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Analytische Betrachtung der familiären Strukturen in Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf"

Título: Analytische Betrachtung der familiären Strukturen in Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf"

Trabajo , 2008 , 31 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Juliane Dube (Autor)

Filología alemana - Literatura comparada
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Die Idee zur vorliegenden Arbeit entstand im Rahmen des Literaturseminars zum Thema „Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur“ an der Universität Duisburg-Essen. Neben den Werken über Winnie Pu, Biene Maja und Heidi wurde ebenso der Best- und Longseller Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren besprochen.
Auch nach fast 60 Jahren der Erstausgabe in deutscher Übersetzung, besitzen die Pippi-Geschichten für mich eine unvergleichliche Anziehung. Die Freude auf eine Einkehr in eine Welt ohne den neuzeitlichen Druck und Zwang, ohne Zukunftsängste und finanzielle Sorgen waren für mich Grund genug mich mit dem Werk von Pippi Langstrumpf erneut und intensiver auseinanderzusetzen.
Die Geschichte von Pippi Langstrumpf und ihren Freunden ist eine Geschichte über grenzenlose Freiheit, Freundschaft und Mut. Es ist eine auktoriale Erzählung über eine Welt, in der es keine Erwachsenen gibt bzw. in der sie keine große Rolle spielen. Pippi als „ewiges Kind“ und somit Gegenbild des aufklärerischen, viel zu schnell erwachsen werdenden Kindes, lebt den Traum von vielen Mädchen und Jungen. Die Darstellung einer verkehrten Welt, in der ein Mädchen übermenschliche Kräfte besitzt, niemals zur Schule geht und einen Vater hat, der Negerkönig der Taka-Tuka-Insel ist, lässt so manchen Leser, egal ob Kind oder Erwachsenen, in Tagträume versinken.
Pippi ist respektlos, rebellisch, frech und geht meist unbewusst gegen die vordergründigen Ruhe- und Ordnungsparolen an. Sie negiert und verweigert sich Regeln und Normen solange sie für sich deren Sinn nicht entdecken kann. Ihre Charakterzüge sind für die meisten Erwachsenen abstoßend und unerhört. Ihr fehlt die übliche Erziehung und das gute Benehmen, weswegen sie öfter mit den Erwachsenen aneinander gerät. Obwohl sich die Erwachsenen sehr darum bemühen, Pippi zu sozialisieren, ihr Regeln und Normen beizubringen, bleibt sie doch nonkonformistisch.
Lindgren appelliert mit ihren Pippi-Geschichten an den Leser sich gegen den zeitgenössisch geltenden Tugendkatalog zu wehren, der sich nur damit begnügt Anstand, Ordnung, Zeiteinteilung und andere Äußerlichkeiten zu predigen. Pippi besitzt alle Macht der Welt. Doch sie benutzt sie nicht, um nur ihre eigenen Interessen durchzusetzen, sondern kämpft zusammen mit Thomas und Annika unter der Fahne der Freundschaft und Hilfsbereitschaft gegenüber Schwächeren und Benachteiligten. Pippi Langstrumpf ist ein literarisches Beispiel dafür, dass man über Macht verfügen kann, ohne sie zu missbrauchen.

Extracto


Gliederung

1. Einleitung

2. Entstehungskontext

2.1 Die Entwicklung des schwedischen Familienbildes im Verlauf

2.2 Lindgrens Auffassung von Erziehung und ihrer Verankerung im Werk

3. Pippi Langstrumpf - Halbwaise oder Waisenkind?

4. Annika und Thomas – Freunde oder Ersatzfamilie?

5. Familie Settergreen – Beispiel für das traditionelle Familienbild

6. Pippi Langstrumpf im literaturwissenschaftlichen Diskurs

6.1 Endlose Diskussionen zum Klassikerbegriff in der Kinder- und Jugendliteratur

6.2 Pippi Langstrumpf, ein Klassiker nach Reinbert Tabbert?

6.3 Pippi Langstrumpf, ein Klassiker nach Bettina Kümmerling-Maibauer

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die familiären Strukturen in Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ und analysiert das Werk vor dem Hintergrund pädagogischer Diskurse sowie literaturwissenschaftlicher Klassikerdefinitionen. Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen traditionellen Familienbildern und der antiautoritären Lebensweise der Protagonistin aufzuzeigen.

  • Rekonstruktion des schwedischen Familienbildes im 20. Jahrhundert
  • Analyse der familiären Bindungen und Ersatzfamilien-Strukturen
  • Untersuchung der pädagogischen Einflüsse auf Lindgrens Werk
  • Anwendung der Kriterienkataloge von Reinbert Tabbert und Bettina Kümmerling-Maibauer
  • Empirische Befragung von Schülern zur Rezeption des Buches

Auszug aus dem Buch

Pippi Langstrumpf - Halbwaise oder Waisenkind?

