Entwicklungstrends in der Lager- und Fördertechnik und ihr Einfluß auf die Wirtschaftlichkeit komplexer Lagersysteme


Hausarbeit, 2004
48 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhalt

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Situationsbetrachtung und Ziele der Logistik
2.1 Situationsbetrachtung - Veränderung der Haupteinflussfaktoren
2.2 Zielkonflikt und Einfluss der LuF-Technik

3 Aktuelle Entwicklungstrends in der Lagertechnik
3.1 Allgemeine Entwicklungstrends
3.1.1 Lagerregale
3.1.2 Lagerbediengeräte
3.2 Beispiel Satellitenlager
3.2.1 Theoretische Betrachtung
3.2.2 Umsetzung in der Praxis

4 Aktuelle Entwicklungstrends in der Fördertechnik
4.1 Allgemeine Entwicklungstrends
4.2 Beispiel FTS
4.2.1 Theoretische Betrachtung
4.2.2 Umsetzung in der Praxis

5 Zusammenfassende Schlüsselfaktoren

6 Kritische Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis im Anhang
Tabellenverzeichnis im Anhang
Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

„Am Anfang war das Regal... jeder Mensch lagerte in seinem persönlichen Bereich.“[1] – der Einsatz hochtechnisierter Produkte war nicht notwendig. Die einmal entwickelte Grundform ist bis heute erhalten geblieben und ist aus moderner Lagertechnik nicht mehr wegzudenken.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges lief die Wirtschaft auf Hochtouren. Der Markt nahm alles ab was produziert wurde, so dass sich die Unternehmen lediglich auf die Fertigungstechnik konzentrierten. Je mehr jedoch Wettbewerbsdruck entstand, desto mehr erkannte man, wie wichtig es ist, Kosten zu senken und wirtschaftlich zu handeln. Man erkannte, dass „…die Kosten für Lagern und innerbetrieblichen Transport bei der Hälfte der Herstellungskosten lagen.“[2] Rationalisierungen in diesem Bereich waren die Folge. Aus dem einfachen Regal von damals entstanden hochtechnisierte Produkte. Anpassungen an verschiedene Lagergüter haben stattgefunden. Heute gibt es kein Lagergut für das es nicht auch ein angepasstes Lagerregal gibt.[3]

In Anlehnung an die heutige und zu erwartende Situation des Unternehmens­umfeldes haben sich Entwicklungstrends in der Lager- und Fördertechnik[4] herauskristallisiert. So wird in dieser Hausarbeit zum Thema „Entwicklungs­trends in der Lager- und Fördertechnik und ihr Einfluss auf die Wirtschaft­lichkeit komplexer Lagersysteme“ wie folgt herangegangen:

- Aufzeigen wichtiger Änderungen der Randgegebenheiten als kurze Situationsanalyse,
- Identifizierung genereller Entwicklungstrends der LuF-Technik mit allgemeiner Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sowie deren Erläuterung an Praxisbeispielen,
- Zusammenfassen der gesamten Faktoren und
- Kritikausübung bezogen auf die Praxisanwendung als Schlussbetrachtung.

2 Situationsbetrachtung und Ziele der Logistik

2.1 Situationsbetrachtung - Veränderung der Haupteinflussfaktoren

Der Absatzmarkt hat sich vom Verkäufermarkt zum Käufermarkt gewandelt[5] - der Kunde hat die Auswahl zwischen zahlreichen Angeboten. Seine Bedürfnisse und Wünsche wechseln schneller als je zuvor und sein Kaufverhalten ist immer undurchsichtiger. Die Nachfrage der Kunden zeigt ein stark ausgeprägtes Saisonverhalten.[6] Des Weiteren ist ein Trend zur zeitgenauen Lieferung erkennbar. Wird Ware bestellt, soll diese so schnell wie möglich beim Kunden eintreffen - am besten innerhalb von 24 Stunden.[7]

Der Kunde hat mehr das Bedürfnis, sich von anderen abzuheben – er möchte individuell sein und damit eine große Artikelauswahl zur Verfügung haben. Er zeigt eine gesunkene Loyalität. Dies führt zu sich schneller ändernden Sortimenten[8] und zu steigenden Artikelanzahlen. Häufigere Bestellungen mit kleineren Bestellmengen seitens des Handels sind die Folge. Für die Zulieferer bedeutet das, dass sie Abwicklungen zu managen haben, die vergleichbar mit denen eines Versandhauses sind.[9]

