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Die Entwicklung der Anteilseignerstrukturen deutscher Aktiengesellschaften im FAZ-Index

Title: Die Entwicklung der Anteilseignerstrukturen deutscher Aktiengesellschaften im FAZ-Index

Diploma Thesis , 2007 , 109 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Florian Haubold (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Im Rahmen der theoretischen und praktischen Literatur gewann innerhalb des letzten Jahrzehnts ein Begriff massiv an Bedeutung: Corporate Governance.

Dabei reichen die Definitionen für Corporate Governance von „all the influences affecting the institutional processes” , über „the system by which companies are directed and controlled” und “the ways in which suppliers of finance to corporations assure themselves of getting a return on their investment” bis hin zu „a set of mechanisms through which outside investors protect themselves” . Anhand dieser Definitionen lässt sich feststellen, dass sich Corporate Governance mit Führung und Kontrolle sowie Ungleichverteilungen von Interessen und Einflussmöglichkeiten innerhalb eines Unternehmens beschäftigt.

Hierbei sind die Anteilseignerstrukturen der Unternehmen ein zentrales Element. So ist die Struktur, sprich die Verteilung der Stimmrechte, der Anteilseigner von Bedeutung einerseits für deren Verhältnis zum Management und andererseits untereinander.
Anhand der bisherigen Betrachtung lässt sich ableiten, dass es eine Reihe potentieller Konflikte sowohl zwischen den Anteilseignern als auch zwischen Anteilseignern und Management gibt. Aufgrund dessen spielen die Anteilseignerschutzrechte und damit verbunden die Corporate Governance eine zentrale Rolle für Art und Ausmaß einer möglichen Investition in ein Unternehmen und für die Anteilseignerstruktur. Neben den rechtlichen Aspekten existiert in Deutschland ein besonderes System der Corporate Governance: die ‚Deutschland AG’.
Das Ziel der Arbeit ist es, einen Einblick in 2 aufeinander aufbauende Eigentümerstrukturthemen zu geben. Zuerst soll ein theoretischer Einblick in das Themenfeld ‚Anteilseigner einer Aktiengesellschaft in Deutschland’ gegeben werden. Fortfolgend soll die Entwicklung der Anteilseignerstrukturen großer deutscher Aktiengesellschaften dargestellt und mögliche Einflussfaktoren auf die Strukturen untersucht werden.
Hierzu wird im zweiten Kapitel ein Überblick über die Rechtsstellung, sowie Rechte und Pflichten eines Aktionärs gegeben. Kapitel 3 beleuchtet theoretisch die Einflussfaktoren, regulatorischer Hintergrund und die ‚Deutschland AG’. Im Zuge dessen werden Thesen und Hypothesen im Sinne der durchgeführten Überlegungen aufgestellt. Im vierten Kapitel werden die Annahmen empirisch überprüft. Kapitel 5 fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsthemen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rolle des Aktionärs in der AG

