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Unternehmensintegration in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld durch Corporate Citizenship

Title: Unternehmensintegration in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld durch Corporate Citizenship

Diploma Thesis , 2008 , 103 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Wilhelm Bernhard Dülm (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics
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Ethische und moralische Aspekte innerhalb der Betriebswirtschaftslehre bilden für mich ein Themengebiet, welches mein Interesse an der Themenstellung geweckt hat, auf welchem Weg es möglich ist, sich als Unternehmen bzw. Organisation in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld zu integrieren. Zum einen wollte ich herausfinden, ob sich Ethik und Moral mit Wirtschaft in Einklang bringen lassen und zum anderen welche Ansätze es für Integrationskonzepte in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld gibt.

Dabei bin ich bei meiner Literaturrecherche auf interessante Themen gestoßen, welche ich in diese Arbeit integrieren konnte. Mein besonderer Dank gilt meiner Partnerin Doreen, die mich bei meinen Recherchen tatkräftig unterstützte.

Die vorliegende Arbeit befasst sich ausführlich mit der Thematik der Unternehmensintegration in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld durch Corporate Citizenship.

Nach einer Problemdefinition wird im Grundlagenteil auf die Begriffe „Ethik“ und schließlich auf „Moral“ eingegangen. Da Corporate Citizenship eng mit diesem Begriffspaar verbunden ist, wird auf die Begriffe Wirtschafts- bzw. Unternehmensethik explizit eingegangen. An-schließend erfolgt eine Abgrenzung zwischen Ethik und Wirtschaft, d.h. es soll der Fragestel-lung nachgegangen werden, inwieweit Ethik und Wirtschaft miteinander vereinbar sind. Da unter dem Begriff Corporate Citizenship im Prinzip verantwortungsvolles Handeln verstanden wird, wird, nach einer vorherigen Definition des „Wirtschaftsbürgers“ allgemein, auf den Begriff der „Verantwortung“ eingegangen, wobei hier die Ansätze von HOMANN/BLOME/DRESS, PETER ULRICH und von STEINMANN/LÖHR besondere Erwähnung finden.

Im Anschluss daran wird auf das Konzept des Corporate Citizenship näher eingegangen, wobei zunächst der Begriff des Corporate Citizenship definiert und anhand des sog. „Drei- Ebenen-Modell“ näher erläutert wird. Schließlich wird die geschichtliche Entwicklung des Corporate Citizenship geschildert. Hieran schließt sich eine Differenzierung der in der Literatur häufig synonym verwendeten Begriffe „Corporate Citizenship“ und „Corporate Social Responsibility“ an und führt zu den Aufgabenfeldern, Gründen und Motivation bzw. Nutzen und Erfolgsfaktoren von Corporate Citizenship.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