Unternehmenszusammenschlüsse und somit die Unternehmenskonzentrationen nehmen immer mehr zu, was zu größeren und leistungsfähigeren Organisationen führt.[10] Ebenso ist die Konkurrenz weitaus größer geworden und die Produktlebenszyklen[11] haben sich verkürzt. Gründe hierfür sind in der Globalisierung und in den zusätzlichen Vertriebskanälen wie dem Internet, E-Commerce - im B2B und B2C Segment - sowie im Teleshopping zu sehen.[12] „Der erhöhte Kostendruck auf den nationalen und insbesondere auf den internationalen Märkten…zwingt die Unternehmen, vorhandene Rationalisierungs-potentiale und Produktivitätsreserven konsequent zu nutzen.“[13]

Dies führte dazu, dass J-I-T-Überlegungen immer mehr in den Mittelpunkt rückten. Statt sich zu bevorraten, wurde auf fertigungssynchrone Anlieferung gesetzt - Bestände wurden durch Informationen ersetzt.[14] Die Annahme, dass dadurch die Lager- und Fördertechnik weniger von Bedeutung ist, lässt sich leicht widerlegen, da die Lagerbestände oftmals nur verschoben werden. So ist es beispielsweise in der Automobilindustrie zunehmend der Fall, dass diese im Rahmen von make-or-buy Entscheidungen logistische Dienstleistungen fremdvergeben.[15]

Informations- und Kommunikationstechnologien entwickeln sich rasant. Hard- und Software bieten Unternehmen Möglichkeiten aber auch Standards, welche sie, um am Wettbewerb teilnehmen zu können, unweigerlich integrieren müssen. Softwarekomponenten, wie Lagerverwaltungssyteme[16], haben steigende Bedeutung ab 2005. Unternehmen der Lebensmittelindustrie werden verpflichtet stets ihre Güter rückverfolgen zu können.[17]

Des Weiteren ist Supply Chain Management – die Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette vom Lieferanten über den Produzenten bis hin zum Kunden – von Bedeutung. Dadurch können Lagerbestände minimiert, der Logistikservice verbessert und die Durchlaufzeiten verkürzt werden. Hier klaffen jedoch Wunsch und Wirklichkeit immer noch auseinander.[18]

Aus diesen Randbedingungen folgt, dass höchste Anforderungen an die Logistik­systeme bestehen. „Galt bis vor einigen Jahren die Logistik noch als echtes Differen­zierungs­kriterium, so ist für die meisten Unternehmen eine effiziente und wirtschaftliche Logistik Vorraussetzung für die Teilnahme am Markt.“[19] Dies erfordert situationsangepasste, vorausschauende und stets optimierte Logistik­leistungen bezogen auf die strategische und die operative Logistik – und eine Verringerung der Kosten.

2.2 Zielkonflikt und Einfluss der LuF-Technik

Die Ziele der Logistik liegen in der 6-R-Realisation: die richtigen Objekte, in der richtigen Menge, am richtigen Ort, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Qualität zu den richtigen Kosten[20] den Bedarfsträgern bereitzustellen. Nur so ist es einem Unternehmen möglich, wettbewerbsfähig zu bleiben und seine Wettbewerbs­fähigkeit zu verbessern.

Somit sollte ein Unternehmen stets bemüht sein, seine Logistikleistung markt­orientiert zu steigern, Logistikkosten zu verringern und somit Rationalisierungs­potentiale aufzudecken.[21] Hierbei entsteht ein Zielkonflikt: eine höhere Logistikleistung hat oftmals hohe Logistikkosten zur Folge. Beispielsweise folgt aus einem Lieferbereitschaftsgrad von > 95% ein überproportionaler Anstieg der Lagerhaltungskosten.[22] Das wäre unwirtschaftlich, es gilt ein Optimum zu finden - was wiederum die Komplexität dieses Bereiches widerspiegelt. Die Lager- und Fördertechnik beeinflusst diesen Zielkonflikt und wirkt sich damit auf die Wirtschaftlichkeit des komplexen Lagersystems aus. Folgende Einflussfaktoren sind z. B. maßgebend:

- Höhen-, Raum- und Flächennutzungsgrad[23],
- Einsatz und Auslastung von Ladehilfsmitteln,
- Verfügbarkeit der notwendigen Lagerkapazität und des Fördersystems,
- Umschlagsleistung[24],
- Zusammenspiel der technischen Komponenten,
- Automatisierungsgrad,
- Möglichkeit der Einbindung in das EDV-System (Host-Rechner) - Sicherung eines zeitnahen Informationsflusses,
- Höhe des Investitionsbedarfes, Wartungsaufwand (reibungsloser Güterfluss[25] ),
- Verschiedenartigkeit des Einsatzes der Technologien und Erweiterungs­fähigkeit,
- Verlässlichkeit / Fehlerhäufigkeit und Qualität der Technik,
- Qualitätserhaltung und Schutz der eingelagerten Güter sowie die
- Notwendigkeit des Personaleinsatzes.

