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Tugenden - Von der griechischen Antike bis heute

Title: Tugenden - Von der griechischen Antike bis heute

Seminar Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Diplom-Staatswissenschaftler Rene Pehlemann (Author)

Ethics
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I. Was ist Tugend?

Was Tugend ist, weiß ein jeder im alltäglichen Leben. Wo wir über unser eigenes Verhalten nachdenken, wo wir das Verhalten anderer beurteilen, überall orientieren wir uns an bestimmten Vorstellungen von dem, wie der Mensch sein soll. Der Begriff der Tugend ist seit Platon und Aristoteles als einer der Grundbegriffe der Ethik anzusehen. Aber um ihn richtig zu verstehen muss man diesen Begriff umfassend betrachten und erläutern. Vom griechischen Wort „aretè“ und vom lateinischen „virtus“ abgeleitet, kann der Grundbegriff entweder mit „Vortrefflichkeit“ oder auch mit „Bestheit“ übersetzt werden und setzt auch beim Menschen meist eine sittliche Haltung voraus. Daher nahm die Tugend in Annährung an den lateinischen Begriff mehr und mehr diese Bedeutung an. Ebenso ist Tugend die durch beständige Übung und Selbsterziehung gewonnene gute sittliche Eigenschaft und Grundhaltung eines Menschen, die in seinem Denken und Handeln als echte Menschlichkeit zum Ausdruck kommt. Des Weiteren ist Tugend die durch beständige Übung erworbene körperliche und geistige Fähigkeit, das, was in einer Gesellschaft als gut und wertvoll angesehen wird, mit Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit zu tun. Laut der Enzyklopädie der Philosophie ist Tugend die Gesamtheit der sittlich guten Eigenschaften, die sich vom Verhalten des Menschen aussagen lassen. Weitere verschieden Definitionen und Ansichten des Begriffes werden immer wieder in der Seminararbeit aufgeführt, da der Begriff sich in der Zeit von der Antike bis heute in einigen Punkten wandelte. Aber im Allgemeinen betrachtet beinhaltet die Tugend die Kraft, das sittlich Gute zu verwirklichen und zu erfüllen, und dies freudig wie auch beharrlich zu tun. Dies kann auch gegen innere und äußere Widerstände und unter Erbringung von Opfern geschehen. Von einer Tugend ist auszugehen, wenn die Verfolgung des sittlichen Guten nicht aus Zufall, Gewohnheit oder sozialem Zwang sondern aus Freiheit vollzogen wird. Dabei wird vorausgesetzt, dass die sittlich gebildete Persönlichkeit weder Werkzeug ihrer Treibkräfte ist, noch von sozialen Rollenerwartungen angetrieben wird. Vielmehr ist es nötig, dem kritisch gegenüberzustehen und aus Verantwortung für sich und seine Mitmenschen ein Leben zu führen, dass der Selbstverwirklichung dient und mit einer eigenen, der höchsten Form von Freude verbindet. In der Tugend werden im Menschen angelegte Möglichkeiten und Fähigkeiten entwickelt und vollendet. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Was ist Tugend?

II. Die Tugend von Platon

III. Die Tugend von Aristoteles

IV. Die Tugend von Thomas von Aquin

V. Bürgerliche Tugenden

VI. Preußische Tugenden

VII. Die Tugend von Kant

VIII. Die Tugend heute

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wesen und den Wandel des Tugendbegriffs von der griechischen Antike bis in die heutige Zeit, um ein tieferes Verständnis für ethisches Handeln und sittliche Grundhaltungen zu vermitteln.

  • Historische Entwicklung der Tugendethik bei Platon, Aristoteles und Thomas von Aquin
  • Analyse der bürgerlichen sowie der preußischen Tugenden
  • Untersuchung der Tugendlehre nach Immanuel Kant
  • Darstellung der modernen Auffassung und Vielfalt von Tugenden im 21. Jahrhundert

Auszug aus dem Buch

I. Was ist Tugend?

Was Tugend ist, weiß ein jeder im alltäglichen Leben. Wo wir über unser eigenes Verhalten nachdenken, wo wir das Verhalten anderer beurteilen, überall orientieren wir uns an bestimmten Vorstellungen von dem, wie der Mensch sein soll. Der Begriff der Tugend ist seit Platon und Aristoteles als einer der Grundbegriffe der Ethik anzusehen. Aber um ihn richtig zu verstehen muss man diesen Begriff umfassend betrachten und erläutern. Vom griechischen Wort „aretè“ und vom lateinischen „virtus“ abgeleitet, kann der Grundbegriff entweder mit „Vortrefflichkeit“ oder auch mit „Bestheit“ übersetzt werden und setzt auch beim Menschen meist eine sittliche Haltung voraus.

