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Einordnung des Modells von Bock zur Logik der geschlechterspezifischen Viktimologie in Fällen Häuslicher Gewalt

Título: Einordnung des Modells von Bock zur Logik der geschlechterspezifischen Viktimologie in Fällen Häuslicher Gewalt

Trabajo Escrito , 2020 , 33 Páginas

Autor:in: Jan Schuhr (Autor)

Sociología - Relaciones y Familia
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Die Arbeit untersucht das Modell von Michael Bock zum Spannungsverhältnis zwischen Hell-und Dunkelfeld bezogen auf die Geschlechterprävalenz von häuslicher Gewalt. Das Modell erklärt entgegen der etablierten Annahme von männlicher Täterschaft und weiblicher Viktimisierung, dass Gewalthandlungen im häuslichen Kontext von Männern und Frauen in gleichem Maße verübt werden.

Dafür sollen Definitionen mit Hinblick auf die sozialen Konstellationen von Gewalt-geprägten nahen Beziehungen erörtert werden. Weiterhin werden für die theoretische Grundlage geschlechtsspezifischer Gewalthandlungen die Modelle der Hegemonialen Männlichkeit sowie die das der strukturellen Gewalt untersucht. Auf Grundlage eines Überblicks der relevanten Dunkel- und Hellfeld Studien soll die Sichtweise Bocks erarbeitet, hinterfragt und nachvollzogen werden. Abschließend soll die Gebrauchsfähigkeit des Modells und dessen theoretische Grundlage aufzeigen, welche Strukturen und Eigenschaften bei der Aufarbeitung häuslicher Gewalt auf Grundlage welcher theoretischen und empirischen Modelle berücksichtigt werden müssen. Einschränkungen bestehen bei der Erarbeitung durch eine heteronormative Betrachtungsweise und die Beschränkung auf die Dichotomie des sog. biologischen Geschlechts, innerhalb des Modells nach Bock sowie dem Großteil des Literaturbestands zu häuslicher Gewalt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Häusliche Gewalt als Globales Gesundheitsproblem

1.1 Erarbeitung der Begriffe: Häuslicher, Privater und Partnerschaftlicher Gewalt

1.2 Einführung von Bocks Begriffsbestimmung

2 Theoretische und Empirische Grundlagen häuslicher Gewalt

2.1 Hellfeldforschung

2.2 Dunkelfeldforschung

3 Das Modell zur Logik geschlechterspezifischer Viktiminologie nach Bock

3.1 Nutzen des Modells sowie der Positionierung Bocks

3.2 Defizite von Bocks Erarbeitung häuslicher Gewalt

4 Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das von Michael Bock entwickelte Modell zur Logik der geschlechterspezifischen Viktimologie im Kontext häuslicher Gewalt. Ziel ist es, die theoretische Fundierung und empirische Validität dieses Modells kritisch zu hinterfragen, insbesondere im Hinblick auf das Spannungsverhältnis zwischen Hellfeld- und Dunkelfelddaten sowie die Eignung des Modells für eine differenzierte Analyse von Täterschaft und Opfererfahrungen beider Geschlechter.

  • Kritische Analyse des Viktimisierungsbegriffs im Kontext häuslicher Gewalt.
  • Gegenüberstellung von polizeilichen Hellfelddaten und Dunkelfeldforschung.
  • Untersuchung geschlechterspezifischer Rollenbilder und deren Einfluss auf die Anzeigebereitschaft.
  • Diskussion von Bocks Modell zur Transformation von Dunkel- zu Hellfelddaten.
  • Reflektion über institutionelle Hürden und sekundäre Viktimisierung von Männern.

Auszug aus dem Buch

1 Häusliche Gewalt als Globales Gesundheitsproblem

Der Begriff der Häuslichen Gewalt beschreibt im wissenschaftlichen wie im allgemeinen öffentlichem Diskurs eine Vielzahl Gewalthandlungen zwischen Akteuren, welche die Schädigung eines Menschen zur Folge hat. Die Akteure stehen dabei in einem bestimmten sozioökonomischen sowie emotionalen Abhängigkeitsverhältnis. Häusliche Gewalt, vor allem aber Gewalt gegen Frauen stellt nach Angaben der Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) ein globales Gesundheitsproblem in epidemischem Ausmaß dar (World Health Organisation 2013: 1). Gewalttätiges Verhalten gegen eine/n Partner*in lässt sich ohne Ausnahme in jeder Kultur und jeder sozialen Schicht identifizieren, wobei bestimmte soziale oder individuelle Faktoren wie z.B. Armut oder eine Suchterkrankung eine Viktimisierung begünstigen (vgl. World Health Organisation 2002: 20).

