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Omission Bias. Die Strategie der Nichthandlung

Definition und Ansätze zur Erforschung des Themas in der Wirtschaftspsychologie

Titre: Omission Bias. Die Strategie der Nichthandlung

Travail d'étude , 2019 , 17 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Jaqueline Wenger (Auteur)

Psychologie - Psychologie économique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ziel dieser Studienarbeit ist es, das Phänomen des Omission Bias zu definieren, wichtige Studien darzulegen und eigene Ansätze zur weiteren Erforschung des Themas in der Wirtschaftspsychologie zu präsentieren.

Gegenstand der Verhaltenswissenschaftlichen Forschung in Bezug auf Omission Bias ist die Untersuchung der Präferenz für Schäden, die durch Auslassungen verursacht werden, gegenüber gleichen oder geringeren Schäden, die durch Handlungen verursacht werden. Verschiedene Studien besagen, dass der Mensch lieber nicht handelt, wenn die Folgen der Handlung unsicher sind. Basierend auf den Erkenntnissen der Grundlagenforschung, diein den 1990er Jahren ihren Ursprung fanden, befassen sich aktuelle Anwendungsbeispiele mit den Fragen zur Allgemeingültigkeit dieses Phänomens, welche darauf hinweisen, dass manchmal die gegenteilige Tendenz besteht. Weiters wurden zum Omission Bias drei Schlüsselfaktoren für den Auslassungsverzerrungseffekt erörtert: Kausalität, Intentionalität und Bedauern.

In zahlreichen Studien entdeckte man das "third-person-judgement" Phänomen. Es bezeichnet, dass Menschen Unterlassungen Dritter weniger verwerflich finden als eine aktive Handlung, die zum selben Ergebnis führt. Bei einem 1991 durchgeführten Experiment wurde dieses Phänomen bestätigt. Seit dieser Studie wird diese Asymmetrie zwischen Handeln und Unterlassen als Unterlassungsbias oder Unterlassungseffekt bezeichnet. Im Rahmen der "first-person-choice" kommen mehrere Psychologen zu der Auffassung, dass in der Regel Handlungen moralisch schlechter sind als Unterlassungen. Die mildere Beurteilung von Unterlassung durch Dritte kann dazu führen, dass Individuen lernen, in Zukunft ihre Vorgehensweise ähnlich zu gestalten. Grundsätzlich wird bei Handlungen mehr Absicht vermutet als bei Unterlassungen. Somit kann mit Omission Bias die Strategie der Nichthandlung erklärt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Word Cloud & Keywords

2. Abstract

3. Zusammenfassung

4. Theoretischer Hintergrund

4.1 Definition und Erläuterung der Thematik/ des Phänomens sowie zentrale Befunde aus der Grundlagenforschung

4.1.1 Definition

4.1.2 Erläuterung der Thematik/ des Phänomens sowie zentrale Befunde aus der Grundlagenforschung

4.2 Aktuelle Anwendungsbeispiele und Forschungsbeiträge aus der Angewandten und Wirtschaftspsychologie

4.3 Dokumentation der Recherche

5. Eigene Anwendungen der Thematik/Phänomens

5.1 Anwendungsbeispiele im Bereich der Markt- und Werbepsychologie

5.2 Anwendungsbeispiele im Bereich Arbeits- und Organisationspsychologie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Phänomen des Omission Bias (Auslassungsverzerrung) umfassend zu definieren, wichtige wissenschaftliche Studien dazu darzulegen und die praktische Relevanz in der Wirtschaftspsychologie durch eigene Anwendungsansätze zu verdeutlichen.

  • Grundlagen der Auslassungsverzerrung und Definition des Phänomens
  • Kritische Analyse von Schlüsselstudien (z. B. "The tennis tournament", Ritov & Baron)
  • Die drei Schlüsselfaktoren: Kausalität, Intentionalität und Bedauern
  • Anwendungsbereiche in der Markt-, Werbe- sowie Arbeits- und Organisationspsychologie

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Definition

Als Auslassungsverzerrung (Omission Bias) wird ein Ergebnis bezeichnet, dass aus einer Untätigkeit resultiert und nicht aus einer Handlung. Wenn ein schlechtes Ergebnis die Folge von einer Handlung ist, denken die Leute, dass die Entscheidung schlechter ist, als wenn etwas Negatives in Folge von einer Nichthandlung geschieht. Diese Verzerrung ist sozusagen die Präferenz für Schäden, die durch Auslassungen verursacht werden. Im Gegensatz dazu stehen die gleichen oder geringeren Schäden, die durch Handlungen verursacht werden (Baron & Ritov, 1994).