Eine Optimierung der beispielhaft genannten Faktoren könnte die Lagerhaltungs­kosten (Anhang 1) nachhaltig senken, die Logistikleistung (Anhang 1) verbessern und somit auch die Wirtschaftlichkeit (Anhang 2) des komplexen Lagersystems (Anhang 3) positiv beeinflussen.

3 Aktuelle Entwicklungstrends in der Lagertechnik

3.1 Allgemeine Entwicklungstrends

3.1.1 Lagerregale

Zur Optimierung des o. g. Zielkonfliktes und zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit gab es stets Neu- und Weiterentwicklungen im Bereich der Lagertechnik i. e. S. (Anhang 4). So hat sich die Lagertechnik in den letzten 50 Jahren rasant entwickelt.[26] Es haben sich folgende allgemeine Entwicklungstrends herausgefiltert:

Das älteste aller Regaltypen ist das Fachbodenregal, welches am Anfang lediglich eine Höhe von 2m zuließ. Diese konnte durch den Einsatz von Leitern auf 3m erhöht werden.[27] Von diesem haben sich die unterschiedlichen Lagerregaltypen (Anhang 5) von heute abgeleitet. Bestimmungsgrößen liegen in den Eigenschaften der Güter, der Artikelanzahl, der Menge pro Artikel, dem Artikelgewicht, deren Abmessungen, der notwendigen Ladehilfsmitteln sowie der Häufigkeit der Ein- und Auslagerungen am Tag.[28]

Es wurde stets, in Abhängigkeit von den Bestimmungsgrößen, an einer optimalen Höhen-, Raum- und Flächennutzung gearbeitet. Da für eine mehrfachige Belastung höhere Stabilitätsanforderungen gelten, wurde in diesem Jahrhundert der Baustoff Holz vom Stahl abgelöst.[29]

So wurde beispielsweise 1962 das erste Hochregallager[30] von Bertelsmann in Gütersloh in Betrieb genommen. Dem folgten bis heute hunderte von Unternehmen. Die am meisten realisierten Höhen liegen zwischen 9-14m, was darauf zurückzuführen ist, dass die Lagerregale in bestehende Lagergebäude passen müssen. Höhen bis 45m weisen einen geringeren Anteil auf, was auf Planungszeiten und Baugenehmigungsverfahren zurückgeführt werden könnte.[31] Expertenmeinungen über die künftige Wichtigkeit verlaufen gegensätzlich. Auf den 21. Dortmunder Gesprächen hieß es, dass sich der Markt der HRL der Sättigungsgrenze nähert.[32] Aufgrund der zunehmenden Anzahl von Großunternehmen durch Unternehmenszusammenschlüsse werden automatische HRL immer noch vorteilhaft sein. Diese lohnen sich jedoch nur, wenn sie sich schnell amortisieren.

Der Einsatz von Paletten bei verschieden Lagerregaltypen ist ungebrochen (Anhang 6).[33] Standardisierung schlägt hier Individualisierung.[34] Stückgüter können zu Ladeeinheiten zusammengefasst werden. Palettierung ist jedoch nur sinnvoll, wenn die Maße und das Gewicht der Stückgüter gering oder deren Anzahl sehr groß ist. Auch wenn die Palettierung einen zusätzlichen Prozess in der Materialflusskette erfordert und damit ein höherer Aufwand entsteht, haben sich die Vorteile klar herausgehoben und in der Praxis bewährt. Durch die Bildung von Ladeeinheiten ist ein rationeller Umschlag in der Transport-kette möglich. Kostengünstigere Lager- und Transportmittel können eingesetzt werden. Dadurch reduzieren sich die Materialflusskosten und der Lieferservice wird erhöht.[35] Der Flächennutzungsgrad[36], z. B. bei der Blockregallagerung, konnte in Abhängigkeit vom Regalbediengerät[37] auf 70-80% gesteigert werden.[38]

Neue Informationstechnologien halten Einzug in die Lagertechnik. LVSe, angebunden an den Host-Rechner (Anhang 7), koordinieren und steuern viele Lager von heute. Auf Grundlage der heutigen ganzheitlichen prozessorientierten Betrachtung[39] werden weitgehend Barcode-Technologien genutzt. Angebracht an den Lagergütern/Ladeeinheiten/ Lagerregalen ist es möglich, die Informationen an das LVS weiterzuleiten. Informationen werden verarbeitet und weitere Materialflüsse werden koordiniert und gesteuert.

