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Zwischen Gewöhnlichem und Zufälligem - Eine Untersuchung zu David Kaplans Analyse intensionaler Kontexte in Quantifying In.

Titre: Zwischen Gewöhnlichem und Zufälligem - Eine Untersuchung zu David Kaplans Analyse intensionaler Kontexte in Quantifying In.

Dossier / Travail de Séminaire , 2007 , 26 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Sebastian Wengler (Auteur)

Philosophie - Théorique (Conscience, Science, Logique, Langage)
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In dieser Arbeit widme ich mich einem Problem, das dann entsteht, wenn wir uns fragen, wie eigentlich nicht extensionale natürlichsprachliche Kontexte - nennen wir sie mit einer bestimmten Tradition zunächst einfach intensionale1 Kontexte - zu verstehen sind und d. h. zunächst, wie sie logisch-semantisch analysiert werden sollten. Solche Kontexte begegnen uns ständig, wenn wir z. B. unsere Meinung sagen bzw. uns über Meinungen anderer äußern und damit eine (oder mehrere) bestimmte Überzeugung(en) über einen (oder mehrere) bestimmten Sachverhalt(e) ausdrücken bzw. zusprechen/zuschreiben. Oder wenn wir die gesagten/geschrieben Meinungen anderer Personen (beispielsweise in Zitaten) wiedergeben; wenn wir sagen, dass es morgen möglicherweise Schnee geben wird oder dass wir Beethoven besser als Mozart finden. Der nahe liegenden Frage, ob nicht etwa Fälle des ersten Typs grundlegend sind, da ja jeder uns bekannten sprachlichen Äußerung (sei sie (natur)wissenschaftlicher, umgangssprachlich-alltäglicher oder philosophischer Natur) - so sie aufrichtig, ernst und informativ ist - eine (oder mehrere) Überzeugung(en) in dem Sinne zugrunde liegt/liegen, dass, wenn jemand „Morgen wird es möglicherweise Schnee geben.“ sagt oder diesem Satz zustimmt, auch glauben muss, dass es morgen möglicherweise Schnee geben wird2; diese und mit ihr einhergehende Fragen also werde ich im Folgenden nicht stellen oder zu beantworten versuche. Vielleicht gibt es aber dafür Anknüpfungspunkte.
Vielmehr möchte ich - duplexemplarisch sozusagen - zum einen anhand einer klassischen modernen Position und ihrem kritischen Impetus gegen eine andere klassische moderne Position eine bestimmte Behandlungsweise des eingangs genannten Problems und mit ihm verbundener resp. abgeleiteter Probleme und Fragen darstellen und (zumeist in den Fußnoten) kommentieren. Erstere Position ist die des frühen David Kaplan, wie er sie in seinem Essay Quantifying In aus den Jahren 1968-69 zur Sprache gebracht hat und letztere die Willard Van Orman Quines. Zum anderen werde ich nicht alle Arten solcher nicht extensionaler Kontexte, sondern nur drei sehr wichtige (Anführung, alethische Modalität und Zuschreibungen propositionaler Einstellungen) untersuchen, wie es mir in gewisser Weise von den Texten genannter Autoren vorgegeben ist.[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Quines Ansatz für eine Interpretation intensionaler Kontexte

1.1. Undurchsichtigkeit der Bezugnahme

1.2. Zwei Lesarten - ein Dilemma

2. Kaplans Lösungsversuch des Quantifikationsproblems bei intensionalen Kontexten

2.1. Problemstellung und erste Schritte

2.1.1. Gewöhnliches, Zufälliges und das Dazwischen

2.1.2. Von Frege über Church zur Quantifikation In

2.2. Die Geschichte mit dem Spion - eine Fortsetzung

2.3 Ein Vorschlag zur Güte - Kaplans Theorie der Namen

2.3.1. Von normierten Namen

2.3.2. Von lebenden Namen

3. Resümee und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die logisch-semantische Problematik intensionaler Kontexte, insbesondere im Hinblick auf W. V. O. Quines These der Undurchsichtigkeit der Bezugnahme, und analysiert kritisch David Kaplans Lösungsansatz aus dessen Essay Quantifying In, um eine präzisere formale Rekonstruktion für solche Kontexte zu erarbeiten.

  • Analyse der Quineschen Undurchsichtigkeitsthese für intensionale Kontexte.
  • Untersuchung der Problematik bei Zuschreibungen propositionaler Einstellungen.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Kaplans Theorie der Standard- und lebendigen Namen.
  • Erörterung der Möglichkeiten einer Extensionalisierung bzw. formalen Rekonstruktion mittels Fregescher Anführungszeichen und Denotationsfunktionen.
  • Diskussion des Verhältnisses zwischen mentalen Zuständen und sprachlichen Repräsentationen.

Auszug aus dem Buch

1.1. Undurchsichtigkeit der Bezugnahme

In einer Reihe von Beiträgen zu sprachphilosophischen Problemen resp. philosophischen Grundlagen und Interpretation der Modallogik hat Quine mit Hilfe diverser Beispiele versucht zu zeigen, dass intensionale Kontexte, in denen gewisse natürlichsprachliche Ausdrücke wie etwa intensional kontextualisierte singuläre Termini - also solche nicht wahrheitswertfähige Ausdrücke, mit denen ein Sprecher, Schreiber oder sonst irgendeine Art Sprachzeichenverwender auf (genau) eine Entität Bezug nehmen kann und in Verbindung mit Verben, die nicht extensional sind, vorkommen, in Anführungskontexten enthalten sind oder von alethischen Modalausdrücken regiert werden - vorkommen, hinsichtlich ihrer Bezugnahmefunktion nicht transparent, sondern opak sind. In einem seiner frühen Artikel resümiert er:

Wichtig ist es zu sehen, dass die Kontexte „Notwendigerweise ...“ und „Möglicherweise ...“ wie Zitate [Anführungskontexte] und „weiß nicht, dass ...“ und „ist davon überzeugt, dass ...“ bezugsundurchsichtig sind.

