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"Education outside the classroom". Vorteile des autonomen Lernens am Beispiel des Orientierungslaufs bei einer Grundschulklasse

Titel: "Education outside the classroom". Vorteile des autonomen Lernens am Beispiel des Orientierungslaufs bei einer Grundschulklasse

Examensarbeit , 2019 , 65 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anna-Katharina Komm (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Kontext dieser Arbeit soll es dahingehend interpretiert werden, dass die Vorteile des Lernens durch Erfahrung, Unterricht außerhalb des Mikrokosmos Schule und autonomes Lernen und Arbeiten von Schülerinnen und Schülern [SuS] in den Vordergrund gestellt werden sollten. Das außerschulische Lernkonzept ist nicht die gängigste Form des Unterrichtens und in Deutschland immer noch ein eher ambivalent gesehenes Phänomen.

Wenn man jedoch andere Länder und ihre Schulkultur beobachtet und die Vorteile eines solchen Unterrichtsprinzips analysiert, erkennt man die Dringlichkeit den Fokus der Schulentwicklung auf genau diese modernisierte Unterrichtsform zu legen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Sammeln von Primärerfahrungen im schulischen Kontext einen immensen Einfluss auf den Schulerfolg bei Kindern haben kann, da diese „[…] das Fundament für anschlussfähiges Wissen bilden sowie die Entwicklung von Werten und Einstellungen unterstützen können“.

Die Veranschaulichung eines Themas nicht nur durch Bildmedien oder reale Objekte im Klassenzimmer, sondern durch selbstständiges Erfahren und Erleben stellt eines der wichtigsten Argumente für die Nutzung dieses Lernkonzepts dar. In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird demnach das Lernkonzept mit dem Namen, Education Outside the Classroom [EotC], genauer beleuchtet. Es werden sowohl die Vor- als auch die Nachteile, der lernpsychologische Hintergrund und die dem EotC zugrundeliegenden Lerntheorien veranschaulicht. Im Anschluss daran wird ein Exkurs zu einer erlebnispädagogischen Sportart unternommen, welche in Skandinavien und der Schweiz der Inbegriff für eine Outdoor Education darstellt.
Diese Sportart, namens Orientierungslauf [OL], wurde von der Verfasserin selbst erprobt und untersucht, darüber hinaus mit einer deutschen Grundschulklasse praktiziert sowie in diesem Zusammenhang auf ihre praktische Realisierung geprüft.

Diese Arbeit bietet demnach einen kleinen Exkurs in skandinavische Unterrichtsformen, ein noch zwiespältig gesehenes Lernkonzept und die Integration dessen in das deutsche Schulsystem, vorwiegend an Grundschulen. Erfahrungsberichte und Bilder stützen die Aussagen der Arbeit und bieten einen noch intensiveren Einblick über die Vorteile des Lernens außerhalb des Klassenzimmers.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. EotC – Education outside the Classroom

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Die Geschichte des außerschulischen Lernens

2.3 Vorzüge des außerschulischen Lernens

2.4 Nachteile des außerschulischen Lernkonzepts

2.5 Lernpsychologischer Hintergrund

2.6 Lerntheorien der Outdoor Education

3. Der Orientierungslauf als Beispiel für EotC

3.1 Orientierungslauf – Begriffserklärung und Herkunft

3.2 Umsetzung im schulischen Sportunterricht

3.3 Aspekte der Inklusion und Integration

4. Orientierungslauf – Ein Experiment an einer deutschen Grundschule

4.1 Idee und Aufbau des Experiments

4.2 Ergebnis und Erkenntnisse des Projekts

4.2.1. Erster Projekttag

4.2.2. Zweiter Projekttag

4.2.3. Dritter Projekttag

4.2.4. Vierter Projekttag

4.2.5. Zusammenfassung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das Lernkonzept "Education Outside the Classroom" (EotC) hinsichtlich seiner Potenziale für das deutsche Schulsystem. Das primäre Ziel ist es, die didaktische Vereinbarkeit des Orientierungslaufs als erlebnispädagogische Sportart mit dem schulischen Alltag zu prüfen, um durch Primärerfahrungen Motivation und Kompetenzentwicklung bei Schülerinnen und Schülern zu fördern.

  • Grundlagen und Geschichte des außerschulischen Lernens
  • Lernpsychologische und lerntheoretische Einordnung von Outdoor Education
  • Praktische Implementierung von Orientierungslauf in der Grundschule
  • Fächerübergreifende Ansätze und Inklusionspotenziale

Auszug aus dem Buch

2.5 Lernpsychologischer Hintergrund

Der Aspekt der Lernpsychologie im Kontext der Schule und des Unterrichts hat einen sehr hohen Stellenwert. Er untersucht die Vorgänge und Prozesse des Lernens von SuS und wie diese im menschlichen Gehirn verarbeitet und gespeichert werden. Weinert (1998) zufolge lernen Menschen nur das, was sie aufmerksam wahrnehmen und womit sie sich intensiv auseinandersetzen. Die Aufmerksamkeit lässt sich demnach nicht durch reine Aufforderungen, verbale Äußerungen oder Ermahnungen herstellen.

