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Tacitus, annales 14.42-45: Die Sennatsrede des C. Cassius aus dem Jahre 61 n.Chr. Aufarbeitunge eines historischen Mordfalls und dessen Prozess

Title: Tacitus, annales 14.42-45: Die Sennatsrede des C. Cassius aus dem Jahre 61 n.Chr. Aufarbeitunge eines historischen Mordfalls und dessen Prozess

Seminar Paper , 2000 , 23 Pages , Grade: 1.5

Autor:in: Manfred Merkel (Author)

World History - Early and Ancient History
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Im Jahre 62 n.Chr. war die Regierungszeit Neros zur Hälfte abgelaufen. Nero regierte das Imperium mit seinen engsten Beratern, seinem ehemaligen Lehrer Seneca und dem Gardepräfekten Africanus Burrus . Der Erfolg der frühen Regierungszeit Neros beruhte auf dem Ausgleich zwischen Caesar und Senat, den beide Politiker geschickt betrieben. So waren die innenpolitischen Verhältnisse entspannt, als im Jahr 61 n.Chr. ein Mordfall große Erregung auslöste. Tacitus berichtet in den Annalen 14.42-45 sehr ausführlich über dieses Ereignis, von dem keine parallele Schilderung anderer Autoren vorliegt. Ziel dieser Arbeit ist es, diesen Abschnitt der Annalen genau zu analysieren, insbesondere die Senatsrede des C. Cassius Longinus, der sich für die strikte Einhaltung der Gesetze ausspricht. Verbunden damit ist die Fragestellung, inwieweit Tacitus die historische Senatsrede Cassius′ wiedergibt, und aus welchem Grund diesem Ereignis ein so großer Raum innerhalb der Annalen eingeräumt wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung S. 2

2. Tac.ann.14.42.1 - Der einleitende Kontext S. 3

3. Das senatus consultum Silanianum S. 4

4. C. Cassius Longinus S.5

5. Die Senatsrede des C. Cassius Longinus S.6

6. Tac.ann.14.24-45 - Literatur oder Geschichtsschreibung S. 16

7. Bibliographie S. 21

8. Tac.ann.14.42-45 S. 22

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den von Tacitus in den Annalen (14.42-45) geschilderten Mordfall am Stadtpräfekten Pedanius Secundus sowie die darauffolgende Senatsrede des C. Cassius Longinus. Ziel der Untersuchung ist es, die historische Authentizität der Senatsrede zu prüfen und die Gründe zu beleuchten, weshalb Tacitus diesem Ereignis einen derart prominenten Platz in seinem Geschichtswerk einräumte.

  • Analyse der historischen Senatsrede des C. Cassius Longinus
  • Untersuchung des juristischen Kontextes des Senatus Consultum Silanianum
  • Diskussion der Darstellung von Sklaven und Sklavenhaltern im antiken Rom
  • Bewertung des Verhältnisses zwischen historischer Faktenlage und taciteischer Geschichtsschreibung

Auszug aus dem Buch

Die Senatsrede des C. Cassius Longinus in Tac.ann. 43-44.

Der Senat ist in jenem Mordfall nicht als Gericht zusammengetreten; das eigentliche Gerichtsverfahren gegen die familia des Pedanius hat bereits vor dem zuständigen Prätor stattgefunden. Das Urteil des Prätors, die Hinrichtung der 400 Sklaven, ist bereits gesprochen und konnte bislang wegen des Widerstandes der plebs nicht vollzogen werden. Das Volk hat für die 400 Verurteilten Partei ergriffen und als sie zur Hinrichtung geführt werden sollten, kam es zur Aufruhr; die Exekution wurde zunächst verhindert. Daß es sich bei der großen Anzahl von Verurteilten keineswegs um Mörder und größtenteils auch nicht um Mitwisser oder Gehilfen der Mordtat handelt, war allen Beteiligten bewußt. Im Senat wurde nun über eine mögliche Begnadigung der Verurteilten getagt. Der Gegenstand der Verhandlung war durch die Vorlage des Magistrats bestimmt, der die Sitzung einberufen hatte und leitete. Die Senatoren berieten über einen oder mehrere Anträge aus ihren Reihen; wobei ein Antrag auch dahin gehen konnte keinen Beschluß zu fassen, d.h. die Sklaven nicht zu begnadigen. Cassius sprach nicht als erster, hatte nicht die prima sententia. Bei seinem Rang und Amtsalter wird die Reihe aber bald an ihm gewesen sein und daher auch die Aussicht günstig, die Senatoren für seine Meinung zu gewinnen. Cassius beantragte keinen Entschluß zu fassen, oder trat einem Antrag dieses Inhalts bei. Er war bei der Wortführer der Mehrheit, die für eine strikte Durchführung des senatus consultum Silanianum entschied. C. Cassius eröffnet seine Rede wie folgt :

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in den historischen Kontext der Regierungszeit Neros und die Fragestellung der Arbeit hinsichtlich der Analyse des Mordfalles in den Annalen.

