Die Darstellung der Artusgesellschaft in Wolfram von Eschenbachs "Parzival"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2005
33 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Die Darstellung der Gesellschaft bei Chrétien de Troyes

2. Das Verhältnis von Artusgesellschaft und Gralsgesellschaft

3. Die Darstellung der Artusgesellschaft im „Parzival“
3.1. Die Störung der Gesellschaft am Artushof
3.1.1. Ither
3.1.2. Der Truchsess Keie
3.1.3. Die Liebesusurpatoren
3.2. König Artus
3.3. Gawan, der ideale Ritter ?
3.3.1. Gawans Rittertum
3.3.2. Die Relativierung des Gawan-Ideals
3.4. Parzival
3.4.1. Parzivals Werdegang - Vom „tumben“ zum Artusritter
3.4.2. Parzival zwischen Artusgesellschaft und Gralsgesellschaft
3.4.3. Parzivals Artusrittertum
3.5. Funktionsprinzipien der Artusgesellschaft
3.5.1. Der Grundsatz des sicherheit nemen
3.5.2. Das Prinzip der Reintegration
3.6. Die Erlösung von Schastel Marveile

4. „agelstern varwe“ als Programm

1. Die Darstellung der Gesellschaft bei Chrétien de Troyes

In Wolframs wichtigster Vorlage, dem „Conte du Graal“ von Chrétien de Troyes, fällt ein bedeutendes Novum im Vergleich zu den vier von der Forschung als vorausgehend datierten Werken auf: Der Artushof ist nicht länger der einzige Mittelpunkt der Handlung, an dem sich alle zentralen Ereignisse abspielen.[1] Während beispielsweise im „Erec“ der Artushof den Beginn der Handlung, das Ende des ersten Kursus und das Ende des Werkes insgesamt markiert, hebt sich das „Conte du Graal“ schon allein durch den Beginn ab, der nicht wie traditionell im Artusroman am Pfingstfest bei Hofe einsetzt, sondern im Wald, beim Aufbruch Percevals zum Artushof. Auch im weiteren Verlauf spielt der Artushof eine vergleichsweise weniger zentrale Rolle als in den vorhergehenden Werken Chrétiens. Perceval kommt sogar zufällig und unbeabsichtigt zur Tafelrunde, was ihren Bedeutungsverlust im Handlungsverlauf andeutet. Außerdem spielen sich die wichtigsten Stationen der Handlung nicht mehr nur dort ab, sondern auch beim Einsiedleroheim, auf der Wunderburg, und nicht zuletzt auf der Gralburg. Dieser letzteren kann man aber, im Gegensatz zu Wolframs Darstellung im „Parzival“, noch nicht den Stellenwert eines zweiten Handlungsmittelpunktes zuschreiben.

2. Das Verhältnis von Artusgesellschaft und Gralsgesellschaft

Die unterschiedliche Akzentuierung der Bedeutung des Artushofes wird auch in den Bearbeitungen Chrétiens Stoffe deutlich, der des „Erec“ von Hartmann von Aue und der des „Parzival“ von Wolfram von Eschenbach. So übernimmt Wolfram die bei Chrétien noch nicht sehr weitgehende Verschiebung des Stellenwertes des Artushofes und den zweiten gesellschaftlichen Entwurf der Gralsburg und verstärkt diese Akzentuierung deutlich. Man kann einerseits annehmen, dass Wolfram beabsichtigte, die Idealität der Artusgesellschaft durch die breite Ausarbeitung der Gralsgesellschaft infrage zu stellen und zu relativieren, was soweit geht, dass die Gralsgesellschaft in der Forschung durchgehend als höherwertig eingestuft wird[2]. Pratelidis weist andererseits darauf hin, „daß dem Artushof bei aller Relativierung und Entidealisierung, die er in Wolframs Darstellung erfährt, eine außerordentliche funktionelle Bedeutung als Bezugspunkt und Zentrum des höfischen Lebens in der Ritterwelt des ‚Parzival’ zukommt. Obwohl dem Artushof mit Munsalvaesche ein zweites gesellschaftliches Zentrum zur Seite gestellt wird, büßt er nichts von seiner traditionellen Mittelpunktstellung ein…“[3]