Man kann erkennen, dass bereits weitgehende Entwicklungen geschehen sind. Wandelbare Systeme, die auf ungeplante Ereignisse reagieren können, sind die Zukunft. Dies lässt zumeist auf statische Regalsysteme schließen. Generelle Entwicklungs-tendenzen gehen daher in folgende Richtung:

- Nutzung von Raumhöhen anstatt Grundflächennutzung,
- flexibler Einsatz im Bezug auf die Lagerung andere Güter,
- Erweiterungsfähigkeit und Veränderungsmöglichkeiten ohne Beeinträchtigung des Tagesgeschäftes[40],
- Einsatz von Ladehilfsmitteln / Verringerung der Lagergutbelastung,
- Eingliederung in das LVS und somit an den Host-Rechner (Automatisierung) mittels
- automatischer Datenerfassung mit Hilfe von Codierungstechniken[41] - Ersatz des
Barcodes durch neue RFID-Technologien[42],
- chaotische Lagerhaltung zur Verringerung ungenutzter Lagerkapazitäten,
- Optimierung von Zugriffs- und Wegezeiten durch optimale Lagerplatzzuweisung,
- Investitionsbedarf kann aus strategischer Sicht höher sein, jedoch der notwendige Wartungsaufwand/-häufigkeit aufgrund der Verfügbarkeitsan­forderungen gering,
- Optimale Verfügbarkeit der Lagerkapazitäten und günstige Zugriffspositionen[43].

Statische Lagerungen bedürfen in der Regel insgesamt geringerer Investitionskosten als dynamische Regalsysteme und können zumeist flexibler eingesetzt werden. Erweiterungsmöglichkeiten bieten sich bei diesen mehr als bei dynamischen Regalsystemen. Die gesamte Technik muss bei Produktver­änderungen nicht gänzlich verändert werden. Aus strategischer Sicht kann eine solche Lösung vorteilhafter sein.

Die Grundflächennutzung bei nichtstapelbaren Gütern kann auf ein Vielfaches erhöht werden. Der Platz wird somit effektiver genutzt.[44] Je höher ein Regal ist, desto weniger Grundfläche ist vonnöten und die Grundstückskosten für das komplexe System sind geringer. Durch die Verwendung von Ladehilfsmitteln bleibt die Qualität der Güter erhalten und die Lieferqualität verbessert sich.

Durch die Eingliederungsmöglichkeit an den Host-Rechner werden Lagerkapazitäten ausgenutzt und weniger Lagerplatzbedarf ist vonnöten. Durch eine Lagerplatzzuweisung, z. B. entsprechend der Häufigkeit der Zugriffe, werden Wege und Zugriffszeiten optimiert. Die Auftragsdurchlaufzeit und somit die Lieferzeit verkürzen sich. Bisher wurde der Barcode als Codierungstechnik für Daten genutzt. Neue RFID-Technologien können hingegen weitaus mehr Daten speichern. Nachteilig ist jedoch, dass RFID´s höhere Anschaffungskosten verursachen, was die nahe Integration verhindern könnte. Doch auch Preise sinken und so werden schrittweise Anpassungen in den Lagern stattfinden.[45] All das kann sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit auswirken.

3.1.2 Lagerbediengeräte

Lagerbediengeräte[46] dienen der Ein- und Auslagerung von Gütern. Sie werden hier im Zusammenhang mit den statischen Lagerregalen betrachtet.

Die o. g. Palettenregale kamen erst in Verbindung mit dem Gabelstapler auf, der den Beginn der Regalbedienung mittels eines Gerätes darstellte. Der Gabelstapler wurde in den 30er Jahren in Deutschland erfunden[47] und ist auch heute nicht mehr wegdenkbar. Er ist gleichzeitig RBG und Förderer und wird daher unter Abschnitt 4 genauer betrachtet.