Weinert (1998) betont, dass eine Aktivierung inhaltsbezogener Interessen stattfinden und das Lernarrangement aktiv geweckt werden muss. Ein hier geeignetes Unterrichtsprinzip wäre das außerschulische Lernen. Es bietet die Möglichkeit, das erworbene Wissen auch im Alltag anzuwenden und darauf zurückzugreifen. Dafür muss jedoch der ausgewählte Lernort eine authentische Situation darstellen und sich „(…) von künstlichen und isoliert nebeneinanderstehenden Aufgaben lösen (…)“ (Dühlmeier, 2010, S. 24).

Weinert (2001) macht jedoch klar, dass der Besuch eines außerschulischen Lernortes Teil einer Vor- und eine Nachbereitungsphase sein muss, flankiert von Fachwissen, um die Leistungen in einem Fach positiv zu verändern. Er nennt dies eine Fusion von Instruktion und Anwendungslernen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des Lernens durch Erfahrung ein und thematisiert das ambivalente Bild von außerschulischem Unterricht in Deutschland.

2. EotC – Education outside the Classroom: Dieses Kapitel definiert den Begriff EotC, beleuchtet seine historische Entwicklung von Comenius bis zur Reformpädagogik und analysiert Vor- sowie Nachteile für den Lernprozess.

3. Der Orientierungslauf als Beispiel für EotC: Hier wird der Orientierungslauf als Natursportart vorgestellt und dessen didaktische Einbindung sowie Aspekte der Inklusion im schulischen Sportunterricht diskutiert.

4. Orientierungslauf – Ein Experiment an einer deutschen Grundschule: Der Hauptteil dokumentiert ein konkretes vierwöchiges Projekt an einer Grundschule, von der Planung über die praktische Durchführung bis hin zur Reflexion der Erfahrungen.

5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass trotz des organisatorischen Mehraufwands die pädagogischen Vorzüge, wie gesteigerte Motivation und Sozialkompetenz, das Konzept des außerschulischen Lernens legitimieren.

Schlüsselwörter

Education Outside the Classroom, EotC, Outdoor Education, Orientierungslauf, außerschulischer Lernort, Primärerfahrungen, Grundschule, Inklusion, Fächerübergreifender Unterricht, Lernpsychologie, Lerntheorien, situiertes Lernen, Kompetenzentwicklung, Sportunterricht, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Lernkonzept "Education Outside the Classroom" und dessen praktische Anwendung im deutschen Schulalltag am Beispiel des Orientierungslaufs.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Feldern zählen die Didaktik außerschulischer Lernorte, erlebnispädagogische Sportarten, Inklusion sowie die lernpsychologischen Voraussetzungen erfolgreichen Unterrichts.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die praktische Realisierbarkeit und den Mehrwert eines erlebnisorientierten Unterrichtskonzepts zu evaluieren und aufzuzeigen, wie dieses die Lernmotivation steigern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Verfasserin nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einem praktischen Experiment an einer dritten Grundschulklasse, begleitet durch Reflexionsphasen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung durch Lerntheorien und erläutert anschließend detailliert das durchgeführte Experiment inklusive der methodischen Anpassungen für Grundschulkinder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie EotC, Orientierungslauf, Inklusion, außerschulisches Lernen und Kompetenzförderung charakterisieren.

Warum wurde der Orientierungslauf als Beispiel gewählt?

Der Orientierungslauf bietet eine ideale Kombination aus physischer Betätigung, kognitiver Herausforderung und Naturerfahrung, die das Prinzip des situierten Lernens besonders gut verdeutlicht.

Wie reagierten die Grundschulkinder auf das Experiment?

Die Reaktionen waren durchweg positiv; die Kinder zeigten sich motiviert und entwickelten durch die wiederholten Praxiseinheiten eine gesteigerte Sicherheit im Kartenlesen.

Ende der Leseprobe aus 65 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Education outside the classroom". Vorteile des autonomen Lernens am Beispiel des Orientierungslaufs bei einer Grundschulklasse
Hochschule
Universität Augsburg
Note
2,0
Autor
Anna-Katharina Komm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
65
Katalognummer
V889408
ISBN (eBook)
9783346297808
ISBN (Buch)
9783346297815
Sprache
Deutsch
Schlagworte
education vorteile lernens beispiel orientierungslaufs grundschulklasse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna-Katharina Komm (Autor:in), 2019, "Education outside the classroom". Vorteile des autonomen Lernens am Beispiel des Orientierungslaufs bei einer Grundschulklasse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/889408
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Leseprobe aus  65  Seiten
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