2.1. Aufbau der Arbeit

2.2. Problemstellung

3. Grundlagen

3.1. Einführung

3.1.1. Der Begriff Ethik

3.1.2. Kurzdarstellung Wirtschaftsethik

3.1.3. Kurzdarstellung Unternehmensethik

3.2. Der Begriff „Moral“

3.3. Ethik vs. Wirtschaft

3.4. Begriff des Wirtschaftsbürgers und die Unternehmung als „guter Bürger“

3.5. „Verantwortung“ in der Gesellschaft

3.6. Bedeutung von Verantwortung

3.6.1. Der Ansatz von HOMANN/BLOME-DREES

3.6.2. Der Ansatz von ULRICH

3.6.3. Der Ansatz von STEINMANN/LÖHR

3.6.4. Kritische Würdigung

4. Konzept des Corporate Citizenship

4.1. Der Begriff Corporate Citizenship

4.2. Drei Ebenen-Modell des Corporate Citizenship

4.3. Die Entstehung von Corporate Citizenship

4.4. Corporate Citizenship und Corporate Social Responsibility

4.5. Aufgabenfelder, Gründe und Motive für Corporate Citizenship

4.6. Nutzen bzw. Erfolgsfaktoren für Unternehmen durch Corporate Citizenship

5. Anforderungen bzw. Integrationsmöglichkeiten von Corporate Citizenship

5.1. Handlungsfelder von Corporate Citizenship

5.2. Gesellschaftlich formulierte Rollenanforderungen

5.3. Rechtliche Anforderungen

5.3.1. Steuerrechtliche Betrachtung

5.3.2. Weitere Rechtsgebiete

5.4. Sanktionspotenzial der gesellschaftlichen Anspruchsgruppen

5.5. Moralisches Handeln: Gewinnprinzip als Legitimation

5.6. Unternehmenskultur und Integration

5.6.1. Begriff Unternehmenskultur

5.6.2. Unternehmensleitbild als Grundlage für erfolgreich Implementierung

5.6.3. Integration von Corporate Citizenship in die Unternehmenskultur

5.6.4. Integrationsmodell bzw. –prozess von Corporate Citizenship:

5.7. Die Kosten bzw. Controlling von Corporate Citizenship

6. Integrationskonzepte für Corporate Citizenship

6.1. Corporate Citizenship-Mix

6.1.1. Corporate Giving

6.1.2. Social Sponsoring

6.1.3. Cause Related Marketing (CRM)

6.1.4. Corporate Foundations

6.1.5. Corporate Volunteering (Nachbarschaftshilfe der Wirtschaft)

6.1.6. Social Commissioning

6.1.7. Community Joint-Venture bzw. Public Private Partnership

6.1.8. Social Lobbying

6.1.9. Venture Philanthropy

6.2. Kritik am Corporate Citizenship-Mix

6.3. Corporate Citizenship-Mix und Marketing-Mix

6.3.1. Systematische Einordnung des Corporate Citizenship in die Systematik des Marketing

6.3.2. Kurzdarstellung des Marketing-Mix

6.3.3. Differenzierung zum Marketing-Mix

6.3.4. Kritische Würdigung

7. Nachhaltigkeitsberichterstattung

7.1.1. Einführung:

7.1.2. Begriff:

7.2. Leitlinien und Vorgaben für die Nachhaltigkeitsberichterstattung

7.3. Zielgruppen, Leser und Kommunikationswege der Nachhaltigkeitsberichterstattung

7.4. Kritische Würdigung

8. Firmen-Praxisbeispiele für erfolgreiche Unternehmensintegration durch Corporate Citizenship

8.1: BASF-Gruppe

8.2. Würth-Gruppe

8.3. HOCHTIEF

9. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Integration von Unternehmen in ihr wirtschaftliches und gesellschaftliches Umfeld durch Corporate Citizenship. Ziel ist es, Möglichkeiten und Strategien aufzuzeigen, wie ethisches Handeln und wirtschaftlicher Erfolg in Einklang gebracht werden können, um als "guter Bürger" in der Gesellschaft zu agieren.

  • Verhältnis zwischen Ethik, Moral und wirtschaftlichem Handeln
  • Grundlagen und Definitionen des Corporate Citizenship-Konzepts
  • Anforderungen und Integrationsmöglichkeiten in die Unternehmenskultur
  • Instrumente des Corporate Citizenship-Mix und deren Controlling
  • Praxisbeispiele für eine erfolgreiche Unternehmensintegration

Auszug aus dem Buch

3.6.1. Der Ansatz von HOMANN/BLOME-DREES

Die zentrale These des Ansatzes lautet:

„ Der systematische Ort der Moral in einer Marktwirtschaft ist die Rahmenordnung“ (Homann/Bloome-Drees, 1992, S. 49).

Ein wirksamer Koordinationsmechanismus bildet jedoch die Grundvorrausetzung für das Funktionieren des Systems. Der Wirtschaftsethik kommt hier die Rolle einer „Ordnungsethik“ zu.

„Die Regeln des Wirtschaftens sind so zu gestalten, dass die gegebenen gesellschaftlichen Normen bestmöglich durchgesetzt werden können. (Homann/Blome-Drees, 1992, S. 25 ff.)

HOMANN und BLOME-DREES sehen aber neben der Wirtschaftsethik als Ordnungsethik auch die Notwendigkeit einer Unternehmensethik.

„Dort, wo die Regeln (systematisch) lückenhaft bleiben und ökonomischer Erfolg und moralische Ergebnisse auseinanderdividiert werden, fällt die Verantwortung für die moralische Gestaltung auf die Unternehmen zurück. Dabei stehen ihnen insbesondere drei Strategien zu Verfügung: Marktaustritt, Wettbewerbsstrategien und ordnungspolitische Strategien.“ (Homann/Blome-Drees, 1992, S. 132 ff.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation zur Auseinandersetzung mit ethischen Aspekten in der Betriebswirtschaft und deren Integration in das wirtschaftliche Umfeld.

2. Einleitung: Diese Sektion definiert das Problemfeld und gibt einen Überblick über den strukturellen Aufbau der Arbeit sowie die methodische Herangehensweise.

3. Grundlagen: Es werden grundlegende Begriffe wie Ethik, Moral, Unternehmensethik sowie der Begriff des "Wirtschaftsbürgers" erörtert und die ethische Verantwortung von Unternehmen beleuchtet.