Das Nebeneinander von Artusgesellschaft und Gralsgesellschaft ist nämlich nicht als „unüberwindbarer Antagonismus“[4] zu interpretieren, wie häufig in der früheren Wolfram-Forschung, sondern als Gegenüberstellung zweier „parallel (…) geordnet[er]“[5] Gesellschaftsmodelle, unter Hervorhebung ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Davon ausgehend wird die Suche nach einer Rangfolge der beiden Gesellschaftsmodelle müßig.[6] Sicherlich ist es richtig, dass die Artusgesellschaft nicht mehr denselben Idealitätsanspruch hat, wie im Artusroman Hartmanns[7], sondern in ihrer Idealität eingeschränkt wird. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass von einer „Entwertung der überlieferten Artuswelt“[8] auszugehen ist, sondern nur von einer Relativierung und Problematisierung, wie sie für Wolfram insgesamt charakteristisch ist[9].

Im Folgenden soll nun der Gesellschaftsentwurf des Artushofes charakterisiert werden, vor allem im Hinblick auf die Störungen der Gesellschaft, ihre wichtigsten Repräsentanten und ihre Funktionsprinzipien. Ich werde darstellen, inwiefern die Gesellschaft und ihre Vertreter ihren idealtypischen Status teilweise einbüßen und, davon ausgehend, ihren Stellenwert im ‚Parzival’ untersuchen.

3. Die Darstellung der Artusgesellschaft im „Parzival“

Der Artushof wird bei Wolfram als eine dynamische, nach außen hin relativ offene Gesellschaft dargestellt, deren Zusammensetzung in vielerlei Hinsicht als sehr heterogen bezeichnet werden kann. Die Anwesenden sind teils aus fernen Ländern, wie zum Beispiel die Königin Ekuba aus dem Orient, was die immense Anziehungskraft und die „herausragende Bedeutung des Artushofes als einer normgebenden Instanz“[10] herausstellt. Die Maßstäbe, die der Artushof setzt, scheinen bis in orientalische Länder hinein Beachtung zu finden.

Die Gesellschaft ist jedoch nicht nur von nationaler, sondern auch von moralischer Heterogenität geprägt, dahingehend dass „der Artushof ein Sammelbecken für Menschen unterschiedlicher ritterlicher Vergangenheit und moralischer Qualitäten ist“[11]. Das gesellschaftlich Normwidrige wird nicht ferngehalten, sondern existiert durchaus am Artushof, wodurch dieser im Vergleich mit Chrétiens Darstellung einerseits an Problematik[12], andererseits aber auch an Dynamik und Potential gewinnt. (Vgl. 2.5. „Funktionsprinzipien“)

Diese Dynamik des Artushofes, die in Chrétiens Vorlage in dieser Form fehlt, kommt auch in seiner Mobilität zum Ausdruck. Der Artushof ist nicht wie die Gralsgesellschaft an eine bestimmte Örtlichkeit gebunden, sondern hat mehrere Standorte zur Verfügung. Die Artusgesellschaft „konstituiert sich als Personenverband vielmehr durch das jeweilige Zusammentreten von Artus, seiner Gefolgschaft und den zahlreichen am Hof weilenden Gästen.“[13]

