Alles muss immer schneller gehen, der Druck auf die Mitarbeitenden steigt und die Folge; Stresssymptome kommen immer häufiger vor. Immer mehr Betriebe haben mit einer hohen Arbeitsausfallquote zu kämpfen. Und wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin ausfällt, ist der Druck auf die anderen Mitarbeitenden umso grösser.
Diese Belastung hat nicht selten psychische oder körperliche Folgen wie Depressionen und Krankheiten. Probleme am Arbeitsplatz wie Burnout, Mobbing und Kommunikationsschwierigkeiten gab es zwar schon lange, doch werden sie heutzutage mehr denn je thematisiert. Auch über die immer höher werdenden Kosten dieser Phänomene wird viel gesprochen. Daher ist es der Wunsch vieler Betriebe, die Arbeitsplatzqualität zu steigern. Dazu stehen verschiedene Massnahmen zur Verfügung.
Ich habe an der Universität Basel Soziologie, Volkswirtschaft und Medienwissenschaft studiert und arbeite als Projektleiterin in einem Marktforschungsinstitut.
In dieser Arbeit gehe ich auf Theorie und Praxis einer Mitarbeitendenbefragung ein. Die Studie hat viele Vermutungen bestätigt, aber auch überraschende Neuigkeiten aufgedeckt.
Bei meiner Befragung hat sich gezeigt, dass die grössten Einflüsse auf die Gesamtzufriedenheit am Arbeitsplatz der befragten NGO die berufliche Entwicklung, die Vereinbarkeit des Privatlebens mit der Arbeit, sowie die faire Anerkennung der Leistung haben.
Einen negativen Einfluss auf die Zufriedenheit am Arbeitsplatz haben die Burnout-Faktoren sich müde und energielos zu fühlen, sowie nach der Arbeit nicht gut abschalten zu können. Der Umgang mit Stress ist also sehr wichtig für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Besonders Mitarbeitende, welche unter Zeitdruck arbeiten, sollten einen Ausgleich haben.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 Idee und Motivation
1.2 Zielsetzung
1.3 Inhalt der Arbeit
1.4 Zentrale Fragestellungen und Hypothesen
2. AUSGANGSLAGE
2.1 Begrifflichkeit
2.1.1 Corporate Responsibility
2.1.2 Psychische Belastung
2.1.3 Stress
2.1.4 Burnout
2.1.5 Mobbing
2.1.6 Sucht am Arbeitsplatz
2.1.7 Fehlzeiten
2.2 Kosten mangelnder Arbeitseffizienz in der Schweiz
2.2.1 Kosten von Arbeitsausfällen
2.2.2 Kosten von Stress am Arbeitsplatz
2.2.3 Kosten durch Mobbing
2.2.4 Kosten durch Suchtmittel am Arbeitsplatz
3. MASSNAHMEN ZUR OPTIMIERUNG DER LEISTUNGSFÄHIGKEIT
3.1 Gesundheitsförderung
3.1.1 Gesundheitszirkel
3.1.2 Fitness
3.2 Schritte bei psychischen Erkrankungen
3.3 Stress- und Burnoutprävention
3.4 Mittel gegen Mobbing
3.5 Suchtprävention
3.6 Senkung der Fehlzeiten
3.7 Sicherheit am Arbeitsplatz
4. MITARBEITENDENBEFRAGUNGEN
4.1 Mitarbeitendenbefragungen als Erhebungsmethode
4.2 Theoretische Ansätze zur Arbeitszufriedenheit
4.2.1 Begrifflichkeit der Arbeitszufriedenheit
4.2.2 Die Motivationstheorie von Maslow
4.2.3 Theorie der Arbeitsmotivation von Herzberg
4.2.4 Das Konzept der vollständigen Aufgabe
4.3 Fragebogenkonstruktion
4.4 Das Formulieren von Fragen
4.5 Bestehende Untersuchung zur Gesundheitsförderung
5. DURCHFÜHRUNG EINER MITARBEITENDENBEFRAGUNG
5.1 Studiendesign
5.2 Zusammenarbeit mit dem bsg
5.3 Fragebogenentwicklung
5.4 Beschreibung des Fragebogens
5.5 Firmenrekrutierung
