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Betriebsanlagenrecht und Raumordnung

Gewerberecht

Title: Betriebsanlagenrecht und Raumordnung

Seminar Paper , 2008 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Markus Frick (Author)

Business economics - Law
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Summary Excerpt Details

Die Seminararbeit wird in zwei große Kapitel unterteilt. Der erste Teil beschäftigt sich
mit der Raumordnung und Raumplanung. Darin wird über deren Ziele und Grundsät-
ze, der Kompetenzverteilung zwischen den Gebietskörperschaften sowie den In-
strumenten der Raumordnung eingegangen. Im Speziellen wird hierbei ein Augen-
merk auf die Instrumente der örtlichen Raumplanung (z.B. Flächenwidmungsplan)
gelegt. Der zweite Teil ist der Raumordnung in Verbindung mit dem Betriebsanlagen-
recht gewidmet. Es wird darin über die konkurrierenden Planungsziele, die zwischen
dem Umweltschutz und den betrieblichen Interesse bestehen, berichtet. Im darauf-
folgenden Unterkapitel geht es u.a. darum, welche Umstände eine Planänderung im
Flächenwidmungsplan bewirken können. Danach richtet sich der Fokus auf den Im-
missionsschutz, dieser wird dann nochmals im nachfolgenden Kapitel unter dem Ge-
sichtspunkt „Heranrückende Wohnbauten“ beleuchtet. Das Kapitel „Heranrückende
Wohnbauten“ wird in zahlreicher Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes (VwGHs)
und des Verfassungsgerichtshofes (VfGHs) thematisiert. Im ersten Unterkapitel wird
einerseits der Nachbarschaftsbegriff definiert und andererseits die Probleme für die
Betriebe veranschaulicht. Danach wird das Themengebiet „Durchmischung von Flä-
chenwidmungen“ behandelt um dann auf den bereits beschriebenen Immissions-
schutz überzuleiten. Die Amtshaftung schließt das Kapitel „Raumordnung und Betriebsanlagenrecht“ ab. Die Seminararbeit endet mit einem Resümee bei der eine kritische Betrachtung der Kompetenzverteilung, bedingt durch den föderalen Staatsaufbau, im Bereich Raumordnung stattfindet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Raumordnung und Raumplanung

2.1 Raumordnungsziele und –grundsätze

2.2 Kompetenzverteilung

2.2.1 Bundesebene

2.2.2 Landesebene

2.2.3 Gemeindeebene

2.2.4 Integrative Planung

2.3 Instrumente der Raumordnung

2.3.1 Örtliches Entwicklungskonzept

2.3.2 Flächenwidmungsplan

2.3.3 Bebauungsplan

2.3.4 Integrierte Flächenwidmungs- und Bebauungsplan

3 Raumordnung und Betriebsanlagenrecht

3.1 Konkurrierende Planungsziele

3.2 Planänderungen

3.3 Immissionsschutz

3.4 Heranrückende Wohnbauten

3.4.1 Nachbarn und die Probleme für die Betriebe

3.4.2 Durchmischung von Flächenwidmungen

3.4.3 Immissionsschutz bei heranrückenden Wohnbauten

3.4.4 Amtshaftung

4 Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die komplexe Wechselwirkung zwischen dem gewerblichen Betriebsanlagenrecht und der Raumordnung in Österreich, mit besonderem Fokus auf Kärntner Normen, zu analysieren und insbesondere den Konflikt bei heranrückenden Wohnbauten rechtlich zu beleuchten.

  • Rechtliche Grundlagen der Raumordnung und Raumplanung in Österreich
  • Kompetenzverteilung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden
  • Instrumente der örtlichen Raumplanung wie Flächenwidmungs- und Bebauungspläne
  • Konfliktpotential zwischen Umweltschutz und betrieblichen Standortinteressen
  • Rechtliche Problematik bei heranrückenden Wohnbauten und resultierende Betriebsbeschränkungen

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Nachbarn und die Probleme für die Betriebe

Der Begriff Nachbarn iSd GewO umfasst alle Personen, die durch die Errichtung, den Bestand oder den Betrieb einer Betriebsanlage in ihrem Leben oder ihrer Gesundheit gefährdet oder sonst belästigt oder deren Eigentum oder sonstige dingliche Rechte gefährdet werden könnten (§ 75 Abs. 2 GewO). Jeder der über eine längere Zeit sich im Gefährdungs- und Belästigungsbereich einer Betriebsanlage aufhält ist grundsätzlich ein Nachbar. Hingegen gelten Personen, die sich bloß vorübergehend in der Nähe der Betriebsanlage aufhalten, nicht als Nachbarn. Die Inhaber von Einrichtungen bei denen sich regelmäßig Personen vorübergehend aufhalten (z.B. Beherbergungsbetriebe) als auch Schulerhalter gelten als Nachbarn.