2.1. Rechtsstellung des Aktionärs

2.2. Rechte und Pflichten eines Aktionärs

2.2.1. Einlagepflicht

2.2.2. Treuepflicht

2.2.3. Vermögensrechte

2.2.4. Informationsrechte

2.2.5. Verwaltungsrechte

2.3. Trennung von Vermögens- und Stimmrechten

2.3.1. Variable Stimmrechte

2.3.2. Pyramiden

2.3.3. Kreuzbeteiligungen

2.4. Aktionärsarten

2.4.1. Kleinaktionäre

2.4.2. Großaktionäre

2.4.2.1. Institutionelle Großaktionäre

2.4.2.2. Nicht-institutionelle Großaktionäre

2.5. Einfluss von Großaktionären auf das Unternehmen

2.5.1. Mögliche Vorteile hervorgerufen durch Großaktionäre

2.5.2. Mögliche Nachteile hervorgerufen durch Großaktionäre

2.6. Zusammenfassung

3. Einflussfaktoren auf die Anteilseignerstrukturen in Deutschland

3.1. Regulatorischer Hintergrund

3.1.1. Aktionärsschutzrechte

3.1.2. Durchsetzung der Aktionärsschutzrechte

3.2. Die ‚Deutschland AG’

3.2.1. Merkmale der ‚Deutschland AG’

3.2.2. Trends zur Auflösung der ‚Deutschland AG’

3.3. Zusammenfassung

4. Empirische Untersuchung

4. 1. Datengrundlage

4.1.1. Auswahl von Unternehmen und Datenquelle

4.1.2. Gesamtstichprobe

4.1.3. Korrekturen und zusätzliche Quellen

4.2. Allgemeine deskriptive Statistik

4.3. Überprüfung These 1

4.3.1. Deskriptive Statistik

4.3.2. Literatur und Erklärungsansätze

4.4. Überprüfung Hypothese 2

4.4.1. Stichprobe

4.4.2. Methode und Variablen

4.4.3. Ergebnis

4.4.4. Robustheit

4.4.5. Literatur und Erklärungsansätze

4.5. Überprüfung Hypothese 3

4.5.1. Stichprobe A

4.5.2. Methode und Variablen

4.5.3. Ergebnis

4.5.4. Ergebniserklärung auf Basis der Veränderungen des FAZ-Index

4.5.5. Stichprobe B

4.5.6. Methode und Variablen

4.5.7. Ergebnis

4.5.8. Literatur und Erklärungsansätze

4.6. Überprüfung These 4

4.6.1. Deskriptive Statistik

4.6.2. Literatur und Erklärungsansätze

4.7. Überprüfung These 5

4.7.1. Deskriptive Statistik

4.7.2. Literatur und Erklärungsansätze

4.8. Zusammenfassung

5. Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung der Anteilseignerstrukturen großer deutscher Aktiengesellschaften im FAZ-Index und analysiert die Einflussfaktoren auf diese Strukturen im Kontext der Corporate Governance in Deutschland.

  • Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Rolle des Aktionärs in der Aktiengesellschaft.
  • Untersuchung des Phänomens der sogenannten „Deutschland AG“ und deren Auflösungstendenzen.
  • Empirische Überprüfung von Thesen und Hypothesen zur Anteilseignerkonzentration und deren Abhängigkeit von Unternehmensgröße und regulatorischen Reformen.
  • Evaluierung der Auswirkungen von Steuerreformen und des Deutschen Corporate Governance Kodex auf die Eignerstrukturen.
  • Beurteilung des Rückzugs von Banken aus dem Beteiligungsgeschäft und der Entwicklung von Stimmrechtsblöcken.

Auszug aus dem Buch

2.3.1. Variable Stimmrechte

Der einfachste Weg die Dividendenrechte von den Stimmrechten zu trennen, ist die Ausgabe von Aktien mit verschiedenen Stimmrechten. Damit kann jedes gewünschte Verhältnis von Kontroll- zu Dividendenrechten erreicht werden.44 Ein Vorteil gegenüber Pyramiden und Kreuzkonstruktionen ist, dass kein drittes Unternehmen benötigt wird. Obwohl die Ausgabe von Aktien mit verschiedenen Stimm- und Cash-Flow-Rechten technisch einfach ist, stellt diese Konstruktion keinen zentralen Mechanismus zur Trennung der Rechte dar.45 Eine mögliche Begründung für die Seltenheit liegt in rechtlichen Einschränkungen in den jeweiligen Ländern.

In Deutschland gilt generell das one-share-one-vote-Prinzip. Mit der Erlaubnis der Ausgabe von stimmrechtslosen Vorzugsaktien wird das Prinzip allerdings durchbrochen, dennoch gaben 2005 lediglich 7 DAX30-Aktiengesellschaften Vorzugsaktien heraus.46

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Corporate Governance ein und erläutert die Bedeutung der Anteilseignerstrukturen für die Führung und Kontrolle von Unternehmen sowie das spezifische System der „Deutschland AG“.

