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Politik in den Massenmedien

Wie beeinflussen mediale Veränderungen die Strukturen in der Politik

Title: Politik in den Massenmedien

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Udo Michel (Author)

Politics - Miscellaneous
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In der folgenden Arbeit sollen die Auswirkungen der veränderten Mediensituation auf die Politik skizziert werden. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf den strukturellen Anpassungen der politischen Institutionen und der Fragestellung, wie und ob diese mediale Neuordnung das Handlungsbewusstsein der Akteure verändert hat.
Zu diesem Zweck wird zunächst die historische Entwicklung des deutschen Rundfunksystems seit dem Kriegsende 1945 nachgezeichnet. Hierbei werden die Stationen beleuchtet, welche den Verlauf vom Wiederaufbau in den alliierten Besatzungszonen bis zur Einführung unseres heutigen dualen Rundfunksystems und der zunehmenden Digitalisierung der Medien signifikant beeinflusst und gestaltet haben.
Im zweiten und dritten Teil der Arbeit wird der Fokus auf die Entwicklung nach der Zulassung kommerzieller Medien gelegt. Dabei soll zunächst eine Darstellung der ökonomischen Ausrichtung privater Anbieter das Arbeitsfeld der politischen Öffentlichkeitsarbeit skizzieren und damit eine Grundlage für die weitere Betrachtung der Politikvermittlung im deutschen Mediensystem schaffen.
Abgerundet wird die Arbeit durch eine Zusammenfassung, welche die Frage stellt, ob die Medien weiterhin ihrem Publikum als Informant dienen oder mittlerweile selber zunehmend zum politischen Akteur werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Der Weg zum dualen Rundfunksystem

1.1 Die Neugründung des Rundfunksystems

1.2 Adenauer-Fernsehen und die Gründung des ZDF

1.3 Politische Einflussnahme und die Einführung des dualen Rundfunks

2. Die ökonomische Ausrichtung der Medien

2.1 Wirtschaftliche Prinzipien

2.2 Machtkonzentration

3. Politikvermittlung in den Medien

3.1 Unterhaltungstendenz und Polit-Entertainment

3.2 Präsidialisierung der Parteien in der medialen Demokratie

3.3 Einbindung digitaler Medien

3.4 Cyberdemokratie

4. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss der veränderten Mediensituation auf die politischen Strukturen und das Handlungsbewusstsein politischer Akteure in Deutschland. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich die Politik durch mediale Logiken anpassen muss und inwieweit eine Medialisierung und Personalisierung politischer Prozesse stattfindet.

  • Historische Entwicklung des dualen Rundfunksystems in Deutschland
  • Ökonomisierung der Medien und deren Auswirkungen auf die Politikvermittlung
  • Phänomene der Medialisierung und das Konzept der "Mediendemokratie"
  • Die Rolle der Personalisierung ("Präsidialisierung") politischer Führungskräfte
  • Chancen und Grenzen digitaler Medien sowie der Begriff der Cyberdemokratie

Auszug aus dem Buch

3.1 Unterhaltungstendenz und Polit-Entertainment

Es ist leicht nachvollziehbar, dass sich Parteien dem informationstechnologischen Forschritt nicht erwehren können, zumal es hier um simple Faktoren wie Reichweite, Präsenz und Verbreitungs- bzw. Reaktionsgeschwindigkeit geht. Ebenso kann man dem Bürger nicht diktieren, sich dem Überangebot an Unterhaltung zu widersetzen, sondern muss versuchen, durch eine angepasste Politikvermittlung auf die Aufmerksamkeitsdefizite zu reagieren. Eine Konsequenz der Verlagerung hin zur Unterhaltung ist der Versuch, die Politik aus der Informationssphäre herauszuholen und sie tendenziell zum Entertainment umzuformen. Am sichtbarsten wird diese Veränderung im Boom der Talk-Shows, welche mittlerweile mit im Zentrum der Vermittlung politischer Inhalte stehen.