Pippis Familiensituation ist alles andere als normal. Ihre Mutter ist schon sehr früh verstorben, sodass sich Pippi schon gar nicht mehr an sie erinnern kann. Fest davon überzeugt, dass ihre Mutter durch ein Loch vom Himmel auf sie herab schaut, winkt sie des Öfteren zu ihr hinauf. Demzufolge ist die Mutter für Pippi ständig präsent, auch wenn sie in Person nicht bei ihr sein kann. Ähnlich verhält es sich mit der Beziehung zu ihrem Vater. Obwohl noch am Leben, verbringt der Vater die Zeit nicht mit seiner Tochter, sondern segelt auf seinem Schiff namens „Hoppetosse“ entweder auf hoher See oder regiert als Negerkönig die Taka-Tuka-Insel. Bis zum zweiten Buch gilt er als verschollen und spielt somit für das Geschehen im ersten Band keine tragende Bedeutung. Für Pippi steht jedoch fest, dass ihr Vater eines Tages wiederkommen wird, um sie mit auf seine Insel zu nehmen, wo sie dann neben ihm als Negerprinzessin regiert.

Vater Efraim, wie ihn Pippi ständig nennt, besitzt ebenfalls übernatürliche Kräfte mit denen er z.B. ganze Palmen mit bloßen Händen ausreißen kann. In manchen Stellen des Buches wirkt er etwas einfach und naiv, so z.B. als er erwähnt, dass er seine Insel 14 Tage im Voraus regiert hat und somit keine Probleme in seiner Abwesendheit entstehen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Entstehung der Untersuchung im universitären Rahmen und führt in die Thematik der Pippi-Geschichten als antiautoritäres Gegenbild ein.

2. Entstehungskontext: Dieses Kapitel betrachtet den historischen Wandel des schwedischen Familienbildes sowie die reformpädagogischen Strömungen, die Astrid Lindgrens Denken prägten.

3. Pippi Langstrumpf - Halbwaise oder Waisenkind?: Eine Analyse der familiären Situation Pippis, bei der die Diskrepanz zwischen ihrem rechtlichen Status als Halbwaisen und ihrem tatsächlichen Leben als Waisenkind untersucht wird.

4. Annika und Thomas – Freunde oder Ersatzfamilie?: Hier wird die Freundschaft zu den Geschwistern Settergreen analysiert, insbesondere im Hinblick auf ihre Funktion als Ersatzfamilie und Kontrastfiguren.

5. Familie Settergreen – Beispiel für das traditionelle Familienbild: Dieses Kapitel arbeitet das traditionelle Familienbild der Settergreens als Kontrast zur ungebundenen Lebensweise von Pippi heraus.

6. Pippi Langstrumpf im literaturwissenschaftlichen Diskurs: Die Arbeit diskutiert den Klassikerbegriff in der Kinderliteratur anhand der theoretischen Kriterien von Reinbert Tabbert und Bettina Kümmerling-Maibauer.

7. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert, dass Pippi Langstrumpf durch seine ambivalente Darstellung von Realität und Phantasie zu den bedeutendsten Klassikern der Kinderliteratur zählt.

Schlüsselwörter

Astrid Lindgren, Pippi Langstrumpf, Kinderliteratur, Klassiker, Familienbild, Ersatzfamilie, Reformpädagogik, antiautoritäre Erziehung, Reinbert Tabbert, Bettina Kümmerling-Maibauer, Kindsein, Rezeption, Familienstrukturen, Literaturwissenschaft, Jugendliteratur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die familiären Verhältnisse und Strukturen in Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ sowie die Einordnung des Werkes als Klassiker der Kinderliteratur.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind das historische schwedische Familienbild, die Rolle von Erziehung in der Literatur, das Konzept der Ersatzfamilie und die literaturwissenschaftliche Definition von Kinderbuchklassikern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lindgren durch den Kontrast zwischen Pippi und der Familie Settergreen gesellschaftliche Normen hinterfragt und das Kind als eigenständiges, machtvolles Wesen darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Neben einer theoretischen Analyse und Rekonstruktion literaturwissenschaftlicher Diskurse umfasst die Arbeit eine empirische Befragung von 42 Schülern einer Waldorfschule zur Rezeption der Pippi-Bücher.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine familiensoziologische Betrachtung der Hauptfiguren, die Analyse der Freundschaftsbeziehungen und eine umfangreiche Auswertung nach den Kriterienkatalogen für Klassiker von Tabbert und Kümmerling-Maibauer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören „Pippi Langstrumpf“, „Klassiker“, „Familienbild“, „Antiautoritäre Erziehung“ und „Literaturwissenschaft“.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Vaters Efraim für Pippis Entwicklung?

Die Autorin sieht Vater Efraim als eine Figur, die trotz seiner Abwesenheit eine starke, jedoch eher spielerische emotionale Bindung zu Pippi aufrechterhält, welche Pippis eigenständige Entwicklung nicht behindert.

Warum identifizieren sich laut Umfrage viele Kinder trotz Pippis Freiheit eher mit Annika?

Laut der Auswertung identifizieren sich Kinder mit Annika, da sie ihr als „normales“, auf Regeln bedachtes Kind nähersteht, während Pippi als faszinierendes, aber unerreichbares „Superkind“ wahrgenommen wird.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
Analytische Betrachtung der familiären Strukturen in Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf"
Universidad
University of Duisburg-Essen  (Institut für Germanistik)
Curso
Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur
Calificación
1,3
Autor
Juliane Dube (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
31
No. de catálogo
V88370
ISBN (Ebook)
9783638024358
ISBN (Libro)
9783640788460
Idioma
Alemán
Etiqueta
Analytische Betrachtung Strukturen Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf Klassiker Kinder- Jugendliteratur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Juliane Dube (Autor), 2008, Analytische Betrachtung der familiären Strukturen in Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88370
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