Die Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen BIG e.V. informiert in der Broschüre für Betroffene häuslicher Gewalt über die Dimensionen der Gewalt und welche Schutzmaßnahmen getroffen werden können (vgl. BIG 2016). Neben den von der WHO (2002) erfassten Gewaltdimension der physischen, sexuellen, und psychologischen Schädigung, ergänzt die BIG e.V. die Dimension um die sog. ökonomische Gewalt (BIG 2016: 10). Das ökonomische Abhängigkeitsverhältnis begünstigt eine Gewaltbeziehung, weiterhin öffnet das Berücksichtigen dieser Kategorie den Blick der Rechts- und Sozialwissenschaften für die verschiedenen Bereichen der häuslichen Gewalt (BFF 2020).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Häusliche Gewalt als Globales Gesundheitsproblem: Das Kapitel definiert häusliche Gewalt als globales Gesundheitsproblem und führt die relevanten Begrifflichkeiten sowie Bocks spezifischen Ansatz in den Diskurs ein.

2 Theoretische und Empirische Grundlagen häuslicher Gewalt: Es werden die theoretischen Konzepte wie strukturelle Gewalt und hegemoniale Männlichkeit erläutert sowie die Problematik von Hellfeld- und Dunkelfeldstudien erörtert.

3 Das Modell zur Logik geschlechterspezifischer Viktiminologie nach Bock: Dieses zentrale Kapitel analysiert Bocks Modell kritisch, hinterfragt dessen empirische Belege und beleuchtet sowohl den Nutzen als auch methodische Defizite.

4 Zusammenfassung der Ergebnisse: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und bewertet die Aussagekraft von Bocks Modell sowie den Handlungsbedarf für die weitere Forschung.

Schlüsselwörter

Häusliche Gewalt, geschlechterspezifische Viktimologie, Hellfeldforschung, Dunkelfeldforschung, Michael Bock, Partnerschaftsgewalt, hegemoniale Männlichkeit, strukturelle Gewalt, Opfer-Täter-Verhältnis, Anzeigeverhalten, soziale Konstruktion, Kriminologie, Viktimisierung, Interventionsprogramme, sekundäre Viktimisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das von Michael Bock aufgestellte Modell zur Logik geschlechterspezifischer Viktimologie bei häuslicher Gewalt und prüft dessen wissenschaftliche Fundierung.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung von häuslicher Gewalt, die Divergenz zwischen polizeilichen Hellfelddaten und Dunkelfeldstudien sowie die soziale Konstruktion von Männlichkeit und Opferschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine kritische Beurteilung von Bocks Modell, insbesondere die Hinterfragung der Annahme einer symmetrischen Geschlechterverteilung bei häuslicher Gewalt und der methodischen Qualität der zugrunde liegenden Studien.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kritische Literaturanalyse sowie die Gegenüberstellung verschiedener kriminologischer und soziologischer Modelle und empirischer Datensätze zu partnerschaftlicher Gewalt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Modellen zur Männlichkeit und Gewalt, der Analyse von Hellfeld- und Dunkelfeldforschung sowie der detaillierten Untersuchung des Modells von Bock inklusive seiner methodischen Stärken und Schwächen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie häusliche Gewalt, geschlechterspezifische Viktimologie, Hellfeld- und Dunkelfeldforschung sowie hegemoniale Männlichkeit charakterisieren.

Warum spielt das Dunkelfeld eine so wichtige Rolle in der Argumentation?

Das Dunkelfeld ist entscheidend, da Bock postuliert, dass die offizielle Kriminalstatistik (Hellfeld) durch geschlechterspezifische Selektionsmechanismen verzerrt ist und erst Dunkelfelddaten ein vollständigeres Bild der Realität ermöglichen.

Welche Kritik äußert der Autor an Bocks Modell?

Der Autor kritisiert insbesondere den Mangel an Quellenbelegen, die teilweise ungenaue Argumentation und die Vernachlässigung weiterer relevanter sozialer Variablen neben dem Geschlecht.

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Detalles

Título
Einordnung des Modells von Bock zur Logik der geschlechterspezifischen Viktimologie in Fällen Häuslicher Gewalt
Universidad
University of Hannover
Autor
Jan Schuhr (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
33
No. de catálogo
V889216
ISBN (Ebook)
9783346186485
ISBN (Libro)
9783346186492
Idioma
Alemán
Etiqueta
bock dunkelfeldforschung geschlechterprävalenz gewalt hell- männliche michael viktimisierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jan Schuhr (Autor), 2020, Einordnung des Modells von Bock zur Logik der geschlechterspezifischen Viktimologie in Fällen Häuslicher Gewalt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/889216
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