Dem folgten weitere Entwicklungen der unstetigen Regalbediengeräte, welche auf freier Trasse operieren. Höchste Flexibilität kennzeichnete die Regalbedienung von 1950 bis 1965. Um der wechselnden Marktlage in den Zeiten der Großserienfertigung von 1965-1985 gerecht zu werden, wurden zur Erzielung einer hohen Transportleistung stetige spurgebundene Transportsysteme entwickelt.[48] Der tatsächliche Einsatz dieser automatischen RBGe erfolgte zeitlich verschoben in den kommenden Jahren.[49]

Ab 1985 ging der Trend zu flexiblen Transportsystemen (Anhang 8), welche auf einer flexiblen Trasse operieren.[50]

Im Bereich der Regalbedienung werden sicherlich noch optimierte Entwicklungen zu erwarten sein – wie z. B. Regalbedienung mittels FTSen.

Momentan werden automatische schienengeführte RBGe optimiert - die Nachfrage in der Praxis ist steigend (Anhang 9).[51] Da automatische Lösungen Abhängigkeiten zum Hersteller verursachen und die Fehlerbehebung Zeit bedarf, gehen neueste Entwicklungen zur begleitenden Videoaufzeichnung[52]. Diese beginnt immer wieder von neuem und überschreibt vorhandene Daten. Sobald ein Fehler auftritt, stoppt die Aufzeichnung. Dem Hersteller ist es so möglich eine Ferndiagnose zu stellen und die Verfügbarkeit schneller zu gewährleisten.[53]

Weitere Entwicklungstrends orientieren sich z. B. an:

- Verringerung der Flächennutzung[54], RBGe können immer höher operieren,
- Verringerung der Anzahl der notwendigen RBGe,
- Standardisierung – Einsatz von Ladehilfsmitteln,
- Steigerung der Leistungsfähigkeit[55] / Umschlagsleistung durch Doppelspiel[56]

(jeder Einlagerung folgt unmittelbar eine Auslagerung),

- Flexible Einsatzmöglichkeiten bei Produktveränderungen,
- Erweiterungsfähigkeit ohne Beeinträchtigung des Tagesgeschäftes[57],
- Steigerung des Automatisierungsgrades zur Steigerung der Integrationsfähigkeit (Host)

- Automatisches Ein- und Auslagern[58]
- Einsatz audiovisueller Systeme (siehe 4.1)
- Verkettungsmöglichkeit mit anderen Komponenten[59]
- Reduzierung des notwendigen Personals,
- Verlässlichkeit und optimale Verfügbarkeit[60].

Je geringer der notwendige Platz für RBGe und je geringer deren Anzahl ist, desto mehr verringert sich der Grundstücksbedarf und die damit verbundenen Kosten. Z. B. bedürfen schienengeführte RBGe einer durchschnittlichen Arbeitsgangbreite von 1,4 - 1,6m, manuelle Stapler hingegen 2,5 - 3m. Bei einer höheren Leistungsfähigkeit erhöhen sich zwar die Investitionskosten, aber gleichzeitig werden auch weniger RBGe vonnöten sein. Dies trifft ebenfalls zu, wenn die RBGe flexibel einsetzbar sind, d.h. unterschiedlichste Produkte transportieren und verschiedene Lagerorte bedienen können.[61]

[...]


[1] Warwel (Lager-), S. 143

[2] Warwel (Lager-), S. 144

[3] Vgl. Warwel (Lager-), S. 143

[4] im Folgenden mit LuF-Technik abgekürzt

[5] Vgl. Martin (Transport-) S. 2

[6] Vgl. Seifert (Strategien), S. 138-139

[7] Vgl. Douglas Graham (Warehouse), S. 21

[8] Vgl. Jansen (Bedeutung), S. 16

[9] Vgl. Seifert (Strategien), S. 139

[10] Vgl. Seifert (Strategien), S. 138

[11] Vgl. Stabenau (Meilensteine), S. 76

[12] Vgl. Jansen (Lager), S. 9

[13] Jansen (Lager), S. 9

[14] Vgl. Jünemann/Schmidt (Materialflusssysteme), S. 42

[15] Vgl. Jansen (Lager), S. 9

[16] im folgenden mit LVS abgekürzt

[17] Vgl. Jodin (Potenziale), S. 11

[18] Vgl. Weber (Wunsch), S. 34-41

[19] Seifert (Strategien), S. 138

[20] Vgl. John (Grundlagen), S. 11, 17

[21] Vgl. Martin (Transport), S. 3

[22] Vgl. Internetrecherche vom 10.08.2004,

http://help.sap.com/saphelp_45b/helpdata/de/35/26c012afab52b9e10000009b38f974/content.htm