Trotz der erwähnten Heterogenität muss erwähnt werden, dass die nicht-adelige Gesellschaft wie selbstverständlich von der Teilnahme am höfischen Leben ausgeschlossen bleibt, die Gesellschaft ist als elitär zu bezeichnen.[14] Allerdings kann man im Ritual der Tafelrunde, deren Mitglieder zwar die Elite dieser ohnehin schon relativ exklusiven Gesellschaft sind, eine gewisse Abflachung der hierarchischen Strukturen feststellen. Denn beim Abhalten dieses Zeremoniells sitzen Artus und Ginover ohne besondere Kennzeichnung ihrer Stellung mit den Rittern und Gästen im Kreis und nicht, wie Anfortas in der Gralsgesellschaft in erhobener Stellung über den anderen: „diu gesitz wârn al gelîche hêr.“ (309, 25) Durch die runde Tischform wird ein Anspruch der Gleichstellung aller Anwesenden demonstriert, die des Königs eingeschlossen[15]. Sie ist allerdings auf bloß symbolischer Ebene anzusiedeln.[16]

Ein weiterer Faktor, der die Offenheit der Artusgesellschaft illustriert, ist, dass zumindest ein Teil der Frauen des Artushofes auch beim Abhalten der Tafelrunde zugelassen sind: „manc frouwe bî ir âmîs saz“ (310,7). Die Frauen spielen am Artushof also eine Rolle, die im Gegensatz zu ihrer Rolle in der Gralsgesellschaft über bloße Dekoration hinausgeht, auch außerhalb der Tafelrunde. Von Gleichberechtigung kann man indessen natürlich nicht sprechen. Interessant scheint in diesem Zusammenhang vor allem die Rolle der Königin Ginover, die durchaus Einfluss auf ihren Mann ausüben zu können scheint.[17]

3.1. Die Störung der Gesellschaft am Artushof

3.1.1. Ither

Joachim Bumke schreibt über den Artushof, er stehe für „eine zutiefst gestörte Gesellschaft, die der Erneuerung und Wiederherstellung bedarf“[18] . In der Tat fällt bei der Darstellung der Geschehnisse am Artushof sofort die anfangs sehr negative Zeichnung auf. Mehrere Faktoren sind zu nennen, die der traditionell idealtypischen Darstellung des Artushofes komplett widersprechen: Der Herrschaftsanspruch von König Artus wird von seinem Cousin Ither infrage gestellt, was zweifellos eine gefährliche Destabilisierung der Machtverhältnisse zur Folge haben müsste, würde hier nicht Parzival auf den Plan treten und Ither töten.

Artus erscheint ganz im Gegensatz zur traditionellen Darstellung schwach und gleichsam handlungsunfähig[19], nicht nur, was die Verteidigung seiner Machtlegitimation angeht, auch im Bezug auf die groben gesellschaftlichen Regelverletzungen Ithers, der die Königin mit Wein überschüttet und einen goldenen Becher als Symbol seiner Herrschaftsansprüche von der Tafel entwendet.

Die Ritter der Tafelrunde scheinen ebenfalls wie gelähmt und nicht bereit oder nicht in der Lage, in diese eigentlich nicht tolerierbaren Geschehnisse einzugreifen. Ither selbst scheint erstaunt über das Ausbleiben einer Reaktion auf seine Provokationen, von Rittern und König gleichermaßen und warnt sie vor dem Ehrverlust, der ihnen entstünde, wenn sie den Kampf mit ihm scheuen sollten:

„…aldâ die werden sâzen,

die rehter wer vergâzen.

Ez sîn künge od fürsten,

wes lânt se ir wirt erdürsten?

Wan holent sim hie sîn goltvaz?

Ir sneller prîs wirt anders laz.“ (147, 3-8)

Sucht man nach dem Grund für diese Handlungsunfähigkeit, lassen sich zwei mögliche Deutungsansätze ausmachen. Zunächst kann die Tatenlosigkeit der Artusritter vielleicht auf die Abwesenheit Gawans zurückgeführt werden. Denn mit Gawans Auftritt im VI. Buch erscheint die gesamte Ritterschaft der Tafelrunde wieder in vorteilhafterem Licht und die Ritter sind ganz offensichtlich wieder kampfesbereit. Doch kann man denn annehmen, dass der ritterliche Kampfesgeist am Artushof mit der Person des Gawan, der zweifellos eine wichtige Rolle dort spielt, steht und fällt? Der totale Umschwung im Verhalten der Artusritter in der zweiten Artusszene, als auch Gawan vor Ort ist, lässt meiner Meinung nach diese Interpretation durchaus zu.[20]

Andererseits könnte es auch durch die Person Ithers als Gegner im Kampf begründet sein, dass die Ritter des Artushofes nicht gegen ihn antreten wollen, ist es doch eine denkbar undankbare Aufgabe, gegen einen der ruhmreichsten Ritter der Tafelrunde anzutreten und im Falle eines Sieges den Hof dadurch mit tiefer Trauer zu beladen.