Dabei wird die Kritik laut, die diesen Shows einen entparlamentarisierenden Charakter anhängen, da Formate wie Sabine Christiansen für viele Zuschauer einen Ersatz parlamentarischer Debatten darstellen (Machnig 2002). Dass bei diesen Gesprächsrunden i.d.R. auch Vertreter von Bürger-, Industrie- oder anderen Interessensverbänden teilnehmen, verdeutlicht zum einen die Konzentration und Komprimierung von Themen und unterstützt zum anderen den Unterhaltungswert der Auseinandersetzungen, ähnlich einem Kampf in einer römischen Arena.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Weg zum dualen Rundfunksystem: Historischer Rückblick auf die Entwicklung des Rundfunks von 1945 bis zur Etablierung eines dualen Systems aus öffentlich-rechtlichen und privaten Anbietern.

2. Die ökonomische Ausrichtung der Medien: Analyse der marktwirtschaftlichen Prinzipien im Mediensektor und deren Auswirkungen durch Machtkonzentration auf die publizistische Vielfalt.

3. Politikvermittlung in den Medien: Untersuchung der veränderten Kommunikationsstrategien politischer Akteure unter dem Druck medialer Inszenierung, Unterhaltung und Personalisierung.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion über das wechselseitige Verhältnis von Politik und Medien sowie die Frage, ob Medien mittlerweile selbst zu einem politischen Akteur geworden sind.

Schlüsselwörter

Mediensystem, Politikvermittlung, Rundfunk, Mediendemokratie, Präsidentialisierung, Politainment, Medienlogik, Strukturwandel, Öffentlichkeitsarbeit, digitale Medien, Cyberdemokratie, Personalisierung, Medienmacht, Kommunikation, Parteien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich die Medienlandschaft in Deutschland verändert hat und welchen Einfluss diese Transformation auf die Strukturen politischer Kommunikation und das Handeln politischer Akteure ausübt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die historische Entwicklung des Rundfunks, die Ökonomisierung der Medien, die zunehmende Inszenierung von Politik und die Herausforderungen durch digitale Kommunikationsformen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie mediale Veränderungen die politische Kommunikation beeinflussen und ob diese Prozesse zu einem neuen Handlungsbewusstsein oder einer strukturellen Anpassung bei politischen Akteuren führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die historische Entwicklungen und aktuelle theoretische Konzepte (wie Medialisierung und Mediokratie) vergleichend betrachtet und auf den deutschen Kontext anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die mediale Geschichte Deutschlands, die ökonomischen Rahmenbedingungen privater Medienanbieter und die moderne Politikvermittlung, unterteilt in Themen wie Entertainment, Personalisierung und Online-Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mediensystem, Mediendemokratie, Politainment, Präsidentialisierung und die Rolle der Medien als politischer Akteur.

Was bedeutet der Begriff "Präsidentialisierung" im Kontext der Arbeit?

Der Autor beschreibt damit den Trend, dass sich politische Auseinandersetzungen im medialen Raum zunehmend auf die Führungspersönlichkeiten (z.B. Kanzlerkandidaten) konzentrieren, wodurch die Partei als Institution in den Hintergrund tritt.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Internets für die Demokratie?

Er betrachtet das Internet als wertvolles Service- und Interaktionsinstrument, warnt jedoch vor der Utopie einer "Cyberdemokratie", da das Internet eher als Reflexionsfläche des realen politischen Geschehens fungiert als dieses grundlegend zu verändern.

Inwieweit hat sich laut Autor das Verhältnis zwischen Politik und Medien verändert?

Das Verhältnis hat sich zu einer engen Verflechtung entwickelt, in der Journalisten häufiger zu Mitwissern und politischen Co-Akteuren werden, während Politiker gezwungen sind, sich den Regeln der Medienlogik und Inszenierung unterzuordnen.

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Details

Title
Politik in den Massenmedien
Subtitle
Wie beeinflussen mediale Veränderungen die Strukturen in der Politik
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,7
Author
Udo Michel (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V89295
ISBN (eBook)
9783638026468
ISBN (Book)
9783638924603
Language
German
Tags
Politik Massenmedien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Udo Michel (Author), 2007, Politik in den Massenmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89295
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