2. Rolle des Aktionärs in der AG: Dieses Kapitel beleuchtet die Rechtsstellung, Rechte und Pflichten eines Aktionärs sowie die verschiedenen Möglichkeiten zur Abtrennung von Vermögens- und Stimmrechten.

3. Einflussfaktoren auf die Anteilseignerstrukturen in Deutschland: Hier werden der regulatorische Hintergrund und die Struktur der „Deutschland AG“ als zentrale Einflussfaktoren auf die Anteilseignerstrukturen theoretisch analysiert.

4. Empirische Untersuchung: Das vierte Kapitel dient der empirischen Überprüfung der aufgestellten Thesen und Hypothesen unter Nutzung des FAZ-Index als Datenbasis für den Zeitraum von 1961 bis 2006.

5. Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Auswirkungen der Strukturreformen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Anteilseignerstrukturen.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Deutschland AG, Anteilseignerstruktur, Aktiengesellschaft, Stimmrechte, Kapitalmarkt, Kleinaktionäre, Großaktionäre, Eigentümerkonzentration, Regulatorischer Hintergrund, FAZ-Index, Privatisierung, Aktionärsschutz, Kapitalmarktdruck, Blockbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung der Anteilseignerstrukturen großer deutscher Aktiengesellschaften, die im FAZ-Index gelistet sind, über einen Zeitraum von 1961 bis 2006.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Rolle von Aktionären in der AG, das theoretische Konstrukt der „Deutschland AG“, sowie die Auswirkungen von rechtlichen Reformen und marktbasierten Trends auf die Eigentümerkonzentration.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Einblicke in Eigentümerstrukturen zu geben, die Entwicklung dieser Strukturen bei großen deutschen Unternehmen darzustellen und mögliche Einflussfaktoren hierfür wissenschaftlich zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine deskriptive statistische Analyse sowie univariate und multivariate OLS-Regressionsanalysen, um den Zusammenhang zwischen Anteilseignerkonzentration und Einflussfaktoren zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Rechte und Einflussmöglichkeiten von Aktionären sowie eine detaillierte empirische Untersuchung anhand des FAZ-Index.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Corporate Governance, Deutschland AG, Anteilseignerkonzentration und Stimmrechtsverhältnisse charakterisieren.

Welche Auswirkung hatte die Steuerreform 2001 auf die „Deutschland AG“?

Die Reform schuf steuerliche Anreize für den Verkauf von Industriebeteiligungen, was den Abbau von Beteiligungsverflechtungen innerhalb der „Deutschland AG“ signifikant beschleunigte.

Zerfallen große Stimmrechtsblöcke zugunsten von Kleinaktionären?

Die Untersuchung zeigt, dass große Stimmrechtsblöcke zwar zerfallen, die Anteile jedoch nicht in den Streubesitz der Kleinaktionäre übergehen, sondern vermehrt in einer Vielzahl kleinerer Blöcke aufgehen.

Warum ziehen sich Banken aus dem Beteiligungsgeschäft zurück?

Gründe sind unter anderem die Konzentration auf das Kerngeschäft, ein erhöhter Kapitalmarktdruck, Governance-Gesichtspunkte sowie ein gestiegener Wettbewerb.

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Details

Title
Die Entwicklung der Anteilseignerstrukturen deutscher Aktiengesellschaften im FAZ-Index
College
HHL Leipzig Graduate School of Management
Grade
1,3
Author
Florian Haubold (Author)
Publication Year
2007
Pages
109
Catalog Number
V89252
ISBN (eBook)
9783638030748
ISBN (Book)
9783638928427
Language
German
Tags
Entwicklung Anteilseignerstrukturen Aktiengesellschaften FAZ-Index
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Haubold (Author), 2007, Die Entwicklung der Anteilseignerstrukturen deutscher Aktiengesellschaften im FAZ-Index, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89252
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