Das Ither-Problem kann eigentlich nur sehr schwer auf positive Art und Weise gelöst werden: Einerseits ist er ein Feind des Königs und eine akute Bedrohung seiner Macht und muss somit ausgeschaltet werden. Andererseits legt Ginover Ithers unehrenhaften Tod ebenfalls als ein Unglück aus, durch das „Artûss werdekeit enzwei sol brechen“. (160, 4-5) Die Tötung Ithers bringt für Parzival im weiteren Verlauf der Handlung weitreichende negative Konsequenzen mit sich, für die Artusgesellschaft ist die Tötung durch den tumben Parzival im Grunde allerdings eine sehr günstige Lösung[21], denn so schmerzlich dieser unehrenhafte Tod für die Gesellschaft sein muss, Ither musste ausgeschaltet werden und besser durch einen Unbekannten als durch einen Artusritter, denn letzteres könnte ja unter Umständen einen Krieg heraufbeschwören oder sonstige unangenehme Konsequenzen haben.

Parzival wird so regelrecht instrumentalisiert, wenngleich im Grunde niemand davon ausgehen kann, dass er als Sieger aus dem Kampf hervorgeht. (Vgl. auch 3.4.1. „Parzivals Werdegang“) Die Initiative für diese Instrumentalisierung liegt bei Keie, dennoch lässt Artus sie trotz gewisser Bedenken (Vgl. 150, 23-25) zu, was wiederum seine „tiefe Unsicherheit und innere Zerrissenheit“[22] in dieser Szene dokumentiert.

3.1.2. Der Truchsess Keie

Ein zweiter Störfaktor tritt in der Figur des Truchsess Keie auf den Plan. Er wird allerdings zu einem späteren Zeitpunkt von Wolfram grundlegend umgedeutet und wäre im Sinne dieser späteren Darstellung nicht mehr als Störer der Gesellschaft, sondern im Gegenteil als einer ihrer positiven Funktionsmechanismen zu bewerten. Andererseits ist die Zuordnung Keies an dieser Stelle durchaus auch unter Berücksichtigung dieses Aspektes gerechtfertigt, wenn man sich die negativen Konsequenzen seiner Handlungen bewusst macht, die zwar eigentlich der Erhaltung der Artusgesellschaft dienen sollen, oft aber im Widerspruch zu ihr zu stehen scheinen.

In seiner anfänglichen Darstellung gleicht Wolframs Keie klar Chrétiens Keu. Die Negativität der Figur scheint offenkundig. So verstößt Keie gegen gesellschaftliche Konventionen, indem er die Hofdame Cunneware und gleich darauf Anator, den tauben Narren, in der Öffentlichkeit schlägt und demütigt und von keinem der anwesenden Ritter dafür zur Rechenschaft gezogen wird. Parzival ist neben dem Erzähler der einzige, der sich über Keies Verhalten empört[23], ist aber nicht in der Lage, es zu rächen, was ihn im Folgenden stets belastet als eine große Unterlassensschuld. Er versucht mit großer Ausdauer, sein Nichteingreifen wieder gut zu machen, indem er bis zu Cunnewares Heirat besiegte Gegner in ihren Dienst stellt. (Vgl. 3.5.2. „Das Prinzip der Reintegration“)

Keie benimmt sich hier eher wie ein unehrenhafter Rohling als wie ein Truchsess, allerdings versteht er sein Handeln als Maßnahme zur Aufrechterhaltung der Ordnung: So glaubt er den Verlust von Cunnewares Ehre zu verhindern, indem er sie schlägt (Vgl. Keies Äußerung in 152, 1-6). Sein Handeln ist zweifellos ungerechtfertig und deutet entweder auf Machtmissbrauch hin, oder auf eine gewisse Fehlinterpretation höfischen Verhaltensregeln.