4. Konzept des Corporate Citizenship: Hier wird der Begriff definiert, das Drei-Ebenen-Modell erläutert und eine Abgrenzung zu Corporate Social Responsibility vorgenommen.

5. Anforderungen bzw. Integrationsmöglichkeiten von Corporate Citizenship: Der Fokus liegt auf der Implementierung des Konzepts in die Unternehmenskultur, rechtlichen Anforderungen und dem Controlling von Maßnahmen.

6. Integrationskonzepte für Corporate Citizenship: Eine detaillierte Vorstellung der verschiedenen Instrumente des Corporate Citizenship-Mix, wie Giving, Sponsoring und Stiftungsarbeit, erfolgt hier.

7. Nachhaltigkeitsberichterstattung: Dieses Kapitel widmet sich der Bedeutung der Nachhaltigkeitskommunikation, den Leitlinien sowie den Zielgruppen für entsprechende Berichte.

8. Firmen-Praxisbeispiele für erfolgreiche Unternehmensintegration durch Corporate Citizenship: Anhand von BASF, Würth und HOCHTIEF wird der praktische Einsatz von Corporate Citizenship veranschaulicht.

9. Schlussbetrachtung: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Bedeutung gesellschaftlichen Engagements für den Unternehmenserfolg.

Schlüsselwörter

Corporate Citizenship, Unternehmensethik, Wirtschaftsethik, Corporate Social Responsibility, Unternehmensintegration, Nachhaltigkeit, Unternehmenskultur, Stakeholder-Management, Corporate Citizenship-Mix, gesellschaftliche Verantwortung, Wirtschaftsunternehmen, Wettbewerbsvorteile, Controlling, Bürgergesellschaft, Good Corporate Citizen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch "Corporate Citizenship" ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und sich erfolgreich in ihr wirtschaftliches und gesellschaftliches Umfeld integrieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Ethik und Verantwortung in der Wirtschaft, die praktische Implementierung von Corporate-Citizenship-Strategien sowie die Rolle der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen ethische Normen und wirtschaftliche Interessen sinnvoll verbinden können, um langfristig erfolgreich und verantwortungsbewusst zu handeln.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor führt eine tiefgehende Literaturanalyse durch, vergleicht verschiedene theoretische Ansätze (z.B. von Homann, Ulrich, Steinmann) und untermauert die Konzepte mit Praxisbeispielen großer Unternehmensgruppen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis (Ethik/Moral), die Definition und das Konzept von Corporate Citizenship, Anforderungen an die Integration, Instrumente (Mix) sowie die strategische Planung und Messbarkeit (Controlling) der Maßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Corporate Citizenship, Unternehmensethik, Nachhaltigkeit, CSR, Stakeholder-Management und Unternehmensintegration.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Corporate Citizenship und CSR?

Obwohl die Begriffe oft synonym genutzt werden, wird Corporate Citizenship in der Arbeit als das umfassendere Konzept dargestellt, das auf die Rechte und Pflichten des Unternehmens als "Wirtschaftsbürger" abzielt, während CSR stärker problemorientiertes Wertemanagement umfasst.

Welche Rolle spielt die "Balanced Score Card" (BSC) im Controlling?

Die Arbeit empfiehlt eine erweiterte BSC, um Corporate-Citizenship-Maßnahmen messbar zu machen, indem eine "gesellschaftliche Perspektive" zu den klassischen vier Perspektiven (Finanzen, Kunden, Prozesse, Lernen) hinzugefügt wird.

Wie werden die Firmenbeispiele (BASF, Würth, HOCHTIEF) bewertet?

Der Autor führt diese Beispiele als Belege dafür an, dass gesellschaftliches Engagement nicht nur moralisch geboten ist, sondern durch Signalwirkungen und Imagegewinn auch die Wettbewerbsfähigkeit und das Vertrauen der Stakeholder nachhaltig stärkt.

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Details

Title
Unternehmensintegration in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld durch Corporate Citizenship
College
University of Applied Sciences Ludwigshafen
Grade
1,3
Author
Wilhelm Bernhard Dülm (Author)
Publication Year
2008
Pages
103
Catalog Number
V89034
ISBN (eBook)
9783638025256
Language
German
Tags
Unternehmensintegration Umfeld Corporate Citizenship Wirtschaftsbürger Peter Ulrich Integrationsprozess Integrationsmodell Homann
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wilhelm Bernhard Dülm (Author), 2008, Unternehmensintegration in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld durch Corporate Citizenship, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89034
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