Undurchsichtigkeit hinsichtlich des Bezugs an dieser Stelle darf nicht mit jenen Thesen Quines, die als Unerforschlichkeit der Referenz (inscrutability of reference) und als Unbestimmtheit der Übersetzung (indeterminacy of translation) Beachtung gefunden haben, verwechselt werden. Mit diesen wird - grob gesagt - behauptet, dass sich auf der behavioral-beobachtungszentrierten Grundlage eines Szenarios der radikalen Übersetzung (oder Urübersetzung) hinsichtlich eines beliebigen vom Native Speaker geäußerten sprachlichen Ausdrucks weder eindeutig angeben lässt, welchen Referenten (Bezugsobjekt, Denotat, BedeutungF) dieser Ausdruck hat, noch welche von den verschiedenen, aus dieser Unerforschlichkeit des Bezuges resultierenden, Übersetzungshypothesen (analytischen Hypothesen) den je anderen als adäquate Übersetzung des fraglichen Ausdrucks vorzuziehen ist. Bezug und Übersetzung sind nicht übersetzungsmanualinvariant zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung formuliert die Problemstellung bezüglich der logisch-semantischen Analyse intensionaler Kontexte und definiert den Rahmen der Auseinandersetzung zwischen Quine und Kaplan.

1. Quines Ansatz für eine Interpretation intensionaler Kontexte: Dieses Kapitel stellt Quines These der Undurchsichtigkeit der Bezugnahme und das daraus resultierende Dilemma bei intensionalen Kontexten dar.

2. Kaplans Lösungsversuch des Quantifikationsproblems bei intensionalen Kontexten: Hier wird Kaplans Kritik an Quine sowie sein alternativer Ansatz zur formalen Behandlung intermediärer Kontexte und propositionaler Einstellungen detailliert analysiert.

3. Resümee und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet Kaplans Beitrag zur Extensionalisierung und identifiziert offene Fragen für die Philosophie des Geistes.

Schlüsselwörter

Intensionale Kontexte, Quine, Kaplan, Undurchsichtigkeit, Bezugnahme, Propositionale Einstellungen, Quantifizierung, Modallogik, Standardnamen, Lebendige Namen, Denotation, Referenz, Semantik, Philosophie des Geistes, Extensionalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der logisch-semantischen Problematik von intensionalen Kontexten (wie Meinungsäußerungen oder Modalitätsaussagen), für die klassische extensionale Substitutionsregeln nicht ohne Weiteres gelten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Sprachphilosophie, insbesondere die Auseinandersetzung zwischen W. V. O. Quines Undurchsichtigkeitsthese und David Kaplans Analyse im Essay "Quantifying In".

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Frage zu klären, wie intensionale Kontexte logisch-semantisch analysiert werden sollten und ob bzw. wie sie sich auf extensionale Kontexte reduzieren lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative und kritische Analyse sprachphilosophischer Texte, wobei Kaplans Notationsvorschläge (wie Frege-Anführungszeichen und die Repräsentationsfunktion) formal untersucht und bewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Quines Position zur Undurchsichtigkeit der Bezugnahme und die anschließende kritische Auseinandersetzung mit Kaplans Theorie der Namen und der Lösung der Probleme bei propositionalen Einstellungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Intensionalität, Referenz, Undurchsichtigkeit (Opakheit), Standardnamen, lebendige Namen sowie die Unterscheidung zwischen notationalen und relationalen Lesarten.

Wie unterscheidet Kaplan zwischen "normierten" und "lebendigen" Namen?

Standardnamen (normiert) zeichnen sich durch transempirische Stabilität aus, während "lebendige" Namen als mental-kognitiv individuierte Zustände beschrieben werden, die eine kausal-genetische Bindung zwischen Verwender und Objekt voraussetzen.

Welche Rolle spielt die Spiongeschichte bei der Argumentation?

Die Spiongeschichte dient als Gedankenexperiment, um die Probleme der relationalen Quantifizierung bei Zuschreibungen propositionaler Einstellungen zu veranschaulichen und die Notwendigkeit einer differenzierteren Analyse (wie durch Kaplans "lebendige Namen") aufzuzeigen.

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Résumé des informations

Titre
Zwischen Gewöhnlichem und Zufälligem - Eine Untersuchung zu David Kaplans Analyse intensionaler Kontexte in Quantifying In.
Université
University of Leipzig  (Institut für Philosophie)
Cours
Frege's Semantik II
Note
1,0
Auteur
Sebastian Wengler (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
26
N° de catalogue
V88268
ISBN (ebook)
9783638019446
Langue
allemand
mots-clé
Frege Semantik David Kaplan Quantifying In intensionale Kontexte Quine
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Wengler (Auteur), 2007, Zwischen Gewöhnlichem und Zufälligem - Eine Untersuchung zu David Kaplans Analyse intensionaler Kontexte in Quantifying In., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88268
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Extrait de  26  pages
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