Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Philosophy of the Ancient World

Gibt es einen gerechten Krieg? Ausführungen zur Bellum-Iustum-Lehre

Title: Gibt es einen gerechten Krieg? Ausführungen zur Bellum-Iustum-Lehre

Term Paper , 2020 , 13 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit befasst sich damit, ob es überhaupt einen gerechten beziehungsweise gerechtfertigten Krieg geben kann. Welche Gründe sprechen für einen Krieg? Wann ist dieser moralisch erlaubt und wie muss der Krieg dann letztendlich konzipiert sein? Um diesen Fragen nachzugehen, soll die Lehre vom gerechten Krieg, auch bekannt unter dem lateinischen Begriff bellum iustum, aufgezeichnet werden. Weiterhin soll darauf eingegangen werden, ob diese Lehre auch noch einen heutigen Bezug hat oder eher eine Gedankenkonstellation aus alter Zeit darstellt. Als Zusammenfassung soll dann skizzenhaft aufgezeichnet werden, ob sich die Lehre auf die Bekämpfung des Islamischen Staates übertragen lässt.

Krieg gibt es, seitdem es Menschen gibt. Seit jeher gibt es Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppen. Es gibt politische Kriege, bei denen es z. B. um Rohstoffe oder Landflächen geht, aber auch religiöse und ideologische Kriege, wie z. B. der vom Islamischen Staat, kurz IS; geführte Krieg. Der Islamische Staat wiederum wird auch gewaltvoll bekämpft, wobei auch immer wieder etliche Zivilisten sterben. Dies wird einerseits als notwendig beschrieben, andererseits ist es beispielsweise mit pazifistischen Ansätzen nicht vereinbar. Spricht man heute mit Menschen sind diese grundsätzlich gegen jede Form von Krieg, äußern aber natürlich auch den Wunsch nach einer Bekämpfung von Terrorismus und anderen Ungerechtigkeiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Krieg als eine gerechte Möglichkeit?

2. Ciceros bellum iustum-Lehre

2.1 Pro salute

2.2 Pro fide

2.3 Auctoritas principis

2.4 Kriegsführung

2.5 Krieg aus Gerechtigkeit

3. Ansatzpunkte der bellum iustum-Lehre im 20. Jahrhundert

4. Bezug zwischen bellum iustum-Lehre und dem Völkerrecht im 20. Jahrhundert

5. Kann es einen gerechten Krieg geben?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und philosophische Relevanz der Lehre vom gerechten Krieg (bellum iustum) und prüft deren Anwendbarkeit auf zeitgenössische Konflikte, insbesondere den Kampf gegen den Islamischen Staat.

  • Ursprung und Kernprinzipien der ciceronischen bellum iustum-Lehre
  • Die Rolle von Staatswohl (pro salute) und Treueverpflichtungen (pro fide)
  • Die Bedeutung der auctoritas principis in der Kriegsethik
  • Rezeption und Transformation der Lehre im Völkerrecht des 20. Jahrhunderts
  • Transfer der ethischen Kriterien auf die moderne Terrorismusbekämpfung

Auszug aus dem Buch

2. Ciceros bellum iustum-Lehre

Die Lehre vom gerechten Krieg hat seinen Ursprung in der griechischen Philosophie und im religiös geprägten latinischen Fetialrecht.

Krieg wurde schon damals als Übel angesehen und der Frieden als gewünschter Zustand. Aus diesem Gedanken entwickelte man den Leitfaden, dass Krieg nur dann geführt werden darf, wenn er den Frieden als Ziel hatte. Weiterhin wurden erste Merkmale hinsichtlich der Gründe und der Kriegsführung zusammengetragen.

Die Lehre wurde und wird bis heute immer noch weiterentwickelt, neu interpretiert oder anderweitig aufgenommen.

Im Nachfolgenden soll insbesondere auf die bellum iustum-Lehre in der römischen Republik und Ciceros Gedanken hierzu eingegangen werden und weiterhin auf (neue) Ansatzpunkte der Lehre im frühen 20. Jahrhundert.

