebe, um den durch einen Zwischenfall entstehenden Konflikt, der innerhalb der Episode den harmonischen Ausgangspunkt stört, zu beseitigen und am Ende zum Wohl der Gemeinschaft wieder in Harmonie und Freiheit leben zu können.

Sind also in den Serials der „Gleichgewichtszustand (...) die Instabilität selbst, der Konflikt, das Chaos (...) und Probleme (...) die Regel, Augenblicke der Harmonie und des (scheinbaren) Konsens die (...) Ausnahmen von dieser Regel“[43], so zielt die Episodenserie oder Series daraufhin, „Folge für Folge nach einer dramatischen Störung schrittweise zu einem textlich fixierten Status Quo zu gelangen.“[44]

In den Krimiserien werden Gangster, welche die Harmonie des Ausgangszustands durch ein Vergehen stören, am Ende immer ihrer gerechten Strafe zugeführt.

Die Anknüpfungspunkte der Folgen untereinander bieten hier das immergleiche Stammpersonal, das den Zuschauern durch heldenhaftes oder humorvolles Auftreten auch Vorbild- oder Identifikationsfunktionen bietet, ein gleichbleibender Handlungsort und eine überzeitliche Handlungszeit, welche allenfalls durch das physische Altern der Hauptpersonen aufgehoben wird. Das Moment der Überzeitlichkeit bei der Series steht deutlich im Unterschied zu der zum Fernsehpublikum parallel verlaufenden Zeit der Serial.

Gemeinsamkeiten bieten Series und S erial derart, daß die Zuschauer binnen kurzer Zeit die Grundmuster der Rollenspieler des Stammpersonals in Form ihrer Charaktereigenschaften und ihres Agierens kennenlernen können. Indem Charakter und Form des Agierens konstant bleiben, die unterschiedlichen Rollen übersichtlich verteilt und zum Teil polarisiert werden, fällt es dem Rezipienten leichter, sich wieder in seine Serie einzufinden und das Handeln jeweiliger Personen nachzuvollziehen. Schon nach kurzer Zeit ist er über feste Grundmuster informiert und kann anhand der Stereotypisierung von Personal und Handlungsweisen gewisse Handlungsstränge kombinieren bzw. antizipieren. Er wird aktiver Teilhaber des Geschehens und fühlt sich sogar als Charakterkenner bestätigt, wenn er dargestellte Handlungen beispielsweise mit den Äußerungen „Wußt ich´s doch!“ oder „Das war ´mal wieder typisch für ihn!“ kommentiert.

Zeigen sich in den Serien gesellschaftlich kontrovers beurteilte Verhaltensweisen in Thematiken, die zum Teil in persönlich erlebten Geschichten existieren, erlangen sie ihre weitere Bedeutung in der kommunikativen Aneignung im Alltag, indem sie im Familienkreis oder am Arbeitsplatz als Diskussionsgrundlage dienen.[45] Darüber hinaus erreichen erfolgreiche Serien durch den Verkauf von Serien-Merchandising-Artikel, deren Einnahmen wiederum Gelder für weitere Produktionen sichern, einen zusätzlichen Kult-Status, der über das Medium Fernsehen hinausragt.

Dem Serienprinzip im Fernsehen folgen aber auch „nichtfiktionale“ Sendungen: Auch Nachrichtensendungen und Magazine vermitteln Anknüpfungspunkte und Wiederaufnahmen, die den Zuschauer an einer Fortsetzung einer Geschichte oder einer Handlung teilnehmen lassen, sei es an der (fast) unendlichen Geschichte des Krieges in Bosnien oder an der Verleihung bzw. Titelverteidigung des „Raab der Woche“ in ´TV Total´ mit Stefan Raab als multimedialen Allein­unterhalter.[46]

Das Serielle nimmt in seiner Programmgestalt derart überhand, daß an einigen (Werk-)Tagen schon gänzlich auf den Einzelfilm verzichtet wird, dieser wird zur Ausnahme und als große Besonderheit angekündigt, beispielsweise mit: „Der Fernsehfilm der Woche“. Mit fließenden und weichen Übergängen möchten die Programmacher das Publikum zunächst an beliebte Serien und dann an ihr Programm bzw. Programmformat, ihrer individuellen Struktur und Auswahl binden. In Abbildung 2[47] können wir erkennen, daß Serien, Magazine oder Shows gruppiert auftreten, die Übergänge gestalten sich thematisch oder formal; Themen- und Gruppenwechsel stehen analog zum Tageszeitenwechsel, mit denen dann auch Zuschauergruppen wechseln könnten. Hier halten die Programmformen selbst den Fluß in Bewegung, wenn z.B. der Moderator des Magazins „taff“ am Ende seiner Sendung sagt: „Und es geht weiter mit den Simpsons“.[48]

