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Der Begriff des Krieges in Thomas Hobbes "Leviathan" und Carl von Clausewitz "Vom Kriege"

Oder Kriegszustand bei Thomas Hobbes und Kriegshandlung bei Carl von Clausewitz

Title: Der Begriff des Krieges in Thomas Hobbes "Leviathan" und Carl von Clausewitz "Vom Kriege"

Seminar Paper , 2007 , 41 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Monika Skolud (Author)

Philosophy - Miscellaneous
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Ziel dieser Arbeit ist es, Parallelen und Differenzen des Kriegsbegriffs bei Thomas Hobes und Carl von Clausewitz aufzuzeigen. Zu fragen ist, inwieweit der Begriff des Kriges verglichen werden kann. Wie beschreiben die Autoren den Krieg zwischen souvränen Staaten und ebenso ist die Frage nach dem Zweck, dem Ziel und den Mitteln des Krieges zu stellen.
Ich beziehe mich zur Untersuchung des Begriffs des Krieges bei Thomas Hobbes hauptsächlich auf seine Schrift "Leviathan" von 1651. Sie entstand vor dem Hintergrund sowohl des englischen Bürgerkrieges als auch der konfessionellen Bürgerkriege auf dem Kontinent. Der Bürgerkrieg und dessen Eindämmung gilt als eine der wichtigsten Grundintentionen, aus denen heraus Hobbes' politische Theorie zu begreifen ist.

Hobbes erstellt im Leviathan eine politische Philosophie, an welche er aufgrund seiner Methodik einen neuartigen Wahrheitsanspruch stellt. Indem er das wissenschaftliche Leitbild der Geometrie und deren Universalismus auf seine Moralphilosophie überträgt und daraus seine Staatstheorie konstruiert, versucht er eine neue, wissenschaftliche Legitimation politischer Herrschaft zu begründen. Zur Untersuchung des Begriffs des Krieges bei Carl von Clausewitz beziehe ich mich maßgeblich auf seine Schrift "Vom Kriege" von 1832. Da Clausewitz das erste Buch als das einzige betrachtet hat, dass abgeschlossen ist, werde ich vorzugsweise darauf zurückkommen.

Um einen Vergleich zu ermöglichen ist es erforderlich die jeweilige Konzeption und methodische Stellung des Kriegsbegriffs in den Werken der beiden Verfasser zu erläutern. So wird im ersten Kapitel die Hobbes'sche Lehre vom Naturzustand sowie die daraus abgeleiteten Konsequenzen für das Gemeinwesen expliziert. Und im zweiten werden die Theorie und die Wirklichkeit des Krieges sowie die wunderliche Dreifaltigkeit bei Clausewitz erläutert, um daraus die für die Untersuchung relevanten Aspekte der jewei-ligen Theorie zu gewinnen. Diese werden im dritten Abschnitt gegenübergestellt. Zum einen die Perspektive der Selbsterhaltung bei Hobbes der handlungstheoretischen Perspektive bei Clausewitz, die absolute Souveränität bei Hobbes den politischen Gesamtinteressen bei Clausewitz und die Philosophie des Krieges bei Hobbes und Clausewitz. Im vierten Kapitel werden die Ergebnisse dieser Untersuchung zusammengefasst und ein Fazit sowie ein Ausblick formuliert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Thomas Hobbes

1.1 Lehre vom Naturzustand und den Naturgesetzen

1.2 Der absolute Souverän und der Krieg zwischen souveränen Staaten

1.3 Der Begriff des Krieges bei Thomas Hobbes

2. Carl von Clausewitz

2.1 Theorie und Wirklichkeit oder idealer und realer Krieg

2.2 Die wunderliche Dreifaltigkeit des Krieges

2.3 Der Begriff der Politik und der Krieg zwischen souveränen Staaten

3. Hobbes und Clausewitz

3.1 Selbsterhaltung und Handlungstheorie

3.2 Absolute Souveränität und politische Gesamtinteressen

3.3 Philosophie des Krieges bei Hobbes und Clausewitz – ein Vergleich

4. Schluss

4.1 Zusammenfassung

4.2 Fazit / Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Parallelen und Differenzen im Kriegsbegriff von Thomas Hobbes und Carl von Clausewitz systematisch zu untersuchen. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit beide Theoretiker den Krieg zwischen souveränen Staaten beschreiben und wie sie dabei Zweck, Ziel und Mittel des Krieges innerhalb ihrer jeweiligen philosophischen Konzepte – bei Hobbes als Kriegszustand im Naturzustand und bei Clausewitz als politisches Handlungsinstrument – verorten.

