Die Bedeutung des Lebensweltbezuges für die therapeutische Arbeit mit Klienten verschiedener Lebensaltersphasen


Essay, 2007

5 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Lebensweltbezug in der therapeutischen Arbeit

Der Lebensweltbezug spielt in der therapeutischen Arbeit besonders in der Prävention, Rehabilitation und Pflege eine immer größere Rolle. Die Erwartungen an das Gesundheitswesen werden mehr und mehr durch das Bestreben ein hohes Qualitätsniveau zu erreichen und eine optimale Qualitätssicherung zu erbringen, beeinflusst. Die Umsetzung und Verfeinerung eines intra - und interorganisatorischen Lebensweltbezuges, fordert die Zusammenarbeit von den beratenden, rehabilitierenden und pflegenden Berufsgruppen mit der Leitung und Organisation zwischen und innerhalb von Einrichtungen, sowie mit den Trägergesellschaften. Es geht darum prinzipielle Ansätze in der Organisation von Pflege und anderen Bereichen des Gesundheitswesens weiter zu entwickeln, und die Entstehung von lebensweltentfernten Tendenzen zu verhindern. Die Rehabilitations- und Pflegeberufe arbeiten mit dem Hintergrund eine Dienstleistung am Menschen zu erbringen. Dabei sind diese sozialen Dienste stark von der Kooperation bzw. Kooperationsfähigkeit und - willigkeit seitens der Klienten abhängig. Ohne diese Vorraussetzung kann keine Dienstleistung zu Stande kommen. Der Lebensweltbezug der Patienten muss in den Arbeitsprozess integriert sein, um eine qualitativ hochwertige, professionelle Leistung am Menschen zu gewährleisten. Zum Beispiel ist bei präventiven Maßnahmen die Herausforderung Verhaltens- und Gewohnheitsänderungen ohne den Rahmen einer stationären Institution zu erreichen, besonders hoch.

Im Zusammenhang der Kooperation zwischen Institutionen und potenziellen Klienten sollen noch vorhandene und funktionierende, soziale Zusammenhänge durch die Nutzung von sozialen Ressourcen entwickelt und unterstützt und durch Hilfeangebote der Institutionen vervollständigt werden.

Die Ziele des Lebensweltkonzeptes in der therapeutischen Arbeit sind eine Stärkung von alltagsbezogenen Handlungskompetenzen und eine Form der Hilfe zur Selbsthilfe zu schaffen.

Definition Lebenswelt nach Armin Kaiser:

„Als Lebenswelten sind alltägliche Handlungszusammenhänge anzusehen, die relativ feste Muster für soziales Handeln anbieten und Verfahren zur Orientierung in der sozialen Welt zur Verfügung Stellen. (1990, S.13) Die Lebenswelt besteht aus einem Zusammenspiel von sozialen, individuellen, personalen und Objektiven Einheiten, die einer Wechselseitig beeinflussen und bedingen.

Die Patienten sollen mit Hilfe der Prävention in ihrem persönlichen Lebensumfeld bleiben können oder durch die Arbeit in der Rehabilitation schnellst möglich dahin zurückgebracht werden. Die stationäre Aufnahme soll weitestgehend verhindert, bzw. hinausgezögert werden.

Konzept - Lebenswelt

Der Lebensweltbezug ist vorrangig individuell verankert, aber es ist nicht gemeint, dass alle Details des Einzelfalls berücksichtigt werden sollen. Es muss flexible Behandlungsansätze geben, die sich auf die verschiedenen Arbeitsbereiche des Gesundheitswesens und den jeweiligen Fall anwenden lassen. Die Fachkräfte des Sozial- und Gesundheitswesens berücksichtigen die finanziellen Begebenheiten, die Möglichkeiten, die die Institution bietet und die optimale Hilfeleistung und erarbeiten damit ein zielgerichtetes System. Dies setzt ein komplexes Netzwerkmanagement voraus mit Kontrolle und Rückkopplung zur Qualitätssicherung. Im konkreten Einzelfall soll eine optimale Hilfe und präzise Versorgung im zuständigen Dienstleistungsbereich erreicht werden. Die Transdisziplinarität steht im Vordergrund, unterschiedliche Berufsgruppen müssen miteinander kooperieren.

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Ende der Leseprobe aus 5 Seiten

Details

Titel
Die Bedeutung des Lebensweltbezuges für die therapeutische Arbeit mit Klienten verschiedener Lebensaltersphasen
Hochschule
Fachhochschule Lausitz
Veranstaltung
Psychosoziale Grundlagen
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
5
Katalognummer
V88677
ISBN (eBook)
9783638032087
Dateigröße
433 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bedeutung, Lebensweltbezuges, Arbeit, Klienten, Lebensaltersphasen, Psychosoziale, Grundlagen
Arbeit zitieren
Fanny Herrmann (Autor), 2007, Die Bedeutung des Lebensweltbezuges für die therapeutische Arbeit mit Klienten verschiedener Lebensaltersphasen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88677

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