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Theodizee anhand von Thomas von Aquins 18. Quaestio der "Summa theologiae"

Title: Theodizee anhand von Thomas von Aquins 18. Quaestio der "Summa theologiae"

Essay , 2005 , 3 Pages

Autor:in: Bettina Meyer (Author)

Philosophy - Philosophy of the Middle Ages (approx. 500-1350)
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Summary Excerpt Details

Leibniz führte den Begriff Theodizee ein. Damit bezeichnete er die Lösung des Problems, wie sich der Glaube an einen allwissenden, allgütigen und allmächtigen Gott mit dem Vorhandensein des Böses bzw. des Übels in der Welt vereinbaren lasse.
Thomas von Aquin war ein gläubiger Mönch im 13. Jahrhundert und beschäftigte sich mit diesem Problem. In seiner 18. Quaestio der Summa theologiae „Über das Gutsein und das Schlechtsein der menschlichen Handlungen im allgemein“ beginnt er mit der Frage, ob jede menschliche Handlung gut sei oder es auch schlecht gäbe. Thomas von Aquin geht davon aus, dass Gott das größtmögliche Sein hat (die höchstmögliche Existenz; lat. „esse“ = dt. „sein, Existenz“) und somit auch das größtmögliche Gutsein. Handlungen, die als schlecht bezeichnet werden, mangelt es an Sein (Existenz) und dadurch auch an Gutsein. Es gibt also keine schlechten, sondern nur weniger gute Handlungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Theodizee-Problematik bei Thomas von Aquin

2.1 Definition von Gutsein und Schlechtsein

2.2 Bestimmungsmerkmale menschlicher Handlungen

2.2.1 Objekt und Umstände

2.2.2 Zweck der Handlung

2.3 Indifferente Handlungen

2.4 Der Einfluss individueller Faktoren und Umstände

3. Einordnung in die klassische Theodizee-Diskussion

3.1 Die Privationstheorie des Bösen

3.2 Böses als Teil des Ganzen

3.3 Das Böse als notwendige Entwicklungsbedingung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Thomas von Aquins Analyse der menschlichen Handlungen in der 18. Quaestio der Summa theologiae, um daraus eine theologische Antwort auf das klassische Theodizee-Problem abzuleiten.

  • Ontologische Einordnung von Gut und Böse als Sein und Mangel an Sein.
  • Unterscheidung von generischem und spezifischem Gutsein menschlicher Akte.
  • Rolle der Vernunft und des freien Willens bei der Handlungsethik.
  • Klassifizierung indifferenter Handlungen in Abgrenzung zu sittlichen Akten.
  • Vergleich von Aquins Position mit anderen klassischen Theodizee-Ansätzen (Augustinus, Irenäus).

Auszug aus dem Buch

Theodizee anhand von Thomas von Aquins 18. Quaestio der Summa theologiae:

Leibniz führte den Begriff Theodizee ein. Damit bezeichnete er die Lösung des Problems, wie sich der Glaube an einen allwissenden, allgütigen und allmächtigen Gott mit dem Vorhandensein des Böses bzw. des Übels in der Welt vereinbaren lasse.

Thomas von Aquin war ein gläubiger Mönch im 13. Jahrhundert und beschäftigte sich mit diesem Problem. In seiner 18. Quaestio der Summa theologiae „Über das Gutsein und das Schlechtsein der menschlichen Handlungen im allgemein“ beginnt er mit der Frage, ob jede menschliche Handlung gut sei oder es auch schlecht gäbe.

Thomas von Aquin geht davon aus, dass Gott das größtmögliche Sein hat (die höchstmögliche Existenz; lat. „esse“ = dt. „sein, Existenz“) und somit auch das größtmögliche Gutsein. Handlungen, die als schlecht bezeichnet werden, mangelt es an Sein (Existenz) und dadurch auch an Gutsein. Es gibt also keine schlechten, sondern nur weniger gute Handlungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Theodizee-Problem und die historische Perspektive von Thomas von Aquin.

2. Die Theodizee-Problematik bei Thomas von Aquin: Analyse der ontologischen Basis von Handlungen und der Rolle von Zweck und Umständen.

3. Einordnung in die klassische Theodizee-Diskussion: Kontrastierung der thomistischen Sichtweise mit den Theorien von Augustinus, Plotin, Irenäus und Hegel.

Schlüsselwörter

Theodizee, Thomas von Aquin, Summa theologiae, Gutsein, Schlechtsein, menschliche Handlungen, Esse, Privationstheorie, Vernunft, freier Wille, Existenz, Handlungsethik, Augustinus, Irenäus, Böses.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen und theologischen Frage, wie die Existenz von Übel in der Welt mit der Annahme eines allgütigen und allmächtigen Gottes vereinbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Handlungsethik des Mittelalters, die ontologische Begründung von Moral sowie die vergleichende Theodizee-Diskussion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Rekonstruktion von Aquins Lösungsvorschlag, der das Böse lediglich als einen Mangel an Sein (Privation) definiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse der 18. Quaestio der Summa theologiae, ergänzt durch einen komparativen Ansatz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erläutert die Kriterien für das Gutsein von Handlungen, die Bedeutung der Vernunft sowie die Rolle von individuellen Umständen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Theodizee, Privationstheorie, Handlungsethik und die göttliche Seinsordnung.

Wie unterscheidet Thomas von Aquin zwischen gut und schlecht?

Er bestimmt Handlungen durch ihr Objekt, ihren Zweck und die Umstände, wobei das Schlechtsein als Mangel an der Fülle des Seins verstanden wird.

Was sind indifferente Handlungen?

Dies sind Handlungen, die außerhalb der Ordnung der Vernunft liegen, wie etwa unbewusste Reflexe oder bloße Naturereignisse.

Wie bewertet Thomas von Aquin die menschliche Individualität?

Er erkennt an, dass jeder Mensch durch individuelle Zufälligkeiten und spezifische Umstände in seinem Handeln beeinflusst wird.

Worin liegt der Unterschied zu anderen Theodizee-Modellen?

Während Aquin das Böse als reinen Mangel deutet, betrachten andere Ansätze wie der von Irenäus das Böse als notwendigen Teil eines schmerzhaften Reifeprozesses des Menschen.

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Details

Title
Theodizee anhand von Thomas von Aquins 18. Quaestio der "Summa theologiae"
College
University of Münster
Author
Bettina Meyer (Author)
Publication Year
2005
Pages
3
Catalog Number
V89680
ISBN (eBook)
9783638037990
Language
German
Tags
Theodizee Thomas Aquins Quaestio Summa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bettina Meyer (Author), 2005, Theodizee anhand von Thomas von Aquins 18. Quaestio der "Summa theologiae", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89680
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