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Der Mythos vom Troianischen Krieg in der Antike

Title: Der Mythos vom Troianischen Krieg in der Antike

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Fabian Uhl (Author)

World History - Early and Ancient History
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Im Folgenden sollen die Entstehung und Entwicklung des Mythos Troia näher beleuchtet werden. Der Betrachtungszeitraum erstreckt sich vom 8. Jahrhundert v. Chr. bis in die Spätantike. An erster Stelle steht ein Blick auf den Ursprung des Mythos Troia im griechischen Kulturraum und die weitere Entwicklung in archaischer und klassischer Zeit. Darauf folgt eine Betrachtung des Mythos Troia im römischen Kulturraum und schließlich eine Beschäftigung mit ausgewählten Besuchen bedeutender Persönlichkeiten in Troia/Ilion.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in das Thema

2. Die Entstehung des Mythos Troia im griechischen Kulturraum

2.1. Der troianische Sagenkreis

2.2. Homer und die Ilias

2.3. Der Mythos Troia in archaischer und klassischer Zeit

2.3.1. Troia-Mythos und antike Ursprungsgeschichte

2.3.2. Der Mythos Troia in der griechischen Stadtgeschichte

2.3.3. Der Mythos Troia und das Geschichtsbild der Griechen

2.3.4. Verortung im Raum

2.3.5. Griechische Identität

2.3.6. Der Mythos Troia in der Politik

2.4. Der Mythos Troia in der griechischen bildenden Kunst

2.5. Der Mythos Troia in der griechischen Dichtkunst

2.5.1. Der Mythos Troia in der griechischen Dichtkunst der archaischen Zeit

2.5.2. Der Mythos Troia in der griechischen Dichtkunst der klassischen Zeit

2.6. Der Troia-Mythos in der attischen Tragödie des 5. Jahrhunderts v. Chr.: Sophokles’ „Aias“

2.7. Der Troianische Krieg als Paradigma für die Grausamkeit des Krieges

3. Der Mythos Troia im römischen Kulturraum

3.1. Aeneas

3.2. Der Mythos Troia in der Außenpolitik

3.3. Das iulisch-claudische Geschlecht

3.4. Die „Aeneis“ Vergils

3.5. Der Mythos Troia in der römischen bildenden Kunst

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung und Entwicklung des Mythos Troia in der antiken griechischen und römischen Welt vom 8. Jahrhundert v. Chr. bis in die Spätantike. Dabei wird analysiert, wie literarische Werke, bildende Kunst und politische Instrumentalisierung dazu beitrugen, aus dem Sagenkreis um den Untergang der Stadt Troia ein identitätsstiftendes und politisch wirksames kulturelles Modell zu formen.

  • Die Rolle der homerischen Epen bei der Etablierung des Mythos Troia.
  • Die Funktion des Troia-Mythos für Identitätsbildung und Geschichtsbewusstsein in den griechischen Poleis.
  • Die politische Instrumentalisierung von Troia-Bezügen zur Legitimation von Herrschaft und Gebietsansprüchen.
  • Die Transformation und Adaption des Mythos im römischen Kulturraum, insbesondere durch die Aeneis.

Auszug aus dem Buch

2.5. Der Mythos Troia in der griechischen Dichtkunst

Auch die Adaption der Ilias in der griechischen Lyrik war grundlegend für die Entstehung und Entwicklung des Mythos Troia. Latacz meint hierzu: „Was da geschaffen wurde, in der Auseinandersetzung mit dem festgewordenen Text, den wir als ‚Ilias’ kennen, das ist ein Werk der dichterischen Imagination! Der Mythos Troia ist ein Kunstprodukt! […]“. Der Mythos Troia wurde durch Homers Ilias begründet und durch die Odyssee und diverse (frühgriechische) Dichter (Lyriker) und Künstler verdichtet, „er ist als permanenter Stachel durch die Jahrhunderte der europäischen Literatur- und Kulturgeschichte mitgewandert und mitgewachsen.“ Umgekehrt hätte sich die griechische Dichtkunst ohne die Kunstsprache der homerischen Epen gar nicht erst entwickeln können.