[23] Vgl. Martin (Transport-), S. 12

[24] Vgl. Martin (Transport-), S. 12

[25] Vgl. John (Grundlagen), S. 20

[26] Vgl. Warwel (Lager-), S. 143

[27] Vgl. Warwel (Lager-), S. 145

[28] Vgl. Jünemann/Schmidt (Materialflusssyteme), S. 80

[29] Vgl. Warwel (Lager-), S. 144

[30] im folgenden mit HRL abgekürzt

[31] Vgl. Internetrecherche vom 06.07.2004, http://www.maschinenbau.tu-ilmenau.de/mb/wwwfb/NEWS/dbhrl.htm

[32] Vgl. o. V. (Wurzeln), S. 30-31

[33] Vgl. Internetrecherche vom 06.07.2004, http://www.maschinenbau.tu-ilmenau.de/mb/wwwfb/NEWS/dbhrl.htm

[34] Vgl. Seifert (Strategien), S. 140

[35] Vgl. Jünemann/Schmidt (Materialflusssysteme), S. 20-21

[36] Flächennutzungsgrad ist abhängig vom Gewicht, Abmessung und Volumen des Transportgutes + Regalfachtiefe

bzw. Transporthilfsmittel + manueller oder mechanischer Bedienung (Art des Staplers, RBG)

[37] im Folgenden mit RBG abgekürzt

[38] Vgl. Martin (Transport-), S. 328

[39] Vgl. Internetrecherche vom 12.08.2004, http://www.bvl.de/index.php?id=70&languageid=1

[40] Vgl. Seifert (Strategien), S. 140

[41] Vgl. Email-Auskunft vom 24.02.2004, Thomas Sowa, Verband für Lagertechnik und Betriebseinrichtung

[42] Vgl. Douglas Graham (Warehouse), S. 21

[43] Vgl. Jünemann/Schmidt (Materialflusssysteme), S. 84

[44] Vgl. Warwel (Lager-), S. 143-144

[45] Vgl. Douglas Graham (Warehouse), S. 26

[46] im Folgenden mit RBG abgekürzt

[47] Vgl. Warwel (Lager-), S. 143

[48] Vgl. Jünemann/Schmidt (Materialflusssysteme), S. 2

[49] Vgl. Internetrecherche vom 06.07.2004, http://www.maschinenbau.tu-ilmenau.de/mb/wwwfb/NEWS/dbhrl.htm

[50] Vgl. Jünemann/Schmidt (Materialflusssysteme), S. 2

[51] Vgl. Internetrecherche vom 06.07.2004, http://www.maschinenbau.tu-ilmenau.de/mb/wwwfb/NEWS/dbhrl.htm

[52] Vgl. Vogt (Regalbediengeräte), S. 30

[53] Vgl. Jodin (Logistiktrends), S. 20

[54] Vgl. Wagner/Scholten (Entwicklungstendenzen), S. 264

[55] Vgl. Wagner/Scholten (Entwicklungstendenzen), S. 264

[56] Vgl. Jünemann/Schmidt (Materialflusssysteme), S. 121

[57] Vgl. Seifert (Strategien), S. 140

[58] Vgl. Email-Auskunft vom 24.02.2004, Thomas Sowa, Verband für Lagertechnik und Betriebseinrichtung

[59] Vgl. Internetrecherche vom 15.08.2004, http://www.sfb582.de/de/contents/publ/fml0205.pdf

[60] Vgl. Wagner/Scholten (Entwicklungstendenzen), S. 263

[61] Vgl. Internetrecherche vom 15.08.2004, http://www.sfb582.de/de/contents/publ/fml0205.pdf

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten

Details

Titel
Entwicklungstrends in der Lager- und Fördertechnik und ihr Einfluß auf die Wirtschaftlichkeit komplexer Lagersysteme
Hochschule
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig  (HTWK Leipzig (FH))
Note
1,7
Autor
Jahr
2004
Seiten
48
Katalognummer
V88614
ISBN (eBook)
9783638043748
ISBN (Buch)
9783656525318
Dateigröße
642 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklungstrends, Lager-, Fördertechnik, Einfluß, Wirtschaftlichkeit, Lagersysteme, Lagertechnik, Warehouse, technology
Arbeit zitieren
Simone Lindemann (Autor), 2004, Entwicklungstrends in der Lager- und Fördertechnik und ihr Einfluß auf die Wirtschaftlichkeit komplexer Lagersysteme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88614

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