Das vorliegende Werk soll als Mittelweg zwischen dem Gesetzestext und der juristischen Kommentierung dienen. Es soll dem Jagdscheinanwärter das notwendige prüfungsrelevante Wissen im Jagdrecht vermitteln und dem praktischen Jäger schnelle Orientierungshilfe sein.
Das Jagdrecht ist als Kernfach für das „grüne Abitur“ nicht nur notwendiger Bestandteil zum Erwerb, sondern auch unverzichtbarer Wissensbestandteil zum dauerhaften Erhalt des Jagdscheines. In der Tat ist das Jagdrecht unentbehrliches Rüstzeug für jeden Jäger. Nur wer das Jagdrecht kennt, kann eigenes Unrecht vermeiden. Diese Erkenntnis muss sich dem Jäger dauerhaft einprägen.
Im Jagdbetrieb ist es erforderlich, die vorkommenden Ereignisse rechtlich richtig zu beurteilen. Entsprechend diesen Anforderungen erstreckt sich der Inhalt dieses Werkes auf das Bundesjagdgesetz und die wichtigsten Regelungen des Sächsischen Landesjagdgesetzes. Letztere Beschränkung auf das Landesrecht ist für ein überschaubares Werk unverzichtbar.
Inhaltsverzeichnis
1. Teil „Die Jagdbehörden“
I. Untere Jagdbehörde
II. Obere Jagdbehörde
III. Oberste Jagdbehörde
IV. Verwaltungsverfahren/Rechtsweg
V. Beratungsorgane
VI. Sonstige Organe
VII. Fragenkatalog zum 1. Teil
VIII. Antworten zum 1. Teil
2. Teil „Inhalt des Jagdrechts“
I. „Jagdbezirke“, „Wild“
II. „Hege“
III. „Jagdausübung“
IV. „Aneignung“
V. „Weidgerechtigkeit“
VI „Fangen von Wild“
VII Fragenkatalog zum 2. Teil
VIII. Antworten zum 2. Teil
3. Teil „Beschränkungen der Jagd“
I. Sachliche Verbote
II. Örtliche Verbote
III. Fragenkatalog zum 3. Teil
IV. Antworten zum 3. Teil
4. Teil „Abschussregelung“
I. „Abschussplan“
II. „Abschusskontrolle“
III. „Abschussverbot“
IV. Fragenkatalog zum 4. Teil
V. Antworten zum 4. Teil
5. Teil „Jagd- und Schonzeiten“
I. „Wild mit befristeter Jagdzeit“
II. „Wild ohne Schonzeit“
III. „Wild ohne Jagdzeit“
IV. Fragenkatalog zum 5. Teil
V. Antworten zum 5. Teil
6. Teil „Wildfolge“
I. Allgemeines zur Wildfolge
II. Wildfolge kraft Gesetzes
III. Wildfolge kraft Vereinbarung
IV. Fragenkatalog zum 6. Teil
V. Antworten zum 6. Teil
7. Teil „Wild- und Jagdschaden“
I. Vorbemerkung
II. Wildschadensersatz
III. Jagdschadensersatz
IV. Deliktschaden
V. Geltendmachung von Wild- und Jagdschaden
VI. Fragenkatalog zum 7. Teil
VII. Antworten zum 7. Teil
8. Teil „Jagdschutz“
I. Allgemeines
II. Jagdschutzberechtigter Jagdausübungsberechtigter
III. Jagdschutzberechtigter bestätigter Jagdaufseher
IV. Rechte und Pflichten des Jagdschutzberechtigten
V. Fragenkatalog zum 8. Teil
VI. Antworten zum 8. Teil
9. Teil „Arten- und Naturschutz“
I. Grundzüge des Artenschutz
II. Die Gesetze des Artenschutz
III. Grundzüge des Naturschutzrechts
IV. Formen des Schutzes
V. Fragenkatalog zum 9. Teil
VI. Antworten zum 9. Teil
10. Teil „Grundzüge des Waffenrechts“
I. Schusswaffen und Munition
II. Tatsächliche Gewalt über Schusswaffen und Munition
III. Entleihen, Führen und Transportieren von Schusswaffen
IV. Schießen, Anschießen, Einschießen
V. Meldepflichten
VI. Waffen-Aufbewahrung
VII. Altbesitz und Amnestieregelung
VIII. Anstehende Neuerungen zum Waffengesetz
IX. Beschusszeichen anderer Staaten
X. Fragenkatalog zum 10. Teil
