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Managing Diversity

Bildungsungleichheiten und Arbeitsmarktchancen

Title: Managing Diversity

Seminar Paper , 2007 , 38 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Katrin Schnell (Author)

Business economics - General
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Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Bildungsungleichheiten und Arbeitsmarktchancen, wobei besonders die Frage untersucht werden soll, welche Chancen Jugendliche mit geringer Bildung und gering Qualifizierte auf dem Arbeitsmarkt haben.
In Anbetracht der steigenden Jugendarbeitslosigkeit ist das Thema sehr aktuell. Viele Jugendliche sehen für sich keine Zukunftsperspektiven und reagieren mit Desinteresse an der Schule und zunehmender Aggressivität. Das wahre Ausmaß dieses Problems wurde erst durch die Vorfälle an der Berliner Rütli-Schule im Frühling 2006 öffentlich. Die Spaltung unserer Gesellschaft in Gebildet und Ungebildet und die dementsprechend ungleichen Lebenschancen belegt auch die PISA-Studie.
Um die Ursachen von Chancenungleichheit beim Arbeitsmarktzugang zu klären, soll zunächst ein kurzer Überblick über das deutsche Bildungssystem und bildungsrelevante Entwicklungen in Deutschland gegeben werden. Anschließend werden die Einflussfaktoren für geringe Bildung und schulische Förderungsmaßnahmen zur Verringerung der Ungleichheit erörtert. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt aber auf den Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Hier wird der Übergang in den Beruf und die Benachteiligung von gering Qualifizierten an Hand von ökonomischen Theorien erläutert. Dann wird ausführlich die Arbeitsmarktsituation von gering Qualifizierten behandelt, indem einfache Tätigkeiten, die Einkommensverteilung und die qualifikationsspezifische Arbeitslosigkeit analysiert werden. Zum Abschluss der Arbeit sollen kompensatorische Qualifizierungsmöglichkeiten, v.a. die berufliche Weiterbildung, gezeigt werden.
Das Thema Bildungsungleichheiten und Arbeitsmarktchancen umfasst prinzipiell alle Diversity-Dimensionen. In meiner Arbeit möchte ich mich aber auf die Dimensionen Arm-Reich und Einheimische-Fremde beschränken, da mir diese am interessantesten erscheinen. Vor allem beschäftigt sich diese Arbeit aber mit der Perspektive Gebildet-Ungebildet, die in den Vorlesungen leider nicht behandelt werden konnte.
Das Problem Arm-Reich wird vor allem im Aspekt der Einkommensverteilung sichtbar. Es soll analysiert werden, wie sich Bildung und qualifizierende Abschlüsse auf das Einkommen eines Menschen auswirken und wie langfristig diese Auswirkungen sind, d.h. wie sich die Differenz zwischen den Löhnen beim Berufseinstieg im Laufe der Zeit entwickelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildungsungleichheiten

2.1 Das Bildungssystem in Deutschland

2.2 Bildungsrelevante Entwicklungen in Deutschland

2.3 Einflussfaktoren für geringe Bildung

2.4 Schulische Förderung zur Verringerung der Ungleichheit

3. Arbeitsmarktchancen

3.1 Übergang in den Beruf: der Wettbewerb um eine Ausbildungsstelle

3.1.1 Ökonomische Theorien zur Erklärung des generellen Wettbewerbsnachteils von gering Qualifizierten

3.1.2 Ökonomische Erklärungen für die Verschlechterung der Arbeitsmarktchancen von gering Qualifizierten

3.2 Die Arbeitsmarktsituation von gering Qualifizierten

3.2.1 Einfache Tätigkeiten im Wandel

3.2.2 Ungleichheiten in der Einkommensverteilung

3.2.3 Qualifikationsspezifische Arbeitslosigkeit

3.3 Kompensatorische Qualifizierungsmöglichkeiten

4. Fazit / Ausblick

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Benachteiligung von Jugendlichen mit geringem Bildungsabschluss und gering Qualifizierten auf dem Arbeitsmarkt. Dabei werden sowohl die systemischen Ursachen der Bildungsungleichheit als auch ökonomische Mechanismen analysiert, die den Zugang zu Beschäftigung erschweren.

  • Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen
  • Ökonomische Theorien des Arbeitsmarktzugangs und der Diskreditierung
  • Wandel der Arbeitsmarktsituation für einfache Tätigkeiten
  • Einfluss der Qualifikation auf Einkommen und Beschäftigungssicherheit
  • Bedeutung und Barrieren der beruflichen Weiterbildung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Ökonomische Theorien zur Erklärung des generellen Wettbewerbsnachteils von gering Qualifizierten

Der Argumentation der Soziologin Heike Solga folgend sollen hier nachstehende theoretische Ansätze zur Erklärung des generellen Zusammenhangs zwischen individueller Bildungsleistung und Erwerbschancen kurz erläutert werden: die Humankapitaltheorie, die Signaling-Theorie, das Job-Competition-Modell und Segmentationskonzepte, die alle Eingang in das informierte Vakanzkettenmodell finden. Diese Theorien dienen u.a. der Begründung von geringeren Erwerbschancen gering qualifizierter Personen im Vergleich zu höher Qualifizierten. Allen ökonomischen Theorien gemeinsam ist die Annahme, dass die Leistungsfähigkeit einer Person mit steigender Bildung zunimmt.

