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Welche Grundlagen sind notwendig für eine Herausbildung einer Schriftsprache?

Schriftspracherwerb im DaZ-Unterricht

Titel: Welche Grundlagen sind notwendig für eine Herausbildung einer Schriftsprache?

Hausarbeit , 2019 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sinan Yildiz (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Welche Grundlagen sind notwendig für eine Herausbildung einer Schriftsprache? In dieser Arbeit soll zunächst versucht werden den Begriff Zweitsprache beziehungsweise Zweitspracherwerb im weiten sowie engen Sinne zu definieren. Ferner soll der Begriff Alphabetisierung bestimmt werden, der ebenso eine wichtige Rolle spielt, da viele Schüler oft in anderen Schreibweisen, wie dem Arabischen oder Kyrillischen, vertraut sind, jedoch das lateinische Alphabet nicht beherrschen. Im weiteren Verlauf der Arbeit soll dann der Schriftspracherwerb genauer betrachtet werden.

Zunächst soll eine der kognitiven Grundlagen des Schriftspracherwerbs näher erläutert werden, hier die phonologische Bewusstheit, da Schriftsprache eine besondere Wirkung auf schulische Leistungen hat. Ferner werden die drei verschiedenen Entwicklungsstufen des Schriftspracherwerbs, die aufeinander aufbauen, näher betrachtet. Anschließend sollen die Begriffe konzeptionelle Mündlichkeit und Schriftlichkeit voneinander unterschieden werden. Abschließend sollen didaktische und methodische Überlegungen angeführt werden. Hierbei sollen zunächst didaktische Überlegungen und Prinzipien dargestellt werden, die im nächsten Punkt von den methodischen Überlegungen ergänzt werden sollen. Es werden drei Beispielmethoden ausführlicher beschrieben. Bei diesen drei Methoden handelt es sich um den Schrifterfahrungsansatz, die Ganz-Satz und Ganz-Wort-Methode sowie die Lesen durch Schreiben Methode nach Reichen. Letztlich werden verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten dieser Methoden vorgestellt.

Deutsch als Zweitsprache ist in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Schulen gerückt, da immer mehr Schüler aus Kriegsgebieten nach Deutschland eingewandert sind. Diese Lernenden sollen nicht nur in der mündlichen Kommunikation gestärkt werden, sondern auch in der Schriftsprache, welche im schulischen Kontext eine besondere Rolle spielt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zweitsprache/Zweitspracherwerb - Begriffsbestimmung

3. Alphabetisierung -Begriffsbestimmung

4. Schriftspracherwerb

4.1. Verstandesmäßige Grundlagen des Schriftspracherwerbs

4.1.1. Phonologische Bewusstheit

4.2. Entwicklungsstufen des Schriftspracherwerbs

4.2.1. Logographisch

4.2.2. Alphabetisch

4.2.3. Orthographisch

4.3. Herausbildung eines Schriftspracherwerbs

4.3.1. Konzeptionelle Mündlich- und Schriftlichkeit

4.4. Didaktische und methodische Überlegungen

4.4.1. Didaktische Überlegungen und Prinzipien

4.4.2. Methodische Überlegungen

4.4.2.1. Schrifterfahrungsansatz

4.4.2.2. Ganz-Satz und Ganz-Wort-Methode

4.4.2.3. Lesen durch Schreiben (nach Reichen)

4.5. Verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die notwendigen Grundlagen für den erfolgreichen Schriftspracherwerb im Kontext von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und erörtert, wie dieser Prozess didaktisch und methodisch unterstützt werden kann.

  • Definitionen von Zweitspracherwerb und Alphabetisierung
  • Bedeutung der phonologischen Bewusstheit als kognitive Grundlage
  • Die drei zentralen Entwicklungsstufen des Schriftspracherwerbs
  • Abgrenzung von konzeptioneller Mündlichkeit und Schriftlichkeit
  • Vergleich bewährter methodischer Ansätze für den DaZ-Unterricht

