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Spezifika und Instrumente eines Geschäftsprozesscontrolling

Title: Spezifika und Instrumente eines Geschäftsprozesscontrolling

Diploma Thesis , 2007 , 80 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kerstin Ludolph (Author)

Business economics - Controlling
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Geschäftsprozesscontrolling – Ein Weg um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden

Die aktuellen Diskussionen in Wirtschaft und Unternehmenspraxis sind von der zentralen Fragestellung dominiert, welches die Stärken und Erfolgsfaktoren sind, die Wettbewerbsvorteile für ein Unternehmen ergeben und es somit am Markt bestehen lassen. Als zentraler Punkt werden in dieser Thematik zum einen die Konzentration auf die Kernkompetenzen und zum anderen die Zufriedenstellung der Kundenanforderungen gesehen. Ein Lösungsansatz, um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bietet das Geschäftsprozessmanagement. Die Betrachtung der Geschäftsprozesse hat den Vorteil, dass die einzelnen Funktionsbereiche auf horizontaler Ebene geprüft werden. Weiterhin ist es vorteilhaft, dass sie auf die Zufriedenstellung der Kunden ausgerichtet sind, Werte schaffen, es aber gleichzeitig ermöglichen, die Organisation als Ganzes zu optimieren.

Ein Element des Geschäftsprozessmanagement stellt des Geschäftsprozesscontrolling dar. Um der veränderten Ausrichtung gerecht zu werden, muss das Controlling der prozessorientierten Sichtweise angepasst werden, was sich unter anderem durch die Notwendigkeit ausdrückt, die bisher verwendeten Instrumente anzupassen bzw. andere Instrument als bisher zu verwenden. Diese Thematik ist die zentrale Fragestellung dieser Arbeit. Welche Unterschiede gegenüber der „traditionellen“ Controllingsichtweise ergeben sich und welche Vorteile resultieren daraus? Weiterhin soll erörtert werden, welche Instrumente sich für das Geschäftsprozesscontrolling anbieten, um die geänderten Ziele zu erfüllen.

Im Rahmen dieser Arbeit wird nach der Einleitung zunächst näher auf die Charakteristika des Controlling sowie dies Grundlagen von Geschäftsprozessen eingegangen.
Danach werden die Ziele und Kennzeichen des Geschäftsprozesscontrolling erläutert. Danach werden unterschiedliche Gesichtspunkte des prozessorientierten Controlling in Bezug auf seine funktionsübergreifende Koordinationsfunktion behandelt. Im Anschluss daran werden die verschiedenen Aufgabenfelder des Geschäftsprozesscontrolling erörtert, bevor auf die Schritte eingegangen wird, die zu dessen Umsetzung notwendig sind.
Ferner werden Instrumente des Geschäftsprozesscontrolling thematisiert, welche entsprechend ihrer Ausrichtung in strategische und operative unterteilt werden.
Den Abschluss dieser Arbeit bildet ein Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Geschäftsprozesscontrolling – Ein Weg um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Controlling – Ein Begriff mit vielen Ausprägungen

2.1 Der Begriff des Controlling und seine Entwicklung

2.2 Controllingansätze im Überblick

3 Charakteristika von Geschäftsprozessen

3.1 Bestimmung des Begriffes Geschäftsprozess

3.2 Klassifizierung von Geschäftsprozessen

4 Geschäftsprozesscontrolling – Ziele und Aufgaben eines funktionsübergreifenden Controllingverständnisses

4.1 Ziele und Kennzeichen des prozessorientierten Controlling

4.2 Aspekte der funktionsübergreifenden Koordination

4.3 Aufgabenfelder des Geschäftsprozesscontrolling nach dem koordinationsorientierten Ansatz

4.4 Erforderliche Schritte zur Umsetzung des prozessorientierten Controlling

5 Instrumente des Geschäftsprozesscontrolling – Grundlage einer erfolgreichen Prozessorientierung

5.1 Methoden eines strategischen Prozesscontrolling

5.1.1 Benchmarking – Lernen von den Besten

5.1.2 Methoden des qualitätsorientierten Prozesscontrolling

5.1.3 Prozessorientierte SWOT-Analyse

5.1.4 Szenarioplanung – ein Mittel zur Analyse strategischer Lücken

5.1.5 Supply Chain Controlling – Betrachtung der unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse

5.1.6 Balanced Scorecard – mehr als ein Kennzahlensystem

5.2 Operative Instrumente des Prozesscontrolling

5.2.1 Prozesskostenrechnung als ein zentrales Element der Prozessorientierung

5.2.2 Prozesskennzahlensysteme – ein Instrument der Informationsversorgung und Steuerung

5.2.3 Prozessanalyse – Eine Methode zur Identifizierung von Schwachstellen

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Spezifika und Instrumente des Geschäftsprozesscontrollings mit dem Ziel, die Anforderungen an ein funktionsübergreifendes Controllingverständnis zu erörtern und die Bedeutung der Prozessorientierung zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit hervorzuheben. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit den Unterschieden gegenüber dem traditionellen Controlling sowie der Auswahl geeigneter Instrumente zur erfolgreichen Umsetzung im Unternehmen.

