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Arthur Schopenhauers "Über den Wahnsinn" in seinem Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung"

Title: Arthur Schopenhauers "Über den Wahnsinn" in seinem Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung"

Term Paper , 2007 , 15 Pages , Grade: 2

Autor:in: Anja Thonig (Author)

Philosophy - Philosophy of the 19th Century
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Arthur Schopenhauer kann, nachdem seine Werke lange Zeit völlig unbeachtet geblieben waren, nicht als Repräsentant einer bestimmten gesellschaftlichen Front betrachtet werden. So muss sich zunächst, wenn seine Philosophie verstanden werden will, mit Schopenhauers Persönlichkeit beschäftigt werden und das nicht nur mit seinem äußeren Lebensweg, sondern vor allem mit seinem Charakter. Denn hier gilt Fichtes Wort, dass die Philosophie, die man betrachtet, davon abhängig ist, was für ein Mensch man ist.
Anschließend wird ausgehend von einigen grundlegenden Erläuterungen zu den wichtigsten Begrifflichkeiten Schopenhauers aus seinem Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ auf die Abhandlung des zweiten Buches „Über den Wahnsinn“ eingegangen, seine Sichtweise näher ausgeführt und Zusammenhänge hergestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Persönlichkeit Schopenhauer

3. Grundlegende Begrifflichkeiten

3. 1. Die Welt als Wille

3.2. Objektität und Objektivation des Willens

3.3. Die Idee

3.4. Die Erkenntnis/ Das Erkennen

4. „Über den Wahnsinn“

5. Das Genie

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Einordnung und Deutung des Wahnsinns im Hauptwerk Arthur Schopenhauers „Die Welt als Wille und Vorstellung“ und setzt diesen in Bezug zu seiner allgemeinen Erkenntnistheorie sowie seinem Geniebegriff.

  • Biografische Prägung der Schopenhauerschen Philosophie
  • Grundlegende Begrifflichkeiten wie Wille, Vorstellung und Idee
  • Die psychologische und erkenntnistheoretische Dimension des Wahnsinns
  • Vergleich und Abgrenzung zwischen Wahnsinn und genialem Geist

Auszug aus dem Buch

4. „Über den Wahnsinn“

Am Ende des 18. Jahrhunderts war es für gebildete Personen, wie zum Beispiel für Ärzte, Theologen oder Pädagogen, nahezu obligatorisch eine Irrenanstalt zu besuchen. Da Schopenhauer neben Philosophie noch der Naturwissenschaft verschrieben war, lag ein solcher Besuch auch in seinem wissenschaftlichen Interessenfeld. So suchte er in regelmäßigen Abständen die Irrenabteilung der Charite´ Berlin auf. Dieses offenkundige Interesse an den Geisteskrankheiten hat sich in seinen Schriften mehrfach niedergeschlagen. Es wird des Öfteren die Vermutung angestellt, dass Schopenhauer auch ein subjektives Interesse an dem Themenfeld des Wahnsinns hatte, da wohl einige Fälle von Geisteskrankheit bei seinen Vorfahren bekannt gewesen sein sollen.

In „Die Welt als Wille und Vorstellung“, dem Hauptwerk Schopenhauers kommt er auch auf den Begriff des Wahnsinns zu sprechen. Im zweiten Buch dieses Werks widmet er sich in dem Kapitel 32 ganz allein der Wahnthematik. Er betont jedoch zu anfangs, dass ein eindeutiger Begriff dessen, was den Wahnsinn von der Gesundheit unterscheidet, noch nicht gefunden sei. Schopenhauer spricht den Wahnsinnigen weder Vernunft noch Verstand ab. Die Problematik stellt sich an diesem Punkt in Bezug auf den Blick auf die Vergangenheit und Gegenwart und somit auf das Gedächtnis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Schopenhauers Persönlichkeit für das Verständnis seiner Philosophie dar und skizziert den Aufbau der Arbeit.

2. Die Persönlichkeit Schopenhauer: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Lebensweg und den Charakter Arthur Schopenhauers sowie den Einfluss biographischer Aspekte auf sein pessimistisches Weltbild.