Auszug aus dem Buch

4.2.2. Alphabetisch

In der zweiten Entwicklungsstufe, der alphabetischen Stufe, wird Lernenden bewusst, „dass Worte aus einer festgelegten Abfolge von Lauten bestehen und Laute durch Buchstaben repräsentiert werden“ (ebd.). Es handelt sich dabei um einen qualitativ neuen Schritt der Entwicklung, „in der die Einsicht in das phonetisch-phonologische Prinzip der Verschriftung von Sprache gewonnen wird (Schründer-Lenzen 2013, S. 69), was bedeutet, dass Kinder die Wörter nicht mehr als ein Firmenzeichen wahrnehmen, sondern als eine Aneinanderreihung einzelner Schriftzeichen (Vgl. ebd.). Als eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung der Graphem-Phonem Korrespondenz sowie Phonem-Graphem-Korrespondenz in der Verschriftung geben Seidl, Rauscher und Himmelreich die phonetische Bewusstheit an (Vgl. Seidl/Rauscher/Himmelreich 2018, S. 11). Ihnen zufolge kann ein Lernender „Lautfolgen lautgetreu umsetzen“ (ebd.). Dies bedeutet, dass Kinder weitgehend in der Lage sind lautgetreue Wörter zu lesen und lautorientiert zu schreiben (Vgl. Schründer Lenzen 2013, S. 70). In der alphabetischen Entwicklungsstufe kann es zudem zu abweichenden Schreibungen kommen, da bei jedem Versuch des Schreibens das Wort unterschiedlich betont, gedehnt oder verkürzt wird und da Verschriftlichungsvarianten von Lauten noch nicht verinnerlicht sind (Vgl. Seidl/Rauscher/Himmelreich 2018, S. 11).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz des Schriftspracherwerbs im DaZ-Unterricht angesichts zunehmender Migration und skizziert den Aufbau der wissenschaftlichen Hausarbeit.

2. Zweitsprache/Zweitspracherwerb - Begriffsbestimmung: Das Kapitel definiert den Begriff der Zweitsprache in Abgrenzung zur Erst- und Fremdsprache und beleuchtet die Bedeutung des gesteuerten sowie ungesteuerten Spracherwerbs.

3. Alphabetisierung -Begriffsbestimmung: Es wird die unterschiedliche Ausgangslage von Lernenden thematisiert, die entweder bereits in anderen Schriften alphabetisiert wurden oder noch keine Vorerfahrungen mit Schrift haben.

4. Schriftspracherwerb: Dieser zentrale Abschnitt analysiert kognitive Grundlagen, die drei Entwicklungsstufen des Schriftspracherwerbs, konzeptionelle Unterschiede zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit sowie spezifische didaktische Methoden.

5. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst die Wichtigkeit einer differenzierten Förderung zusammen und betont die Notwendigkeit schülerorientierter Ansätze für einen erfolgreichen Spracherwerb.

Schlüsselwörter

DaZ, Schriftspracherwerb, Alphabetisierung, Zweitsprache, Phonologische Bewusstheit, Entwicklungsstufen, Sprachförderung, Mehrsprachigkeit, Konzeptionelle Schriftlichkeit, Didaktik, Schrifterfahrungsansatz, Lautgetreues Schreiben, Bildungssprache, Integration, Lernstufen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Schriftspracherwerb von Lernenden im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und den dafür notwendigen Voraussetzungen.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Arbeit behandelt unter anderem die Definition von Zweitsprache, die notwendigen kognitiven Fähigkeiten für den Schriftspracherwerb und verschiedene didaktische Lehrmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, einen Überblick über die Wichtigkeit des Schriftspracherwerbs zu geben und aufzuzeigen, wie dieser Prozess optimal gestaltet und gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender didaktischer und linguistischer Konzepte, um den Schriftspracherwerb im DaZ-Kontext fundiert zu beschreiben.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der kognitiven Grundlagen wie der phonologischen Bewusstheit, die Darstellung der drei Entwicklungsstufen (logographisch, alphabetisch, orthographisch) sowie die Vorstellung praktischer Unterrichtsmethoden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Alphabetisierung, Zweitspracherwerb, phonologische Bewusstheit und konzeptionelle Schriftlichkeit.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit so wichtig?

Die Unterscheidung hilft zu verstehen, warum Lernende, die in der Alltagssprache kommunikationsfähig sind, dennoch Schwierigkeiten bei komplexeren bildungssprachlichen Anforderungen in Texten haben.

Was unterscheidet den Schrifterfahrungsansatz von der Ganz-Wort-Methode?

Der Schrifterfahrungsansatz knüpft stark an die individuelle Lebenswelt der Schüler an, während die Ganz-Wort-Methode eher textbasiert ist und durch stetige Wiederholung das Einprägen von Schriftbildern forcieren soll.

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Details

Titel
Welche Grundlagen sind notwendig für eine Herausbildung einer Schriftsprache?
Untertitel
Schriftspracherwerb im DaZ-Unterricht
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,7
Autor
Sinan Yildiz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
21
Katalognummer
V882606
ISBN (eBook)
9783346188212
ISBN (Buch)
9783346188229
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alphabetisierung Deutsch als Zweitsprach DaZ Schriftspracherwerb Phonologie didaktische und methodische Überlegung phonologische Bewusstheit logographisch alphabetisch orthographisch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sinan Yildiz (Autor:in), 2019, Welche Grundlagen sind notwendig für eine Herausbildung einer Schriftsprache?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/882606
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Leseprobe aus  21  Seiten
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