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Leasingbilanzierung nach HGB und IFRS im Controlling. Auswirkungen von IFRS 16 auf das Rechnungswesen und die Rolle des Wirtschaftsprüfers

Title: Leasingbilanzierung nach HGB und IFRS im Controlling. Auswirkungen von IFRS 16 auf das Rechnungswesen und die Rolle des Wirtschaftsprüfers

Bachelor Thesis , 2020 , 59 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Robin Ittershagen (Author)

Business economics - Controlling
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Aufgrund der anhaltend hohen Beliebtheit von Leasing ist es Ziel der Arbeit, die Auswirkungen des neu definierten Leasingstandards für das Rechnungswesen/Controlling für den Leasingnehmer festzustellen. Dafür werden einerseits die Auswirkungen der Unternehmenskennzahlen analysiert und zum anderen ein möglicher Implementierungsverlauf aufgezeigt. Zudem werden die Bilanzierungen nach dem Handelsgesetzbuch und IFRS gegenübergestellt und bezugnehmend auf IFRS 16 die Rolle des Wirtschaftsprüfers hinterfragt. Von dieser Arbeit nicht berücksichtigt werden auf Grund der Zielsetzung Untermietverhältnisse, die ausführliche Bilanzierung von IFRS 16 beim Leasinggeber, Anhangsangaben sowie sale-and-lease-back Transaktionen.

"One of my great ambitions before I die is to fly in an aircraft that is on an airline's balance sheet." Diese Aussage traf der damalige Chairman des IASB David Tweedie 2008 in der frühen Phase eines weitreichenden Reformprojektes für die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Im Januar 2016 wurde dann, mit IFRS 16, der neue Bilanzierungsstandard verabschiedet und ist für Unternehmen ab Anfang 2019 erstmals anzuwenden.

Bisher wurden Leasingverhältnisse nach dem all-or-nothing approach Verfahren bilanziert. Das bedeutet, dass Leasingnehmer sowie Leasinggeber beurteilen mussten, wer das wirtschaftliche Eigentum an dem Leasingobjekt besitzt. Dies gilt für die handelsrechtliche Bilanzierung und galt für die Bilanzierung nach IFRS. Sofern das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber lag, handelte es sich um ein Operating-Leasing, wenn der Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum an dem Leasingobjekt hielt, handelte es sich um ein Finanzierungs-Leasing.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Ausgangslage