3. Grundlegende Begrifflichkeiten: Hier werden zentrale Konzepte wie der Wille, die Objektität, die Idee sowie die Erkenntnistheorie erläutert, die als Voraussetzung für das Verständnis des Wahnsinn-Kapitels dienen.

3. 1. Die Welt als Wille: Dieses Kapitel erläutert den Kernbegriff des Willens als blindes, zielloses Streben und metaphysisches Ur-Prinzip.

3.2. Objektität und Objektivation des Willens: Hier wird erklärt, wie der Wille in der Welt als Vorstellung erscheint und was der Begriff der Objektivation bedeutet.

3.3. Die Idee: Dieses Kapitel definiert die Idee als Stufe der Objektivation des Willens und grenzt sie vom einzelnen Ding sowie dem Ding an sich ab.

3.4. Die Erkenntnis/ Das Erkennen: Dieser Abschnitt behandelt die Funktion des Intellekts als Erkenntnisorgan und beschreibt das Verhältnis zwischen Wille und Erkenntnisvermögen.

4. „Über den Wahnsinn“: Dieses Kapitel analysiert Schopenhauers Definition des Wahnsinns als Zerrüttung des Gedächtnisses und als eine Art Schutz- bzw. Überlebensstrategie des Willens gegen schmerzliche Erfahrungen.

5. Das Genie: Dieses Kapitel erörtert die Rolle des Genies in der Philosophie Schopenhauers und zieht eine Parallele zwischen der genialen Kontemplation und der Entrückung des Wahnsinnigen.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Schopenhauer den Wahnsinn als empirisch begründete Leidensbewältigung versteht, die jedoch nur einen kleinen Teil seines Gesamtsystems einnimmt.

Schlüsselwörter

Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, Wahnsinn, Wille, Erkenntnistheorie, Gedächtnis, Genie, Melancholie, Narrheit, Repräsentation, Philosophie, Geisteskrankheit, Subjekt, Objekt, Pessimismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung des Wahnsinn-Begriffs bei Arthur Schopenhauer, basierend auf seinem Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Persönlichkeit Schopenhauers, seine Metaphysik des Willens, die Erkenntnistheorie, die spezifische Behandlung des Wahnsinns und die Charakterisierung des Genies.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die philosophische Einordnung des Wahnsinns in Schopenhauers System nachzuvollziehen und den Zusammenhang zwischen Leiden, Gedächtnisverlust und Wahn aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine textanalytische Arbeit, die Schopenhauers primäre Schriften mit Hilfe von Sekundärliteratur systematisch erschließt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung philosophischer Grundbegriffe, eine detaillierte Analyse der Abhandlung „Über den Wahnsinn“ sowie eine Untersuchung des Geniebegriffs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Wille, Vorstellung, Wahnsinn, Gedächtnis, Idee, Genie und Erkenntnistheorie.

Wie definiert Schopenhauer den Wahnsinn laut dem Dokument?

Schopenhauer charakterisiert den Wahnsinn primär durch eine „Zerrüttung des Gedächtnisses“ und als eine Flucht des Geistes vor unerträglichem Schmerz durch das Ausfüllen von Lücken mit Fiktionen.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Genie und dem Wahnsinnigen?

Ja, laut Schopenhauer und unter Bezugnahme auf Cicero liegen beide nah beieinander, da sowohl der Genius als auch der Wahnsinnige die Relationen der Dinge außer Acht lassen und die Wirklichkeit verlassen.

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Details

Title
Arthur Schopenhauers "Über den Wahnsinn" in seinem Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung"
College
University of Leipzig
Grade
2
Author
Anja Thonig (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V88127
ISBN (eBook)
9783638017190
ISBN (Book)
9783638925952
Language
German
Tags
Arthur Schopenhauers Wahnsinn Hauptwerk Welt Wille Vorstellung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Thonig (Author), 2007, Arthur Schopenhauers "Über den Wahnsinn" in seinem Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88127
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