Der Pazifische Westen der USA

Bevölkerungsentwicklung und wirtschaftlicher Wandel


Seminararbeit, 2007
15 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsübersicht:

1. Einleitung

2. Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung bis zum Ersten Weltkrieg
2.1 Die Besiedelung des Westens
2.2 Die Wirtschaft in ihren Anfängen

3. Die Zeit der Weltkriege
3.1 Der Wirtschaftsboom
3.2 Das Bevölkerungswachstum und seine Ursachen

4. Die Zeit des Kalten Krieges
4.1 Bevölkerung
4.2 Wirtschaft

5. Die neunziger Jahre
5.1 Die Wirtschaftsrezession und ihre Auswirkungen
5.2 Die große Abwanderungswelle

6. Die momentane und zukünftige Entwicklung
6.1 Neuartige Probleme der Bevölkerungsentwicklung
6.2 Die heutige und zukünftige wirtschaftliche Entwicklung

7. Zusammenfassung

8. Anhang
8.1 Literaturverzeichnis
8.2 Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Der Pazifische Westen der USA umfasst die Bundesstaaten Washington im Norden, daran angrenzend Oregon und im Süden Kalifornien. Doch trotz ihrer Nachbarschaft und den gemeinsamen großräumigen Lagebeziehungen unterscheiden sich diese Staaten in ihrer ökonomischen und demographischen Entwicklung grundlegend voneinander. Kalifornien nimmt eine Sonderstellung ein, nicht nur weil es der bevölkerungsreichste Staat der USA ist, sondern auch im Hinblick auf die wirtschaftliche Wertschöpfung eine Ausnahme darstellt. Aus diesem Grund gehe ich besonders intensiv auf diesen Staat ein.

Um eine Arbeit zum Wirtschafts- und Bevölkerungswandel in den Pazifikküstenstaaten zu verfassen, ist es meiner Meinung nach erforderlich chronologisch vorzugehen und sich zu Beginn über die Erschließung und Besiedelung dieser Bundesstaaten der USA zu informieren. Die beiden Weltkriege hatten großen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung dieser Region, aus diesem Grund widme ich dieser Epoche einen eigenen Abschnitt in meiner Arbeit.

Insbesondere zu Beginn der neunziger Jahre führte die wirtschaftliche Krise zu einem enormen Verlust von Arbeitsplätzen und damit zusammenhängend zu einer negativen Wanderungsbilanz. In diesem Teil meiner Arbeit zeigt sich der Zusammenhang zwischen der Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung besonders deutlich.

Anschließend betrachte ich die heutige und zukünftige Bevölkerungs- und Wirtschaftssituation des Pazifischen Westens der USA. Zum Schluss erläutere ich die Bedeutung der transpazifischen Handelsbeziehungen für die wirtschaftliche Entwicklung in den drei Staaten.

Die Grundlage meiner Arbeit bildet ein Artikel über den Pazifischen Westen der USA aus der Zeitschrift „Geographische Rundschau“.

2. Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung bis zum Ersten Weltkrieg

2.1 Die Besiedelung des Westens

Schon Tausende von Jahren vor dem Eintreffen der ersten Europäer siedelten zahlreiche Indianerstämme, unter ihnen die Miwok, Walla Walla, Yakima und Schoschonen, entlang der amerikanischen Pazifikküste.

Die Menschenrechtserklärung von 1751 garantierte dem amerikanischen Volk mehr Freiheiten als in jedem anderen Land der Welt. Das Resultat war ein enormer Zustrom von Einwanderern aus dem unterdrückten Europa. Als mehr und mehr Leute auf den neuen Kontinent übersiedelten, verschob sich die Besiedelungsgrenze weiter nach Westen. Der Pazifische Westen der USA ist somit das Aufnahmegebiet aller sich überschneidender Wanderungsströme aus den östlichen Gebieten und aus diesem Grund kulturell gesehen relativ homogen. Je weiter westlich diese Ströme ankamen, desto diffuser verteilten sie sich im Raum und um so stärker vermischten sie sich untereinander. Natürlich nahmen nicht alle Orte gleichviel aus den Herkunftsgebieten auf. Das Willamette-Tal in Oregon wurde früh und hauptsächlich aus dem amerikanischen Nordosten über den Oregon Trail besiedelt. Die Menschen, die sich am Puget Sound in Washington ansiedelten, stammen aus dem gesamten Osten der USA und aus Europa.

