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Karl Marx. Kritik von Politik und Ökonomie und der Weg zum "Reich der Freiheit"

Titre: Karl Marx. Kritik von Politik und Ökonomie und der Weg zum "Reich der Freiheit"

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 51 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Diplom-Verwaltungswirt (FH) Florian Döring (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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Wohl kaum ein anderer Philosoph des 19. Jahrhunderts hat mit seinen Vorstellungen von Politik und Ökonomie so tiefe zeitgeschichtliche Spuren hinterlassen wie es Karl Marx getan hat. Wie kaum ein anderer vor ihm begriff er die Philosophie als ein Mittel, um an den Zuständen des Kapitalismus Kritik zu üben. Seine Vorstellungen über die entfremdende Wirkung der kapitalistischen Wirtschaftsweise dienten als `Brennstoff´ emanzipatorischer Bestrebungen auf der ganzen Welt bis in die heutige Zeit hinein. Sie dienten gleichsam als Legitimation all derjenigen `Marxisten´, die alles daran setzten, den scheinbar vorherbestimmten Gang der Zeit zu verabsolutieren und in ihre eigenen Hände zu nehmen und sei es auch unter bewusster und gleichgültiger Inkaufnahme unzähliger Opfer. Trotz allem muss Marx jedoch als ein bedeutender Analyst und zeitloser Kritiker betrachtet werden, dem seine spätere Ideologisierung nur bedingt zugeschrieben werden kann. Wer aber war Karl Marx und vor allem, welche entscheidenden Vorstellungen über die Gesellschaft und ihre politisch-ökonomische Ordnung beinhalteten seine Analysen wirklich? Diesen Fragen nachzugehen, soll Inhalt der vorliegenden Seminararbeit sein. Dabei werden zunächst Karl Marx Leben und Schaffen vorgestellt. Darauf aufbauend soll dann sein politisch-ökonomisches Denken einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Dabei werden auch Grundzüge seiner Kritik an der kapitalistischen Wirtschaftsweise, die er als Grundlage der bürgerlichen Gesellschaft betrachtete, dargestellt werden. Die nationalen Befreiungskriege gegen das napoleonische Frankreich waren unlängst geschlagen. Den siegreichen europäischen Großmächten der Heiligen Allianz war es gelungen, die vorrevolutionären monarchistischen Verhältnisse in Europa wieder herzustellen und die im Zusammenhang mit der Französischen Revolution aufgekommenen Ideen der Aufklärung zu unterdrücken. Das Ende der französischen Fremdherrschaft in weiten Teilen der Gebiete des Deutschen Bundes bedeutete entgegen den Erwartungen des liberalen Bürgertums und der akademischen Jugend keinen einheitlichen deutschen Nationalstaat. Vielmehr zog in Deutschland die Zeit des Biedermeier herauf, die durch eine Rückbesinnung auf Ruhe und Ordnung und eine romantische Verklärung vorindustrieller, mittelalterlicher Zeiten geprägt war. In dieser Zeit wird Karl Marx am 5. Mai 1818 als Sohn des als hochgebildet und liberal geltenden Rechtsanwalts Heinrich Marx in Trier geboren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Leben und Werk von Karl Marx

3. Philosophie als Kritik

3.1 Der Historische Materialismus

3.2 Die Epoche der Bourgeoisie

3.3 Das Proletariat und die Revolution

4. Kritik des Kapitalismus

4.1 Die Arbeit des Menschen

4.2 Das industrielle Elend der Entfremdung

4.3 Ware - Tauschwert und Gebrauchswert

4.4 Geld

4.5 Kapital

4.6 Arbeit als wertbildender Faktor und die Verelendung des Proletariats

4.7 Die Krise des Kapitalismus

5. Kritik des bürgerlichen Staates

5.1 Staat - Monarchie und Demokratie

5.2 Emanzipation und bürgerlicher Staat

5.3 Die liberale Demokratie

6. Sozialismus

6.1 Politische Ordnung des Sozialismus – Die „Diktatur des Proletariats“

6.2 Wirtschaft und Gesellschaft des Sozialismus

7. Kommunismus

7.1 Politische Ordnung des Kommunismus

7.2 Wirtschaft und Gesellschaft des Kommunismus

8. Schlussbetrachtung – Kritik der Marx´schen Kritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das politisch-ökonomische Denken von Karl Marx, um seine zentralen Thesen zur Gesellschaftsordnung, zur Kritik des Kapitalismus und zum angestrebten Weg in eine klassenlose Gesellschaft zu ergründen. Ziel ist es, Marx' Analysen jenseits der späteren Ideologisierung als zeitlose Kritik an den Strukturen des Industriezeitalters zu würdigen.

  • Biografische Einordnung und philosophische Wurzeln bei Hegel
  • Materialistische Geschichtsauffassung und Klassenkampf
  • Analyse der kapitalistischen Produktionsweise und Entfremdung
  • Kritik am bürgerlichen Staat und der liberalen Demokratie
  • Konzepte für Sozialismus und Kommunismus

Auszug aus dem Buch

4.2 Das industrielle Elend der Entfremdung

Die kapitalistische Lohnarbeit entspricht für Marx nicht mehr dem `natürlichen´ Arbeitsbegriff. Vielmehr bewirkt sie die radikalste Form der menschlichen Selbstentfremdung. Durch sie gehört dem Arbeiter das Produkt seiner Arbeit nicht mehr. Dies führt für Marx zur ersten Stufe der menschlichen Selbstentfremdung. „Der Gegenstand, den die Arbeit produziert, ihr Produkt tritt ihr als ein fremdes Wesen, als eine von dem Produzenten unabhängige Macht gegenüber.“ Der Arbeiter des industriellen Kapitalismus hört deshalb auf, ein natürliches, Gebrauchswerte produzierendes Wesen zu sein. Seine Produkte werden „Genuß und die Lebensfreude eines anderen.“

