Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob es zur jetzigen Zeit für einen Lieferdienst wirtschaftlich rentabel ist, seine an der Nutzungsdauer angekommenen Lieferfahrzeuge, gegen neue elektrisch angetriebene oder konventionelle Fahrzeuge auszutauschen. Des Weiteren werden allgemeine mögliche Risiken und Potentiale der Elektromobilität aufgezeigt.
Das zweite Kapitel beleuchtet den technischen Hintergrund der Elektromobilität, zeigt einen kleinen Überblick der verschiedenen Motoren und Antriebe und erklärt spezielle Begriffe rund um das Thema Elektromobilität. Im dritten Kapitel werden mögliche, allgemeine Risiken und Potentiale der Elektromobilität beschrieben. Das vierte Kapitel beschreibt die Methoden/Analysen, die angewendet wurden, um die Wirtschaftlichkeit der Investitionsobjekte zu ermitteln und um sie vergleichbar zu machen. Um die Analysen durchführen zu können, mussten vorab monetäre und nicht-monetäre Randbedingungen festgelegt werden. Randbedingungen wie Fahrzeugauswahl, kalkulatorische Zinsen, Abschreibungen usw., werden im fünften Kapitel dargestellt. Anschließend werden im sechsten Kapitel die Ergebnisse der Analysen erläutert und ein Vergleich von Finanzierungsalternativen beschrieben. Abschließend werden im letzten Kapitel die Ergebnisse analysiert und eine zusammenfassende Bewertung über die Wirtschaftlichkeit von E-Cars gegeben.
Um die Ziele des Klima-Abkommen einzuhalten richtet der Gesetzgeber u.a. besonderes Augenmerk auf den CO2-Ausstoß der Kraftfahrzeuge. Es werden Grenzwerte festgelegt, die sich in naher Zukunft wahrscheinlich noch kontinuierlich verschärfen werden. Dies wird vor allem Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb (Diesel- o. Ottomotoren) betreffen. Städte (Stadtwerke für Linienverkehr), Lieferdienste, Spediteure, Taxi- und Busunternehmen müssen sich auf zukünftige Entwicklungen, wie z.B. Fahrverbote, einstellen. Ein wichtiger Eckpfeiler gegen steigende CO2-Werte könnte die Elektromobilität sein.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hintergrund
1.2 Ziel der Arbeit / Fragestellung
1.3 Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise
2 Technischer Hintergrund
3 Potentiale und Risiken Elektromobilität
4 Methodik / Analyse
4.1 Statische Methode
4.2 Dynamische Methode
4.3 Nicht-Monetäre-Analyse
5 Festlegung der Randbedingungen
6 Wirtschaftliche Analyse
6.1 Monetäre Analyse
6.2 Nicht-Monetäre-Analyse / Nutzweranalyse
6.3 Vergleich von Finanzierungsalternativen
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es zu analysieren, ob es für einen Lieferdienst unter aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rentabel ist, ausgediente Lieferfahrzeuge durch neue, elektrisch betriebene Modelle oder konventionelle Alternativen zu ersetzen. Die Arbeit beleuchtet hierzu die technischen Hintergründe, die wirtschaftliche Vergleichbarkeit mittels verschiedener Investitionsrechnungsverfahren sowie qualitative Entscheidungskriterien.
- Technischer Hintergrund der Elektromobilität
- Kostenvergleichsrechnung zwischen E-Cars und Verbrennern
- Dynamische Investitionsrechnung mittels Kapitalwertmethode
- Qualitative Nutzwertanalyse für Lieferdienste
- Vergleich von Finanzierungsoptionen wie Leasing und Kredit
Auszug aus dem Buch
Vor- und Nachteile des Elektroantriebs
Die wesentlichen Vorteile (vgl. Karle (2) 2017: S. 23-26) von Elektroautos gegenüber konventionellen Fahrzeugen sind:
Energieeffizient - Wirkungsgrade von mehr als 90%; Verbrennungsmotoren kommen auf nur maximal 40%
Emissionsfrei - gilt nur bei örtlicher Betrachtung. Grundsätzlich muss aber bei der Schadstoffbelastung die Stromerzeugung für die Fahrzeuge in Beurteilung mit einbezogen werden.
Hohes Drehmoment ab den ersten Umdrehungen - herkömmliches Schaltgetriebe und Kupplung ist überflüssig.
