Aus unserer heutigen Medienlandschaft sind Kino und TV nicht mehr weg zu denken. Täglich bringen Gameshows, Talkshows, Filme, Serien und andere Formate Menschen zum Lachen, Weinen, Nachdenken. Viele Produktionen kommen aus dem englischsprachigen Raum und werden für den deutschen Konsumenten synchronisiert und untertitelt.
Bevor in dieser Arbeit die Synchronisation und Untertitelung der dritten Staffel der Serie „Sex and the City“ näher beleuchtet werden, soll der Prozess in die Translationswissenschaft eingeordnet werden.
Salevsky (2002, S.5) geht zunächst vom Oberbegriff „Kommunikation“ aus und unterteilt in die „intrakulturelle/intralinguale“ und „interkulturelle/interlinguale“ Kommunikation, also Kommunikation innerhalb einer Kultur und einer Sprache bzw. zwischen mindestens zwei Kulturen und Sprachen.
Die „interkulturelle/interlinguale“ Kommunikation gliedert sich in die „nicht vermittelte“ und „vermittelte“ Kommunikation, d.h. die Kommunikationspartner können entweder direkt miteinander kommunizieren, oder sie benötigen Hilfe in Form eines Translators, der die Kommunikation unterstützt.
Ist letzteres der Fall, so handelt es sich um „Translation“. Diese gliedert sich in das „Übersetzen“ und das „Dolmetschen“. Beim Übersetzen ist der Ausgangstext fixiert, beim Dolmetschen nicht. Die Filmübertragung gliedert sich deshalb in das „Übersetzen“ ein. Zusätzlich gibt es noch andere Faktoren zur Abgrenzung, an dieser Stelle soll die Fixiertheit jedoch ausreichen. (vgl. Salevsky 2002, S.97).
Das „Übersetzen“ teilt sich auf der folgenden Stufe in „unomedial“ und „duomedial“ (multimedial) ein. Die Übertragung von Filmtexten ordnet sich unter „duomedial“ ein, da mehr als ein Medium involviert ist.
Kommunikation ist ein essentieller Bestandteil unseres Lebens. TV als Mittel der Kommunikation und insbesondere der Kulturtransfer mit dem TV begegnet uns täglich. Deshalb werde ich mit dieser Arbeit die Übertragung der Kulturspezifika genauer beleuchten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ziel- und Aufgabenstellung
3. Materialgrundlage
3.1. Handlung und Charaktere
3.1.1. Carrie Bradshaw
3.1.2. Samantha Jones
3.1.3. Charlotte York
3.1.4. Miranda Hobbes
4. Methodologisches Vorgehen
5. Möglichkeiten der Filmübertragung
5.1. Simultanverdolmetschung
5.2. Voice-over
5.3. Untertitelung
5.4. Synchronisation
6. Restriktionen bei Untertitelung und Synchronisation
6.1. Untertitelung
6.2. Synchronisation
6.2.1. Lippensynchronie
6.2.2. Silbensynchronie und Isochronie
6.2.3. Kinetische Synchronie
7. Kulturspezifische Probleme in der Übertragung
8. Analyse der Probleme und der angewandten Lösungsstrategie
8.1. Realien
8.1.1. Beispiel 1
8.1.2. Beispiel 2
8.2. Toponyme
8.2.1. Beispiel 1
8.2.2. Beispiel 2
8.3. Historische Ereignisse und Personen
8.3.1. Beispiel 1
8.3.2. Beispiel 2
9. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die kulturspezifischen Herausforderungen bei der Übersetzung der dritten Staffel der US-Serie „Sex and the City“ für den deutschen Markt, mit dem Ziel, die verwendeten Lösungsstrategien in Untertitelung und Synchronisation zu analysieren und zu bewerten.