In der zweiten Artusszene erfährt Keie dann eine grundlegende Umdeutung durch Wolframs Erzählerkommentar. Die Verse 296, 13 bis 297, 29 sind eine regelrechte Lobrede auf Keie, in denen er unter anderem „getriwe und ellenthaft“ (296, 22) genannt wird. Wolfram erklärt, Keie „tet vil rûhes willen schîn ze scherme dem hêrren sîn“ (297, 7-8) und wäre durch seinen Scharfblick beim Erkennen von gesellschaftlich schädlichen Individuen und sein strenges Durchgreifen am Artushof dem König oft nützlich gewesen. Keie ist also die Instanz, die die unangenehme Pflicht von Artus fernhält, bei Hofe hart durchzugreifen und gegen Einzelne vorzugehen, was sonst zwangsläufig seinen Ruf als großer, und nicht zuletzt milter König schädigen müsste. Keie scheint also durchaus seine „ Funktion als Korrektiv der arturischen Hofgesellschaft“[24], d.h. negative Einflüsse von der Artusgesellschaft fernzuhalten, zu erfüllen und außerdem einen Beitrag zur Aufrechterhaltung des höfischen Wertesystems zu leisten, allerdings unterlaufen ihm auch Irrtümer: Der Vergewaltiger Urjans wird von ihm nicht rechtzeitig beseitigt, auf der anderen Seite verkennt er Parzivals Potential grundlegend.

Die grundlegende Umdeutung der Figur Keies in diesem Abschnitt entspricht Wolframs Anspruch einer ambivalenten Darstellung seiner Figuren. „Das traditionelle Anti-Bild“[25] Keies erfährt auf einmal eine positive Umdeutung. Die Feinde, die er sich durch seine Rolle am Artushof gemacht hat, „verkêreten Keien prîs.“ (297, 13). Seine negative Darstellung in der dem Publikum wohl teilweise bekannten Artusthematik wird erklärt durch die undankbare Rolle, die er bei Hofe zu spielen hat. Dieses für die Zuhörer, respektive Leser Wolframs sehr überraschende Umschwingen in der Interpretation der Keie-Figur soll ihnen vor Augen führen, dass Keie nicht so sehr der uneingeschränkt böse Raufbold sein muss, wie bisher im Artusroman gezeichnet.

Wie im Folgenden im Kontrast zu Gawan und Parzival deutlich werden wird, ist Keie gewissermaßen ein Typus des Artusritters, nämlich der aggressiv-männliche, der sich allerdings auch durch seine uneingeschränkte Loyalität zu seinem Herrscher und auch zu Gawan auszeichnet. Dass er jedoch auch für ein überkommenes Ritter-Modell steht, wird vor allem in seiner Gegenüberstellung mit Gawan deutlich. Seine aggressive, absolute Kampfesmentalität bringt ihn schließlich zu Fall, wo Gawan richtig handelt.[26] (Vgl. 3.3.1. „Gawans Rittertum“)

[...]


[1] Im Folgenden beziehe ich mich auf Inhalte einer Vorlesung von Prof. Dr. Hennig Krauß (Französische Literaturwissenschaft an der Universität Augsburg) im Sommersemester 2005: „Französische Literatur des Mittelalters“ und auf Köhler, Erich: Ideal und Wirklichkeit, Tübingen: Niemayer, 2002, S. 257 ff. Bumke ist anderer Meinung: Über die Gesellschaft im „Conte du Graal“ schreibt er :„Der Artushof ist der gesellschaftliche Bezugspunkt der Doppelhandlung.“ Bumke, Wolfram: Wolfram von Eschenbach, Stuttgart, Weimar: J.B. Metzler, 82004, S. 181