Daraus folgt die zweite Stufe menschlicher Selbstentfremdung, die Entfremdung des Arbeiters von seiner Tätigkeit in der Arbeit. Diese wird für den Arbeiter selbst fremd, etwas außerhalb seines Wesens, mit der Folge, dass der Arbeiter sich in seiner Tätigkeit nicht mehr bejaht, sondern verneint. Er ist reduziert auf ein bloßes Anhängsel des Produktionsprozesses, verwandelt „in einen Teilmenschen“, entwürdigt zu einem „Anhängsel der Maschine“, dem sämtliche „geistigen Potenzen des Arbeitsprozesses“ entfremdet sind. Aus der Arbeit wird so industrielle „Zwangsarbeit. Sie ist daher nicht mehr die Befriedigung eines Bedürfnisses“.

Daraus folgt für Marx zwangsläufig eine dritte Stufe menschlicher Selbstentfremdung. Die entfremdete Arbeit ist nicht mehr Ziel und Inhalt der menschlichen Existenz, sondern sie „kehrt das Verhältnis dahin um, daß der Mensch eben, weil er ein bewußtes Wesen ist, seine Lebenstätigkeit, sein Wesen nur zu einem Mittel für seine Existenz macht.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Marx als Philosoph und Analyst und Definition des Untersuchungsziels der Arbeit.

2. Leben und Werk von Karl Marx: Historische Einbettung von Marx' Leben, seinen prägenden Studienjahren und seinem journalistischen sowie politischen Werdegang.

3. Philosophie als Kritik: Analyse des Einflusses von Hegel auf Marx' dialektisches Denken und die Entwicklung des historischen Materialismus.

4. Kritik des Kapitalismus: Tiefgehende Untersuchung der kapitalistischen Ökonomie, insbesondere von Arbeit, Mehrwert und der Krise des Systems.

5. Kritik des bürgerlichen Staates: Auseinandersetzung mit der Funktion des Staates und der liberalen Demokratie als Instrument der bürgerlichen Herrschaft.

6. Sozialismus: Betrachtung der Diktatur des Proletariats als politischem Übergangssystem sowie dessen ökonomischen Strukturen.

7. Kommunismus: Untersuchung der Vision einer klassenlosen Gesellschaft und des „Reiches der Freiheit“ jenseits ökonomischer Zwänge.

8. Schlussbetrachtung – Kritik der Marx´schen Kritik: Kritische Würdigung von Marx' Theorien im Kontext des 20. Jahrhunderts und Reflexion seiner analytischen Stärken und Schwächen.

Schlüsselwörter

Karl Marx, Kapitalismus, Proletariat, Bourgeoisie, Entfremdung, Historischer Materialismus, Klassenkampf, Mehrwert, Sozialismus, Kommunismus, Diktatur des Proletariats, Politische Ökonomie, Klassengesellschaft, Dialektik, Emanzipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Denken von Karl Marx mit einem Fokus auf seine Kritik an Politik und Ökonomie und seinen Visionen für eine gesellschaftliche Transformation.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Feldern zählen die Biografie von Marx, der historische Materialismus, die Analyse des Kapitalismus und der bürgerlichen Staatsform sowie der Übergang zum Sozialismus und Kommunismus.

Was ist das primäre Ziel der Seminararbeit?

Das Ziel ist es, Marx' Analysen jenseits der späteren ideologischen Instrumentalisierung als zeitloses kritisches Werkzeug für das Verständnis gesellschaftlicher Strukturen zu würdigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung von Marx' Primärschriften und einer Einordnung in den gesellschafts- und politiktheoretischen Kontext seiner Zeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die philosophische Grundlegung, die detaillierte ökonomische Kapitalismuskritik, die Kritik am bürgerlichen Staat sowie die theoretische Ausarbeitung der Konzepte Sozialismus und Kommunismus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Klassenkampf, Entfremdung, Mehrwert, historischer Materialismus und das Konzept der Diktatur des Proletariats.

Wie bewertet der Autor den Begriff der "Diktatur des Proletariats"?

Der Autor ordnet diesen Begriff als ein von Marx konzipiertes, zeitlich begrenztes Übergangsstadium ein, das als notwendiges Mittel zur Abschaffung von Klassenunterschieden dient, jedoch auch mit dem autoritären Potenzial der Machtausübung konfrontiert ist.

Welches Fazit zieht der Autor zur Marx'schen Theorie heute?

Der Autor erkennt Marx' Verdienst an, die ökonomischen Machtverhältnisse offengelegt zu haben, kritisiert jedoch seine Geringschätzung der liberalen Demokratie und die Unzulänglichkeit seiner Verelendungstheorie sowie seine mangelnde Skepsis gegenüber der Ausübung staatlicher Macht.

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Résumé des informations

Titre
Karl Marx. Kritik von Politik und Ökonomie und der Weg zum "Reich der Freiheit"
Université
University of Koblenz-Landau  (Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung Politikwissenschaft)
Cours
Politische Ordnungs- und Erziehungsvorstellungen bei Klassikern politischen Denkens
Note
1,0
Auteur
Diplom-Verwaltungswirt (FH) Florian Döring (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
51
N° de catalogue
V88318
ISBN (ebook)
9783638024150
ISBN (Livre)
9783638924221
Langue
allemand
mots-clé
Karl Marx Politische Ordnungs- Erziehungsvorstellungen Klassikern Denkens
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom-Verwaltungswirt (FH) Florian Döring (Auteur), 2007, Karl Marx. Kritik von Politik und Ökonomie und der Weg zum "Reich der Freiheit", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88318
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Extrait de  51  pages
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