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Klettern als Mittel der Wagniserziehung im mehrperspektivischen Sportunterricht

Title: Klettern als Mittel der Wagniserziehung im mehrperspektivischen Sportunterricht

Examination Thesis , 2007 , 79 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Jasper Schaeffer (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Im Zusammenhang mit Klettern fällt der Begriff Wagnis häufig. Klettern soll durch verschiedene Faktoren einen positiven Einfluss ausüben. Das Miteinander, das Arbeiten in der freien Natur, die pure körperliche Betätigung und nicht zuletzt die unausweichlichen Spannungssituationen an einer Felswand wirken sich wohl gut auf die Persönlichkeit aus. Eine solche Charakter bildende Komponente wird auch von Erlebnispädagogen immer wieder angesprochen (vgl. Schmid 2005).
In dieser Arbeit soll die Bedeutung von Klettern als Mittel zur Wagniserziehung heraus-gearbeitet werden. Was ist es am Klettern, das ein Wagnis hervorruft? Und wie kann die Erkenntnis daraus im Schulsport umgesetzt werden. Dabei muss die Vielfältigkeit, welche die Sportart Klettern aufweist, etwas zurücktreten. Es soll beschrieben werden, aus welchen Gründen bestimmte Faktoren des Kletterns für eine Wagnisschulung wichtig sind. Das Ziel ist, durch eine genaue Beschreibung dieser Prämissen ein Gerüst von Bedingungen zu bauen und anhand dessen Übungen aus verschiedensten Bereichen auf ihre Eignung für die Wagniserziehung zu überprüfen. Es geht also um den theoretischen Unterbau, welcher eine praktische Umsetzung erst ermöglicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wagniserziehung im mehrperspektivischen Sportunterricht

2.1 Überblick über den mehrperspektivischen Sportunterricht

2.2 Zielsetzung der Wagniserziehung

2.3 Der Begriff Wagnis

2.3.1 Das Wagnis aus sportpädagogischer Sicht

2.3.2 Das Wagnis aus sportpsychologischer Sicht

2.4 Das Gegenteil der Wagnis – Die Angst

2.4.1 Angst aus sportpsychologischer Sicht

2.4.2 Angst aus sportpädagogischer Sicht

2.5 Möglichkeiten und Grenzen der Wagniserziehung

3. Klettern

3.1 Physiologische Struktur des Kletterns

3.2 Psychologische Struktur des Kletterns

3.3 Die Dimensionen des Kletterns im mehrperspektivischen Unterricht

3.4 Besondere Aspekte der Wagniserziehung im Klettern

3.4.1 Höhenangst

3.4.2 Fallen

3.4.3 Überwindung der Schwerkraft

4. Schulpraktische Anwendungen

4.1 Fallen

4.1.1 Spezielle Bedeutung für die Wagniserziehung

4.1.2 Hinweise zur Durchführung

4.2 Klettern an einfachen Geräten

4.2.1 Spezielle Bedeutung für die Wagniserziehung

4.2.2 Hinweise zur Durchführung

4.3 Bouldern

4.3.1 Spezielle Bedeutung für die Wagniserziehung

4.3.2 Hinweise zur Durchführung

4.4 Kletterwände

4.4.1 Spezielle Bedeutung für die Wagniserziehung

4.4.2 Hinweise zur Durchführung

4.5 Hochseilgarten

4.5.1 Spezielle Bedeutung für die Wagniserziehung

4.5.2 Hinweise zur Durchführung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Kletterns als Instrument für die Wagniserziehung im schulischen Sportunterricht. Ziel ist es, ein theoretisches Gerüst zu entwickeln, das Lehrern hilft, Klettersituationen so zu gestalten, dass Schüler ihre physischen und psychischen Grenzen innerhalb eines sicherheitstechnisch verantwortbaren Rahmens erproben können.

  • Grundlagen der Wagniserziehung im mehrperspektivischen Sportunterricht
  • Differenzierung zwischen Wagnis, Angst, Risiko und Abenteuer
  • Analyse der physiologischen und psychologischen Struktur des Kletterns
  • Praktische Umsetzung von Kletter- und Fallgelegenheiten in der Schule
  • Bedeutung von Bouldern, Kletterwänden und Hochseilgärten für die Wagnisschulung

Auszug aus dem Buch

3.4 Besondere Aspekte der Wagniserziehung im Klettern

Wenn man die besondere Bedeutung des Kletterns für die Wagniserziehung verstehen möchte, sollte man sich klarmachen, was das Klettern von anderen „Risikosportarten“ wie Rafting, Fallschirmspringen oder Tauchen unterscheidet.

3.4.1 Höhenangst

Eine Besonderheit des Kletterns im Gegensatz zu anderen Sportarten ist die Bewegung in der Vertikalen. Damit geht auch immer die Entfernung vom sicheren Boden einher. Klettern ist damit neben dem Turmspringen und mit Einschränkungen dem Turnen im Schulsport die einzige Bewegungsform, in der man Höhenangst und den Umgang mit ihr erleben kann. In keinem der Ratgeber für Klettern in der Schule fehlt ein Kapitel über Angst, es wird aber in den wenigsten Fällen über die „Angst vor der Höhe (oder besser: vor der Tiefe)“ (Klein 1999, S.48) gesprochen.

