In der folgenden Arbeit sollen die Auswirkungen der veränderten Mediensituation auf die Politik skizziert werden. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf den strukturellen Anpassungen der politischen Institutionen und der Fragestellung, wie und ob diese mediale Neuordnung das Handlungsbewusstsein der Akteure verändert hat.
Zu diesem Zweck wird zunächst die historische Entwicklung des deutschen Rundfunksystems seit dem Kriegsende 1945 nachgezeichnet. Hierbei werden die Stationen beleuchtet, welche den Verlauf vom Wiederaufbau in den alliierten Besatzungszonen bis zur Einführung unseres heutigen dualen Rundfunksystems und der zunehmenden Digitalisierung der Medien signifikant beeinflusst und gestaltet haben.
Im zweiten und dritten Teil der Arbeit wird der Fokus auf die Entwicklung nach der Zulassung kommerzieller Medien gelegt. Dabei soll zunächst eine Darstellung der ökonomischen Ausrichtung privater Anbieter das Arbeitsfeld der politischen Öffentlichkeitsarbeit skizzieren und damit eine Grundlage für die weitere Betrachtung der Politikvermittlung im deutschen Mediensystem schaffen.
Abgerundet wird die Arbeit durch eine Zusammenfassung, welche die Frage stellt, ob die Medien weiterhin ihrem Publikum als Informant dienen oder mittlerweile selber zunehmend zum politischen Akteur werden.
Inhaltsverzeichnis
- Der Weg zum dualen Rundfunksystem
- Die Neugründung des Rundfunksystems
- Adenauer-Fernsehen und die Gründung des ZDF
- Politische Einflussnahme und die Einführung des dualen Rundfunks
- Die ökonomische Ausrichtung der Medien
- Wirtschaftliche Prinzipien
- Machtkonzentration
- Politikvermittlung in den Medien
- Unterhaltungstendenz und Polit-Entertainment
- Präsidialisierung der Parteien in der medialen Demokratie
- Einbindung digitaler Medien
- Cyberdemokratie
- Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert die Auswirkungen der veränderten Mediensituation auf die Politik. Im Zentrum steht die Frage, wie und ob die mediale Neuordnung das Handlungsbewusstsein der politischen Akteure beeinflusst. Hierzu wird zunächst die historische Entwicklung des deutschen Rundfunksystems seit 1945 nachgezeichnet, mit Fokus auf die Einführung des dualen Rundfunksystems und die zunehmende Digitalisierung der Medien.
- Die historische Entwicklung des deutschen Rundfunksystems
- Die ökonomische Ausrichtung privater Medienanbieter
- Die Politikvermittlung im deutschen Mediensystem
- Die Rolle der Medien als politische Akteure
- Der Einfluss der Medien auf das Handlungsbewusstsein politischer Akteure
Zusammenfassung der Kapitel
Der erste Teil der Arbeit beschreibt die Neugründung des Rundfunksystems in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei werden die verschiedenen Stationen beleuchtet, die zur Einführung des dualen Rundfunksystems führten.
Im zweiten Kapitel wird die ökonomische Ausrichtung der Medien, insbesondere der privaten Anbieter, im Kontext der politischen Öffentlichkeitsarbeit beleuchtet.
Das dritte Kapitel untersucht die Politikvermittlung im deutschen Mediensystem und beleuchtet dabei verschiedene Aspekte wie die Unterhaltungstendenz, die Präsidialisierung der Parteien und die Integration digitaler Medien.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Medien, Politik, Rundfunk, Digitalisierung, Präsidialisierung, Politikvermittlung, Medienlandschaft, ökonomische Ausrichtung, politische Öffentlichkeitsarbeit, Cyberdemokratie, Medienkonsum, Medienwirkung.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter dem dualen Rundfunksystem?
Es bezeichnet das Nebeneinander von öffentlich-rechtlichen Sendern (wie ARD und ZDF) und privaten, kommerziellen Medienanbietern in Deutschland.
Wie hat die Digitalisierung die Politik beeinflusst?
Die Digitalisierung führt zu neuen Formen der Politikvermittlung (Cyberdemokratie) und verändert das Handlungsbewusstsein politischer Akteure durch ständige mediale Präsenz.
Was bedeutet 'Präsidialisierung' der Parteien?
In der medialen Demokratie rücken die Spitzenkandidaten (Personalisierung) zunehmend in den Fokus, während Parteiprogramme im Vergleich zur medialen Wirkung der Personen in den Hintergrund treten.
Werden Medien selbst zu politischen Akteuren?
Die Arbeit untersucht, ob Medien über ihre reine Informationsfunktion hinaus durch Themenwahl und ökonomische Ausrichtung aktiv politische Prozesse gestalten.
Was ist Polit-Entertainment?
Es beschreibt den Trend, politische Inhalte unterhaltend aufzubereiten, um in der Aufmerksamkeitsökonomie der privaten Medien bestehen zu können.
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- Udo Michel (Author), 2007, Politik in den Massenmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89295