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Qualitätsmanagement im Rettungsdienst

Untersuchung zu Umsetzungsstand, Struktur, Organisation und Effekte von Qualitätsmanagementsystemen im bodengebundenen Rettungsdienst in Non-Profit-Organisationen

Title: Qualitätsmanagement im Rettungsdienst

Bachelor Thesis , 2005 , 79 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Hinrich Nowak (Author)

Health - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Qualitätsmanagement (QM) im bodengebundenen Rettungsdienst (RD) von Non-Profit-Organisationen (NPO). In Deutschland sind hauptsächlich neben den Feuerwehren die vier großen Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) als Leistungserbringer mit der Durchführung des RD beauftragt.

Spätestens seit der Gesundheitsstrukturreform in der Bundesrepublik Deutschland hat ein Umdenken im Bereich Rettungswesen eingesetzt. Ursachen hierfür sind die Zunahme des Wettbewerbs und verstärkter Kostendruck. Der Gesetzgeber verlangt im Sozialgesetzbuch –Fünftes Buch (V) Gesetzliche Krankenversicherung- eine Auseinandersetzung mit dem Wirtschaftlichkeitsgebot und der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen. Um diesen veränderten Bedingungen gerecht zu werden, bedarf es geeigneter Managementstrukturen.

QM-Systeme setzen sich auch im Bereich der rettungsdienstlichen Leistungserbringer immer mehr durch. Sie sind in etlichen Bereichen schon einige Jahre etabliert, werden ständig angepasst und fortentwickelt.
Ziel der Untersuchung ist es, eine repräsentative Aussage über die Verankerung von QM-Systemen im Bereich des bodengebundenen Rettungsdienstes von NPO treffen zu können. Hierbei richtet sich der Blick auf Umsetzungsstand, Strukturen, Organisation und Effekte von Qualitätsmanagementsystemen der vier großen Hilfsorganisationen ASB, DRK, JUH und MHD.

RD in Deutschland ist ureigenste Aufgabe der Bundesländer. Hierzu existieren für jedes einzelne Bundesland Rettungsdienstgesetze und Verordnungen. Ein weiteres Ziel dieser Arbeit ist, die Entwicklung von Qualitätsmanagementsystemen aus Sicht der einzelnen Bundesländer zu betrachten und mit den Aussagen der Hilfsorganisationen zu vergleichen. Insbesondere interessiert hierbei, wie sich QM-Systeme für den RD in Zukunft aus Sicht der Bundesländer entwickeln werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Untersuchungsgegenstand und Zielsetzung

1.2 Vorgehen

2. Qualitätsmanagement in Non-Profit-Organisationen

2.1 Ziele und Tätigkeitsfelder von Non-Profit-Organisationen

2.2 Der Qualitätsbegriff

2.3 Ursprung des Qualitätsmanagements

2.4 Definition des Qualitätsmanagements

2.5 Qualitätsmanagement im Rettungsdienst

3. Der Rettungsdienst in Deutschland

3.1 Organisation

3.2 Leistungserbringer im Rettungsdienst

3.2.1 Arbeiter-Samariter-Bund

3.2.2 Deutsches Rotes Kreuz

3.2.3 Johanniter-Unfall-Hilfe

3.2.4 Malteser Hilfsdienst

4. Beteiligung an der Befragung

4.1 Beteiligungen der Hilfsorganisationen

4.2 Beteiligungen der Länderministerien

4.3 Beteiligungen der Berufsverbände

5. Umsetzungsstand von Qualitätsmanagementsystemen

5.1 Umsetzungsstand beim ASB

5.2 Umsetzungsstand beim DRK

5.3 Umsetzungsstand bei der JUH

5.4 Umsetzungsstand beim MHD

5.5 Umsetzungsstand und Sichtweisen der Bundesländer zu Qualitätsmanagementsystemen im Rettungsdienst

6. Struktur, Organisation und Effekte der Qualitätsmanagementsysteme

6.1 Struktur und Organisation

6.2 Ausbildung der Mitarbeiter

6.3 Instrumente zur Implementierung

6.4 Effekte

6.5 Perspektive

7. Zusammenfassung der Ergebnisse

7.1 Beteiligung an der Befragung

7.2 Umsetzungsstand der Qualitätsmanagementsysteme

7.3 Struktur und Organisation der Qualitätsmanagementsysteme

7.4 Effekte der Qualitätsmanagementsysteme

7.5 Perspektive von Qualitätsmanagementsystemen

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Umsetzungsstand, die Struktur, die Organisation und die Effekte von Qualitätsmanagementsystemen (QM) im bodengebundenen Rettungsdienst von Non-Profit-Organisationen in Deutschland, um deren strategische Bedeutung unter veränderten Marktbedingungen zu analysieren.

