Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Economic Policy

Entsorgungspolitik: Abfallentsorgung. Volkswirtschaftliche Probleme und Lösungsmöglichkeiten

Title: Entsorgungspolitik: Abfallentsorgung. Volkswirtschaftliche Probleme und Lösungsmöglichkeiten

Seminar Paper , 2007 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marvin Stolz (Author)

Business economics - Economic Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Duale System Deutschland (DSD) stellt eines der komplexesten Konzepte in der Abfallwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland dar. Es dokumentiert den Versuch des Bundesumweltministeriums, die damals bestehenden ökologischen Defizite in der haushaltsnahen Abfallentsorgung zu beseitigen. Das Bundesumweltminsterium, damals gerade erst gegründet, stieß hierbei auf heftigen Widerstand seitens der betroffenen Industriezweige und leitete damit eine jahrelange Auseinadersetzung vor Inkrafttreten der Verpackungsverordnung (VVO) ein. Daraufhin wurde das Duale System Deutschland ins Leben gerufen wurde. Als alleiniges bundesweites Erfassungssystem agierte das Duale System zwischen 1991 und 2001, bis die EU-Kommission einen Strukturwandel dieses Marktes einläutete. Vor diesem Hintergrund widmet sich diese Arbeit der kritischen Beurteilung des DSD. Insbesondere gilt es aus wirtschaftspolitischer Sicht zu erörtern, ob dieses Konzept als optimale Lösung für die relevanten Probleme betrachtet werden kann oder ob eine Beseitigung nicht schon vorher als empfehlenswert zu betrachten galt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Abfall- und Kreislaufwirtschaft der BRD

2.1 Bestimmung der Begriffe Abfall und Kreislaufwirtschaft

2.2 Entwicklung der Abfallwirtschaft in Deutschland

3. Das Unternehmen „Duales System Deutschland“

3.1 Funktionsprinzip des DSD

3.2 Unternehmensentwicklung

4. Wirtschaftspolitische Auseinandersetzung mit dem DSD

4.1 Das natürliche Monopol

4.2 Das künstlich geschaffene Monopol

4.3 Die Monopolstellung der Dualen System Deutschland GmbH

4.4 Zwischenfazit

5. Marktentwicklung nach Privatisierung des DSD

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Duale System Deutschland (DSD) aus einer wirtschaftspolitischen Perspektive, um zu bewerten, ob das Konzept eine optimale Lösung für die Abfallwirtschaft darstellt oder ob seine monopolistische Struktur als problematisch einzustufen ist.

  • Historische Entwicklung der deutschen Abfall- und Kreislaufwirtschaft
  • Strukturelle Analyse und Funktionsweise des Dualen Systems Deutschland
  • Wirtschaftspolitische Einordnung von Monopolen (natürlich vs. künstlich)
  • Wettbewerbsentwicklung und Auswirkungen der Liberalisierung seit 2001

Auszug aus dem Buch

3.1 Funktionsprinzip des DSD

Das Duales System sieht vor, Herstellerverpackungen zu entsorgen und unter Berücksichtigung von materialabhängigen Mindestverwertungsquoten zu verwerten. Die Hersteller leisten hierfür Lizenzentgelte und befreien sich somit legal anhand eines Zeichennutzungsvertrags von der Ihnen ansonsten auferlegten Pflicht durch die VVO. Die Lizenzentgelte sind das Hauptfinanzierungsmittel des Unternehmens. Da das DSD keine Entsorgungsleistung direkt vornimmt, schließt es Leistungsverträge mit regionalen Entsorgungspartnern ab. In der Regel sind diese privat- oder öffentlich-rechtlich organisiert. Neben den Entsorgern gibt es auch so genannte Garantiegeber. Sie handeln im Interesse des DSD und sind vertraglich verpflichtet, die Einhaltung der vorgegebenen Mindestverwertungsquoten der Wertstoffe zu garantieren. Beispielsweise unterhält der Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. als Garantiegeber die Tochtergesellschaft ReCarton GmbH. Sie koordiniert die Abholung des sortierten Materials und die Lieferung an Aufbereitungspartner. Der jährlich durchzuführende Verwertungsnachweis wird durch den Garantiegeber geführt und dient als Nachweis der Quotenerfüllung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität des Dualen Systems Deutschland ein und skizziert die Fragestellung nach der wirtschaftspolitischen Effizienz des Konzepts.