- Einordnung der Filmübersetzung in die Translationswissenschaft
- Analyse der Restriktionen bei Synchronisation und Untertitelung
- Klassifizierung kulturspezifischer Probleme nach Nedergaard-Larsen
- Vergleichende Untersuchung von Lösungsstrategien am Beispiel der Serie
- Beurteilung der Auswirkungen auf den Humor und das Verständnis der Serie
Auszug aus dem Buch
8.2.1. Beispiel 1
In der Eröffnungsszene der dritten Staffel befinden sich Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda auf der Fähre von Manhattan nach Staten Island. Carrie ist als New Yorker Berühmtheit eingeladen worden, bei einem Schönheitswettbewerb als Jurorin mitzuwirken. Der Wettbewerb findet jedoch nicht im eigentlichem Zentrum New Yorks, sondern auf dem „forgotten borough“ Staten Island statt. Die vorgelagerte Insel ist der unbekannteste der fünf Stadtteile und nicht als „Partyhochburg“ verschrien. Wohingegen der Stadtteil Manhattan, an den die meisten Deutschen eigentlich denken, wenn sie New York hören, der bekannteste Stadtteil ist. Dort befinden sich die weltberühmten Wolkenkratzer, die teuersten Geschäfte und die bekanntesten Bars und Clubs. Zwischen den Inseln verkehrt täglich die Staten Island Ferry.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Verortung der Filmübertragung innerhalb der Translationswissenschaft unter Abgrenzung von Übersetzen und Dolmetschen.
2. Ziel- und Aufgabenstellung: Definition des Ziels, kulturspezifische Probleme der Serie zu identifizieren, zu kategorisieren und die Qualität der Lösungsstrategien zu bewerten.
3. Materialgrundlage: Vorstellung der Serie sowie kurze Charakterisierung der vier Hauptprotagonistinnen.
4. Methodologisches Vorgehen: Erläuterung der Auswahl der dritten Staffel sowie des Analysemodells nach Nedergaard-Larsen.
5. Möglichkeiten der Filmübertragung: Überblick über die gängigen Filmübertragungstechniken wie Simultanverdolmetschung, Voice-over, Untertitelung und Synchronisation.
6. Restriktionen bei Untertitelung und Synchronisation: Detaillierte Darstellung der quantitativen und qualitativen Einschränkungen für Übersetzer.
7. Kulturspezifische Probleme in der Übertragung: Theoretische Herleitung der Klassifizierung von kulturell bedingten Übersetzungsproblemen.
8. Analyse der Probleme und der angewandten Lösungsstrategie: Praktische Untersuchung von Realien, Toponymen sowie historischen Ereignissen und Personen anhand konkreter Serienbeispiele.
9. Zusammenfassung: Abschließende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Filmübersetzung, Synchronisation, Untertitelung, Kulturspezifika, Sex and the City, Translationswissenschaft, Nedergaard-Larsen, Lösungsstrategien, Lippensynchronie, Kulturtransfer, Toponyme, Realien, Medienübersetzung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit analysiert, wie kulturspezifische Elemente in der dritten Staffel der Serie „Sex and the City“ vom Englischen ins Deutsche übertragen wurden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den Übersetzungstechniken Synchronisation und Untertitelung sowie dem Umgang mit kulturellen Herausforderungen in der audiovisuellen Translation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Probleme bei der Übertragung von Kulturspezifika zu identifizieren und zu beurteilen, ob die gewählten Lösungsstrategien den Humor und Inhalt der Serie adäquat erhalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf das theoretische Modell von Nedergaard-Larsen zur Analyse und Kategorisierung kulturspezifischer Probleme.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zu Übertragungstechniken und deren Restriktionen sowie eine detaillierte Analyse von konkreten Dialogbeispielen aus der Serie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Filmübersetzung, Synchronisation, Untertitelung, Kulturspezifika, Kulturtransfer und Lösungsstrategien.
Warum wird die dritte Staffel von „Sex and the City“ als Materialgrundlage genutzt?
Die Wahl fiel auf die dritte Staffel, da die Charaktere gut entwickelt sind, eine Balance zwischen ernsten und spielerischen Inhalten herrscht und sie ein hohes Aufkommen an Kulturspezifika bietet.
Welche Rolle spielt die „Lippensynchronie“ bei der Analyse?
Die Lippensynchronie ist ein wesentliches Restriktionskriterium für die Synchronisation, das in der Analyse als Begründung für die Wahl oder den Misserfolg einer bestimmten Übersetzungsstrategie herangezogen wird.
- Quote paper
- Sandra Cochanski (Author), 2006, Übertragung der Kulturspezifika bei der Untertitelung und Synchronisation der 3. Staffel der US-amerikanischen TV-Serie „Sex and the City“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87863