2. Tac.ann.14.42.1 - Der einleitende Kontext: Darstellung des Mordfalles an Pedanius Secundus und der anschließenden Unruhen in der Stadt.

3. Das senatus consultum Silanianum: Untersuchung des rechtlichen Hintergrunds des Senatsbeschlusses und dessen Anwendung auf die Sklavenschaft.

4. C. Cassius Longinus: Biographische Einordnung des Juristen und Aristokraten, der als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten seiner Zeit galt.

5. Die Senatsrede des C. Cassius Longinus: Detaillierte rhetorische und inhaltliche Analyse der Senatsrede, insbesondere der Argumentation für die strikte Gesetzesanwendung.

6. Tac.ann.14.24-45 - Literatur oder Geschichtsschreibung: Kritische Reflexion über die Arbeitsweise des Tacitus und die Verwendung der Senatsakten als Quelle.

7. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

8. Tac.ann.14.42-45: Wiedergabe des lateinischen Originaltextes der Annalen-Abschnitte 14.42-45.

Schlüsselwörter

Tacitus, Annalen, C. Cassius Longinus, Senatus Consultum Silanianum, Pedanius Secundus, Römisches Recht, Senatsrede, Sklavenhalter, antike Rhetorik, mos maiorum, Nero, Strafrecht, historische Quelle, Senatsakten, Prinzipat

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer spezifischen Passage der taciteischen Annalen, in der der Mord an Pedanius Secundus und die sich anschließende Debatte im römischen Senat über die Hinrichtung seiner 400 Sklaven thematisiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die antike Rechtsgeschichte, die soziale Struktur der römischen Sklavenhaltergesellschaft, rhetorische Stilmittel in der antiken Literatur sowie die historiographische Methode des Tacitus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel besteht in der Analyse der Senatsrede des C. Cassius Longinus, um herauszufinden, inwieweit Tacitus historische Fakten wiedergibt oder ob es sich um eine literarische Konstruktion handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philologisch-historische Analyse, bei der Textstellen der Annalen mit juristischen Hintergründen und der antiken Rhetorik-Tradition verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Kontextualisierung des Mordfalls, die juristische Analyse des Silanianums, die biographische Vorstellung des Cassius Longinus sowie die rhetorische Dekonstruktion seiner Senatsrede.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Tacitus, Senatus Consultum Silanianum, Cassius Longinus, antike Rhetorik und mos maiorum charakterisieren.

Warum ist die Senatsrede des Cassius Longinus so bedeutsam für die Arbeit?

Sie dient als Paradigma für den konservativen Juristen der frühen Kaiserzeit, dessen Härte und unerbittliche Logik Tacitus dazu nutzt, sowohl die Dekadenz der Zeit als auch den persönlichen Charakter des Senators darzustellen.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Tacitus als Historiker?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Tacitus die Rede nicht bloß dokumentiert, sondern künstlerisch bearbeitet hat, um ein gezieltes Zerrbild aristokratisch-konservativer Rhetorik zu schaffen.

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Details

Title
Tacitus, annales 14.42-45: Die Sennatsrede des C. Cassius aus dem Jahre 61 n.Chr. Aufarbeitunge eines historischen Mordfalls und dessen Prozess
College
University of Tubingen  (Seminar für Alte Geschichte)
Course
PS: Unterschichten in der Antike
Grade
1.5
Author
Manfred Merkel (Author)
Publication Year
2000
Pages
23
Catalog Number
V8837
ISBN (eBook)
9783638157032
Language
German
Tags
Tacitus Annales Senatsrede des C.Cssius Unterschichten in der Antike Sklaven Senat Kreuzigung C.Cassius
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manfred Merkel (Author), 2000, Tacitus, annales 14.42-45: Die Sennatsrede des C. Cassius aus dem Jahre 61 n.Chr. Aufarbeitunge eines historischen Mordfalls und dessen Prozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8837
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