Die Schüler erkennen: - Die Vorteile, die sich aus der Werbung mit der historischen Person Mozart für die Stadt Salzburg ergeben. - Das nicht überall Mozart drin ist, wo Mozart drauf steht. Die Schüler erarbeiten: - Selbstständig warum und wie History Marketing angewandt wird. - Die historischen Partikel, die bei der Werbung mit Mozart verarbeitet werden. Die Schüler beurteilen: - Das Aushängeschild Mozart.- Den historischen Gehalt der Angebote der Stadt Salzburg.
Inhaltsverzeichnis
1. Voraussetzungen
2. Lernziele
3. Medien/Materialien
4. Benutzte Literatur:
5. Vorkenntnisse und Voreinstellungen der SchülerInnen
6. Grundlegende Einsichten und Denkoperationen
7. Strukturelemente der Unterrichtssequenz (inhaltliche Schwerpunktsetzung und Gliederung)
8. Medien
9. Stundenentwurf
Hinführung
Stundenproblem/Information/Vermittlung
Erarbeitung
Auswertung und Lösung des Stundenproblems
Verlaufsskizze (Feinplanung)
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit entwickelt einen detaillierten Unterrichtsentwurf für die 10. Jahrgangsstufe am Gymnasium, um am Beispiel des Mozartjahres 2006 die Mechanismen und Ziele von History Marketing kritisch zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie eine historische Persönlichkeit als Marke für touristische und ökonomische Zwecke instrumentalisiert wird und inwieweit dies zu einer selektiven oder verkürzten Darstellung historischer Realität führt.
- Grundlagen des History Marketing als Marketingstrategie
- Instrumentalisierung historischer Persönlichkeiten im Tourismus
- Analyse der Mozart-Vermarktung in der Stadt Salzburg
- Kritische Reflexion über Authentizität vs. ökonomische Verwertung
- Historisches Lernen am Beispiel zeitgenössischer Marketing-Phänomene
Auszug aus dem Buch
Mozart-Vermarktung ohne Hemmungen
SALZBURG, WIEN (SN, APA). Der Name Mozart gilt als eine der bekanntesten Marken weltweit. Kein Wunder, dass vor dem Mozartjahr 2006 neue Produkte wie Schwammerl aus dem Boden schießen. Ob Esswaren oder Gebrauchsartikel - der Fantasie scheinen kaum Grenzen gesetzt. Auch wenn viele Musikliebhaber verständnislos den Kopf schütteln: „Der Werbewert für das Mozartjahr ist enorm“, sagen Touristiker.
„Alles, was Marke ist und man nicht wirklich schützen kann, wird mitunter auch über Gebühr kommerziell genutzt oder missbraucht. Das stört mich aber nicht wirklich, das bringt die Merchandising-Industrie mit sich“, meint Bert Brugger, Direktor der Tourismus Salzburg GmbH. Bei einem virtuellen Rundgang durch das Mozartland (http://www.mozartland.com) stößt man neben den legendären Mozartkugeln auf Liköre, Parfüms, Kleidungsstücke, Babyflascherl, Kleidung, Schirme und andere Accessoires mit Mozart-Comicfiguren.
Wer statt online zu shoppen lieber normal einkaufen möchte, findet ebenfalls ein reiches Angebot. Etwa 500 Kunden betreten täglich die beiden Souvenirshops des Unternehmers Haythem Al Wazzan in der Salzburger Getreidegasse. „Besonders gerne gekauft werden Bierkrügerl, Stamperl, Häferl, Teller, Dosen, Schreib- und Spielwaren und natürlich Mozartkugeln und Liköre“, weiß Jutta Kochgruber. Beliebt sind die Souvenirs vor allem bei asiatischen Kunden - viele Japaner, aber auch „Chinesen werden immer mehr“. Jetzt, vor Weihnachten, schauen auch gerne Italiener und Gäste aus den ehemaligen Ostblockstaaten herein. „Deutsche kommen extrem wenig.“ Mozart gibt es hier auch zum Schnäuzen und Abwischen: „Mozart-Servietten und Taschentücher haben wir ganz neu im Angebot“, sagt Elisabeth Stöckl nicht ohne Stolz.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Voraussetzungen: Legt die Rahmenbedingungen für das Unterrichtsvorhaben fest, einschließlich der notwendigen Zeitressourcen und der Bedeutung der Klassenfahrt nach Wien als inhaltlicher Anknüpfungspunkt.