Natürlich ist eine solche Programmverknüpfung auch Ergebnis einer Entwicklung, deren Aufbau sich erst bewähren mußte. Die Sendungen und ihre Präsentationen stehen zudem ständig in Konkurrenz mit denen anderer TV-Anbieter. Für die Ausdifferenzierung eines sendereigenen Formates im Sinne von Image, Niveau und Färbung sorgt der TV-Anbieter durch die individuelle Gestaltung der Ästhetik seiner Eigenproduktionen sowie die gezielte Auswahl an Formen der Serien-Importe.

Das Programm ist in kleinen Einheiten parzelliert und durch die periodische Wiederkehr in den Alltag der Zuschauer eingepaßt, weiche Übergänge bringen es zum Fließen, es nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise seiner virtuellen Welt, die der ´hörig´ gewordene Zuschauer gelegentlich als real annimmt.

Ein Aspekt, der die Serialität auf den kommerziellen Sendekanälen wie Pro Sieben, RTL oder SAT 1 begünstigt, ist die Einwirkung der Werbung, aus deren Erträgen sich jene TV-Anbieter zum großen Teil finanzieren. Mit der Einspielung von Werbefilmsequenzen werden auch die einzelnen Sendungen parzelliert, die Abgeschlossenheit der Einzelfolgen gelten somit nur noch bedingt. Ist eine Einspielung von einer (ca. fünfminütigen) Werbesequenz während einer 25 minütigen Einzelfolge noch „zu verkraften“, so stören doch drei bis vier Werbeunterbrechungen erheblich den ästhetischen Rahmen eines ca. 90 Minuten[49] langen Einzelfilms. Die Folge: Kommerzielle TV-Anbieter bedienen sich mehr und mehr der seriellen TV- Formate, während die Spielfilme ein Forum auf anderen Sendekanälen bekommen. Auf Pay-TV- Kanälen wie „Premiere World“ herrschen keine Werbeunterbrechungen, die Finanzierung geschieht hier anhand der Programmnutzer, die dem TV-Anbieter durch monatliches Entgelt ihr Format sichern.

2.2. „Die Simpsons“ als Zeichentrick- und Familienserie

Die Serie „Die Simpsons“ läßt sich bezüglich ihrer Erzählstruktur als eine neue Form in die Kategorie der Series einordnen: In jeder Sendefolge wird eine einzelne Episode abgehandelt. Auch die Einteilung „Harmonischer Ausgangspunkt“, „Konflikt durch Störung der Harmonie“, „Erörterung des Konfliktes und Wiederherstellung der Harmonie“ findet hier ihre Anwendung: Während der Exposition der Folge sitzt die Familie häufig friedlich vor dem Fernseher und genießt in Gemeinsamkeit eine ihrer Lieblingssendungen. Ein Zufall oder ein Ereignis des Alltags führt zum Konflikt eines oder mehrerer Familienmitglieder, dieser Konflikt wird im Verlauf der Handlung innerhalb der Familie erörtert, um am Ende - zumeist gemeinsam - wieder zu einem harmonischen Schluß zu gelangen.[50] Dabei wirkt häufig auch das soziale System, z. B. die Familie, das sich um die Hauptpersonen gruppiert, mit: Es führt die Zuschauer immer wieder in den Alltag zurück, wenn beispielsweise von der Möglichkeit gehandelt wird, sich materiell zu bereichern oder durch Ruhm den eigenen Stand zu verbessern.[51] Das harmonische Ende ist dann entweder erkenntnisstiftend[52] oder es wird als „einfach passiert“[53] akzeptiert (sowohl bei den Protagonisten als auch bei den Zuschauern, die dafür zumindest aus der Handlung resultierende Reize angeboten bekommen).

[...]


[1] Ein „Fade In“ ist ein Einblenden akustischer Signale, dieser Begriff wird in Tonstudios u.a. auch im Zusammenhang mit Musikproduktionen verwendet. Entsprechend meint ein „Fade Out“ das Ausblenden von Audiosignalen.