2. Die Abfall- und Kreislaufwirtschaft der BRD: Es werden die begrifflichen Grundlagen definiert und die historische Entstehung der Abfallwirtschaft unter dem Aspekt der Produktverantwortung beleuchtet.

3. Das Unternehmen „Duales System Deutschland“: Dieses Kapitel erläutert das operative Funktionsprinzip des DSD und schildert die Unternehmensgeschichte, geprägt durch Finanzkrisen und regulatorische Anpassungen.

4. Wirtschaftspolitische Auseinandersetzung mit dem DSD: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung des DSD als künstlich geschaffenes Monopol und eine kritische Diskussion der Marktbedingungen.

5. Marktentwicklung nach Privatisierung des DSD: Das Kapitel analysiert den Wandel hin zu einem Wettbewerbsmarkt durch neue Anbieter und die Konsequenzen für die Marktanteile des DSD.

6. Fazit: Das Fazit zieht Bilanz über die Liberalisierung und bewertet die ökologische sowie ökonomische Existenzberechtigung der aktuellen Systeme.

Schlüsselwörter

Duales System Deutschland, DSD, Abfallwirtschaft, Kreislaufwirtschaft, Verpackungsverordnung, Wettbewerb, Monopol, Privatisierung, Entsorgung, Verwertung, Lizenzentgelte, Marktanteile, Wirtschaftspolitik, Produktverantwortung, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Duale System Deutschland (DSD) als zentrales Element der deutschen Abfallentsorgung im Kontext seiner monopolartigen Stellung und späteren Liberalisierung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Abfallwirtschaft, der Funktionsweise des DSD, den wirtschaftspolitischen Monopoltheorien und der Marktentwicklung nach dem Eingreifen der EU-Kommission.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob das DSD als wirtschaftlich und ökologisch optimale Lösung betrachtet werden kann oder ob es sich primär um ein politisch gewolltes, ineffizientes Monopol handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche und ökonomische Analyse unter Heranziehung von Gesetzen, Verordnungen, Sondergutachten der Monopolkommission und Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Rahmenbedingungen, die detaillierte Unternehmensentwicklung des DSD sowie eine theoretische Auseinandersetzung mit Marktstrukturen und den Auswirkungen des Wettbewerbs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind DSD, Abfallwirtschaft, Monopol, Liberalisierung, Wettbewerb, Lizenzentgelte und Verpackungsverordnung.

Warum kam es zur Finanzkrise des DSD im Jahr 1993?

Die Krise war bedingt durch eine ineffiziente Sortierung, zu niedrig angesetzte Kosten für die Kunststoffverwertung sowie eine Diskrepanz zwischen prognostizierten und tatsächlich anfallenden Mengen.

Welche Rolle spielt die EU-Kommission für die heutige Marktstruktur?

Die EU-Kommission leitete durch ihre Entscheidungen, insbesondere 2001, den Strukturwandel ein, indem sie die ausschließliche Nutzung des "Grünen Punktes" als Lizenzgrundlage untersagte und so den Wettbewerb ermöglichte.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Entsorgungspolitik: Abfallentsorgung. Volkswirtschaftliche Probleme und Lösungsmöglichkeiten
College
University of Potsdam
Course
Dialogseminar
Grade
1,7
Author
Marvin Stolz (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V89408
ISBN (eBook)
9783638032612
ISBN (Book)
9783640204489
Language
German
Tags
Entsorgungspolitik Abfallentsorgung Volkswirtschaftliche Probleme Lösungsmöglichkeiten Dialogseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marvin Stolz (Author), 2007, Entsorgungspolitik: Abfallentsorgung. Volkswirtschaftliche Probleme und Lösungsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89408
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint