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Über das Essayistische in Bill Violas 'Hatsu-Yume'

Title: Über das Essayistische in Bill Violas 'Hatsu-Yume'

Seminar Paper , 2004 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andrea Wildt (Author)

Film Science
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Summary Excerpt Details

Mithilfe der Theorie von Christina Scherer zum Essayfilm wird die Videoarbeit von Bill Viola Hatsu-Yume untersucht.

Die vorliegende Hausarbeit hat sich zur Aufgabe gestellt, das Essayistische in den Arbeiten von Bill Viola zu untersuchen. Zu Beginn werden mittels einer Analyse des VideosHATSU-YUME ( First Dream ) aus dem Jahre 1981 die formalen Mittel dieses Werkes herausgearbeitet, um dann anhand der von Christina Scherer bestimmten
Merkmale eines Essayfilmes zu prüfen, welche ihrer erarbeiteten Punkte auch bei Violas Werken eine Rolle spielen und auf eventuelle Unterschiede hinweisen. Dabei
werden folgende, wesentliche Kennzeichen eines Essayfilms diskutiert: die
Thematisierung und Inszenierung von subjektiver Sicht, die Selbstreferentialität und -
reflexivität sowie die Mittel der Intertextualität und Intermedialität und deren Wirkung
auf Rezipienten und Film. Da sich nicht alle der angeführten Kennzeichen des Essayfilms an nur dem einen Werk Violas festmachen lassen, wird an gegebener Stelle auch auf andere seiner Videoarbeiten Bezug genommen werden. Als zusätzliche theoretische Basis zum Essay wird mir für diese Hausarbeit der Text von Theodor W. Adorno "Der Essay als Form" dienen, denn der Begriff Essayfilm entstand aus einer Transformation des Wortes aus der Literatur auf den Film, wobei, trotz genreunterschiedlichen Dominanzen der vermittelnden Medien, von einer Übereinstimmung spezifischer Merkmale des literarischen und des filmischen Essays ausgegangen wird. Die im filmwissenschaftlichen Diskurs diskutierte Problematik der Gattungsdefinitionen des Genres Essayfilm wird in dieser Arbeit größtenteils unbeachtet lassen. Nur zu gegebenen Anlässen wird in Form von Randbemerkungen auf bestimmte Diskurse aufmerksam gemacht. Am Ende der Erörterung dieser Kriterien wird noch auf die besondere Stellung Violas als eben kein Filmemacher, sondern Künstler und sein bevorzugtes Medium das Video einzugehen sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse von HATSU-YUME (First Dream)

2.1. Inhalt und Handlung

2.2. Kameraposition, -einstellung, -bewegung

2.3. Bildgeschwindigkeit

2.4. Licht

2.5. Ton

2.6. Montage

3. Merkmale eines Essayfilms

3.1. Der subjektive Blick

3.2. Selbstreflexivität und die Selbstreferentialität

3.3. Intertextualität und Intermedialität

4. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Essayistische im Werk von Bill Viola, insbesondere anhand seines Videos "HATSU-YUME (First Dream)" aus dem Jahr 1981, unter Einbeziehung theoretischer Ansätze von Theodor W. Adorno und Christina Scherer.

  • Formale Analyse der visuellen und akustischen Mittel in HATSU-YUME
  • Untersuchung von Subjektivität im filmischen Essay
  • Reflexion über Selbstreflexivität und Selbstreferentialität bei Viola
  • Bedeutung von Intertextualität und Intermedialität im Video
  • Die Rolle von Video als unmittelbares Medium gegenüber dem Film

Auszug aus dem Buch

2.1. Inhalt und Handlung

Das Geschehen in HATSU-YUME kann zur Übersicht grob in fünf Themenkomplexe unterteilt werden. Das Video beginnt mit Bildern aus der Natur, dem folgt ein thematischer Bruch zu Bildern eines Hafen- und Schiffbetriebes, darauf schließt ein Einschub von mehreren Einstellungen schwimmender Kerzen an. Danach, um den zweiten inhaltlichen Bruch zwischen den Themenkomplexen zu vollziehen, sieht man Bilder einer asiatischen Großstadt (Tokio). Am Ende des Videos kehren die Bilder zum Anfangsthema der Natur zurück, indem lebende Fische und ein Mensch im nächtlichen Wald gezeigt werden.