XI.. Antworten zum 10. Teil
11. Teil „Gesetzliche Grundzüge zur Hundehaltung“
I. Hundegesetz Sachsen
II. Verordnung zum GefHundG
III. Jagdhunde
12. Teil „Wildbrethygienevorschriften“/Produkthaftung
Zielsetzung & Themen
Ziel dieses Werkes ist es, Jagdscheinanwärtern ein praxisorientiertes, verständliches Nachschlagewerk an die Hand zu geben, das die komplexe rechtliche Situation im jagdlichen Bereich Sachsen-Anhalts überbrückt und sowohl als Lernhilfe für die Jägerprüfung als auch als Orientierungshilfe für praktizierende Jäger dient. Es vermittelt das notwendige Wissen über die Jagdbehörden, die inhaltlichen Aspekte des Jagdrechts, die geltenden Jagd- und Schonzeiten sowie relevante Vorschriften zum Naturschutz, Waffenrecht und zur Wildbrethygiene.
- Struktur und Aufgaben der Jagdbehörden in Sachsen
- Rechtliche Grundlagen zur Jagdausübung, Hege und Wildfolge
- Umgang mit Wildschäden und Haftungsfragen
- Waffenrechtliche Anforderungen und Aufbewahrungsvorschriften
- Vorschriften zur Wildbrethygiene und zum Natur- und Artenschutz
Auszug aus dem Buch
„Fangen von Wild“
Die Fangjagd ist eine legitime Nutzung von Wildbeständen. Darüber hinaus trägt sie zur Erhaltung zahlreicher gefährdeter freilebender Tierarten bei (§ 1 BJG). Das Fangen von verwilderten Haustieren dient den Zielen des Naturschutzes.
Durch die Bejagung des Haarraubwildes unter Verwendung der Falle wird wesentlich dazu beigetragen, die auf den Menschen übertragbare Wildtiertollwut einzudämmen und der Verbreitung des Fuchsbandwurmes entgegenzuwirken. Denn mit einer Erhöhung des Bestandes tritt auch eine Erhöhung der Krankheitsrate auf. Mit dem Fuchsbandwurm kann sich auch der Fallenjäger infizieren, da ein Kontakt zu der Fuchslosung bereits ausreichend sein kann. Ausreichende Selbstsicherung ist daher unerlässlich.
Auf die Fangjagd kann demnach auch zur Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Jagdschutzaufgaben (§ 23 BJG) – Schutz des Wildes vor Tierseuchen, wildernden Hunden und Katzen – nicht verzichtet werden. § 23 BJG ist daher Rechtsgrundlage der Fallenjagd.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Teil „Die Jagdbehörden“: Dieses Kapitel erläutert den dreistufigen behördlichen Aufbau der Jagdverwaltung in Sachsen und definiert die Zuständigkeiten der Unteren, Oberen und Obersten Jagdbehörden.
2. Teil „Inhalt des Jagdrechts“: Es werden die Grundlagen der Jagdausübung behandelt, einschließlich der Definition von Jagdbezirken, Wild, Hege und Weidgerechtigkeit.
3. Teil „Beschränkungen der Jagd“: Dieses Kapitel führt die sachlichen und örtlichen Verbote auf, die bei der Jagd zur Einhaltung gesetzlicher Normen beachtet werden müssen.
4. Teil „Abschussregelung“: Hier wird der Prozess der Abschussplanung erläutert, der sicherstellen soll, dass Wildbestände artenreich und gesund erhalten bleiben.
5. Teil „Jagd- und Schonzeiten“: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die gesetzlichen Zeiträume, in denen Wild bejagt werden darf oder geschont werden muss.
6. Teil „Wildfolge“: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Nachsuche bei krankgeschossenen Wildstücken in fremden Jagdbezirken dargelegt.
