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Bilanzielle Abbildung betrieblicher Altersvorsorge in Form von Unterstützungskassen nach IFRS

Eine kritische Würdigung

Titre: Bilanzielle Abbildung betrieblicher Altersvorsorge in Form von Unterstützungskassen nach IFRS

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 14 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Matthias Bauer (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die betriebliche Altersvorsorge in Form der Unterstützungskasse ist eine spezielle Ausgestaltung des deutschen Betriebsrentengesetzes (BetrAVG). Gemäß § 1b Abs. 4 BetrAVG ist die Unter-stützungskasse eine rechtsfähige Versorgungseinrichtung, welche auf ihre Leistungen, der Ge-währung der Versorgungsansprüche der berechtigten Mitarbeiter des Trägerunternehmens, kei-nen Rechtsanspruch gewährt. Die Arbeitnehmer besitzen weiterhin einen Rechtsanspruch gegen das Trägerunternehmen1. Ein identisches rechtliches Konstrukt hat das IASB in dem für die be-triebliche Altervorsorge maßgeblichen IFRS-Standard, IAS 19, nicht vorgesehen. Die IFRS ori-entieren sich in der Klassifizierung der Instrumente betrieblicher Altersversorgung nicht an der formalrechtlichen Ausprägung des Versorgungsplans, sondern an dessen wirtschaftlichem Ge-halt2. Unterstützungskassen zählen zu den Versorgungsplänen mit Leistungsprimat. Das Unter-stützungskassenvermögen muss, damit es verpflichtungsmindernd bei der Saldierung mit der passivierten Versorgungsverpflichtung berücksichtigt werden kann, den Voraussetzungen des IAS 19 entsprechen. Der darin definierte angelsächsische Pensionsfonds3 stellt hohe Anforder-ungen an die Qualifizierung von Vermögenswerten als Planvermögen (Plan Asset) und somit an den Deckungsstock der Unterstützungskasse. Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat in sei-ner Stellungnahme zur Rechnungslegung wesentliche Aspekte zur Auslegung des IAS 19, schwerpunktmäßig die Bilanzierung von Plan Assets im Zusammenhang mit Pensionsverpflicht-ungen, diskutiert4. Ziel der Arbeit ist es, die Konformität der IDW-Interpretation mit IAS 19 kritisch zu würdigen und die wesentlichsten in der Praxis autretenden Probleme aufzuzeigen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Rückfluss des Unterstützungskassenvermögens an das Trägerunternehmen in Form von Darlehen

2.1 Auffassung des IDW zur Darlehensgewährung der Unterstützungskasse an das Trägerunternehmen

2.2 Kritische Würdigung der Konformität der IDW-Auffassung zur Darlehensgewährung der Unterstützungskasse an das Trägerunternehmen mit IAS 19

2.2.1 Einschränkung des Verbotes des Zugriffs Dritter auf das Unterstützungskassenvermögen gemäß IAS 19

2.2.2 Beeinträchtigung der Finanzierung der Altersversorgungsleistungen gemäß IAS 19 durch die Darlehensgewährung

3 Übertragung nicht finanzieller Vermögensgegenstände auf die Unterstützungskasse mit anschließender Nutzungsüberlassung an das Trägerunternehmen

3.1 Auffassung des IDW zur Übertragung von Sachanlagevermögen auf die Unterstützungskasse mit anschließender Nutzungsüberlassung

3.2 Kritische Würdigung der Konformität der IDW-Auffassung zur Nutzungsüberlassung von Sachanlagevermögen an das Trägerunternehmen mit IAS 19

3.2.1 Beeinträchtigung der Zwecksetzung des Unterstützungskassenvermögens gem. IAS 19

3.2.2 Beeinträchtigung der Weiterveräußerbarkeit des Sachanlagevermögens

4 Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Vereinbarkeit der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) vertretenen Interpretationen zur bilanziellen Abbildung von Unterstützungskassen mit den internationalen Rechnungslegungsstandards nach IAS 19. Ziel ist es zu prüfen, inwieweit Rückflüsse von Kassenvermögen an das Trägerunternehmen, etwa durch Darlehen oder die Übertragung von Sachwerten, den strengen Anforderungen an die Qualifizierung als Planvermögen (Plan Assets) gerecht werden und ob diese Praktiken die Sicherheit der betrieblichen Altersvorsorge gefährden.

  • Bilanzielle Behandlung von Unterstützungskassen nach IFRS
  • Kriterien für die Anerkennung von Vermögenswerten als Plan Assets
  • Auswirkungen von Darlehensrückflüssen an das Trägerunternehmen
  • Problematik der Übertragung und Nutzungsüberlassung von Sachanlagevermögen
  • Kritische Analyse der IDW-Stellungnahmen im Kontext von IAS 19

Auszug aus dem Buch

Einschränkung des Verbotes des Zugriffs Dritter auf das Unterstützungskassenvermögen gemäß IAS 19

Da ein Darlehen keine direkte Rückzahlung an das Trägerunternehmen darstellt, könnte man vermuten dass, sofern das Darlehen zu marktüblichen Bedingungen ausgegeben wird und ausreichend besichert ist, es nicht gegen die Zielsetzung des IAS 19 verstößt. Durch die Tilgung des Darlehens fließt das rückerstattete Vermögen wieder an die Unterstützungskasse zurück und die Kreditzinsen begünstigen die Finanzierung der Versorgungsansprüche.