Die Spanier siedelten zunächst in Zentralamerika und zogen etwa ab 1542 aus Süden kommend über den Rio Grande in das Gebiet des heutigen Kalifornien. Die Bevölkerung Kaliforniens ist kulturell am unterschiedlichsten, denn sie hat Impulse aus dem Osten der USA, Europa, Mexiko und von den Mormonen aufgenommen.

Der Fund von Gold in Kalifornien führte zu einer großen Welle von Einwanderern. Auch zahlreiche Siedler aus Oregon wechselten ins benachbarte Kalifornien. Der stetige Bevölkerungszuwachs sowie der wachsende Wohlstand veranlasste die Siedler bald dazu die Eigenstaatlichkeit zu fordern. Zur Zeit der Gründung 1850 hatte Kalifornien nur rund 93.000 Einwohner, doch setzte bald eine rasche Zunahme der Bevölkerungszahl ein (Abb. 1). Besonders die Fertigstellung der Eisenbahnlinie 1869 trug dazu bei, Zuwanderer anzulocken und Kalifornien ein positives Image zu verleihen.

Allerdings kamen die Wirtschaft und Besiedelung Washingtons aufgrund zahlreicher Konflikte mit den Indianern und den Verzögerungen beim Bau der nördlichen transkontinentalen Eisenbahn nicht richtig in Schwung. Erst 1889 hatte Washington genug Einwohner, um als Bundesstaat anerkannt zu werden. Während dieser Zeit stieg die Bevölkerung von 75.000 auf 518.000 Einwohner bis zur Jahrhundertwende an (Abb.1).

Abb. 1: Bevölkerungsentwicklung in Kalifornien, Oregon und Washington

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Die Wirtschaft in ihren Anfängen

Die territoriale Expansion Richtung Westen, welche von der Regierung eingeleitet wurde, war getragen von Erwartungen neuer wirtschaftlicher Möglichkeiten für die Siedler, über die Pelztierjäger, Forschungsreisende und Missionare berichteten.

Ab 1849 reisten nicht mehr nur noch Siedler auf dem Oregon Trail. Die Goldfunde lockten zahlreiche Goldsucher an. Ganze 15 Jahre währte der Run auf die kalifornischen Goldvorräte. Goldräusche ähnlich dem kalifornischen gab es auch im Nordwesten. Sie spielten eine wichtige Rolle bei der Erschließung der Gebiete östlich der Cascades. In den Bergen des Nordwestens lagern jedoch nicht nur Edelmetalle, auch Eisenerze, Zink, Blei und Kupfer wurden abgebaut. Während des Klondike-Goldrausches in Alaska zog es viele Goldgräber von Seattle aus mit dem Schiff nach Alaska. Die Stadt entwickelte sich so zu einer der wichtigsten Hafenstädte der Westküste in Konkurrenz zu San Francisco, deren Einwohnerzahl innerhalb von fünf Jahren von 500 auf 50.000 explodierte.[1] Hier war der Hauptankerplatz für die Schiffe, die pausenlos Menschen, Vorräte und Ausrüstungen für die Goldminen brachten. Darüber hinaus war San Francisco der Ort, wo die Goldgräber ihr hart verdientes Geld in Kneipen und Casinos ausgaben.

[...]


[1] Bosley u.a. 1997, S. 99

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Der Pazifische Westen der USA
Untertitel
Bevölkerungsentwicklung und wirtschaftlicher Wandel
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Note
1,7
Autor
Jahr
2007
Seiten
15
Katalognummer
V89447
ISBN (eBook)
9783638029025
Dateigröße
371 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pazifische, Westen
Arbeit zitieren
Diana Kühn (Autor), 2007, Der Pazifische Westen der USA, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89447

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