Grundlage für diese Ausarbeitung ist das Buch von E. H. Schein, "Organisationskultur", und zwar die 3. Auflage aus dem Jahr 2010.
Besonders reizt die Autorin dabei die Verbindung zur Kommunikation als ein Bestandteil der Organisationskultur. Hier soll auch der Schwerpunkt liegen. Diese läuft im verbalen wie nonverbalen Bereich ab und wird in dieser Arbeit näher beleuchtet. Insbesondere wird dabei auch auf verschiedene Kommunikationsmodelle eingegangen, so zum Beispiel das sogenannte "Eisbergmodell" oder die "Kulturzwiebel".
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Was ist Organisationskultur?
1.2 Eisbergmodelle, Vier-Seiten-Modell, Drei Ebenen Modell der Unternehmenskultur und die „Kulturzwiebel“ - Modelle der Organisationskultur und Kommunikation
1.3 Schwerpunkt des Portfolios
2 Thema
2.1 Warum wurde dieses Thema gewählt?
2.2 Bezug zu den verschiedenen Modellen
2.2.1 Modell von Schein
2.3 Wie steht das Thema zu anderen Modulen des Studiums?
3 Abschluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Führungskräften auf die Organisationskultur innerhalb einer öffentlichen Verwaltung und analysiert, inwiefern Kommunikationsmuster als Spiegelbild kultureller Veränderungen fungieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob sich eine Organisationskultur durch den Austausch einer einzelnen Führungskraft signifikant wandelt oder ob nur die bereits bestehenden, tieferliegenden Strukturen sichtbarer werden.
- Analyse von Organisationskultur-Modellen (Schein, Hofstede)
- Bedeutung der internen Kommunikation für die Teammotivation
- Einfluss von Führung auf die gelebte Verwaltungskultur
- Verbindung zwischen Kommunikation und Organisationsentwicklung
- Praxisbeispiel: Wandel der Führung und deren Folgen für das Teamklima
Auszug aus dem Buch
2.2 Bezug zu den verschiedenen Modellen
Bei näherer Überlegung zu diesem Thema stellte sich mir die Frage, welche Organisationskultur herrscht denn überhaupt in unserer Verwaltung? Dies ist daher wichtig um die Grundannahmen, die ungeschriebenen Gesetze und Regeln innerhalb der Verwaltung zu kennen, da ohne Kenntnis darüber, wie schon Schein sagte, es sonst zu Reaktionen kommen kann, die nicht erwartet wurden. Die genaue Analyse der Kultur innerhalb der Verwaltung würde hier den Umfang des Portfolie sprengen, daher wird darauf verzichtet.
Eine besondere Bedeutung für die Art der Organisationskultur haben Vorgesetzte und Führungskräfte. Sie sollten die Kultur vorleben und damit ein Vorbild für die Mitarbeiter und die Belegschaft sein. Aber was, wenn Sie ein Vorbild im negativen Sinne darstellen? Oder aber eben wie in der Verwaltung mehrfach geschehen, die Führungskraft ausgetauscht wird und alles was vorher richtig war auf einmal falsch ist? Und ist die Führungskraft nicht auch Teil der Organisationskultur und wird von ihr ebenfalls beeinflusst? Ich denke das der Einfluss, den die Führungskraft in unserer Verwaltung auf der ersten Führungsebene von unten gesehen der Hierarchie auf die Organisationskultur hat, doch eher gering ist. Natürlich kommt es auf die Position an, in welcher Hierarchieebene sich die jeweilige Führungskraft befindet. Auffallend ist in der Stadtverwaltung, in der ich tätig bin, dass der gewünschte Führungsstil sehr hierarchisch festgelegt ist und Abweichungen oder das Überspringen einer Hierarchieebene nicht gewünscht, ja sogar missbilligt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Definiert den Begriff der Organisationskultur, stellt theoretische Modelle vor und erläutert den Fokus auf die Verbindung zwischen Organisationskultur und Kommunikation.
2 Thema: Analysiert anhand eines Praxisbeispiels aus der Stadtverwaltung, wie sich ein Wechsel in der Führungsebene auf das Betriebsklima und die wahrgenommene Organisationskultur auswirkt.
3 Abschluss: Reflektiert die Erkenntnisse und kommt zu dem Fazit, dass Führungskräfte zwar einen Teilaspekt der Kultur beeinflussen, die tiefere Struktur jedoch oft durch tradierte Verhaltensweisen ("Das haben wir schon immer so gemacht") bestimmt wird.
Schlüsselwörter
Organisationskultur, Verwaltungskultur, Führungskraft, interne Kommunikation, Eisbergmodell, Schein, Hofstede, Betriebsklima, Hierarchiestrukturen, Organisationsentwicklung, Teammotivation, Kommunikationslatenz, Wandel, Feedback, Führungsstil
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie sich Organisationskultur in einer Verwaltung manifestiert und wie sich Führungskräfte sowie Kommunikationsstrukturen auf das tägliche Arbeitsleben und die kollektive Zusammenarbeit auswirken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle von Organisationskultur, interner Kommunikation und Personalmanagement im öffentlichen Dienst.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Klärung der Frage, ob eine veränderte Führungskraft die Organisationskultur tatsächlich wandelt oder ob sie lediglich bestehende, tief verwurzelte Mechanismen der Verwaltung deutlicher zutage fördert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Einordnung durch etablierte Organisationsmodelle (z.B. nach Schein und Hofstede), kombiniert mit einer praxisorientierten Reflexion der Arbeitserfahrungen der Autorin.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Anwendung von Kultur- und Kommunikationsmodellen auf die aktuelle Situation der Autorin, inklusive der Analyse von Hierarchien und dem Einfluss der internen Kommunikation auf die Mitarbeiter.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Organisationskultur, Führungskraft, interne Kommunikation und der Veränderungsprozess in hierarchischen Organisationen.
Warum spielt das "Eisbergmodell" eine so zentrale Rolle in der Untersuchung?
Das Eisbergmodell dient als Analogie, um zu verdeutlichen, dass formale Abläufe (die Spitze) nur einen kleinen Teil der Kultur ausmachen, während informelle Normen und Gefühle (unter der Oberfläche) das Verhalten der Mitarbeiter maßgeblich steuern.
Wie bewertet die Autorin den Einfluss der Führung auf die Verwaltungskultur?
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass der Einfluss der Führungskraft zwar spürbar ist, aber gegenüber den tiefgreifenden, historisch gewachsenen Strukturen der Verwaltung oft gering ausfällt, sofern die Führungskraft keine fundamentale Änderung der Rahmenbedingungen vornimmt.
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- Sibylle Götz (Autor), 2019, Organisationskultur und Kommunikation. Ein Überblick, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/888987