Die Humankapitaltheorie erklärt die Unterschiede in den Erwerbschancen durch unterschiedliche Produktivitätsniveaus, die wiederum aus unterschiedlichen Bildungsanstrengungen resultieren. Bildung gilt als Investition in die individuellen Humankapitalressourcen, deren Ausbau vom Arbeitgeber mit höherem Lohn belohnt wird, da er von der Produktivität profitiert. Die Humankapitaltheorie unterstellt, dass jeder selbst für seine Bildungsanstrengungen verantwortlich ist. Die Benachteiligung v.a. von Migranten im Zugang zu Bildung bleibt dabei unberücksichtigt. Die niedrigen Löhne von gering Qualifizierten und ihre schlechten Ausbildungschancen ergeben sich gemäß dieser Theorie durch ihre geringen Bildungsinvestitionen und dem daraus folgenden geringen Produktivitätsniveau. Gering Qualifizierte haben ein hohes Entlassungsrisiko, da sie ersetzt werden, sobald ein höher qualifizierter Bewerber zur Verfügung steht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich Bildungsungleichheit und der daraus resultierenden Perspektivlosigkeit auf dem Arbeitsmarkt.

2. Bildungsungleichheiten: Analyse des deutschen Bildungssystems und der Faktoren, die zu einer schichtspezifischen Bildungsbenachteiligung führen.

3. Arbeitsmarktchancen: Untersuchung des Wettbewerbs um Ausbildungsplätze und der Arbeitsmarktsituation für gering Qualifizierte unter Einbeziehung ökonomischer Theorien.

4. Fazit / Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion möglicher Lösungsansätze zur Verbesserung der Chancen für bildungsbenachteiligte Personen.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Arbeitsmarktchancen, Gering Qualifizierte, Humankapitaltheorie, Signaling-Theorie, Job-Competition-Modell, Arbeitslosigkeit, Einkommensverteilung, Berufliche Weiterbildung, Schulsystem, Soziale Herkunft, Strukturwandel, Jugendarbeitslosigkeit, Bildungsarmut, Individuelle Förderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen Bildungsungleichheiten im deutschen Schulsystem und den daraus resultierenden Chancen oder Barrieren für gering Qualifizierte auf dem Arbeitsmarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem deutschen Bildungssystem, ökonomischen Erklärungsmodellen für den Arbeitsmarktzugang, der Entwicklung einfacher Tätigkeiten im Strukturwandel sowie der Bedeutung von beruflicher Weiterbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, warum Jugendliche mit geringer Bildung beim Übergang in den Beruf systematisch benachteiligt werden und welche Perspektiven sie langfristig in einer sich wandelnden Wirtschaft haben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch soziologische und ökonomische Modelle sowie der Auswertung empirischer Daten und Statistiken zur Bildungs- und Arbeitsmarktsituation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Bildungsungleichheiten (u.a. durch das dreigliedrige Schulsystem) und die detaillierte Untersuchung der Arbeitsmarktchancen, insbesondere durch Verdrängungseffekte und den Wandel von Anforderungen an einfache Tätigkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bildungsungleichheit, Arbeitsmarktchancen, gering Qualifizierte, Humankapitaltheorie, soziale Herkunft und berufliche Weiterbildung.

Inwiefern beeinflusst das deutsche Schulsystem die Arbeitsmarktchancen?

Durch eine frühe Selektion und den starken Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und schulischem Erfolg werden Bildungsdisparitäten geschaffen, die den späteren Berufseinstieg massiv beeinflussen und den Zugang zu qualifizierten Tätigkeiten einschränken.

Warum ist die berufliche Weiterbildung für gering Qualifizierte so schwierig?

Gering Qualifizierte sind in Weiterbildungsangeboten unterrepräsentiert, da sie oft keinen Überblick über den Markt haben und aufgrund negativer Vorerfahrungen sowie fehlender institutioneller Unterstützung Distanz zum Lernen aufgebaut haben.

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Details

Title
Managing Diversity
Subtitle
Bildungsungleichheiten und Arbeitsmarktchancen
College
Berlin School of Economics
Course
Managing Diversity
Grade
1,5
Author
Katrin Schnell (Author)
Publication Year
2007
Pages
38
Catalog Number
V88637
ISBN (eBook)
9783638034524
Language
German
Tags
Managing Diversity Managing Diversity
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Schnell (Author), 2007, Managing Diversity, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88637
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