5.6 Befragungsdurchführung
6. ERGEBNISSE DER MITARBEITENDENBEFRAGUNG
6.1 Rücklauf
6.2 Struktur der Befragten
6.3 Lesehilfe für die Tabellen
6.4 Erlebnisse am Arbeitplatz
6.4.1 Positive Erlebnisse
6.4.2 Negative Erlebnisse
6.5 Motivatoren
6.5.1 Eigenständige Organisation der Arbeit
6.5.2 Arbeitszeiten
6.5.3 Mitsprachemöglichkeiten
6.5.4 Fähigkeiten und Kompetenzen
6.5.5 Faire Beurteilung und Anerkennung der Leistung
6.5.6 Ansprechpersonen unter den Mitarbeitenden
6.5.7 Betriebsklima
6.5.8 Berufliche Entwicklung
6.5.9 Vorhandensein der nötigen Informationen
6.5.10 Kommunikation mit Vorgesetzten
6.5.11 Klarheit über Aufgaben
6.5.12 Bewältigung der Arbeitsmenge
6.5.13 Umgang mit Kritik und Konflikt
6.6 Störfaktoren
6.6.1 Mobbing
6.6.2 Burnout
6.7 Gesundheit
6.7.1 Verletzungs- und Unfallgefahren
6.7.2 Beschwerden
6.7.3 Fehlzeiten
6.7.4 Medizinische Behandlung
6.7.5 Suchtmittelkonsum am Arbeitsplatz
6.7.6 Massnahmen zur Förderung der Gesundheit und Zufriedenheit
6.8 Leben ausserhalb der Arbeit
6.8.1 Zufriedenheit mit dem Leben ausserhalb der Arbeit
6.8.2 Vereinbarung der Arbeit mit dem ausserbetrieblichen Leben
6.8.3 Vorhandensein von Vertrauenspersonen
6.9 Allgemeine Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz
6.10 Änderungsvorschläge der Mitarbeitenden
6.11 Meinung zur Befragung
6.12 Bemerkungen zur Befragung
7. SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DEN BETRIEB
7.1 Ressourcen des Betriebes
7.2 Defizite des Betriebes
7.3 Handlungsempfehlungen
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Lizentiatsarbeit besteht darin, durch eine strukturierte Mitarbeitendenbefragung Faktoren zu identifizieren, die sowohl die Arbeitszufriedenheit als auch die physische und psychische Gesundheit am Arbeitsplatz beeinflussen, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen für den Betrieb abzuleiten.
- Analyse von Arbeitszufriedenheit unter Berücksichtigung gesundheitlicher Indikatoren
- Untersuchung von Belastungsfaktoren wie Stress, Burnout und Mobbing im Arbeitsalltag
- Erfassung von Schnittstellen zwischen beruflichen Anforderungen und dem Privatleben
- Entwicklung eines Modells zur Ressourcen- und Bedarfsklärung innerhalb von Organisationen
- Ableitung präventiver Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitsplatzqualität und -attraktivität
Auszug aus dem Buch
1.1 Idee und Motivation
Ich habe an der Universität Basel Soziologie, Volkswirtschaft und Medienwissenschaft studiert und arbeite seit Juni 2006 bei der Konso AG, Institut für Konsumenten und Sozialanalysen in Basel. Dort bin ich als Projektleiterin nicht nur mit den Auswertungen der Studien betreut, sondern unterhalte auch Kundenkontakte und erstelle Grafiken und Berichte.
Die Motivation, eine Studie zu diesem Thema zu machen, entspringt meinem Interesse, in der Praxis Zusammenhänge zu suchen. Ich hatte im Studium immer gerne empirische Sozialforschung und habe bei der Konso in Basel genau die richtige Stelle für mich gefunden. Da mir dieser Prozess, von der These über die Erstellung des Fragebogens bis hin zur Auswertung und den Ergebnissen grosse Freude bereitet, möchte ich in der Lizentiatsarbeit eine eigene Studie erarbeiten. Dies ist eine grosse Herausforderung für mich.