Die Probleme für den Betrieb ergeben sich meistens erst nachdem die neuen Wohnnachbarn eingezogen sind, denn dann möchten sie die Emissionen des Betriebs einschränken. Gemäß § 79 GewO sind neue Auflagen insofern nur dann möglich, wenn eine Gefährdung des Lebens oder der Gesundheit der nachträglich hinzugezogenen Nachbarn dadurch abgewendet werden können. In diesem Falle ist die Gefährdung des Lebens oder der Gesundheit mit allen Mitteln und ohne Kompromiss unverzüglich abzustellen. Eine Verhältnismäßigkeitsprüfung findet nur bei Auflagen zum Schutz der übrigen in § 74 Abs. 2 GewO normierten Interessen (z.B. betreffend Luftschadstoffe, Lärm oder gefährliche Abfälle, Anm. d. Verf.) statt. Von dieser Problematik sind besonders Gewerbe-, Industrie- und Verkehrsbetriebe mit einer hohen Lärm- oder Staubentwicklung betroffen, wie z.B. Sägebetriebe, Steinbrüche und Speditionen. Die Gründe für diese Problemfälle hängen oft in einer Durchmischung der gewerblichen Nutzungen und der Wohnnutzungen in einem Gebiet, mit der Knappheit von Gewerbestandorten und der Siedlungsstruktur zusammen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die beiden Themenschwerpunkte Betriebsanlagenrecht und Raumordnung sowie deren enge Verbindung in der Seminararbeit.

2 Raumordnung und Raumplanung: Dieses Kapitel behandelt die Ziele, Grundsätze und die kompetenzrechtliche Verteilung der Raumordnung in Österreich auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene sowie deren Planungsinstrumente.

3 Raumordnung und Betriebsanlagenrecht: Hier werden die Konfliktpunkte zwischen betrieblichen Interessen und Raumordnungszielen, insbesondere im Kontext von heranrückenden Wohnbauten und notwendigen Planänderungen, analysiert.

4 Resümee: Das Resümee fasst die Erkenntnisse zur Komplexität der Raumordnung zusammen und kritisiert die föderale Kompetenzverteilung unter Vorschlag einer bundeseinheitlichen Regelung.

Schlüsselwörter

Betriebsanlagenrecht, Raumordnung, Raumplanung, Gewerbeordnung, Flächenwidmungsplan, Bebauungsplan, Immissionsschutz, Kompetenzverteilung, Kärntner Raumordnungsgesetz, heranrückende Wohnbauten, Nachbarschaftsbegriff, Amtshaftung, Standortinteressen, Umweltschutz, Plangewährleistung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Verknüpfung von Betriebsanlagenrecht und Raumordnung in Österreich, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Rechtslage in Kärnten gelegt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Planungsinstrumente der Raumordnung, die Kompetenzverteilung zwischen den Gebietskörperschaften und die rechtlichen Konflikte bei der Ansiedlung von Wohnbauten in der Nähe von gewerblichen Betrieben.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie Raumordnungsrecht und Betriebsanlagenrecht in Einklang gebracht werden können, insbesondere bei Zielkonflikten zwischen Umweltschutz und betrieblichen Entwicklungsinteressen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Seminararbeit, die auf einer Analyse einschlägiger Gesetze, wie der Gewerbeordnung und Kärntner Raumordnungsgesetzen, sowie der Judikatur von VwGH und VfGH basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen der Raumordnung und die anschließende Analyse des Spannungsfeldes zum Betriebsanlagenrecht, inklusive spezifischer Probleme wie heranrückender Wohnbauten und Amtshaftung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Betriebsanlagenrecht, Raumordnung, Flächenwidmungsplan, Immissionsschutz und Plangewährleistung.

Wie definiert das Dokument den Begriff "Nachbar" im Betriebsanlagenrecht?

Nachbarn sind Personen, die durch eine Betriebsanlage in ihrem Leben, ihrer Gesundheit oder ihrem Eigentum gefährdet oder belästigt werden könnten, wobei eine bloß vorübergehende Anwesenheit hierfür nicht ausreicht.

Welche Konsequenzen hat laut VfGH eine "Durchmischung von Flächenwidmungen"?

Eine unzulässige Durchmischung, bei der beispielsweise Inseln von Gewerbegebieten in Wohngebieten liegen, kann zur Rechtswidrigkeit der Flächenwidmung führen, da das Gebot der Vermeidung gegenseitiger Beeinträchtigungen missachtet wird.

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Details

Title
Betriebsanlagenrecht und Raumordnung
Subtitle
Gewerberecht
College
Klagenfurt University  (Institut für Rechtswissenschaft)
Course
Spezialgebiete des öffentlichen Rechts (Gewerberecht)
Grade
1,0
Author
Markus Frick (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V88301
ISBN (eBook)
9783638024051
ISBN (Book)
9783638924191
Language
German
Tags
Betriebsanlagenrecht Raumordnung Spezialgebiete Rechts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Frick (Author), 2008, Betriebsanlagenrecht und Raumordnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88301
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