Sind leise - niedrige Fahrgeräusche auch bei hohen Drehzahlen
Einfacher Aufbau / weniger Wartung - durch kompaktere Bauweise und Wegfall von Verschleißteilen wie Kupplung, Kraftstoffpumpe, Öl, Katalysator, Auspuffsystem, Anlasser und Lichtmaschine
Umweltfreundlich – sind CO2 -neutral wenn regenerativ erzeugter Strom zum „Tanken“ genutzt wird.
Aufladeort - ist an jeder Haushaltssteckdose möglich
Wesentliche Nachteile (vgl. Karle (2) 2017: S. 23-26) von Elektroautos gegenüber konventionellen Fahrzeugen sind:
Hoher Anschaffungspreis - Hauptkostenfaktor sind die teuren Li-Ionen-Akkus.
Reichweite und Ladedauer – Reichweiten von nur 150 - 200 km. Diese Reichweiten verringern sich jedoch, z.B. durch Nutzung einer Klimaanlage oder bei extremer Kälte. Elektrofahrzeuge müssen dadurch häufiger getankt werden als Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt den Hintergrund der Energiewende und stellt die Fragestellung zur wirtschaftlichen Rentabilität von Elektrofahrzeugen im Lieferdienst auf.
2 Technischer Hintergrund: Erläutert technische Grundlagen wie Fahrzeugtypen, Motorenarten, Akkumulatorentechnologie sowie Ladeinfrastruktur.
3 Potentiale und Risiken Elektromobilität: Analysiert die Vor- und Nachteile sowie die zukünftigen Herausforderungen der Elektromobilität aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht.
4 Methodik / Analyse: Stellt die verwendeten statischen und dynamischen Investitionsrechnungsverfahren sowie die Methodik der qualitativen Nutzwertanalyse vor.
5 Festlegung der Randbedingungen: Definiert die Parameter für den Vergleich, darunter Fahrzeugauswahl, jährliche Laufleistung und Kostenkomponenten.
6 Wirtschaftliche Analyse: Führt die konkrete monetäre und qualitative Auswertung der Fahrzeugmodelle durch und vergleicht Finanzierungswege.
7 Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die aktuelle Marktsituation sowie die Zukunftsaussichten für E-Cars im Liefersektor.
Schlüsselwörter
Elektromobilität, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Lieferdienst, Kostenvergleichsrechnung, Kapitalwertmethode, Nutzwertanalyse, E-Cars, Verbrennungsmotor, Investitionsrechnung, Batterietechnik, Finanzierung, Leasing, Nachhaltigkeit, Klimabilanz, Fahrzeugflotte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Rentabilität eines Wechsels auf Elektrofahrzeuge im Vergleich zu konventionellen Dieselfahrzeugen aus der Perspektive eines Lieferdienstunternehmens.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die technische Funktionsweise von E-Antrieben, deren Kostenstruktur im Vergleich zu Verbrennern sowie die Bewertung von Investitionsentscheidungen unter Berücksichtigung von Risiken und Potenzialen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, eine fundierte Antwort auf die Frage zu geben, ob der Austausch alter Lieferfahrzeuge gegen E-Cars zum aktuellen Zeitpunkt wirtschaftlich vorteilhaft ist.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt die statische Kostenvergleichsrechnung, die dynamische Kapitalwertmethode sowie eine qualitative Nutzwertanalyse zur Bewertung der Fahrzeuge.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den technischen Grundlagen und den Randbedingungen der Analyse die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsrechnungen detailliert erläutert und Finanzierungsalternativen gegenübergestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Elektromobilität, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Kostenvergleichsrechnung, Nutzwertanalyse und Lieferdienst charakterisieren.
Warum schneidet der Renault Twizzy in der Nutzwertanalyse so gut ab?
Obwohl er die geringste Reichweite hat, erzielt der Twizzy aufgrund seiner kompakten Fahrzeuggröße und der kurzen Ladedauer – Faktoren, die für den innerstädtischen Lieferverkehr kritisch sind – eine sehr gute Bewertung.
Ist Leasing für den Lieferdienst günstiger als ein Kredit?
Ja, am Beispiel des Smart fortwo zeigt die Arbeit, dass das Leasingangebot um 586,67 € günstiger ausfällt als das entsprechende Kreditangebot.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2017, E-Cars versus Dieselfahrzeuge aus Sicht eines Lieferdienstes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/882483