[2] Weitere geläufige Metaphern für das Fernsehen sind: Erzählmaschine, Kulturmedium, Unterhaltungsdampfer; vgl. dazu Bleicher (1995), S.1.

[3] Vgl. dazu den Analyseansatz von Maulko (1993), S.1.

[4] Eine Jahresstaffel hat zwischen 13 und 24 Folgen, auf dem kommerziellen Sendekanal „Pro Sieben“ läuft inzwischen die 10. Jahresstaffel der Serie, immer montags bis freitags um 17:25 Uhr, Samstags und Sonntags werden Wiederholungen ausgestrahlt.

[5] Vgl. dazu TV. SIMPSONS.GER (2.8.1999), S.2ff.

[6] Vgl. Dörner (1998), S.28.

[7] Die „Primetime“ ist die beste Ausstrahlzeit einer Sendung im Programm (ca. 20 Uhr), quantitativ sind hier mit den meisten Zuschauern zu rechnen, die das gesamte Angebot der Fernsehkanäle nutzen.

[8] Vgl. Dörner (1998), S. 27f sowie Fauth (1991), S.28.

[9] Die meisten Sendungen des Kanals „Premiere“ sind mit einem optionalen und gebührenpflichtigen Decoder zu „entschlüsseln“, seit Oktober 1999 erweitert der Sender mittels Umstellung von analogem zu digitalem Decoder -„Premiere World“- seine Kanalanzahl.

[10] Ein Trailer kündigt eine Sendung im Programm des jeweiligen Sendekanals an.

[11] Vgl. dazu simde99 (1.10.1999).

[12] Siehe Kapitel 2.2. und 3.

[13] Seit der Einführung der kommerziellen TV-Anbieter (RTL, Sat 1, Pro Sieben...) Mitte der Achtziger Jahre wächst die Zahl der Programmformen erheblich: U.a. werden Magazine und Talkshows - z.T. nach amerikanischem Vorbild - mit diversen Themenschwerpunkten im Fernsehen erprobt und entsprechend ihrer Zuschauerresonanz herausdifferenziert.

[14] Vgl. Hickethier (1996a), S.201.

[15] Hickethier (1991).

[16] Ebd., S.8.

[17] Ebd., S.10.

[18] Ebd., S.9.

[19] Vgl. dazu ebd., S.9.

[20] Ebd., S.10.

[21] Ebd., S.10.

[22] Ebd., S.12.

[23] Vgl. dazu ebd., S.9.

[24] Vgl. dazu ebd., S.10.

[25] Ebd., S.17f.

[26] Mikos (1992), S.10.

[27] Siehe Abbildung 1 im Anhang.

[28] Vgl. dazu Hickethier (1996b), S.4f.

[29] Ebd., S. 4.

[30] Rüdiger Maulko (1993) hat in seiner quantitativen Inhaltsanalyse der Folgen 1-50 der Daily Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ folgende Themenbereiche ermittelt: „1.Gemeinschaftsbeziehungen, 2. Verwandtschaftsbeziehungen, 3. Liebes- und Ehebeziehungen, 4. Arbeit/Beruf, 5. Kriminalität/Gewalt, 6. Sexualität, 7. Sonstiges (z.B. Individualprobleme) “, ebd., S.80.

[31] Einige Handlungen werden mehrfach erzählt, sie treten quasi auf der Stelle und werden beispielsweise nur durch eine Kameraeinstellung variiert; dieses Nicht-Vorwärts-Kommen wird aber durch das Wechselspiel mit den anderen parzellierten Handlungssträngen kaschiert.

[32] Lothar Mikos (1992) ermittelt im Zusammenhang „Wirklichkeit der Serie und subjektive Erfahrung“ anhand von Fallbeispielen, wie Zuschauer in den Serien Werte suchen bzw. Serien akzeptieren oder bevorzugen , in denen jeweilige Werte zu beobachten sind, die ihnen im eigenen Leben versagt blieben. Jene Rezipienten vermischen dabei ihre eigene Lebensgeschichte mit den erzählten Geschichten in den Fernsehserien, vgl. ebd., S.9-14.