Auslassungsverzerrungen können durch verschiedene Faktoren auftreten. Menschen empfinden größeres Bedauern für die schlechten Ergebnisse von Handlungen, als für schlechte Ergebnisse von Auslassungen. Eine Begründung für dieses Empfinden ist, dass Handlungen tendenziell eher als kausal angesehen werden als das Nichthandeln (Spranca, Minsk, & Baron, 1991). Ebenso kann die Empfindung von Reue Entscheidungen über Handlungen und Auslassungen beeinflussen (Feldman & Yay, 2018). Mehrere Studien zeigen, dass der Mensch inaktive Optionen gegenüber aktiven Optionen bevorzugt, selbst wenn das Nichthandeln zu schlechteren Ergebnissen oder höheren Risiken führt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Word Cloud & Keywords: Bietet einen visuellen Überblick über die zentralen Begriffe und listet die wichtigsten Schlagwörter der Arbeit auf.

2. Abstract: Fasst in englischer Sprache die Kernaspekte des Omission Bias sowie die drei Schlüsselfaktoren Kausalität, Intentionalität und Bedauern zusammen.

3. Zusammenfassung: Gibt eine deutsche Übersicht über die Entstehung des Phänomens und die Zielsetzung der Studienarbeit.

4. Theoretischer Hintergrund: Erläutert die wissenschaftlichen Definitionen, die psychologischen Hintergründe und die Bedeutung von Kausalität, Intentionalität und Bedauern bei der Bewertung von Unterlassungen.

5. Eigene Anwendungen der Thematik/Phänomens: Überträgt das theoretische Wissen auf praktische Szenarien in der Markt-, Werbe- und Organisationspsychologie.

6. Literaturverzeichnis: Listet sämtliche in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen auf.

Schlüsselwörter

Omission Bias, Unterlassungen, Nichthandeln, Unterlassungsbias, Kausalität, Baron, Spranca, DeScioli, Ritov, Unterlassungsverzerrung, first-person-choice, Intentionalität, Bedauern, third-person-judgement, Kausal-Relevanz-Hypothese

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem sogenannten Omission Bias, also der menschlichen Tendenz, Schäden, die durch Unterlassungen entstehen, als weniger schwerwiegend zu bewerten als gleiche oder geringere Schäden, die aus aktiven Handlungen resultieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die moralische Beurteilung von Handeln versus Nichthandeln, die Wahrnehmung von Kausalität und Verantwortung sowie die Rolle von Bedauern in Entscheidungssituationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Phänomen des Omission Bias wissenschaftlich fundiert zu definieren, relevante Studien zu analysieren und praktische Anwendungsfelder innerhalb der Wirtschaftspsychologie aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche und der Analyse bestehender psychologischer Studien, ergänzt durch konzeptionelle Überlegungen der Autorin zur praktischen Anwendung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Analyse von Schlüsselfaktoren (Kausalität, Intentionalität, Bedauern) sowie die Darstellung konkreter Szenarien in der Markt-, Werbe- und Organisationspsychologie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagwörter sind neben Omission Bias auch Kausalität, Unterlassungsverzerrung, first-person-choice und third-person-judgement.

Was besagt die „Kausal-Relevanz-Hypothese“?

Sie besagt, dass Menschen Handlungen als ursächlich relevanter für ein Ergebnis wahrnehmen als Unterlassungen, da bei Unterlassungen oft das Gefühl entsteht, die Natur ihren „freien Lauf“ gelassen zu haben.

Wie unterscheidet sich „third-person-judgement“ von „first-person-choice“?

Während „third-person-judgement“ die moralische Bewertung des Verhaltens Dritter beschreibt (bei der Unterlassungen oft milder beurteilt werden), fokussiert „first-person-choice“ auf die eigene Entscheidungsfindung unter Risiko und der damit verbundenen Vermeidung von Bedauern.

Inwiefern beeinflussen hohe Einsätze den Omission Bias?

Studien zeigen, dass die Tendenz zur Unterlassung in Situationen mit hohen Einsätzen, etwa bei wichtigen Investitionsentscheidungen, stärker ausgeprägt sein kann als bei Entscheidungen mit niedrigeren Einsätzen.

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Résumé des informations

Titre
Omission Bias. Die Strategie der Nichthandlung
Sous-titre
Definition und Ansätze zur Erforschung des Themas in der Wirtschaftspsychologie
Université
Private University Schloss Seeburg
Note
1,0
Auteur
Jaqueline Wenger (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
17
N° de catalogue
V889391
ISBN (ebook)
9783346203366
ISBN (Livre)
9783346203373
Langue
allemand
mots-clé
Omission Bias Omission Unterlassungen Nichthandeln Unterlassungsbias Kausalität Baron Spranca DeScioli Ritov Unterlassungsverzerrung Intentionalität Bedauern third-person-judgement Kausal-Relevanz-Hypothese Untätigkeit Unmoral Action- Inaction-Asymmetrie bias
Sécurité des produits
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Citation du texte
Jaqueline Wenger (Auteur), 2019, Omission Bias. Die Strategie der Nichthandlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/889391
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Extrait de  17  pages
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