1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise

1.3 Aufbau

2 Leasingbilanzierung nach HGB

2.1 Definition und Erscheinungsformen

2.1.1 Definition und Rechtsgrundlagen für Leasing nach HGB

2.1.2 Arten und Erscheinungsformen von Leasing

2.2 Zurechnung des Leasinggegenstandes

2.2.1 Zuordnungsregeln bei Vollamortisationsverträgen

2.2.2 Zuordnungsregeln bei Teilamortisationsverträgen

2.3 Ansatz und Bewertung von Operating-Leasing

2.3.1 Ansatz, Bewertung und Buchungssätze von Operating-Leasing beim Leasinggeber

2.3.2 Ansatz, Bewertung und Buchungssätze von Operating-Leasing beim Leasingnehmer

2.4 Ansatz und Bewertung von Finanzierungs-Leasing

2.4.1 Ansatz, Bewertung und Buchungssätze von Finanzierungs-Leasing beim Leasinggeber

2.4.2 Ansatz, Bewertung und Buchungssätze von Finanzierungs-Leasing beim Leasingnehmer

3 Leasingbilanzierung nach IFRS

3.1 Einführung von IFRS 16

3.2 Definition von Leasingverhältnissen nach IFRS 16

3.3 Anwendungsbereich

3.4 Trennung und Bündelung von Leasingverhältnissen

3.5 Kurzfristige und Geringwertige Leasingverhältnisse

3.6 Beginn und Laufzeit eines Leasingverhältnisses

3.7 Bilanzierung beim Leasingnehmer

3.7.1 Zugangsbewertung beim Leasingnehmer

3.7.2 Folgebewertung beim Leasingnehmer

3.7.3 Änderungen im Rahmen von Leasingverhältnissen

3.8 Bilanzierung beim Leasinggeber

3.8.1 Klassifizierung von Leasingverhältnissen beim Leasinggeber

3.8.2 Bilanzierung von Finanzierungs-Leasing beim Leasinggeber

3.8.3 Bilanzierung von Operating-Leasing beim Leasinggeber

3.9 Zwischenergebnis

4 Auswirkungen und Implementierung von IFRS 16 im Rechnungswesen und Controlling beim Leasingnehmer

4.1 Auswirkung auf die Bilanz des Leasingnehmers

4.2 Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Leasingnehmers

4.3 Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung des Leasingnehmers

4.4 Auswirkungen auf die Unternehmenskennzahlen des Leasingnehmers

4.5 Exkurs: Auswirkungen von IFRS 16 am Beispiel der Deutschen Post AG

4.6 Implementierung/Umsetzung von IFRS 16 beim Leasingnehmer

4.6.1 Projektvorbereitung

4.6.1.1 Stakeholderanalyse

4.6.1.2 Identifikation der Projektrisiken

4.6.1.3 Projektaufbau

4.6.2 Projektdurchführung

4.6.2.1 Ist-Analyse

4.6.2.2 Sollkonzept

4.6.2.3 Implementierung

4.6.2.4 Testing / Roll-Out

4.6.3 Projektabschluss

4.6.4 Chancen/Vorteile für den Leasingnehmer mit der Einführung von IFRS 16

5 Die Rolle des Wirtschaftsprüfers bei der neuen Leasingbilanzierung nach IFRS 16

5.1 Während der Einführung von IFRS 16

5.2 Nach Einführung von IFRS 16

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen des Bilanzierungsstandards IFRS 16 auf das Rechnungswesen und Controlling beim Leasingnehmer sowie die Rolle des Wirtschaftsprüfers bei der Umsetzung. Das primäre Ziel ist es, die bilanzielle und kennzahlenorientierte Veränderung gegenüber dem bisherigen HGB-Standard aufzuzeigen und einen strukturierten Implementierungsverlauf darzustellen.

  • Vergleich der Leasingbilanzierung zwischen HGB und IFRS 16
  • Analyse der Auswirkungen von IFRS 16 auf Bilanz, GuV und Kennzahlen
  • Fallbeispiel der Deutschen Post AG zur praktischen Veranschaulichung
  • Strukturierter Implementierungsprozess (Projektvorbereitung, Durchführung, Abschluss)
  • Rolle und Aufgaben des Wirtschaftsprüfers bei der Einführung und Prüfung

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung und Ausgangslage

„One of my great ambitions before I die is to fly in an aircraft that is on an airline´s balance sheet.“ Diese Aussage traf der damalige Chairman des IASB David Tweedie 2008 in der frühen Phase eines weitreichenden Reformprojektes für die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Im Januar 2016 wurde dann, mit IFRS 16, der neue Bilanzierungsstandard verabschiedet und ist für Unternehmen ab dem 01.01.2019 erstmals anzuwenden.

Bisher wurden Leasingverhältnisse nach dem all-or-nothing approach Verfahren bilanziert. Das bedeutet, dass Leasingnehmer sowie Leasinggeber beurteilen mussten, wer das wirtschaftliche Eigentum an dem Leasingobjekt besitzt. Dies gilt für die handelsrechtliche Bilanzierung und galt für die Bilanzierung nach IFRS. Sofern das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber lag, handelte es sich um ein Operating-Leasing, wenn der Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum an dem Leasingobjekt hielt, handelte es sich um ein Finanzierungs-Leasing.

Die Unterscheidung des wirtschaftlichen Eigentümers hatte zur Folge, dass Leasingnehmer Finanzierungs-Leasingverhältnisse voll in ihrer Bilanz aufnehmen mussten, während Operating-Leasingverhältnisse in der Bilanz nicht berücksichtigt wurden, also „off balance“ abgebildet wurden. Diese Klassifizierung ist starker Kritik ausgesetzt, da in der Praxis die Verträge so gestaltet sind, dass es sich zumeist um Operating-Leasingverhältnisse handelt und somit beim Leasingnehmer bilanzunwirksam ist. Die Leasingraten werden in voller Höhe in die GuV als Aufwand gebucht.