Daher nahm die Tugend in Annährung an den lateinischen Begriff mehr und mehr diese Bedeutung an. Ebenso ist Tugend die durch beständige Übung und Selbsterziehung gewonnene gute sittliche Eigenschaft und Grundhaltung eines Menschen, die in seinem Denken und Handeln als echte Menschlichkeit zum Ausdruck kommt. Des Weiteren ist Tugend die durch beständige Übung erworbene körperliche und geistige Fähigkeit, das, was in einer Gesellschaft als gut und wertvoll angesehen wird, mit Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit zu tun.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Was ist Tugend?: Definiert den Begriff Tugend historisch und ethisch als sittliche Haltung und durch Übung erworbene Fähigkeit.

II. Die Tugend von Platon: Erläutert Platons Tugendlehre, die auf den Kardinaltugenden Wissen, Mäßigkeit, Tapferkeit und Gerechtigkeit basiert.

III. Die Tugend von Aristoteles: Beschreibt die pragmatische "Lehre von der Mitte" und das Streben nach dem Lebensglück (Eudämonia).

IV. Die Tugend von Thomas von Aquin: Zeigt die Synthese von antiker Tugendlehre und christlicher Moraltheologie auf.

V. Bürgerliche Tugenden: Analysiert den Zusammenhang von wirtschaftlichem Handeln und Tugenden wie Ordnung, Sparsamkeit und Fleiß.

VI. Preußische Tugenden: Untersucht das historische Konzept der preußischen Tugenden, die stark vom Militär und einer protestantisch-calvinistischen Ethik geprägt sind.

VII. Die Tugend von Kant: Behandelt die Pflichtenlehre Kants und die Einordnung der Tugend als Ziel des sittlichen Willens.

VIII. Die Tugend heute: Reflektiert die moderne Vielschichtigkeit des Tugendbegriffs und die Relevanz in gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des 21. Jahrhunderts.

Schlüsselwörter

Tugend, Ethik, Platon, Aristoteles, Kardinaltugenden, Eudämonia, Sittlichkeit, Bürgerliche Tugenden, Preußische Tugenden, Immanuel Kant, Moral, Gerechtigkeit, Lebensführung, Werte, Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen historischen Überblick über den Begriff der Tugend, angefangen bei den antiken griechischen Philosophen bis hin zu aktuellen moralischen Auffassungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die ethischen Konzepte von Platon, Aristoteles, Thomas von Aquin und Kant sowie die praktischen Tugendbegriffe im wirtschaftlichen und staatlichen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den historischen Wandel und die inhaltliche Bedeutung der Tugend als "sittliche Haltung" nachvollziehbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Analyse, die auf der Literaturrecherche und der systematischen Darstellung philosophischer Quellentexte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische und thematische Kapitel, die jeweils spezifische Tugendlehren oder gesellschaftliche Tugendbereiche wie das Bürgertum und Preußen analysieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Tugendethik, Kardinaltugenden, Eudämonia, Pflichtenlehre und Sittlichkeit definiert.

Wie unterscheidet sich Platons Tugendbegriff von dem des Aristoteles?

Während Platon die Tugend spekulativ als Teilhabe an der Ideenwelt betrachtet, definiert Aristoteles sie pragmatisch als "Lehre von der Mitte" zwischen Extremen.

Welchen Stellenwert nimmt die Gerechtigkeit im antiken Verständnis ein?

Die Gerechtigkeit wurde in der Antike als fundamentale Tugend für das soziale Zusammenleben und die Basis eines funktionierenden Staates verstanden, was über den heutigen individuellen Gerechtigkeitsbegriff hinausgeht.

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Details

Title
Tugenden - Von der griechischen Antike bis heute
College
University of the Federal Armed Forces München
Grade
1,0
Author
Diplom-Staatswissenschaftler Rene Pehlemann (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V89018
ISBN (eBook)
9783638025188
ISBN (Book)
9783656057789
Language
German
Tags
Tugenden Antike
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Staatswissenschaftler Rene Pehlemann (Author), 2006, Tugenden - Von der griechischen Antike bis heute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89018
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