  • Anthropologische Grundlagen des Konflikts bei Hobbes
  • Die Funktion der absoluten Souveränität zur Friedenssicherung
  • Die Theorie der wechselseitigen Handlung und der Politik bei Clausewitz
  • Die Analyse der "wunderlichen Dreifaltigkeit" als Leitfaden für die Theorie des Krieges
  • Vergleich der Konzepte von Gewalt, Selbsterhaltung und politischem Interesse

Auszug aus dem Buch

2.2 Die wunderliche Dreifaltigkeit des Krieges

Der Krieg ist etwas Zusammengesetztes, die wunderliche Dreifaltigkeit beschreibt ihn als aus Gewalt, Zufall und politischem Zweck zusammengesetzt. Diese drei Elemente schreibt Clausewitz verschiedenen Menschengruppen bzw. Funktionen zu. Die Gewalt oder Feindschaft ist mehr dem Volke, die Wahrscheinlichkeit, der Zufall und der Mut mehr dem Feldherrn und seinem Heer und die Politik und die Intelligenz mehr der Regierung zugewendet. Die wunderliche Dreifaltigkeit formuliert die Aufgabe, „...dass sich die Theorie zwischen diesen drei Tendenzen wie zwischen drei Anziehungspunkten schwebend erhalte.“

Das Resultat für die Theorie des Krieges ist damit auch die Aufgabe ihn als Veränderliches und, als aus drei prinzipiell gleichberechtigten und zugleich konträren Tendenzen zusammengesetztes Phänomen im weiteren Verlauf der Untersuchung zu betrachten. Dadurch versucht Clausewitz eine Theorie zu entwickeln, die den Anforderungen der Wirklichkeit genügt.

Andreas Herberg-Rothe beschreibt den Zusammenhang zwischen der Dreifaltigkeit bei Clausewitz und der ‚göttlichen’ Dreifaltigkeit indem er ausführt, dass die Dreifaltigkeit die Vorstellung eines einzigen Wesens als eines dreifachen ist. Dabei ist Gott der Schöpfer, das erzeugende Prinzip und entspricht dem Vater. Der Erhalter ist das fortpflanzende Prinzip und entspricht dem Sohn, und die Regierung ist das leitende Prinzip und entspricht dem Geist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Thomas Hobbes: Dieses Kapitel erläutert die anthropologische Herleitung des Naturzustands und die daraus resultierende Notwendigkeit einer absoluten Souveränität als Garant für Sicherheit und Eigentum.

2. Carl von Clausewitz: Das Kapitel analysiert Clausewitz' Verständnis des Krieges als reale, politisch bedingte Handlung, wobei die "wunderliche Dreifaltigkeit" und das Verhältnis von Krieg und Politik im Fokus stehen.

3. Hobbes und Clausewitz: Hier werden die beiden Ansätze gegenübergestellt, wobei insbesondere die Unterschiede in der Handlungstheorie, dem Verständnis von Souveränität und dem politischen Zweck des Krieges herausgearbeitet werden.

4. Schluss: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bietet ein Fazit zur unterschiedlichen methodischen Einbettung des Kriegsbegriffs in das jeweilige gesellschaftstheoretische Gefüge.

Schlüsselwörter

Kriegsbegriff, Thomas Hobbes, Carl von Clausewitz, Naturzustand, absolute Souveränität, Selbsterhaltung, Politische Theorie, Kriegshandlung, wunderliche Dreifaltigkeit, Gewaltmonopol, Frieden, Handlungstheorie, Leviathan, Militär, Staatsphilosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit vergleicht die unterschiedlichen Kriegsbegriffe von Thomas Hobbes und Carl von Clausewitz, um Parallelen und Differenzen ihrer philosophischen Ansätze aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die anthropologischen Grundlagen des Krieges, die Rolle des Staates und der Souveränität sowie die Verknüpfung von kriegerischen Handlungen mit politischen Zwecken.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie Hobbes und Clausewitz den Krieg zwischen souveränen Staaten konzeptualisieren und welche Rolle Zweck, Ziel und Mittel dabei spielen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse der Primärtexte (Leviathan und Vom Kriege) unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur, um die unterschiedliche methodische Stellung des Kriegsbegriffs zu ergründen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert erst Hobbes' Lehre vom Naturzustand, dann Clausewitz' Theorie der realen Kriegshandlung und führt schließlich einen direkten Vergleich dieser Konzepte durch.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Naturzustand, Souveränität, Selbsterhaltung, Politische Gesamtinteressen und die wunderliche Dreifaltigkeit.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen "Gültigkeit" und "Wirksamkeit" bei Hobbes eine Rolle?

Die Autorin betont, dass Verträge bei Hobbes zwar gültig sein können, aber erst durch eine zwingende öffentliche Macht (Sanktionsmöglichkeit) in der Praxis wirksam und verbindlich werden.

Wie unterscheidet sich Clausewitz’ "wunderliche Dreifaltigkeit" von einem rein abstrakten Modell?

Die Dreifaltigkeit dient nicht als starres Modell, sondern als Leitfaden, um die unendliche Vielfalt realer Kriege durch das Zusammenspiel von Gewalt, Zufall und politischem Zweck erklärbar zu machen.

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Details

Title
Der Begriff des Krieges in Thomas Hobbes "Leviathan" und Carl von Clausewitz "Vom Kriege"
Subtitle
Oder Kriegszustand bei Thomas Hobbes und Kriegshandlung bei Carl von Clausewitz
College
Free University of Berlin  (Institut für Philosophie)
Course
Clausewitz, Vom Kriege
Grade
1,0
Author
Monika Skolud (Author)
Publication Year
2007
Pages
41
Catalog Number
V87960
ISBN (eBook)
9783638039598
Language
German
Tags
Begriff Krieges Thomas Hobbes Leviathan Carl Clausewitz Kriege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monika Skolud (Author), 2007, Der Begriff des Krieges in Thomas Hobbes "Leviathan" und Carl von Clausewitz "Vom Kriege", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87960
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