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Leistungsmessung und -beurteilung im Kunstunterricht. Möglichkeiten und Grenzen

Titel: Leistungsmessung und -beurteilung im Kunstunterricht. Möglichkeiten und Grenzen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 21 Seiten , Note: 13

Autor:in: Anja Hörter (Autor:in)

Pädagogik - Kunstpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Leistungsmessung und –beurteilung im Fach Bildende Kunst. Dabei soll herausgearbeitet werden, weshalb diese gerade im Bereich der Kunstpädagogik so schwerfallen und auf welche Bewertungsverfahren in Bezug auf gestalterische Schülerarbeiten heutzutage zurückgegriffen werden kann. Da den Begriffen "Leistung", "Leistungsmessung" und "Leistungsbeurteilung" zentrale Bedeutung zukommt, soll in einem ersten Schritt kurz geklärt werden, was diese Begriffe im pädagogischen Zusammenhang genau implizieren. Auch dem Begriff der Zensur wird hierbei eine größere Rolle zukommen, da gezeigt werden soll, welche wichtige und grundlegende Funktion der Zensur im Allgemeinen zukommt und welche Aspekte bei der Notenvergabe im Kunstunterricht zusätzlich zu berücksichtigen sind.

Es wird von mehreren Autoren, die sich mit der Benotung im Kunstunterricht beschäftigen, aufgezeigt, dass es vor allem in den ästhetischen Fächern, wie Bildender Kunst zu Problemen bei der Notenvergabe kommt. A. Friedt stellt so in seiner Abhandlung zum Beispiel fest, dass die Leistungsmessung und -beurteilung besonders im Kunstunterricht zu Unwohlsein, Bedenken und Einwänden auf Seiten der in diesem Fach unterrichtenden Lehrkräfte führt, wobei die Notenvergabe insgesamt oft als eine lästige Notwendigkeit in Zusammenhang mit der Institution Schule angesehen wird. Mögliche Gründe hierfür sollen im 3. Kapitel thematisiert werden, wobei veranschaulicht werden soll, weshalb die Zensur besonders im Fach Bildende Kunst eine besondere Herausforderung darstellt.

Sowohl die Schwierigkeit bei der Bewertung bildnerisch-gestalterischer Schülerarbeiten, als auch die Problematik bei der Notenvergabe im Kunstunterricht allgemein, bilden schließlich die Grundlage für das letzte Kapitel, in dem es um Möglichkeiten einer Leistungsbeurteilung gehen soll. Dabei werden die drei verschiedenen Bewertungsverfahren nach G. Peez genauer in den Blick genommen, die gegenwärtig bei der Bewertung im Kunstunterricht Anwendung finden: Die kriterien- beziehungsweise kategorieorientierten Bewertungsverfahren, die auf einem Evidenzurteil beruhenden Verfahren und Bewertungsverfahren im reformpädagogisch orientierten, offenen Unterricht. Es folgt ein Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Begriffe „Leistung“, „Leistungsmessung“ und „Leistungsbeurteilung“

2.1 Der Begriff der „Leistung“

2.2 Der Begriff der „Leistungsmessung bzw. –bewertung“

2.3 Die Bezeichnung „Leistungsbeurteilung“

3. Herausforderungen bei der Leistungsbeurteilung im Kunstunterricht

4. Möglichkeiten der Leistungsmessung und –beurteilung

4.1 Evidenzurteile

4.2 Kriterien- bzw. kategorieorientierte Bewertungsverfahren

4.3 Bewertungsverfahren im reformpädagogisch orientierten, offenen Unterricht

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Möglichkeiten der Leistungsbewertung im Fach Bildende Kunst. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie die Notengebung trotz der subjektiven Natur ästhetischer Leistungen für Schülerinnen und Schüler transparent und nachvollziehbar gestaltet werden kann.

  • Grundlagen der Begriffe Leistung, Leistungsmessung und Leistungsbeurteilung
  • Die Spezifik der Leistungsbewertung im Kunstunterricht
  • Herausforderungen bei der Beurteilung künstlerischer Prozesse
  • Vorstellung verschiedener Bewertungsverfahren (Evidenzurteile, kriterienorientierte Verfahren, reformpädagogische Ansätze)

Auszug aus dem Buch

3. Herausforderungen bei der Leistungsbeurteilung im Kunstunterricht

Eine erste spezifische Herausforderung, die es bei der Beurteilung von künstlerischen Schülerarbeiten zu überwinden gilt, zeigt J. Kirschenmann in seiner Abhandlung auf, indem er veranschaulicht, dass die bildnerischen Arbeiten von SuS vom psychophysischen Entwicklungsstand einerseits und der Berücksichtigung psychisch determinierter Ausdrucksbedürfnisse andererseits abhängt. Um dem bildnerischen Entwicklungsstand des Kindes also gerecht zu werden, müssen individuelle Fortschritte anerkannt werden, was sich als durchaus schwieriger erweist als oft angenommen, da die Lehrenden dazu die Fähigkeit besitzen müssen, die Prozesse der ästhetischen Urteilsbildung in auf den ersten Blick unscheinbaren Schüleräußerungen zu erkennen.