7. Teil „Wild- und Jagdschaden“: Es wird die Haftung des Jägers bei Wildschäden in Wald und Flur sowie bei Schäden durch missbräuchliche Jagdausübung behandelt.
8. Teil „Jagdschutz“: Dieses Kapitel beschreibt die Aufgaben des Jagdschutzes zur präventiven Abwehr von Gefahren für das Wild durch Menschen oder Tiere.
9. Teil „Arten- und Naturschutz“: Es erfolgt eine Darlegung der rechtlichen Grundlagen des nationalen und internationalen Artenschutzes sowie der verschiedenen Schutzformen für Naturgebiete.
10. Teil „Grundzüge des Waffenrechts“: Hier werden die waffenrechtlichen Bestimmungen für Jäger erläutert, insbesondere in Bezug auf Erwerb, Besitz, Transport und sichere Aufbewahrung.
11. Teil „Gesetzliche Grundzüge zur Hundehaltung“: Dieses Kapitel behandelt das sächsische Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden und die Anforderungen an Jagdhunde.
12. Teil „Wildbrethygienevorschriften“/Produkthaftung: Hier werden die EU-weit harmonisierten Hygienevorschriften für die Behandlung, Lagerung und Vermarktung von Wildbret erläutert.
Schlüsselwörter
Jagdrecht, Bundesjagdgesetz, Sachsen, Jagdbehörde, Wildschaden, Weidgerechtigkeit, Jagdschutz, Waffenrecht, Fallenjagd, Artenschutz, Wildbrethygiene, Abschussplan, Jagdhund, Haftung, Naturschutz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Rechtswerk grundlegend?
Das Buch bietet einen strukturierten, verständlichen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Jagd in Sachsen, maßgeschneidert auf die Bedürfnisse von Jagdscheinanwärtern und Neulingen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt die Behördenstruktur, inhaltliche Jagdgrundsätze, Verbote, Wildschadensregulierung, Waffenrecht, Naturschutzvorschriften und spezifische Bestimmungen zur Wildbrethygiene sowie Hundehaltung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser das prüfungsrelevante Wissen im Jagdrecht zu vermitteln und als zuverlässige Orientierungshilfe in der jagdlichen Praxis zu dienen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt dem Buch zugrunde?
Die Autoren nutzen eine praxisnahe, stichwortorientierte Darstellung, die nah an den Gesetzestexten bleibt und durch grafische Elemente sowie eine Fülle von Gerichtsurteilen und Fallbeispielen ergänzt wird, um komplexe Sachverhalte leichter verständlich zu machen.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in elf Teile, die von der Behördenstruktur bis hin zu spezifischen Regeln wie der Wildfolge, dem Waffenrecht und der Wildbrethygiene reichen, wobei jeder Teil mit einem Fragenkatalog zur Selbstkontrolle schließt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Zentral sind Begriffe wie Jagdrecht, Weidgerechtigkeit, Jagdschutz, Abschussplan und Wildbrethygiene, die den Bogen zwischen theoretischer Gesetzgebung und praktischer Anwendung spannen.
Wie unterscheidet sich der Eigenjagdbezirk vom gemeinschaftlichen Jagdbezirk?
Ein Eigenjagdbezirk erfordert eine zusammenhängende Fläche von mindestens 75 Hektar im Eigentum einer Person oder Personengemeinschaft. Gemeinschaftliche Jagdbezirke umfassen alle Flächen einer Gemeinde, die diese Mindestgröße nicht erreichen, sofern sie zusammen mindestens 250 Hektar umfassen.
Was muss der Jäger bei der Wildbrethygiene beachten?
Der Jäger muss das Wild unmittelbar nach dem Erlegen aufbrechen und ausweiden. Er trägt Verantwortung für die Unbedenklichkeit des Wildbrets und muss, falls dieses an Wildverarbeitungsbetriebe abgegeben wird, bestimmte hygienische Standards und Dokumentationspflichten (kundige Person) einhalten.
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- Rechtsanwalt Jürgen Wolsfeld (Author), Revierjagdmeister Dietrich Schröder (Author), 2007, Die Gesetze des Jägers. Jagdrecht im Freistaat Sachsen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87812