Der bildliche Inhalt von HATSU-YUME bewegt sich demzufolge zwischen den Polen Natur, Industrie und Grosstadt und den damit verbundenen Assoziationen, wobei keines der Themen die anderen überwiegt. Diese von mir benannten Themenkomplexe werden sporadisch von kurzen Einschüben aus anderen Themenbereichen unterbrochen. So werden beispielsweise im ersten Bilderkomplex für einen Moment Bilder einer am Wasser liegenden Stadt zwischenmontiert oder im Grosstadtkomplex kurz das Bild eines in den nächtlichen Wald gehenden Mannes. Dadurch verbinden sich die sonst klar voneinander getrennten Bereiche und geben einen kurzen Vorausblick auf Bevorstehendes.

Innerhalb der einzelnen Motive werden mehrere, meist zwei, Unterthematiken miteinander verhandelt. So mischen sich in den ersten Komplex der Naturbilder Darstellungen von Menschen in der Natur. Anfangs wird die Landschaft noch allein und rein gezeigt, aber später drängen sie sich in ihre Einsamkeit, mal spazierend, arbeitend oder betend, aber immer in Harmonie mit ihrer Umgebung und im Hintergrund der Szenerie. Das dominierende Motiv des ersten Themenkomplexes bleibt aber die Natur.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit setzt sich das Ziel, Bill Violas HATSU-YUME als Essayfilm zu analysieren und dessen formale Kennzeichen anhand theoretischer Modelle zu untersuchen.

2. Analyse von HATSU-YUME (First Dream): Eine detaillierte Untersuchung der bildlichen, akustischen und montagetechnischen Mittel des Werkes von Bill Viola.

3. Merkmale eines Essayfilms: Theoretische Bestimmung des Essayfilms anhand der Kriterien Subjektivität, Reflexivität und Intermedialität zur Anwendung auf das Fallbeispiel.

4. Schlusswort: Zusammenfassung der Ergebnisse, die HATSU-YUME als essayistische Arbeit verorten, wobei Violas Fokus auf körperlicher Erfahrung und die Medialität des Videos hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Bill Viola, HATSU-YUME, Essayfilm, Videoarbeit, Subjektivität, Selbstreflexivität, Selbstreferentialität, Intermedialität, Filmtheorie, Theodor W. Adorno, Christina Scherer, Wahrnehmung, Zeitlupe, Montage, Medialität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das essayistische Potenzial in Bill Violas Videoarbeiten, mit dem Fokus auf seinem Werk "HATSU-YUME (First Dream)".

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die formale Gestaltung, die Rolle der Subjektivität, die Mechanismen der Selbstreflexivität und die mediale Bedeutung des Videos.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu prüfen, inwieweit Violas Arbeiten die Merkmale eines Essayfilms erfüllen, insbesondere unter Bezugnahme auf die Theorien von Adorno und Scherer.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine detaillierte formale Filmanalyse mit einer literaturwissenschaftlich und filmtheoretisch fundierten Diskursanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse von HATSU-YUME und eine anschließende theoretische Reflexion über essayistische Gattungsmerkmale.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Essayfilm, Subjektivität, Selbstreflexivität, Intermedialität und die spezifische Medialität des Videos als Erfahrungsträger.

Wie unterscheidet sich Violas Einsatz von Licht in HATSU-YUME von einer rein realistischen Darstellung?

Viola nutzt Licht nicht bloß zur Ausleuchtung, sondern als ein atmosphärisches Gestaltungselement, das durch den sogenannten "Lichtlinieneffekt" materielle Objekte auflöst und meditative Trancezustände erzeugt.

Warum ordnet die Autorin HATSU-YUME als "strukturell selbstreflexiv" ein?

Weil Viola Brüche im Ton und Bild nicht verbirgt, sondern offen thematisiert und damit den Aufnahmeprozess sowie die Referenzfunktion von Bildern kritisch hinterfragt.

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Details

Title
Über das Essayistische in Bill Violas 'Hatsu-Yume'
College
Free University of Berlin  (Institut für Filmwissenschaft )
Course
Essayfilm
Grade
1,0
Author
Andrea Wildt (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V88670
ISBN (eBook)
9783638031073
ISBN (Book)
9783638929431
Language
German
Tags
Essayistische Bill Violas Hatsu-Yume Essayfilm
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Wildt (Author), 2004, Über das Essayistische in Bill Violas 'Hatsu-Yume', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88670
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