Eine hilfreiche Maßnahme ist dabei nach G. Peez das genaue Hinhören und Hinschauen, um das eigene Beobachtungsvermögen zu schulen.

Ein weitere Anforderung und gleichzeitig ein nahezu unvermeidbarere Konflikt, der sich bei der Beurteilung von Schülerarbeiten ergibt, ist die Tatsache, dass Kunsterzieher bei der Beurteilung von künstlerischen Schülerarbeiten den subjektiven Kunstgeschmack, die ästhetischen Vorlieben und die aus der Beschäftigung mit der Bildenden Kunst erwachsenen Voreinstellungen in der konkreten Unterrichtssituation überwinden müssen. Der in seiner eigenen Produktion einer Kunst- oder Stilrichtung verpflichtete, auf einen Farbklang festgelegte, zu einer überwiegend graphischen oder malerischen Aussageform tendierende Kunsterzieher ist gegenüber der Produktion seiner SuS verständlicherweise immer in der Gefahr, subjektiv zu urteilen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der subjektiven Leistungsbewertung im Kunstunterricht anhand von Fallbeispielen und formuliert das Ziel, Bewertungsansätze kritisch zu prüfen.

2. Die Begriffe „Leistung“, „Leistungsmessung“ und „Leistungsbeurteilung“: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe und analysiert verschiedene Bezugsgrößen der Leistungsbewertung im schulischen Kontext.

3. Herausforderungen bei der Leistungsbeurteilung im Kunstunterricht: Hier werden die Schwierigkeiten diskutiert, die bei der Beurteilung künstlerischer Arbeiten aufgrund von Subjektivität und unterschiedlichen Entwicklungsständen der Schüler entstehen.

4. Möglichkeiten der Leistungsmessung und –beurteilung: Das Kapitel stellt verschiedene Methoden vor, wie objektivere und transparentere Leistungsbewertungen in der Kunstpädagogik erzielt werden können.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine faire Beurteilung eine präzise Aufgabenstellung und Transparenz gegenüber den Schülern erfordert, wobei die Subjektivität der Lehrkraft stets reflektiert bleiben muss.

Schlüsselwörter

Leistungsbewertung, Kunstunterricht, Leistungsmessung, Zensur, Transparenz, Notengebung, Bildende Kunst, Evidenzurteil, Kriterienorientierung, Schülerarbeiten, ästhetische Bildung, Kunstpädagogik, Reformpädagogik, Objektivität, Subjektivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik und den Herausforderungen der Leistungsbewertung im Fach Bildende Kunst an Schulen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die Definition von Leistungsbegriffen, die Konflikte zwischen Subjektivität und Objektivität bei der Notengebung sowie verschiedene methodische Bewertungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie man im Kunstunterricht zu transparenten, nachvollziehbaren und möglichst objektiven Bewertungskriterien gelangt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit der einschlägigen fachdidaktischen Literatur zur Kunstpädagogik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Herausforderungen bei der Beurteilung künstlerischer Prozesse und die Darstellung konkreter Bewertungsverfahren wie Evidenzurteile oder kriterienorientierte Skalen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Leistungsbewertung, Kunstpädagogik, Zensur, Transparenz und ästhetische Bildung beschreiben.

Warum ist das Notengeben im Kunstunterricht laut Autorin schwierig?

Die Schwierigkeit liegt primär in der Subjektivität ästhetischer Urteile und der Gefahr, durch Noten kreative Prozesse zu hemmen oder Schüler ungerecht zu bewerten.

Wie kann eine „Tischgalerie“ die Leistungsbewertung verbessern?

Die Tischgalerie nach A. Friedt fördert die Transparenz, indem Schüler in den Bewertungsprozess einbezogen werden und Kriterien gemeinsam erarbeitet und angewandt werden.

Welche Rolle spielt die Aufgabenstellung für die Bewertbarkeit?

Die Autorin betont, dass die Qualität und Präzision der Aufgabenstellung die Grundvoraussetzung dafür ist, ob eine Leistung überhaupt objektiv gemessen werden kann.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Leistungsmessung und -beurteilung im Kunstunterricht. Möglichkeiten und Grenzen
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
13
Autor
Anja Hörter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
21
Katalognummer
V888702
ISBN (eBook)
9783346201799
ISBN (Buch)
9783346201805
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grenzen kunstunterricht leistungsmessung möglichkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anja Hörter (Autor:in), 2015, Leistungsmessung und -beurteilung im Kunstunterricht. Möglichkeiten und Grenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/888702
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Leseprobe aus  21  Seiten
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