  • Status quo der Implementierung von QM-Systemen bei ASB, DRK, JUH und MHD
  • Vergleich der Sichtweisen der Bundesländer zur Qualitätssicherung im Rettungsdienst
  • Einfluss von Qualitätszirkeln und Selbstevaluation auf die Mitarbeiterqualifikation
  • Strategische Erfolgsfaktoren durch Prozessstandardisierung und Zertifizierungen

Auszug aus dem Buch

2.4 Definition des Qualitätsmanagements

QM ist ein Teilbereich des funktionalen Managements, der Kundenzufriedenheit und Produktqualität in den Mittelpunkt eines unternehmerischen Handelns stellt. Kundenwünsche zu verstehen und daraus die richtigen Schlüsse und Entscheidungen für das Produkt oder die Dienstleistung zu ziehen, ist Kernaufgabe des QM. So stellt es keinen eigenständigen Bereich dar, sondern ist in die Organisationsentwicklung integriert.

„Qualitätsmanagement steht sowohl für eine Grundhaltung aller Mitarbeiter in einer Organisation oder Unternehmung als auch für ihr ständiges Bemühen, die externen und internen Kundenerwartungen zu verstehen, zu erfüllen und zu übertreffen.“

QM ist immer abhängig von Randbedingungen. Erst die Berücksichtigung dieser Einflussfaktoren macht eine detaillierte Zielformulierung möglich (Abb.2). So wird z. B. durch gesetzliche Vorgaben im Rettungswesen (RDG der Länder, Rettungsassistentengesetz, Medizinproduktegesetz, Betäubungsmittelgesetz, Arzneimittelgesetz, Arbeitssicherheitsvorschriften, Hygieneverordnungen etc.) die zu erbringende Leistung an Auflagen gebunden. Unternehmensziele finden sich in NPO in Satzungen und Leitbildern wieder und prägen die Ausrichtung der Arbeit. Aber auch die fachliche Kompetenz und der damit verbundene Anspruch an die Leistung zählen zu den Unternehmenszielen, die Einflussfaktoren darstellen.

Kundenerwartungen stellen eine weitere beeinflussende Randbedingung mit großer Bedeutung dar. Hier zeigt sich zuerst die Qualität der Leistung und deckt Schwachstellen auf. Dazu ist es wichtig, die Erwartungen der Kunden zu kennen und sie richtig im Verbund mit anderen Einflussgrößen auszurichten. Die Kenntnis über die Markt- bzw. Wettbewerbssituation sichert die Existenz der Organisation. Im RD sind daher strategische Fragen z. B. nach der Struktur des Umfeldes der angebotenen Leistung oder Fragen nach den Mitbewerbern von Interesse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit von Qualitätsmanagementsystemen im bodengebundenen Rettungsdienst von Non-Profit-Organisationen aufgrund steigenden Wettbewerbs- und Kostendrucks.

2. Qualitätsmanagement in Non-Profit-Organisationen: Es werden die theoretischen Grundlagen des Qualitätsbegriffs und dessen Bedeutung für Non-Profit-Organisationen im Rettungsdienst erörtert.

3. Der Rettungsdienst in Deutschland: Dieser Abschnitt beschreibt die Organisation des Rettungsdienstes, die Rettungskette sowie die Profile der großen Hilfsorganisationen ASB, DRK, JUH und MHD.

4. Beteiligung an der Befragung: Hier wird das methodische Vorgehen der leitfadengestützten Befragung von Hilfsorganisationen, Länderministerien und Berufsverbänden detailliert dargelegt.

5. Umsetzungsstand von Qualitätsmanagementsystemen: Das Kapitel analysiert den aktuellen Implementierungsgrad von QM-Systemen bei den vier Hilfsorganisationen und die gesetzgeberische Sichtweise der Bundesländer.