Meine Mutter hat im Rahmen ihres Masterstudiengangs für Leitende von Non-Profit-Unternehmen eine Diplomarbeit mit dem Titel „Klientenzufriedenheit als ein nutzerorientiertes Qualitätskriterium in der Sozialarbeit“ geschrieben, bei der ich letztes Jahr mit der Auswertung ihrer Studie zur Klientenzufriedenheit betreut war. Dabei konnte ich erste Erfahrungen in der Durchführung einer Zufriedenheitsbefragung sammeln.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel motiviert die Themenstellung durch den steigenden Leistungsdruck und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken in modernen Betrieben und umreißt die Zielsetzung der Studie.
2. AUSGANGSLAGE: Es werden zentrale Begriffe wie Corporate Responsibility, psychische Belastung, Stress, Burnout, Mobbing und Fehlzeiten definiert und deren betriebswirtschaftliche Relevanz analysiert.
3. MASSNAHMEN ZUR OPTIMIERUNG DER LEISTUNGSFÄHIGKEIT: Das Kapitel präsentiert verschiedene Interventionsmöglichkeiten zur Gesundheitsförderung, Prävention und Konfliktbewältigung am Arbeitsplatz.
4. MITARBEITENDENBEFRAGUNGEN: Es werden methodische Grundlagen für Mitarbeitendenbefragungen, theoretische Ansätze zur Arbeitszufriedenheit sowie Prinzipien der Fragebogenkonstruktion dargelegt.
5. DURCHFÜHRUNG EINER MITARBEITENDENBEFRAGUNG: Die Autorin beschreibt den konkreten Prozess der Studiendurchführung, von der Planung über die Rekrutierung bis hin zur praktischen Umsetzung der Online-Befragung.
6. ERGEBNISSE DER MITARBEITENDENBEFRAGUNG: Dieses Kapitel enthält die empirische Auswertung der Umfragedaten, unterteilt in Rücklaufanalyse, Erlebnisse, Motivatoren, Störfaktoren und allgemeine Zufriedenheit.
7. SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DEN BETRIEB: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, identifiziert spezifische Stärken und Schwächen des untersuchten Betriebs und bietet gezielte Handlungsempfehlungen.
Schlüsselwörter
Arbeitszufriedenheit, Gesundheitsförderung, Stress am Arbeitsplatz, Burnout, Mobbing, Mitarbeitendenbefragung, psychische Belastung, betriebliche Gesundheit, Motivation, Leistungsfähigkeit, Fehlzeiten, Arbeitsbedingungen, Case Management, Prävention, Personalführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Lizentiatsarbeit untersucht die vielschichtigen Zusammenhänge zwischen Mitarbeiterzufriedenheit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit in einem Betrieb, um Ansätze für eine nachhaltige Arbeitsplatzgestaltung zu finden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die Schwerpunkte liegen auf betrieblicher Gesundheitsförderung, Stressprävention, dem Umgang mit Mobbing und Suchtproblemen sowie der Bedeutung der internen Kommunikation und Unternehmenskultur.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, Indikatoren zu identifizieren, die die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden beeinflussen, und ein Befragungsmodell zu entwickeln, mit dem Betriebe gezielt Ressourcen und Defizite ermitteln können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Verfasserin führt eine empirische, standardisierte Online-Mitarbeitendenbefragung durch und wertet diese mittels statistischer Methoden, insbesondere Korrelations- und Faktorenanalysen, aus.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Belastungsfaktoren, eine detaillierte Beschreibung der Befragungsmethodik und die umfassende Präsentation der empirischen Ergebnisse aus sieben Geschäftsstellen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Arbeitszufriedenheit, Burnout-Prävention, Betriebsklima, psychische Belastungsfaktoren sowie betriebliches Gesundheitsmanagement.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen "Motivatoren" und "Hygienefaktoren" eine Rolle?
Die Arbeit orientiert sich an der Theorie von Herzberg, um zu differenzieren, welche Arbeitsinhalte aktiv zufriedenstellen und welche Rahmenbedingungen lediglich bei Mängeln zu Unzufriedenheit führen.
Welche Rolle spielt die Anonymität in der Befragung?
Die Anonymität ist ein zentraler Pfeiler für die Validität der Daten, da sie die Mitarbeitenden ermutigt, auch sensible Themen wie Burnout oder Mobbing offen und ohne Angst vor Repressionen anzusprechen.
- Citation du texte
- Eva Scheller-Bötschi (Auteur), 2007, Indikatoren, die die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitenden in Betrieben beeinflussen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87835