[2] Vgl. Pratelidis, Konstantin: Tafelrunde und Gral: die Artuswelt und ihr Verhältnis zur Gralswelt im „Parzival“ Wolframs von Eschenbach, Würzburg: Könighausen und Neumann, 1994, S. 23-44

[3] Pratelidis, S. 90

[4] Pratelidis, S. 34

[5] Bumke, 2004, S. 182, Bumke spricht allerdings an anderer Stelle davon, dass „die Gralsgesellschaft auf einer höheren Stufe steht.“ Geschichte der deutschen Literatur im hohen Mittelalter, München: dtv, 1990, S. 171

[6] Vgl auch Bumke, 2004, S. 184

[7] Vgl. Schröder, Joachim: schildes amet umben grâl – Untersuchungen zur Figurenkonzeption, zur Schuldproblematik und zur politischen Intention in Wolfram von Eschenbachs Parzival, Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2004, S. 238

und auch Roßkopf, Rudolf: Der Traum Herzeloydes und der rote Ritter – Erwägungen über die Bedeutung des staufisch-welfischen Thronstreites für Wolframs „Parzival“, Göppingen: Verlag Alfred Kümmerle, 1972, S. 294

[8] Roßkopf, S. 332

[9] Vgl. auch Pratelidis, S. 161

[10] Pratelidis, S. 82

[11] Pratelidis, S. 80

[12] Vgl. z.B. Roßkopf, S. 293 oder S. 324 f., der den Artushof insgesamt als negativ darstellt

[13] Pratelidis, S. 78

[14] Vgl. Pratelidis, S. 85ff.

[15] Vgl. dazu Garnerus, Gisela: Parzivals zweite Begegnung mit dem Artushof – Kommentar zu Buch VI/1 von Wolframs ‚Parzival’, Herne: Verlag für Wissenschaft und Kunst, 1999, S. 240 zur Gegenwart von Artus im Kreis der Tafelrunde.

[16] Vgl. Pratelidis, S. 107

[17] Vgl. Pratelidis, S. 72 ff.

[18] Bumke, Joachim, 1990, S. 170

[19] Delabar, Walter: ‚Erkantiu sippe unt hoch geselleschaft’ – Studien zur Funktion des Verwandtschafts-verbandes in Wolframs von Eschenbach `Parzival’, Göppingen: Kümmerle Verlag, 1990: S. 188

[20] Weniger deutlich auch bei Bumke, 1990, S. 170: „Jetzt tritt Gawan hervor, und jetzt funktioniert auch die Tafelrunde.“

[21] Vgl. dazu auch Pratelidis, S. 205

[22] Pratelidis, S. 203

[23] Vgl. dazu Bumke, 2004, S. 59

[24] Pratelidis, S. 81

[25] Curschmann, Michael: Das Abenteuer des Erzählens. Über den Erzähler in Wolframs Parzival', Deutsche Vierteljahrsschrift 45 (1971), S. 645

[26] Vgl. dazu: Emmerling, Sonja: Geschlechterbeziehungen in den Gawan-Büchern des „Parzival“ – Wolframs Arbeit an einem literarischen Modell, Tübingen: Max Niemayer Verlag, 2003, S. 72f.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Die Darstellung der Artusgesellschaft in Wolfram von Eschenbachs "Parzival"
Hochschule
Universität Augsburg  (Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters)
Veranstaltung
Wolfram von Eschenbachs „Parzival“
Note
1,3
Autor
Jahr
2005
Seiten
33
Katalognummer
V88015
ISBN (eBook)
9783638023405
Dateigröße
541 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Zitierung über Fußnoten, daher kein Literaturverzeichnis.
Schlagworte
Darstellung, Artusgesellschaft, Wolfram, Eschenbachs, Parzival
Arbeit zitieren
Christine Reff (Autor), 2005, Die Darstellung der Artusgesellschaft in Wolfram von Eschenbachs "Parzival", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88015

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