6. Struktur, Organisation und Effekte der Qualitätsmanagementsysteme: Es werden die Anwendung von Qualitätszirkeln, die Mitarbeiterschulung, Implementierungsmethoden sowie die strategischen Wirkungen von QM-Systemen untersucht.

7. Zusammenfassung der Ergebnisse: Die zentralen Befunde der Untersuchung zur Beteiligung, zum Umsetzungsstand sowie zu Struktur, Organisation und Effekten werden komprimiert dargestellt.

8. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der Notwendigkeit von einheitlichen Qualitätsstandards und der Forderung nach einer objektiveren Bewertung der Rettungsdienstleistungen.

Schlüsselwörter

Qualitätsmanagement, Rettungsdienst, Non-Profit-Organisation, Zertifizierung, ISO 9000, DIN EN ISO 9001, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Rettungssanitäter, Qualitätszirkel, Implementierung, Effizienz, Qualitätssicherung, Standardisierung, Führungsverantwortung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung und Einordnung von Qualitätsmanagementsystemen im deutschen bodengebundenen Rettungsdienst innerhalb großer Non-Profit-Organisationen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themenfelder umfassen den Umsetzungsstand von QM, die Rolle von Qualitätszirkeln, gesetzliche Vorgaben der Bundesländer sowie die Auswirkungen auf Mitarbeiter und Leistungserbringung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, den aktuellen Stand und die Struktur von QM-Systemen bei den großen Hilfsorganisationen zu analysieren und deren Nutzen unter Berücksichtigung gesetzlicher Rahmenbedingungen zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor führt eine leitfadengestützte Befragung unter den Bundes- und Landesverbänden der Hilfsorganisationen, Länderministerien und Berufsverbänden durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Organisation des Rettungsdienstes, die Beteiligung an der Untersuchung, den Umsetzungsstand von QM bei den Verbänden sowie eine vertiefende Analyse der Strukturen und Effekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Qualitätsmanagement, Rettungsdienst, Zertifizierung (ISO 9000), Prozessqualität und strategischer Erfolgsfaktor charakterisiert.

Warum spielt die DIN EN ISO 9000 ff. eine so wichtige Rolle in dieser Untersuchung?

Sie wird von den meisten untersuchten Verbänden als bevorzugte Methode zur Zertifizierung genutzt, da sie einen international anerkannten Standard für Qualität und Prozessmanagement bietet.

Welche Rolle spielen die Qualitätszirkel für die untersuchten Organisationen?

Sie dienen als "Denkfabriken vor Ort", fördern die interne Kommunikation und ermöglichen eine aktive Beteiligung der Mitarbeiter an der stetigen Verbesserung der Rettungsdienstprozesse.

Wie bewerten die Bundesländer die Notwendigkeit gesetzlicher Vorgaben für QM?

Die Ansichten gehen auseinander: Während einige Länder bereits verbindliche Regelungen zur Qualitätssicherung in ihren Rettungsdienstgesetzen verankert haben, sehen andere Länder dies eher als Aufgabe der Leistungserbringer selbst.

Gibt es einen klaren Wettbewerbsvorteil durch QM-Systeme für die Organisationen?

Die Einschätzungen sind gemischt; während einige Organisationen QM als strategischen Erfolgsfaktor bei Ausschreibungen sehen, betonen andere, dass der Preis der Dienstleistung oft das alleinige Entscheidungskriterium bleibt.

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Details

Title
Qualitätsmanagement im Rettungsdienst
Subtitle
Untersuchung zu Umsetzungsstand, Struktur, Organisation und Effekte von Qualitätsmanagementsystemen im bodengebundenen Rettungsdienst in Non-Profit-Organisationen
College
Bielefeld University  (Fakultät für Gesundheitswissenschaften )
Grade
2,0
Author
Hinrich Nowak (Author)
Publication Year
2005
Pages
79
Catalog Number
V89431
ISBN (eBook)
9783638026741
Language
German
Tags
Qualitätsmanagement Rettungsdienst Thema Qualitätsmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hinrich Nowak (Author), 2005, Qualitätsmanagement im Rettungsdienst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89431
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