2. Lernziele: Definiert die kognitiven und beurteilenden Kompetenzen, die die SchülerInnen im Umgang mit dem Thema History Marketing erwerben sollen.
3. Medien/Materialien: Listet die notwendigen Hilfsmittel wie Tafel, Folien und Arbeitstexte auf, die für eine effektive Unterrichtsgestaltung benötigt werden.
4. Benutzte Literatur: Verzeichnet die für die Erstellung der Unterrichtseinheit verwendeten Quellen und theoretischen Hintergründe.
5. Vorkenntnisse und Voreinstellungen der SchülerInnen: Erläutert den Wissensstand der Klasse und die Motivation, die durch den Bezug zur Klassenfahrt und das alltägliche Marketing entsteht.
6. Grundlegende Einsichten und Denkoperationen: Analysiert die Ambivalenz zwischen dem historischen Mozart und seiner Rolle als kommerziell genutztes Symbol.
7. Strukturelemente der Unterrichtssequenz (inhaltliche Schwerpunktsetzung und Gliederung): Skizziert den inhaltlichen Ablauf der Stunde von der Begriffsdefinition bis zur finalen Beurteilung.
8. Medien: Beschreibt die methodische Funktion der gewählten Unterrichtsmedien.
9. Stundenentwurf: Bietet die detaillierte chronologische Planung der Doppelstunde, gegliedert in Hinführung, Erarbeitung, Auswertung und Abschluss.
Schlüsselwörter
History Marketing, Mozartjahr 2006, Salzburg, Tourismus, Vermarktung, Historische Persönlichkeit, Identität, Kommerzialisierung, Mozartkugel, Kulturelles Erbe, Stadtmarketing, Unterrichtsentwurf, Geschichtsdidaktik, Markenbildung, Authentizität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Dokument grundlegend?
Es handelt sich um einen schulpraktischen Stundenentwurf für das Fach Geschichte, der den Einsatz von History Marketing anhand des Wiener und Salzburger Mozartjahres 2006 untersucht.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Schnittstelle zwischen historischer Vermittlung und kommerzieller Verwertung, den Tourismus als Wirtschaftsfaktor sowie die Rolle von Stadtmarketing und Markenbildung.
Was ist das primäre Ziel des Unterrichtsvorhabens?
Die SchülerInnen sollen erkennen, wie historische Persönlichkeiten zur Identitätsstiftung und Gewinnmaximierung vermarktet werden und lernen, diese Marketingstrategien kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird im Unterricht verwendet?
Der Unterricht nutzt eine Kombination aus Lehrervortrag, schülerzentrierter Einzelarbeit an Textmaterialien und einem anschließenden Unterrichtsgespräch zur Ergebnissicherung und kritischen Diskussion.
Was wird im Hauptteil des Unterrichtsentwurfs behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Hinführung zum Thema, die Erarbeitung von Aufgaben zum History Marketing, die Auswertung der Arbeitsergebnisse und die abschließende Diskussion über die Angemessenheit der Mozart-Vermarktung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Projekt?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie History Marketing, Vermarktung, Mozartjahr 2006, Salzburg, Tourismus und kritische Geschichtsanalyse beschreiben.
Wie selektiv ist das Bild von Mozart, das die Stadt Salzburg vermarktet?
Die Arbeit legt dar, dass Salzburg Mozart vor allem als populäres Symbol und musikalische Marke nutzt, während schwierige biographische Aspekte oder historische Kontroversen zugunsten eines positiven Stadtimages weitgehend ausgeblendet werden.
Welchen Stellenwert nimmt die "Mozartkugel" in der Argumentation ein?
Sie dient als exemplarisches "Schlachtfeld" für den kommerziellen Wettbewerb zwischen verschiedenen Schokoladenherstellern und verdeutlicht, wie eine historische Marke ökonomisch instrumentalisiert und in juristische Streitigkeiten um die "Echtheit" verwickelt wird.
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- Marlen Frömmel (Author), 2006, Das Mozartjahr in Salzburg – ein Beispiel für History Marketing, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89109