Diese Annahme bedingt jedoch die Prämisse eines solide aufgestellten Unternehmens, dessen Liquiditätslage es erlaubt, die Rückzahlung des Darlehens zu antizipieren. Gerade an dieser Stelle ist Kritik zu äußern. In der Praxis sind die Leitungsorgane von Trägerunternehmen und Unterstützungskasse nicht selten identisch bzw. eng miteinander verbunden. Ein Beherrschungsverhältnis kann somit nicht ausgeschlossen werden. Der Klassifizierung der Vermögenswerte als Plan Assets steht ein solches Beherrschungsverhältnis nach IAS 19 nicht entgegen, sofern die Leitungsorgane der Unterstützungskasse sich satzungsgemäß zu einem der Zwecksetzung des Pension Fund entsprechenden Handeln verpflichtet haben. Sollten die Leitungsorgane der Unterstützungskasse Zweifel an der Bonität des Trägerunternehmens haben, jedoch aufgrund der Einflussnahme des Trägerunternehmens nicht frei in ihrer Entscheidung über die Kreditvergabe sein, könnte dies im eintretenden Insolvenzfall des Trägerunternehmens der Zwecksetzung der IAS 19 maßgeblich entgegen laufen. Das Vermögen in Höhe des Darlehens steht in diesem Fall der Unterstützungskasse nicht mehr zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen zur Verfügung und bedroht somit die Rechte der Leistungsempfänger. Dies stellt einen Verstoß gegen IAS 19 dar, da Dritte über den Quotenanspruch gegen die Insolvenzmasse Zugriff auf das Unterstützungskassenvermögen erlangen könnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Unterstützungskasse als Instrument der betrieblichen Altersvorsorge und deren Einordnung unter den Rechnungslegungsstandard IAS 19.

2 Rückfluss des Unterstützungskassenvermögens an das Trägerunternehmen in Form von Darlehen: Untersuchung der IDW-Auffassung zur Darlehensgewährung und kritische Analyse der Vereinbarkeit mit der Zweckbindung des Planvermögens.

3 Übertragung nicht finanzieller Vermögensgegenstände auf die Unterstützungskasse mit anschließender Nutzungsüberlassung an das Trägerunternehmen: Analyse der Probleme, die bei der Übertragung von Sachwerten und deren Nutzung durch das Trägerunternehmen im Hinblick auf IAS 19 entstehen.

4 Zusammenfassung der Ergebnisse: Synthese der Erkenntnisse über die Risiken der IDW-Interpretationen für die Saldierungsfähigkeit von Pensionsrückstellungen und die Sicherheit der Altersversorgung.

Schlüsselwörter

Unterstützungskasse, IAS 19, Plan Assets, betriebliche Altersvorsorge, IDW, Pensionsverpflichtungen, Rechnungslegung, Darlehen, Sachanlagevermögen, Planvermögen, Bilanzierung, Insolvenzrisiko, Zweckbindung, IFRS, Finanzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die bilanzielle Abbildung von Unterstützungskassen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS/IAS 19).

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die Qualifizierung von Vermögenswerten als "Plan Assets", die Darlehensvergabe an Trägerunternehmen sowie die Übertragung und Nutzungsüberlassung von Sachanlagen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die Auslegung des IDW zur bilanziellen Anerkennung von Unterstützungskassen-Vermögen mit den Vorgaben des IAS 19 konform ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine kritische Literaturanalyse und eine rechts- bzw. bilanztheoretische Würdigung der IDW-Stellungnahmen im Vergleich zum IAS 19-Standard.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei Abschnitte: den Rückfluss von Kassenvermögen durch Darlehen und die Problematik der Einbringung von Sachwerten bei gleichzeitiger Nutzungsüberlassung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Typische Begriffe sind Unterstützungskasse, IAS 19, Plan Assets, Bilanzierung, Pensionsverpflichtungen und Rechnungslegungsstandards.

Warum sieht der Autor die Darlehensvergabe an das Trägerunternehmen kritisch?

Das Darlehen gefährdet die Zweckbestimmung des Planvermögens und setzt das Kapital im Falle einer Insolvenz des Trägerunternehmens den Zugriffen Dritter aus.

Inwieweit beeinträchtigt ein "Finance Lease" die Anerkennung als Plan Asset?

Bei einem Finance Lease wird der Vermögenswert wirtschaftlich dem Trägerunternehmen zugerechnet, wodurch er nach IAS 19 den Status eines selbstständigen Plan Assets verliert.

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Résumé des informations

Titre
Bilanzielle Abbildung betrieblicher Altersvorsorge in Form von Unterstützungskassen nach IFRS
Sous-titre
Eine kritische Würdigung
Université
http://www.uni-jena.de/  (Lehrstuhl für betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung)
Cours
Wirtschaftsprüfungsseminar
Note
2,0
Auteur
Matthias Bauer (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
14
N° de catalogue
V88821
ISBN (ebook)
9783638038430
Langue
allemand
mots-clé
Bilanzielle Abbildung Altersvorsorge Form Unterstützungskassen IFRS Wirtschaftsprüfungsseminar
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Matthias Bauer (Auteur), 2007, Bilanzielle Abbildung betrieblicher Altersvorsorge in Form von Unterstützungskassen nach IFRS , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88821
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Extrait de  14  pages
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