[33] Seriencharaktere bei Daily Soaps werden von den Fans häufig als „Nachbarn“ gesehen, die thematisierten Konflikte als „Geschichten von nebenan, die so realitätsnah sind“, vgl. Mikos (1997), S.20.

[34] In Bezug auf „Realitätsschein“ vgl. auch Hickethier (1991), S.30ff.

[35] Vgl. Hickethier (1996a), S.184.

[36] Vgl. Maulko (1993), S.8.

[37] Frey-Vor (1990), S.492.

[38] Vgl. Hickethier (1996a), S.185.

[39] Frey-Vor (1990), S.492.

[40] Vgl. Maulko (1993), S.9.

[41] Deutsche Serien werden von einem deutschen Publikum bevorzugt, vgl. hierzu Hickethier (1991), S.20.

[42] Christa-Maria Ridder zitiert nach Hickethier (1991), S.20.

[43] Gabriele Kreutzner zitiert nach Maulko (1993), S.79.

[44] Ebd., S.79.

[45] Vgl. Mikos (1992), S.9ff.

[46] Stefan Raab ist nicht nur als Moderator beliebt und erfolgreich, er ist außerdem Trendsetter in der deutschen Musikszene: Derzeit verweilt seine Song-Collage „Maschendrahtzaun“ auf Platz 1 der deutschen Single-Charts. Er stellte sein Werk in seinem Magazin „TV-Total“ (Pro Sieben) vor und sorgte mit seinen individuellen Mitteln als Entertainer einmal mehr für Kult-Status außerhalb des Mediums Fernsehen. Den Preis „Raab der Woche“ erhalten sogenannte Künstler, die mit außergewöhnlichen Talenten die Kulturlandschaft Fernsehen - mehr oder weniger - bereichern.

[47] Siehe Abbildung 2 im Anhang!

[48] Siehe Boulevardmagazin „taff“, montags bis freitags, 17 Uhr bis ca. 17:25 Uhr, Pro Sieben.

[49] Als allgemeine Regelung gilt für kommerzielle Sender: Bis zu 90 Minuten Länge: drei Unterbrechungen, über 90 Minuten: vier Unterbrechungen. Dies ist eine Bruttoregelung, d.h. die Werbebreaks werden jeweils in ihrer Zeit mit dazu gerechnet.

[50] Ausgenommen bleiben hier die Sondersendungen wie das alljährliche Special zum Halloween-Fest, in jenen Folgen gibt es drei Kurzepisoden. Zudem existiert ein (einmaliger?) Zweiteiler, der die Staffeln 6 und 7 verbindet, Titel der Folgen „Wer erschoß Mr. Burnes? Teil 1“ und „- Teil 2“, vgl. „Die Simpsons“ Episodenführer (4.10.1999), S.12.

[51] Vgl. dazu z.B. die Folge „Karriere mit Köpfchen“, Staffel 2 sowie Abbildung 3 (i) oder „Bart kommt unter die Räder“, Staffel 2 sowie Abbildung 3 (ii).

[52] Vgl. dazu z.B. die Folge „Kampf dem Ehekrieg“, Staffel 2 sowie Abbildung 3 (iv).

[53] Vgl. z.B. die Folge „Der Lebensretter“, Staffel 2 sowie Abbildung 3 (v).

Ende der Leseprobe aus 62 Seiten

Details

Titel
„Die Simpsons“. Analyse der Serie
Hochschule
Universität Hamburg  (Fachbereich 07, Medien)
Note
1,0
Autor
Jahr
2000
Seiten
62
Katalognummer
V87644
ISBN (eBook)
9783638032889
ISBN (Buch)
9783638929592
Dateigröße
2329 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
(...) Die Arbeit stellt die Serie in den Fokus zweier Diskurse, zum einen in den um Serie und die Serialität als Strukturmuster und Produktionsprinzip des Programms, zum anderen in den um Satire, Pop und Komik innerhalb einer medialen Unterhaltungskultur (...) Dem Verf. ist nicht nur eine dezidierte Analysefähigkeit zu attestieren, er besitzt auch die seltene Gabe, sich einfühlend und mit einer fast liebevoll erscheinenden Zuwendung auf Figuren und erzählerische Details einzulassen (...) (Kommentar meines Professors)
Schlagworte
Analyse, Serie, Simpsons“
Arbeit zitieren
Wolf-Dietrich Nehlsen (Autor), 2000, „Die Simpsons“. Analyse der Serie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87644

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