Der Troianische Krieg bot den griechischen Dichtern seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. eine Vielzahl an Anregungen, Ansatzpunkten und Motiven. Die Lyriker verwendeten homerische Szenen, Motive und Figuren, um das Publikum dazu zu bringen, die eigene aktuelle Situation gewissermaßen vor einer homerischen Folie zu betrachten und so dessen Lebenswirklichkeit in den Mythen Homers widerzuspiegeln. Die in der Ilias behandelten Problemstellungen wurden auf die eigene Zeit und vergleichbare Probleme der eigenen Gegenwart übertragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in das Thema: Hinführung zum Troia-Mythos als Paradigma für den Schrecken des Krieges und Überblick über den Betrachtungszeitraum vom 8. Jahrhundert v. Chr. bis zur Spätantike.

2. Die Entstehung des Mythos Troia im griechischen Kulturraum: Analyse des troianischen Sagenkreises als Basis für Identität, Stadtgeschichte, Politik und Geschichtsbild bei den Griechen.

3. Der Mythos Troia im römischen Kulturraum: Untersuchung der Übertragung des Mythos nach Italien, insbesondere durch die Aeneas-Sage und Vergils Aeneis, sowie dessen Nutzung für römische Herrschaftsansprüche.

4. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Transformation von traditionalen Erzählungen in einen intentionalen Mythos, der durch seine politische Nutzbarkeit und künstlerische Anziehungskraft dauerhafte Präsenz erlangte.

Schlüsselwörter

Troia, Mythos, Homer, Ilias, Troianischer Krieg, Griechische Identität, Römische Geschichte, Aeneas, Augustus, Politische Legitimation, Antike, Literaturgeschichte, Bildende Kunst, Geschichtsbewusstsein, Heroenkult.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie sich der Troia-Mythos in der Antike von einem Sagenkreis zu einem vielschichtigen, kulturellen und politischen Identitätsmodell entwickelte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Bedeutung der homerischen Epen, die Rezeption in der Lyrik und Tragödie, die Verwendung in der bildenden Kunst sowie die politische Instrumentalisierung durch griechische und römische Herrscher.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Genese und die verschiedenen Funktionen des Mythos Troia aufzuzeigen, von der Identitätsstiftung für die Griechen bis hin zur Legitimationsfunktion im römischen Reich.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historisch-kulturwissenschaftliche Analyse, die Literatur, bildende Kunst und historische Quellen heranzieht, um die Entwicklung eines kollektiven Mythos nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die griechische Phase, in der Troia zum Ankerpunkt für Identität und Politik wurde, und die römische Phase, in der Aeneas als Gründungsfigur zur Legitimation des Kaiserreichs diente.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "intentionale Geschichte", "panhellenische Identität", "politische Instrumentalisierung" und "kulturelle Koine".

Inwieweit spielte der Troia-Mythos bei der Legitimation von Augustus eine Rolle?

Augustus nutzte die durch Vergil popularisierte Abstammung von Aeneas, um seine eigene herrschaftliche Legitimation genealogisch auf Venus und Aeneas zurückzuführen und sich als "neuer Aeneas" zu inszenieren.

Wie unterscheidet sich die Nutzung des Mythos in der griechischen Stadtgeschichte von der römischen?

Während der Mythos in griechischen Städten oft zur Begründung überlokaler Herrschaftsansprüche und zur Identifikation im panhellenischen Rahmen diente, war er in Rom entscheidend für die Integration in eine universelle Vorstellungswelt und die Rechtfertigung der Expansion als legitime Nachfolger des Priamos-Reiches.

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Details

Title
Der Mythos vom Troianischen Krieg in der Antike
College
University of Augsburg
Grade
1,0
Author
Fabian Uhl (Author)
Publication Year
2007
Pages
35
Catalog Number
V87765
ISBN (eBook)
9783638022996
ISBN (Book)
9783638923873
Language
German
Tags
Mythos Troianischen Krieg Antike
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Uhl (Author), 2007, Der Mythos vom Troianischen Krieg in der Antike, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87765
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