Mit dem neuen Bilanzierungsstandard IFRS 16 wurde ein Umbruch in der Leasingnehmerbilanzierung eingeleitet. Der bisher angewandte all-or-nothing approach wird durch den right-of-use approach ersetzt. Eine Unterscheidung seitens des Leasingnehmers zwischen Operating- und Finanzierungs-Leasing entfällt. Sofern ein Leasingverhältnis besteht, ist der Leasingnehmer jetzt verpflichtet, dieses in der Bilanz auszuweisen. Dafür wird ein Nutzungsrecht aktiviert und eine Leasingverbindlichkeit in gleicher Höhe passiviert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit, wobei der Fokus auf dem Wechsel vom all-or-nothing zum right-of-use approach liegt.

2 Leasingbilanzierung nach HGB: Erläuterung der HGB-Grundlagen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen, differenziert nach Operating- und Finanzierungs-Leasing.

3 Leasingbilanzierung nach IFRS: Detaillierte Darstellung des neuen IFRS 16 Standards, der Definition von Leasingverhältnissen sowie der Bilanzierungspflichten für Leasingnehmer.

4 Auswirkungen und Implementierung von IFRS 16 im Rechnungswesen und Controlling beim Leasingnehmer: Analyse der bilanziellen Folgen, Auswirkungen auf Unternehmenskennzahlen sowie praxisnahe Erläuterung des Implementierungsprozesses.

5 Die Rolle des Wirtschaftsprüfers bei der neuen Leasingbilanzierung nach IFRS 16: Untersuchung der Begleitung des Implementierungsprojektes und der Prüfungsschwerpunkte durch den Wirtschaftsprüfer.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Auswirkungen der neuen Leasingbilanzierung.

Schlüsselwörter

IFRS 16, Leasingbilanzierung, Leasingnehmer, Bilanzverlängerung, Right-of-Use, Operating-Leasing, Finanzierungs-Leasing, Unternehmenskennzahlen, Implementierung, Wirtschaftsprüfer, Projektmanagement, Vertragsinventur, Eigenkapitalquote, Leasingverbindlichkeit, Bilanzanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Auswirkungen des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 auf Leasingnehmer, insbesondere im Vergleich zur bisherigen HGB-Bilanzierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen Grundlagen von Leasing, die Bilanzierung nach HGB und IFRS, die Auswirkungen auf Finanzkennzahlen sowie das Projektmanagement zur Umsetzung von IFRS 16.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen von IFRS 16 auf das Rechnungswesen und Controlling zu analysieren und einen möglichen Verlauf für die Implementierung im Unternehmen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine praktische Einordnung anhand eines Quartalsberichts der Deutschen Post AG und einer Branchenumfrage von PwC.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die HGB-Bilanzierung, die IFRS 16-Neuerungen, die Auswirkungen auf die Bilanz, die GuV und Kennzahlen sowie der Projektablauf der Implementierung detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind IFRS 16, Leasingbilanzierung, Bilanzverlängerung, Right-of-Use-Asset, Leasingverbindlichkeit und Implementierung.

Wie verändert IFRS 16 die Bilanzstruktur des Leasingnehmers?

IFRS 16 führt zu einer Bilanzverlängerung, da nun auch Leasingverhältnisse, die früher „off-balance“ waren, als Nutzungsrecht in der Aktiva und Leasingverbindlichkeit in der Passiva ausgewiesen werden müssen.

Welchen Einfluss hat IFRS 16 auf das EBITDA und EBIT?

Da Mietaufwendungen aus Operating Leases entfallen und stattdessen durch Abschreibungen des Nutzungsrechts und Zinsaufwendungen ersetzt werden, erhöhen sich sowohl EBITDA als auch EBIT.

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Details

Title
Leasingbilanzierung nach HGB und IFRS im Controlling. Auswirkungen von IFRS 16 auf das Rechnungswesen und die Rolle des Wirtschaftsprüfers
College
Nürtingen University
Grade
1,3
Author
Robin Ittershagen (Author)
Publication Year
2020
Pages
59
Catalog Number
V888835
ISBN (eBook)
9783346249401
ISBN (Book)
9783346249418
Language
German
Tags
Leasingbilanzierung IFRS16
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robin Ittershagen (Author), 2020, Leasingbilanzierung nach HGB und IFRS im Controlling. Auswirkungen von IFRS 16 auf das Rechnungswesen und die Rolle des Wirtschaftsprüfers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/888835
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