  • Grundlagen des Controllings und Entwicklung verschiedener Ansätze
  • Charakterisierung und Klassifizierung von Geschäftsprozessen als Kernobjekte
  • Ziele, Aufgaben und Umsetzungsschritte des funktionsübergreifenden Controllings
  • Methoden des strategischen und operativen Prozesscontrollings

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Benchmarking – Lernen von den Besten

Benchmarking ist ein Instrument zur Erhaltung bzw. Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens in einem dynamischen Umfeld. Sein Konzept beruht auf einem kontinuierlichen Prozess, bei dem die eigenen Produkte, Dienstleistungen, Prozesse und Methoden mit denen anderen Unternehmen verglichen werden. Die Philosophie dabei ist das Streben nach ständiger Verbesserung. Durch die Vergleiche sollen Unterschiede und deren Ursachen offengelegt werden. Zweck ist es, die beste Praxis zu erkennen und auf real existierende – folglich realisierbare – Ziele hinzuarbeiten. Darauf basierend können Möglichkeiten der Verbesserung aufgezeigt und wettbewerbsorientierte Zielsetzungen erarbeitet werden. Dabei geht es nicht darum neues Wissen zu generieren, sondern vorhandenes, zumeist externes, Wissen wird identifiziert, modifiziert und in die notwendigen Unternehmensbereiche transferiert.

Das Lernen von anderen Unternehmen gibt es schon seit vielen Jahren. Die früher als Betriebsvergleich bezeichnete Tätigkeit wurde selten jedoch für konkrete Maßnahme im Bereich der Strukturveränderung eingesetzt. Erst Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts entwickelte sich das Benchmarking in der hier beschriebenen Form. Diese Entwicklung ist eng verbunden mit dem amerikanischen Unternehmen Xerox, welches dieses Instrument anwendete, um in einer schwierigen Wettbewerbssituation wieder Anschluss an seine Mitbewerber zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Notwendigkeit des Geschäftsprozesscontrollings ein, um sich an veränderte Marktanforderungen anzupassen, und beschreibt den Aufbau der Arbeit.

2 Controlling – Ein Begriff mit vielen Ausprägungen: Das Kapitel definiert den Controllingbegriff und gibt einen Überblick über verschiedene theoretische und praxisorientierte Controllingansätze.

3 Charakteristika von Geschäftsprozessen: Hier wird der Begriff des Geschäftsprozesses bestimmt und eine Klassifizierung basierend auf unterschiedlichen Kriterien vorgenommen.

4 Geschäftsprozesscontrolling – Ziele und Aufgaben eines funktionsübergreifenden Controllingverständnisses: Das Kapitel erläutert die Ziele und Kennzeichen des prozessorientierten Controllings und beschreibt die Aufgabenfelder sowie Umsetzungsschritte.

5 Instrumente des Geschäftsprozesscontrolling – Grundlage einer erfolgreichen Prozessorientierung: Es werden verschiedene strategische (z.B. Benchmarking, BSC) und operative Instrumente (z.B. Prozesskostenrechnung, Prozessanalyse) zur Unterstützung der Prozessorientierung vorgestellt.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Besonderheiten des Geschäftsprozesscontrollings zusammen und bewertet die vorgestellten Instrumente hinsichtlich ihres Nutzens für die Unternehmenssteuerung.

Schlüsselwörter

Geschäftsprozesscontrolling, Prozessorientierung, Benchmarking, Balanced Scorecard, Prozesskostenrechnung, Prozessanalyse, Strategisches Controlling, Operatives Controlling, Wertschöpfungskette, Prozessleistung, Unternehmenssteuerung, Wettbewerbsfähigkeit, Prozessdokumentation, Prozessoptimierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Geschäftsprozesscontrolling als Methode, um Unternehmen an veränderte Anforderungen in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld anzupassen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Charakteristika von Geschäftsprozessen, die verschiedenen Controllingkonzepte sowie die konkrete Anwendung von Instrumenten zur Steuerung und Optimierung prozessorientierter Strukturen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, die Besonderheiten eines funktionsübergreifenden Controllingverständnisses aufzuzeigen und die Instrumente vorzustellen, die eine erfolgreiche Implementierung im Unternehmen ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse, die verschiedene Controllingansätze und Methoden des Prozesscontrollings (strategisch und operativ) systematisch gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung von Prozessmerkmalen, die Ableitung der Ziele für das prozessorientierte Controlling sowie die detaillierte Vorstellung und Einordnung strategischer und operativer Controllinginstrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Geschäftsprozesscontrolling, Prozessorientierung, Benchmarking, Prozesskostenrechnung und Balanced Scorecard definieren.

Warum ist die Prozesskostenrechnung ein zentrales Element?

Die Prozesskostenrechnung bietet die Möglichkeit, Gemeinkosten verursachungsgerecht auf Produkte und Dienstleistungen zu verteilen und die Kosten von Prozessen und Vorgängen transparent aufzuzeigen.

Welche Bedeutung hat die Balanced Scorecard im Prozesscontrolling?

Sie dient als ganzheitliches Instrument der Unternehmenssteuerung, das eine direkte Verbindung zwischen der Unternehmensstrategie und den Geschäftsprozessen herstellt, indem es sowohl monetäre als auch nicht-monetäre Perspektiven integriert.

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Details

Title
Spezifika und Instrumente eines Geschäftsprozesscontrolling
College
University of Kassel
Grade
1,7
Author
Kerstin Ludolph (Author)
Publication Year
2007
Pages
80
Catalog Number
V88374
ISBN (eBook)
9783638024372
Language
German
Tags
Spezifika Instrumente Geschäftsprozesscontrolling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kerstin Ludolph (Author), 2007, Spezifika und Instrumente eines Geschäftsprozesscontrolling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88374
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