Spricht man über das Phänomen Höhenangst, werden meist zwei verschiedene Erfahrungen vermengt (vgl. Mayer 2007), nämlich das Gefühl des Höhenschwindels und die eigentliche Ängstlichkeit vor Höhen, der Akrophobie.

„Der so genannte Höhenschwindel ist ein Normalphänomen“ (Mayer 2007). Wenn man sich in großer Höhe befindet, tritt eine subjektive Instabilität der Körperhaltung auf. Das führt zu der Angst, hinunter zu fallen, was wiederum zu Schweißausbrüchen und anderen vegetativen Symptomen führt, wie unter Abbildung 5 dargestellt wird. Dieser Höhenschwindel hat eine nachvollziehbare biologische Grundlage. Es handelt sich um einen „Entfernungsschwindel“ (Magerl 2004). Dieser entsteht, wenn die Entfernung zwischen den Augen und dem nächsten festen Anhaltspunkt zu groß wird.

Im Regelfall wird die aufrechte Körperposition ständig durch das periphere Sehen mit der Horizontalen der Umwelt verglichen. Bei weit entfernten Flächen, wie eben dem Blick nach unten, ist das nicht mehr möglich, da die Horizontlinie fehlt. Ein Höhenschwindel kann aber auch auftreten, so paradox es klingen mag, wenn der Betrachter noch fest am Boden steht und weit nach oben, beispielsweise zu einer Turmspitze oder auf Wolken, schaut (vgl. Magerl 2004).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Wagniserziehung durch Klettern ein und umreißt die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2. Wagniserziehung im mehrperspektivischen Sportunterricht: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Konzepte des mehrperspektivischen Sportunterrichts, definiert Wagnis im pädagogischen und psychologischen Kontext und setzt es in Abgrenzung zu Angst und Risiko.

3. Klettern: Hier wird die Struktur des Kletterns analysiert, wobei besonders die psychologischen Herausforderungen wie Höhenangst und das Fallen als integrale Bestandteile eines Wagnisses betrachtet werden.

4. Schulpraktische Anwendungen: Dieser Abschnitt überträgt die theoretischen Erkenntnisse in die Praxis und bewertet verschiedene Settings wie Bouldern, Kletterwände und Hochseilgärten hinsichtlich ihrer Eignung für die Wagniserziehung.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Klettern eine ideale Methode darstellt, um Wagnis und Sicherheit im Schulsport zu verbinden, weist jedoch auf die praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung hin.

Schlüsselwörter

Wagniserziehung, Klettern, Sportunterricht, Mehrperspektivität, Angst, Risiko, Bouldern, Höhenangst, Fallen, Selbstkonzept, Leistungsfähigkeit, Pädagogik, Psychologie, Sicherheit, Handlungsfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Klettern als pädagogisches Mittel zur Wagniserziehung im Sportunterricht, um Schülern zu ermöglichen, sich mit ihren eigenen physischen und psychischen Grenzen auseinanderzusetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der mehrperspektivische Sportunterricht, die Definition und psychologische Grundlage von Wagnis, die Analyse von Angst und Stress sowie die didaktische Aufbereitung von Klettersituationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines theoretischen Gerüsts, das Lehrern eine sichere und sinnvolle methodische Umsetzung von Wagnissituationen im Klettersport ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Auswertung sportpädagogischer und sportpsychologischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe Wagnis und Angst sowie eine praktische Analyse verschiedener Kletterformen (Bouldern, Kletterwand, Hochseilgarten) unter dem Aspekt der Wagniserziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wagniserziehung, Sportunterricht, Mehrperspektivität, Angst, Bouldern, Klettern und Risikokompetenz sind die zentralen Schlagworte.

Warum ist das "Fallen" ein zentrales Thema beim Klettern?

Das Fallen wird als ein wesentlicher Bestandteil von Wagnissituationen identifiziert. Die kontrollierte Erfahrung des Fallens dient dazu, die Angst vor Verletzung oder Kontrollverlust abzubauen und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken.

Welche Rolle spielt das Bouldern in der schulischen Wagniserziehung?

Bouldern wird als besonders geeignet eingestuft, da es durch die geringe Höhe gefahrloses Experimentieren ermöglicht und ohne komplexe Sicherungstechnik direkt in den Schulalltag integriert werden kann.

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Details

Title
Klettern als Mittel der Wagniserziehung im mehrperspektivischen Sportunterricht
College
University of Potsdam  (Institut für Sportwissenschaft)
Grade
2,3
Author
Jasper Schaeffer (Author)
Publication Year
2007
Pages
79
Catalog Number
V87840
ISBN (eBook)
9783638023146
ISBN (Book)
9783638921077
Language
German
Tags
Klettern Mittel Wagniserziehung Sportunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasper Schaeffer (Author), 2007, Klettern als Mittel der Wagniserziehung im mehrperspektivischen Sportunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87840
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