Man muss allerdings bei der bellum iustum-Lehre zunächst differenzieren: Es ist keine Auffassung, die Krieg generell befürwortet, vielmehr war z. B. auch für Cicero Krieg ein Übel und Frieden der wünschenswerte Zustand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Krieg als eine gerechte Möglichkeit?: Das Kapitel führt in das moralische Dilemma zwischen Gewaltanwendung und Friedensethik ein und stellt die Relevanz der bellum iustum-Lehre für heutige Konflikte dar.

2. Ciceros bellum iustum-Lehre: Hier werden die philosophischen Grundlagen der Lehre bei Cicero erläutert, wobei insbesondere die Kriterien der Rechtsgründe und der Autorisierung der Kriegführung analysiert werden.

3. Ansatzpunkte der bellum iustum-Lehre im 20. Jahrhundert: Das Kapitel beleuchtet die Ablösung des freien Kriegsführungsrechts durch völkerrechtliche Verträge und das Gewaltverbot des 20. Jahrhunderts.

4. Bezug zwischen bellum iustum-Lehre und dem Völkerrecht im 20. Jahrhundert: Es wird die Verbindung zwischen klassischen ethischen Vorstellungen und modernen internationalen Vereinbarungen wie der Völkerbundsatzung untersucht.

5. Kann es einen gerechten Krieg geben?: Das Fazit überträgt die erarbeiteten Kriterien auf das Fallbeispiel des Islamischen Staates und diskutiert die moralische Vertretbarkeit von Krieg zum Schutz der Allgemeinheit.

Schlüsselwörter

bellum iustum, gerechter Krieg, Cicero, Völkerrecht, Staatswohl, pro salute, pro fide, Auctoritas principis, Kriegsführung, Friedensethik, Islamischer Staat, Briand-Kellogg-Pakt, Gewaltverbot, Internationale Sicherheit, Pazifismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Konzeption des "gerechten Krieges" (bellum iustum) bei Cicero und deren Transformation in die modernen völkerrechtlichen Rahmenbedingungen des 20. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die moralischen Voraussetzungen für Kriegführung, die Rolle von Rechtfertigungsgründen wie Staatswohl und Treue sowie die Entwicklung des kriegsrechtlichen Diskurses.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Kriterien der bellum iustum-Lehre zu explizieren und kritisch zu prüfen, ob sie eine ethische Bewertung heutiger militärischer Interventionen, konkret gegen den IS, ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophisch-theologische Textanalyse, die historische Konzepte mit politikwissenschaftlichen und völkerrechtlichen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts kontextualisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der ciceronischen Lehre, deren historische Entwicklung im 20. Jahrhundert und die abschließende Anwendung auf das aktuelle Beispiel des Islamischen Staates.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Bellum iustum, Staatswohl, Auctoritas principis, Völkerrecht, Kriegsverbot und Friedensethik.

Wie unterscheidet Cicero zwischen verschiedenen Gründen für einen gerechten Krieg?

Cicero differenziert primär zwischen dem Schutz der Allgemeinheit (pro salute) und dem Einhalten von Treue- oder Schutzverpflichtungen (pro fide).

Was bedeutet der Begriff "Auctoritas principis" im Kontext der Arbeit?

Er beschreibt die Befugnis des Staatsoberhauptes, Krieg zu führen, welche aus besonderer moralischer oder politischer Autorität und der Verantwortung für den Frieden der Gemeinschaft erwächst.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Gibt es einen gerechten Krieg? Ausführungen zur Bellum-Iustum-Lehre
College
University of Münster
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
13
Catalog Number
V889178
ISBN (eBook)
9783346221193
Language
German
Tags
Gerechter Krieg Bellum iustum Philosophie Pazifismus Religion Cicero
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Gibt es einen gerechten Krieg? Ausführungen zur Bellum-Iustum-Lehre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/889178
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint