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Internationalisierungsstrategien in der Automobilzulieferindustrie unter besonderer Berücksichtigung des Fallbeispiels Bosch

Title: Internationalisierungsstrategien in der Automobilzulieferindustrie unter besonderer Berücksichtigung des Fallbeispiels Bosch

Seminar Paper , 2007 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Denis Dörbandt (Author), Marie Heinbach (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Ausgehend von einer Krise der Automobilbranche Mitte der 90er Jahre, begann eine Welle der Internationalisierung. Es bildeten sich globale Netzwerke und die Beziehungen zwischen Zulieferern und Herstellern wurden im Rahmen der Plattformstandardisierung neu definiert. Um sich im globalen Wettbewerb zu behaupten, fokussierten sich die Zulieferer auf ihre Kernkompetenzen und es kam neben dem Export und der Lizenzvergabe zu Joint Ventures, Übernahmen und Investitionen im Ausland. Während der überwiegende Teil der Zulieferindustrie lediglich auf dem deutschen oder westeuropäischen Markt tätig war, hatte die Robert Bosch GmbH (im folgenden Bosch) sich schon früh auf den internationalen Märkten etabliert und zählt global zum umsatzstärksten Automobilzulieferer.
Unter dem Begriff der Internationalisierungsstrategien werden in der Literatur eine Vielzahl von verschiedenen Strategien im Kontext der internationalen Unternehmenstätigkeit diskutiert (siehe Tab. 1). Dabei werden die Teilstrategien unterschiedlich stark gewichtet. Allen Betrachtungsweisen gleich ist jedoch die zentrale Relevanz der Markteintrittsstrategien. Aus diesem Grund werden in der vorliegenden Arbeit die für die Automobilzulieferer relevanten Markteintrittsstrategien betrachtet. Als gängige Systematisierungskriterien werden der Grad der Ressourcenbindung im Ausland sowie die Art und Form des Ressourcentransfers herangezogen. Das Spektrum reicht vom Export als ressourcenärmster Strategie über Lizenzverträge bis hin zu Direktinvestitionen durch Akquisition bzw. Neugründung. Die drei ressourcenintensivsten Strategien werden zusätzlich zur theoretischen Behandlung anhand von Praxisbeispielen von Bosch erläutert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Export

2.1. Theoretische Grundlagen des Exports

2.1.1. Indirekter Export

2.1.2. Direkter Export

3. Internationale Lizenzvergabe

3.1. Theoretische Grundlagen der internationalen Lizenzvergabe

3.1.1. Patentlizenzvertrag

3.1.2. Know-how Lizenzvertrag

3.1.3. Markenlizenzvertrag

3.2. Praxisbeispiel: Die Internationalisierung von Bosch in Japan

4. Direktinvestitionen

4.1. Theoretische Grundlagen der Direktinvestition

4.1.1. Joint Venture

4.1.2. Theoretische Grundlagen einer 100%-Tochtergesellschaft

4.2. Praxisbeispiele für Direktinvestitionen

4.2.1. Joint-Venture von Bosch in China

4.2.2. Die Tochtergesellschaft von Bosch in Brasilien

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Internationalisierungsstrategien von Automobilzulieferern unter Berücksichtigung des Ressourcenbindungsgrades, wobei die theoretischen Konzepte durch konkrete Praxisbeispiele des Unternehmens Bosch illustriert werden.

  • Markteintrittsstrategien im internationalen Kontext
  • Klassischer Export (direkt und indirekt)
  • Internationale Lizenzvergabe und Kooperationsformen
  • Direktinvestitionen (Joint Ventures und 100%-Tochtergesellschaften)
  • Fallstudien zur Internationalisierung von Bosch (Japan, China, Brasilien)

Auszug aus dem Buch

3.2. Praxisbeispiel: Die Internationalisierung von Bosch in Japan

Seit 1911 ist Bosch in Japan vertreten. Der ursprünglich vergleichsweise kleine japanische Markt wurde zunächst durch Exporte bedient. Auf Grund großer Entfernungen, kultureller Unterschiede und besonderen Anforderungen, die sich aus der Struktur der japanischen Automobilindustrie ergaben, erfolgte ab 1939 die Vertiefung des Japan-Engagements in Form der Lizenzvergabe.49 Bosch vergab die Lizenz für „the production and marketing of diesel engine parts for land, air and sea vehicles, and stationary engines“50 an die Diesel Kiki Co., Ltd.

Japanische Automobilhersteller haben im Vergleich zu europäischen und amerikanischen Herstellern nur eine kleine Anzahl Zulieferer, die 1st tier supplier.51 An jedem Standort der OEM sind alle Zulieferer der wichtigsten Kfz-Module vertreten.52 Oft besitzen diese verschiedenen Unternehmen gegenseitige Anteile und alle Produktionsabläufe, sowie das Supply Chain Management funktionieren nach den Prinzipien des Lean Thinking.53 Durch tiefgehende und langjährige Kooperationen entsteht ein äußerst effizientes und eng verzahntes Produktionssystem, dass auf Vertrauen, Langfristigkeit und kontinuierlicher Kostensenkung beruht.54 Für japanische und vor allem für ausländische Zulieferer ist es sehr schwer in einen solchen Keiretsu (jap.: Firmenverband oder Unternehmensgruppen) zu gelangen.55 Da Bosch jedoch in vielen Bereichen, wie bspw. der Dieseleinspritztechnik, ABS u.v.m. führend ist, sind die japanischen Hersteller auf Bosch angewiesen. Bosch musste es gelingen mit Hilfe von langfristigen Lizenzverträgen das Vertrauen zu gewinnen. Bosch begegnete dieser Problematik durch den erwähnten Abschluss weitreichender Lizenzverträge mit Mitgliedern der Keiretsu. Mit der Denso Corp., die dem Toyota-Keiretsu angehört, wurden Lizenzverträge u.a. über Diesel- und Benzindirekteinspritzung abgeschlossen. Auf gleichem Gebiet erfolgte die Lizenzierung durch die Unisia JECS Corp., welche der Nissangruppe angehört.56

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die historische Entwicklung der Internationalisierung in der Automobilzulieferindustrie und die Relevanz von Markteintrittsstrategien.

2. Export: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Exports als ressourcenärmste Internationalisierungsform, unterteilt in direkten und indirekten Export.

3. Internationale Lizenzvergabe: Analysiert Lizenzverträge als Zwischenschritt zwischen Export und Direktinvestition und illustriert dies am Beispiel von Bosch in Japan.

4. Direktinvestitionen: Diskutiert die ressourcenintensiven Strategien des Joint Ventures und der 100%-Tochtergesellschaft sowie deren Anwendung in China und Brasilien durch Bosch.

5. Ausblick: Thematisiert zukünftige Herausforderungen für Zulieferer, wie den Lean-Production-Druck und globale Anforderungen, und skizziert eine notwendige Doppelstrategie aus Restrukturierung und Globalisierung.

Schlüsselwörter

Internationalisierung, Automobilzulieferindustrie, Bosch, Export, Lizenzvergabe, Direktinvestition, Joint Venture, Tochtergesellschaft, Keiretsu, Markteintritt, Globalisierung, Wettbewerbsstrategie, Ressourcenbindung, Know-how-Transfer, Lean Production

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, mit welchen Strategien Unternehmen aus der Automobilzulieferindustrie erfolgreich in internationale Märkte eintreten können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Export, internationale Lizenzvergabe sowie verschiedene Formen von Direktinvestitionen wie Joint Ventures und 100%-Tochtergesellschaften.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die theoretischen Ansätze der Internationalisierung aufzuzeigen und diese anhand der Praxisbeispiele von Bosch zu validieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Fundierung mittels Fachliteratur vorgenommen, die durch die Analyse von spezifischen Fallbeispielen der Firma Bosch ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die drei Strategiegruppen Export, Lizenzvergabe und Direktinvestition unter Einbeziehung von Risiken, Vorteilen und der jeweiligen Anwendung bei Bosch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie Internationalisierungsstrategie, Zulieferer, Bosch, Know-how-Transfer und Markteintrittsbarrieren beschreiben.

Wie begegnete Bosch den Markteintrittsbarrieren in Japan?

Bosch nutzte langfristige Lizenzverträge mit Mitgliedern der japanischen Keiretsu, um Vertrauen aufzubauen und später durch Minderheitsbeteiligungen den Markteintritt zu festigen.

Warum wird in China bevorzugt auf ein Joint Venture gesetzt?

Aufgrund politischer Restriktionen und lokaler Anforderungen war der Aufbau einer 100%-eigenen Produktionsstätte für Bosch erschwert, weshalb das Joint-Venture-Modell als pragmatische Lösung gewählt wurde.

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Details

Title
Internationalisierungsstrategien in der Automobilzulieferindustrie unter besonderer Berücksichtigung des Fallbeispiels Bosch
College
Technical University of Berlin  (Institut für Technologie und Management)
Course
Strategische Unternehmensführung
Grade
1,7
Authors
Denis Dörbandt (Author), Marie Heinbach (Author)
Publication Year
2007
Pages
29
Catalog Number
V89528
ISBN (eBook)
9783638038300
Language
German
Tags
Internationalisierungsstrategien Automobilzulieferindustrie Berücksichtigung Fallbeispiels Bosch Strategische Unternehmensführung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Denis Dörbandt (Author), Marie Heinbach (Author), 2007, Internationalisierungsstrategien in der Automobilzulieferindustrie unter besonderer Berücksichtigung des Fallbeispiels Bosch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89528
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